In einer schnell zusammen gewürfelten Sendung diskutiert man bei Illner über die CDU. Eine Spiegel-Journalistin, die Juso-Vorsitzende und ein Grüner geben tolle Hinweise. Und Merz springt wie immer nicht.
Screenshot ZDF: Maybrit Illner
Ja, wir haben es verstanden: die CDU hat Wähler verloren und alle anderen Parteien haben sie inzwischen abgeschrieben. Kampfgeist? Fehlanzeige. So wie man es der Einleitung der gestrigen Illner-Sendung entnehmen konnte, war eigentlich ein anderes Thema geplant, doch nachdem Laschet ein Statement zu den Koalitionsverhandlungen abgegeben hat, wurde das wohl über den Haufen geworfen. Wie passend, dass der Titel „Brücken, Klippen, rote Linien – Koalition für die Zukunft gesucht“ so schön nichts sagend ist, unter dem Motto kann man über alles reden. Nichts sagend blieb es auch.
Die Frau hat das besondere Talent, Dinge zu sehen, die man sich nicht ausdenken kann. So war es auch gestern. Man dachte, man hat über die Wahlergebnisse und die Koalitionsverhandlungen schon alles gehört, fragt sich, ob denn alle Leute als Baby von der Wickelkommode gefallen sind. Und dann kommt Melanie Amann um die Ecke und analysiert, dass die Wähler der CDU ja zur FDP, den Grünen und der SPD abgewandert sind und schlussfolgert daraus, dass die Wähler der CDU „mehr in die Mitte wollten“.
Das alleine wäre schon genug Stoff. Ich meine, in welcher Realität sind denn Grüne und SPD bitte mittiger als die CDU? Dann erteilt sie der CDU den Rat, man solle sich doch jetzt noch mal überlegen, ob dieser konservative Kurs zurück zu den Wurzeln so gut ist und ob die CDU wirklich eine Nische bedienen will.
Die Spiegel-Kolumnistin meint, Merz hätte ja scho einmal verloren. Und alles was dem dazu einfällt ist: „Sogar schon zweimal“ zu sagen. Also ob das ein Wettkampf wäre: „Deutschland sucht den größten Verlierer“. Wobei das die deutsche Politik doch andererseits ganz gut zusammenfasst.



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