Bundesnetzagentur stellt einen ihrer fünf Indikatoren für die Gas-Lage auf „kritisch“

Die Bundesnetzagentur sieht erstmals einen ihrer fünf Indikatoren für die Gas-Lage in Deutschland als „kritisch“ an, wegen der aktuell kalten Witterung steige der Gasverbrauch deutlich. Den Indikator „Gasverbrauch“ stuft die Behörde mit „angespannt“ ein.

IMAGO / penofoto
Gasspeicheranlage und Druckmanometer in der Nähe von Kiel im Herbst 2022

Nachdem es in den vergangenen Wochen zumindest medial einigermaßen ruhig geworden war um die Gas-Lage in Deutschland, spannt sie sich jetzt wieder an. Die Bundesnetzagentur hat in ihrem wöchentlichen „Situationsbericht Lage der Gasversorgung in Deutschland“ am Montag einen ihrer fünf Indikatoren auf „kritisch“ hoch, nämlich die Prognose für die Temperatur. „Die prognostizierte Temperatur für diese Woche liegt 2,38 °C unter dem Durchschnitt der letzten vier Jahre“, schreibt die Bundesnetzagentur in ihrem Lagebericht. „Es ist daher mit einem deutlichen Mehrverbrauch zu rechnen.“

Die Agentur bewertet die fünf Indikatoren – Temperaturprognose, Gasverbrauch temperaturbereinigt, Speicherfüllstände, Situation in den Nachbarländern, Beschaffung Regelenergie – jeweils als entweder stabil, angespannt oder kritisch. Neben der „kritischen“ Temperaturprognose steht der Indikator Gasverbrauch temperaturbereinigt aktuell auf „angespannt“, die anderen drei auf „stabil“.

Am Ende des aktuellen Wochenberichts heißt es: „Eine nationale Gasmangellage im Winter kann vermieden werden, wenn erstens das Sparziel von mindestens 20 % weiterhin erreicht wird. Zweitens müssen die LNG-Terminals zum Jahresbeginn einspeisen und drittens der winterbedingte Rückgang der Importe sowie der Anstieg der aktuell besonders niedrigen Exporte eher moderat ausfallen.“

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Kommentare ( 21 )

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Mulle67
1 Monat her

Klima ist etwas, was über einen längeren Zeitraum als nur 4 Jahre geschieht.
Der Graph unten zeigt den Temperaturverlauf im Holozän rekonstruiert aus einem grönländischen Eisbohrkern (Quelle: Vinther u.a. 2009):

https://www.zamg.ac.at/cms/de/images/klima/bild_ip-klimawandel/klimavergangenheit/palaeoklima/3-1-7_1_holozaen

Wenn man so will, sind wir noch gut im langjährigen Durchschnitt unterwegs. Würde man die ersten 2.000 Jahre weglassen, wären wir unter dem Durchschnitt… Auch der schnelle Anstieg in den letzten Jahren ist nicht einmalig auf der ganz langen Zeitachse. Natürlich müssen wir uns um unseren Planeten kümmern. Eher aber aus Umwelt- und Überbevölkerungssicht, als Klimapanik zu betreiben.

Peter W.
1 Monat her

Die Methoden werden die gleichen wie bei Corona sein, jede Woche wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben und die Leute werden langsam aber sicher in den Wahnsinn getrieben.Angst Angst und noch mehr Angst, mehr fällt den Beraterinnen von Scholz und Baerbock nicht ein. Aufatmen können wir erst wenn wir lesen Scholz und seine Ministerinnen verlassen nachts um vier fluchtartig in abgedunkelten V8 Limousinen die Hauptstadt in Richtung Ukraine. Gefolgt von LKWˋs gefüllt mit Preziosen aus den staatlichen Kunstsammlungen. Auch Bilder des von Merkel und den Grüninnen geächteten Caspar David Friedrich werde darunter sein. An den Grenzen werden Millionen deutscher… Mehr

AnSi
1 Monat her

„Die prognostizierte Temperatur für diese Woche liegt 2,38 °C unter dem Durchschnitt der letzten vier Jahre“ WAAAAS? Was ist denn mit der Erderwärmung? Was macht das KLIMA denn? Kann man sich denn auf gar nichts mehr verlassen? Menno, dann muss ich hier halt noch 20 Runden um den Block fahren mit meiner 5l-Karre. brummmmmmmmmmm

Winston S.
1 Monat her

„Die prognostizierte Temperatur für diese Woche liegt 2,38 °C unter dem Durchschnitt der letzten vier Jahre“, schreibt die Bundesnetzagentur in ihrem Lagebericht. „Es ist daher mit einem deutlichen Mehrverbrauch zu rechnen.“

Das kann überhaupt nicht sein! Erst vor ein paar Minuten habe ich im Fernsehen einen Spot gesehen, in dem ich davor gewarnt wurde, daß wir alle in naher Zukunft den Hitzetod sterben werden, wenn wir nicht …. „irgendwas“ tun…
Das MÜSSEN also Fake News sein. Ich zieh mir jetzt meine Badehose an, dreh die Heizung aus und geh im ungeheizten Fischteich zum Baden!

Last edited 1 Monat her by Winston S.
Georg J
1 Monat her

„…liegt 2,38 °C unter dem Durchschnitt der letzten vier Jahre“
Soviel zum Thema Klimaerwärmung.

Rob Roy
1 Monat her

Bei Tagesaußentemperaturen von ca 2 Grad sind es in der Wohnung 17 Grad, im Arbeitszimmer 19, im Schlafzimmer 14. Was soll ich denn da noch sparen? Da ich nicht wissen kann, was der Vermieter irgendwann in der Betriebskostenabrechnung nachfordert, mag ich die Heizung nicht weiter aufdrehen.
Ältere Menschen mögen es behaglich. Meine hochbetagten Eltern fühlen sich bei 25 Grad wohl. Gut, dass ich denen noch den Heizöltank habe nachfüllen lassen zu einem verkraftbaren Preis, dann haben sie immerhin 2 Jahre Ruhe.

Last edited 1 Monat her by Rob Roy
St.Elmo
1 Monat her

In Deutschland wird es im Winter kalt, wer hätte das auch bei der Bundesnetzagentur wissen können.
Vielleicht hätte man statt mit dem Durchschnittswert der letzten vier Jahre, – Warum nicht 3, 5, 10 (oder wie beim Klima) 30 Jare – mit einem „Worstcase-Szenario“ rechnen sollen. Der Winter 2010 wäre z.B. eine gute Wahl für so ein Szenario gewesen.

JamesBond
1 Monat her

2,38 Grad gemessen wo? Auf dem Marienplatz in Berlin oder dem Römer in Köln – solche willkürlichen Nachrichten zeigen wie unsere Deutsche Presse lügt.
Es ist Winter und jeder Winter ist anders – da wollen die letzten Pseudowissenschaftler das Klima vorhersagen – können nicht mal für 3 Tage eine verlässliche Wetterprognose abgeben und vergessen, wenn mal wieder ein größerer Vulkan implodiert dann gibts die passenden Temperaturen für die Klimakleber – dann wird es richtig Winter!

Horologe
1 Monat her

Wir alle hier sind gerade inmitten eines gigantischen Experimentes, in dem man aus rein ideologischen Gründen meint, eine noch moderne Industrie und 83 Millionen Menschen mittels folgenden Annahmen aus der Glaskugel mit den notwendigen Mengen an Energie und Gas versorgen zu können : müssen, könnte, hätte, würde, kann, voraussichtlich, eventuell, wenn, prognostiziert, theoretisch, erreicht, moderat, unerwartet, vermeiden, besonders, erwartbar, sollten, wenig, zeitlich, steigen, fallen, treffen, deutlich. Fehlt nur noch, das man ein paar Schamanen einstellt, die dann regelmäßig irgendwelche Kräuter verbrennen und dazu Sprüche sabbeln, damit auch recht oft die Sonne scheint und der Wind viel bläst. Genau dieses Niveau… Mehr

Wilhelm Roepke
1 Monat her

So eine Überraschung. Die Temperaturen sind mal über und mal unter dem Durchschnitt. Wer konnte das ahnen?🙄🙃