Deutschlandfunk: Intellektuell und moralisch überfordert

Kommt der auffallend zwanghafte Drang nach Verboten, Verboten, Verboten von Leuten, die nach 1970 geboren sind, weil sie selbst als Kinder keine Grenzen aufgezeigt bekamen?

Die folgenden Absätze, bitte liebe Leser, gründlich durchgehen, Zeile für Zeile, denn in ihnen spiegelt sich ein Bild vom Menschen, das ihm abspricht, nach Freiheit und Recht leben zu können. Ist der auffallend zwanghafte Drang nach Verboten, Verboten, Verboten von Leuten, die nach 1970 geboren sind, die alle bevormunden wollen, weil sie selbst als Kinder von gutverdienenden Eltern keine Grenzen aufgezeigt bekamen?

Hier also diese Absätze aus dem Beitrag „Verbote müssen her“ beim Deutschlandfunk (Hervorhebungen von mir):

„Angesichts der Möglichkeiten, die der Markt bietet und die Werbung nutzt, sind die Bürger als Konsumenten erkennbar überfordert – intellektuell wie moralisch.

Und natürlich müssen deshalb Verbote her, gesetzliche Verbote zur Beschränkung klimakillender Auswüchse der Marktwirtschaft. Man darf Verbote zwischendurch ruhig auch mal Verbote nennen. Warum eigentlich nicht? Ein Verbot ist die zum Gesetz geronnene, gesellschaftliche Missbilligung eines Verhaltens. Dadurch werden Freiheiten eingeschränkt – oh ja: zum Wohle anderer. Kommt immer mal wieder vor: Es ist nicht lange her, da war es erlaubt, anderen im Restaurant Zigarrenqualm ins Essen zu pusten. Ist jetzt verboten.”

Weder die Autorin im Deutschlandfunk noch sonst jemand hat intellektuell wie moralisch das Recht, freie Bürger für unmündig zu erklären.

Dass die Autorin und ihresgleichen nicht bloß Konsumenten meinen und Markt, sondern Bürger und Demokratie, steht für mich außer Zweifel.

Und die Moral von der Geschicht‘? „Antiautoritäre Erziehung” – keine also – zieht Autoritäre heran. Nichts anderes haben die queeren Erben der „Antiautoritären Erziehung” im Sinn, wenn sie die Abschaffung der Familie fordern und die Kindererziehung durch den Staat.

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Kommentare ( 53 )

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Niemand ist ohne Autorität erzogen worden, wenn er denn erzogen wurde und nicht einfach vernachlässigt, was etwas anderes ist als 1968 gefordert und praktizert. Globalismus hat den MARKT in seiner Größe verfielfacht, also gibt es auf ihm mit seiner Verhundertfachung der Konsumartikel auch neue Probleme: Das ist nicht Folge der 68er, sondern des Liberalismus seit 1800 ff in D, verstärkt seit 1900, 1960 und 1990. Wo der Markt entgrenzt wurde, braucht es natürlich neue Normen, Moralitäten und Gesetze und Pflichten. Die kommen dann meist recht verspätet. Dabei passiert es natürlich auch regelmäßig. das man über das Ziel hinausschießt, siehe die… Mehr
Eigentlich hat sie ja recht, wenn auch nicht so, wie sie denkt. Unsere Politicos behandeln jedenfalls den Bürger so, wie einen moralisch und intellektuell Überforderten, und sie nehmen da auch kein Blatt vor den Mund: Eine Armlänge Abstand, Vorsicht an der Bahnsteigkante, aus Syrien kommen scharenweise Raketenwissenschaftler und der Mahgreb besticht bloß mit Lebensfreude, nicht etwa mit Messern, und Gottseidank haben wir Brüssel und den Euro, Schweinefleisch kommt dafür weg, dann alles Fleisch, Autos, Strom, alles weg, freut euch, das ist nämlich gut. Was habt ihr denn für Probleme damit, ihr Pack? Der Wähler dankt es, indem er sie wählt.… Mehr
„Moralisch und intellektuell überfordert“ scheinen mir vor allem die hysterischen Klimapaniker zu sein, die meinen, die Welt retten zu können, indem sie allen anderen das Leben restlos bis in den letzten Winkel vermiesen, verbieten, gar absprechen (?) wollen. — Vielleicht haben zu viele dieser Weltretter einfach zu viel Geld, um nicht dreimal im Jahr in den Urlaub jetten zu „müssen“ und so vieles mehr konsumieren zu können, was die hohle Birne braucht, um nicht ganz so leer zu klingen. — Meine Lösung: Spendet den wirklich Bedürftigen das, was ihr offensichtlich zuviel an Geld habt, sagen wir mal, bis ihr auf… Mehr
Wären diese Menschen tatsächlich nach den Regeln einer sinnvollen, nich politisch geprägten antiautoritären Erziehung aufgewachsen, würden sie so unsinnige Forderungen nicht stellen. Leider wird die antiautoritäre Erziehung in ihrer sinnvollen, erziehungswissenschaftlichen Form so gut wie nie angewandt, weil sie für Eltern zu anstrengend ist. Antiautoritär bedeutet nicht, das es keine Regeln gibt und Kinder tun und lassen was ihnen beliebt, antiautoritäre Erziehung im erziehungswissenschaftlichen Kontext bedeutet, dem Kind Konsequenzen seines Handelns aufzuzeigen und dadurch zu Verhaltensweisen hinzuführen, die für das Kind gewinnbringend sind. Das ist durchaus ein sinnvoller Ansatz der sehr gute ergebnisse zeigt. Aber das ist hier nicht der… Mehr

Man braucht keinen widersprüchlichen Unsinnsbegriff und viel Rhabarbar erfinden für den einfachen Merksatz: Verbiete es deinem Kind nicht nur, erklär ihm auch, wieso.

Ich denke, wir TE-Leser sind uns überwiegend einig, wer hier überfordert ist. Warum „Journalisten“ (vielleicht tatsächlich v.a. jüngere) so schnell mit der Forderung nach Verboten bei der Hand sind? Viele von ihnen sind offensichtlich klimabewegt, neigen generell zu links-grünen Parteien/Positionen (mit der bekannten Aversion gegenüber dem Liberalismus), leben in Großstädten und haben damit selbst mehr alternative Handlungsmöglichkeiten, in jungen Jahren sind sie überdies flexibler. Hinzu kommt insbesondere die Überzeugung vieler „Journalisten“, dem Rest der Menschen intellektuell überlegen zu sein; bis zur Überzeugung, auch moralisch überlegen zu sein, ist dann nur noch ein kleiner Schrittt.

Wer so eine Meinung vertritt, dem gehört das Wahlrecht und die Geschäftsfähigkeit entzogen. Dafür sollte es bereits einen Schufa-Eintrag mit Ausrufezeichen geben. So jemand erklärt sich faktisch selbst für nicht geschäftsfähig und unmündig. Auch dann, wenn er das nur für andere fordert und für sich selbst jede Inkompetenz bestreitet. Denn das ist schon der erste Beleg, warum gerade ihm all diese Rechte entzogen werden sollte. Er (sie) ist ja nicht einmal in der Lage, zu begründen, warum gerade er im Gegenteil zu anderen den besseren Durchblick haben sollte. Das zeugt schon von maximal durchschnittlicher Intelligenz. Aber selbst bei so viel… Mehr
Sorry, aber das wollen die Leute. Das fing an, dass einige Mütter einst ein Verbot von Süßigkeiten an der Kasse forderten – weil sie mit der Erziehung völlig überfordert sind, dann kam die Forderung nach einem Verbot von Saisonware wie z.B. Lebkuchen, Weihnachtsmänner in Supermärkten, wieder von überforderten Müttern. Auf ZON wird nach einem VERBOT von Plastiktüten gerufen und die Forengemeinde von ZON ist hellauf begeistert. Ein Volk, das sich durch die Wahl einer „Mutti“ selbst entmündigte, schreit nach Verboten. Wir gingen einst gegen die Verbotsschilder „Rasen betreten verboten“, „Spielen verboten“ Relikte aus vergangenen Zeiten. Heute schreit ein Großteil der… Mehr

Nicht nur beim dlf muss man inzwischen immer bedenken, dass der Islam schon mitsendet – wenigstens ein wenig.
Und in dieser Ideologie ist die Entscheidungsfreiheit eines Menschen bei näherer Beschäftigung mit den Schriften doch nur eher überaus eingeschränkt gegeben – wenn überhaupt.

Das Rauchverbot in Gaststätten und Kneipen hätte der Markt über seinen Wettbewerb viel besser…weil vielfältig freier… geklärt. Der Wettbewerb freien Marktgesellschaft hätte zwei Varianten hervorgebracht… Auswahl für Nichtraucher und Raucher Kneipen/Gaststätten… unser Marktgesellschaft Wettbewerb entscheidet freier und gerechter als jedes Verbotsgesetz… Rechtssprache von Ideologie und Haltungsdiktat

Vielleicht noch als Nebenaspekt, viele der bis in die 1970er Geborenen haben noch mehr als ein Geschwisterkind, was danach ja fast zur Ausnahme wurde. Einzelkinddasein oder maximal Doppelspitze ermöglichen bei entsprechendem elterlichen Korrelat ev. eher die Entwicklung zum tyrannischen Narzissten, der andere belehrt, einschränkt und herumkommandiert, einfach weil er Gott ist und die meisten anderen viel blöder als er.

Wollen Sie damit andeuten ich sei nicht Gott? Naja, damit kann ich leben, ist ja nur ihre Meinung, und ich gab Ihnen den freien Willen.
Aber die meisten anderen sind wirklich blöder als ich, ich schwör.