Aus Sankt Martin wird eine Schlepperkapitänin

Eine Schülerin erzählt von Sankt Martin. Dieser edle Mann, der seinen eigenen Mantel teilte, sei in unserer heutigen Zeit die „Kapitänin“ Carola Rackete, die Menschen von Afrika nach Europa shuttleserviced, wo dann fortan die Steuerzahler als Sankt Martin pflichtherhalten müssen.

Heute Mittag ereilte mich der Notruf meiner Frau im Büro, ich müsse heute Abend alleine mit unserem Kind zum Sankt Martin-Fest seiner Schule gehen, da die Erkältung sie voll im Griff habe.

Wir leben in der Nähe einer Stadt in einem beschaulichen Dorf in Süddeutschland. Viele Familien sind aus der Stadt in dieses Dorf gezogen und genießen die einzigartige Aussicht, das Umland und die Abwechslung von dem Leben und der Hektik in der Stadt. Bei der letzten Landtagswahl kamen die Grünen hier auf einen sensationellen Stimmanteil, der bald schon zur absoluten Mehrheit ausreichen wird.

In einem solchen Ökotop sein Kind zur Schule schicken zu müssen, fällt nicht leicht. Erschwerend kommt noch hinzu, dass das Lehrerkollegium fast ausschließlich aus weiblichem Personal besteht. Betritt man die Grundschule, wird man von großen Plakaten begrüßt, die nahelegen, dass eine Apokalypse kurz bevor stünde. An Pinnwänden hängen wie selbstverständlich auch Zeitungsausschnitte von Greta Thunberg. Da die zukünftige Klassenlehrerin allerdings einen ganz guten Eindruck auf uns machte, haben wir unser Kind wegen des Schulzwangs mit der geballten Faust in der Tasche doch an der Schule angemeldet, zumal die Freunde dort auch hingehen.

Zurück zum Sankt Martin-Fest (das immerhin noch so hieß): Die Eltern sorgten im Schulhof für das leibliche Wohl mit allerlei Speisen und Getränken. Die Kinder hatten schöne Laternen gebastelt und zeigten sie voller Stolz. Die Musiker spielten Sankt Martin-Lieder. Direktorin und Kollegium begrüßten die Kinder, Eltern und Gäste und stimmten diese auf eine moderne Version von St. Martin ein. Eine Gruppe Schüler trat vor.

Manche waren in gelbes Ölzeug gekleidet und hatten eine Schiffermütze auf, andere kauerten sich neben diese auf den Boden. Eine Schülerin begann die St. Martins Geschichte zu erzählen. Sankt Martin dieser edle Mann sei in unserer heutigen Zeit die „Kapitänin“ Carola Rackete. Die Kinder schauten mit Ferngläsern über das „Meer“. Dort entdeckten sie Flüchtlinge im Schlauchboot (die auf dem Boden kauernden Kinder), die ihnen zuriefen, sie seien krank und in Not.

Statt des geteilten Mantels wurden Rettungswesten verteilt. Ein Schüler rief aus dem Off, ihr dürft sie nicht in den Hafen bringen, das ist verboten. Die „Besatzung“ beschloss großmütig, sich über das ausgesprochene Verbot hinweg zu setzen. So endete unter großem Applaus des Publikums die Sankt Martin-Geschichte 2019 in einem grünen Bezirk in Süddeutschland.

Der Redaktion sind der Name des Leserbrief-Autors und der betreffenden Schule bekannt.

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Kommentare ( 119 )

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119 Kommentare auf "Aus Sankt Martin wird eine Schlepperkapitänin"

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Es scheint sich dabei um ein Mißverständnis der „nicht mehr so Gebildeten“ zu handeln.
St.Martin hat der Legende nach SEINEN Mantel geteilt und die Hälfte einem Bedüftigen gegeben. Die politisch korrekten Schlepper belieben es aber ANDERER Leute Mäntel großzügig zu verteilen.

Was man in diesem (unserem?) Land tagtäglich lesen, sehen und ertragen muss ist wahrlich schon apokalyptisch. Für einen normal tickenden Menschen kann das alles eigentlich nur Satire oder Zynismus sein! Aber nein, im „Ersten freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat auf deutschem Boden“ ist das, man kann es zwar kaum glauben, wirklich tägliche Realität. Zu ertragen ist dies alles wahrlich nur mit dem sprichwörtlichen Galgenhumor.

Als bei mir die Feuerwehr klingeln kam und um Spenden für den Martinszug bat, habe ich gerne gegeben – quasi „meinen Teil des Mantels“ beigesteuert. Ich habe mir aber ausbedungen, dass es für „Sankt Martin“ sein soll, nicht für irgendein ominöses „Lichterfest“! Der Feurewehrmann hat sehr emotional reagiert und beteuert, dass ihnen die Tradition sehr am Herzen liege und solch ein Quatsch in unserem Städtchen nicht im Gespräch sei! Ich hoffe, das bleibt so!

Die Mafia in Italien ist ja nicht blöd, die nutzen viele der Flüchtlinge jetzt als Sklavenarbeiter auf den Feldern. Anscheinend haben sie die so gut unter Kontrolle, dass sie sich nicht trauen, nach Deutschland zu fliehen. Rackete und Freunden geht es doch nicht um Nächstenliebe, die könnte man in Afrika, vor Ort praktizieren. In Prag habe ich gesehen, dass Flüchtlinge aus Zentralafrika im Straßenbau arbeiten mußten, woanders dürfte es ähnlich sein. Nur in Deutschland herrscht diese Stimmung, als würde bald Jesus auf die Erde zurückkehren…. St. Martin ist ja eine Warnung, wohin Gutmenschentum führt: Wenn es so kalt ist, dass… Mehr

die ersten Anzeichen des Verkommens dieses Landes waren schon vor 20 Jahren zu sehen . Deswegen damals schon alle 3 Kinder auf eine Privatschule geschickt und um das bezahlen zu können malocht ohne Ende . Und jetzt ist zurück lehnen angesagt . Wir als Eltern haben alles getan damit die nachfolgende Generation die aufkommenden Probleme zu lösen in der Lage ist . Nicht mehr meine Sache , die 10 Jahre die mir noch bleiben geniesse ich die Möglichkeiten die ich mir für ein mMn anständiges Leben mühselig erarbeite habe

„Wehret den Anfängen!“
Wieder zeigt sich, dass dieser Satz nichts von seiner Gültigkeit eingebüßt hat. Nur dieses Wehren hätte schon vor sehr langer Zeit stattfinden müssen. Vermutlich vor knapp dreißig Jahren – und damit meine ich nicht den Mauerfall, sondern die Zeit danach, als der ganze Ostblock zusammenbrach. der böse Feind plötzlich weg war und man endlich Zeit hatte, sich andere Probleme zu bauen.
Jetzt – so fürchte ich – ist es zu spät ;-(

Es ist ratsam, die Schüler , die Lehrerin und auch den Schulrat darauf hinzuweisen :
St. Martin hat seinen eigenen Mantel geteilt. Frau Rackete verteilt dagegen das Geld anderer Menschen (Steuerzahler)
Als Elternteil würde ich mir das nicht gefallen lassen. Allerdings müssen Sie dann wahrscheinlich mit Ächtung im Dorf rechnen

Spätestens jetzt wurde ich nach einer andren Schule Ausschau halten. Wenns die überhaupt noch gibt. Scheinbar haben diese Öko Fanatiker wirklich recht und das Trinkwasser ist auch längst ganz schlimm vergiftet, anders kann man diesen Wahn doch sonst nicht mehr erklären.

„Zwei Dinge sind unendlich: die Dummheit und das Universum. Beim Universum bin ich mir nicht sicher.“ (Albert Einstein)

Ob Balilla, HJ, Komsomol oder FDJ oder diese Schule. Immer wird von Ideologen versucht, vor allem Kinder für die eigenen politischen Ansichten und Ziele zu gewinnen.

Was für eine üble Verballhornung des St. Martin-Festes! Diese linksgrünen Bescheuerten versuchen es auf die unmöglichsten Weisen, schon die Kinder in ihrem Sinne zu beeinflussen, und das schlimmste, die scheinen den Mist alle mit voller Inbrunst mitzumachen … das sind die zukünftigen 10 Minuten-Klatschhasen, die auf parteitagen ihre Vorsitzende feiern werden.