Bluttat in Hamburgs U-Bahn: Südsudanese war polizeibekannt

Die schockierende Tötung einer jungen Studentin am Donnerstagabend in Hamburg - jetzt werden neue Hintergründe zu dieser Tat bekannt: Der Migrant, der sein Opfer auf die Geleise zerrte und ebenfalls starb, hat zwei Tag zuvor Polizeibeamte attackiert. Der Täter kam nicht in Haft.

picture alliance / ABBfoto | -

Gegen 22.07 Uhr ereignete sich am belebten U-Bahnhof Wandsbek Markt auf der Linie U1 das Tötungsdelikt, bei dem ein 25-jähriger Mann aus dem Südsudan eine 18-jährige Studdentin mit sich in das Gleisbett riss. Beide wurden von dem einfahrenden Zug erfasst und starben noch am Tatort.

Die Mordkommission des Landeskriminalamts (LKA 41) hat die Ermittlungen übernommen. Nach Angaben der Hamburger Polizei und der Staatsanwaltschaft befanden sich die beiden jungen Menschen unabhängig voneinander auf dem Bahnsteig. Die 18-jährige iranische Staatsangehörige Fatemeh D. wartete auf einen Zug in Richtung Innenstadt. Der Täter hielt sich zunächst abseits auf. Als der Zug einfuhr, ging er gezielt auf die junge Frau zu, umklammerte sie fest und stürzte sich mit ihr vor die herannahende Bahn.

Augenzeugen berichteten von einem plötzlichen, brutalen Angriff, der sich innerhalb weniger Sekunden abspielte. Dutzende Fahrgäste konnten diesen Mord nicht mehr verhindern.

Die Polizei stellte schnell klar: Es liegen keinerlei Hinweise auf eine vorherige Bekanntschaft oder Beziehung zwischen Täter und Opfer vor. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand kannten sich die Beteiligten nicht“, teilte ein Sprecher am Freitag gegenüber der BILD mit.

Das Motiv des 25-jährigen Migranten ist bisher nicht bekannt. Die Ermittler prüfen derzeit, ob psychische Erkrankungen, Drogenkonsum oder andere Faktoren eine Rolle spielten.

Migrant hat am Dienstag Polizeibeamte angegriffen

Der Südsudanese war den Sicherheitsbehörden bereits bekannt: Er lebte zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg und war in der Vergangenheit mehrfach wegen Aggressions- und Gewaltdelikten polizeilich in Erscheinung getreten. Erst zwei Tage vor der Tat, am Dienstag, war er festgenommen worden – wegen eines Angriffs auf Polizeibeamte. Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung ein.

Trotz dieser Vorgeschichte und des laufenden Verfahrens wurde der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt. Warum keine Haft oder andere freiheitsbeschränkende Maßnahmen angeordnet wurden, dazu äußerten sich Polizei und Staatsanwaltschaft bislang nicht. Die Frage nach möglichen Versäumnissen bei der Gefährdungseinschätzung steht jedoch im Raum.

Das Opfer Fatemeh D. lebte zuletzt in einem Frauenhaus in Hamburg: Die Iranerin war vor häuslicher Gewalt in ihrer eigenen Familie geflohen und suchte Schutz.

Der Vorfall sorgt in Hamburg für tiefe Trauer. Der Bahnverkehr auf der U1 musste für Stunden eingestellt werden, Pendler wurden mit Bussen umgeleitet.

Politiker verschiedener Parteien äußerten sich betroffen, auch die Asyl- und Integrationspolitik wird kritisiert. Die AfD thematisierte explizit die Herkunft des Täters und forderte eine Verschärfung der Abschiebepraxis für straffällig gewordene Ausländer.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass der 25-jährige Migrant als Resettlement-Flüchtling nach Deutschland gekommen war. Genauere Angaben zu seiner Aufenthaltsgenehmigung oder früheren Verurteilungen machte sie zunächst nicht. Die Obduktion der beiden Toten soll weitere Erkenntnisse bringen.

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Kommentare ( 46 )

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Juergen P. Schneider
2 Stunden her

Wir haben eben die „beste Polizei der Welt“, die meisten Täter sind polizeibekannt und man muss nicht noch groß ermitteln. Richter und Staatsanwälte, die sonst jede kritische Bemerkung eines Bürgers in sozialen Medien gnadenlos verfolgen und zu überzogenen strafprozessualen Maßnahmen greifen, lassen gefährliche Gewalttäter frei herumlaufen. Hätte ein Einheimischer die uniformierte Staatsgewalt angegriffen und eine gefährliche Körperverletzung begangen, wäre er mit Sicherheit in U-Haft gelandet. Der Migrantenrabatt der politisierten deutschen Gesinnungsjustiz hat ein weiteres unschuldiges Opfer gefordert. Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!

Ceterum censeo Berolinem esse delendam
2 Stunden her

Das ist noch die bittere Ironie an der Geschichte: Die 18jährige Iranerin, die vor häuslicher Gewalt in ein Frauenhaus geflüchtet ist, wird von einem Schützling unserer Weltverbesserer auf grausame Weise in den Tod gerissen. Auch wenn es zynisch klingt, aber es trifft immer die Falschen. Wenn es eine „Oma gegen Rechts“ getroffen hätte, hätte man in diesem Milieu vielleicht auf einen Lerneffekt hoffen können.

Kassandra
2 Stunden her

Lanz hätte gerne noch mehr Bereicherung:
„Markus Lanz erklärt im Podcast „Lanz & Precht“, was er für „Europas Chance“ hält. „Wir haben da eine Chance! Wir können den jungen Afrikanern sagen: Kommt zu uns, geht an die LMU, geht nach Aachen, wir haben tolle Universitäten, wir haben doch was zu bieten.“ Dies könne „Europas Chance“ sein, glaubt Lanz. /HNA“
https://www.danisch.de/blog/2026/01/31/die-naivitaet-des-markus-lanz-und-der-marietta-slomka/
Auch Slomka wird dort als der Realität verlustig beschrieben – aber wie kann man das auch anders sehen? https://www.welt.de/vermischtes/article697c7ebfa58e5b705ac2cacd/marietta-slomka-gerade-unsere-glaubwuerdigkeit-passt-denen-gar-nicht-die-uns-am-liebsten-abschaffen-wuerden.html?source=puerto-reco-2_ABC-V49.3.A_control

imapact
3 Stunden her

Der Amerikaner, der mutmaßlich im Rahmen eines ICE-Einsatzes getötet wurde, ist für die Gutmenschen-Medien weitaus wichtiger als der Mord von Wandsbek. Ja, wäre der Mörder Biodeutscher… . „Biodeutscher ermordet bestialisch junge Iranerin“, die Medien wären am Kochen und die LInke würde ihre protestierenden Hammelherden in Marsch setzen. So aber wird eine Diskussion über Schutzmaßnahmen an Bahnhöfen inszeniert und auch die „Männer“-Gewalt („Uwe“, australische Austauschstudenten, Schweizer und Niederländer…) wird zum Thema.

H. Priess
3 Stunden her

Ein Resettlement-Flüchtling! Also gezielt ausgesucht! Ein besonders „Schutzbedürftiger“ wird ins Land geholt um hier dann, ja was eigentlich, Schutz wird er hier wohl nicht gesucht haben außer vielleicht vor den Behörden seines Landes. Eine Frau die wirklich Schutz gesucht hat konnten wir nicht schützen, weil uns der Schutz des Täters wichtiger war wie für die Frau. Dann kommen sie wieder die allseits bekannten Verdächtigen und heucheln sich die Realität so hin wie die es können und wollen. Ich weiß nicht, vor wem ich mehr Abscheu empfinde, vor solchen Gestalten oder vor denen die hier zum Verbrecher werden oder es schon… Mehr

Jens Frisch
3 Stunden her

Sie nennen es „kulturelle Bereicherung“:
„Noch ‚erfolgreicher‘ als der Marsch durch die Institutionen war der Marsch durch die Definitionen.“ (Roland Baader)

Albert P.
3 Stunden her

…zwei auf einen streich…in meiner kindheit gab´s einen, der schaffte sieben.

Privat
3 Stunden her

Das irre System macht uns jeden Tag zu Opfern dieser importierten illegalen.
Abwählen dieses irre System, damit das morden aufhört.

lavoyageuse
3 Stunden her

„Resettlement Flüchtling“ = „besonders schutzbedürftige Opfer von irgendetwas“. UNHCR wählt aus ! Deutschland nimmt seit ca 15 J an dem resettlement Programm teil !! Da kommen eventuell Kranke, von denen man NICHTS weiss, weil ja nichts kontrolliert wird, und die dauerhaft aufgenommen werden und kein Asyl Verfahren oder ähnliches durchlaufen müssen. DAS ist ungeheuerlich, da werden Leute aufgenommen, finanziert, verhätschelt, von denen man nichts weiss, außer das die „irgendwie“ krank oder ein besonderes Opfer sind. Wer weiss wieviele solcher Zeitbomben in D ‚rumlaufen ? Ob, wann und wie die zu Tätern werden. Wie perfide, hinterhältig, bösartigst, heimtückisch, schändlich war dieser… Mehr

Kassandra
4 Stunden her

„Er lebte zuletzt in einer Flüchtlingsunterkunft in Hamburg und war in der Vergangenheit mehrfach wegen Aggressions- und Gewaltdelikten polizeilich in Erscheinung getreten. Erst zwei Tage vor der Tat, am Dienstag, war er festgenommen worden – wegen eines Angriffs auf Polizeibeamte. Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung ein. So kurz erst hier und schon solche „Vergangenheit“! Der Mann mit ganz besonderem Schutzstatus. Wie auch immer erlangt. Der/die/das ihm dazu verhalf wünsche ich die Krätze an den Hals. Immerhin sprach er wohl schon deutsch. „Dich nehme ich mit“ . Der Vorfall sorgt in Hamburg für tiefe… Mehr