Ein CDU-Parteitag ohne Kurskorrektur: Ex-Ministerin Kristina Schröder diagnostiziert eine „politische Gefangenschaft“ mit der SPD, Reformstau bei Energie und Wirtschaft – und eine Union, die Debatten meidet, statt Brandmauer, Meinungsfreiheit und Deindustrialisierung ehrlich zu klären.
Warum gibt die CDU auf ihrem Parteitag keine Antworten auf die drängenden Fragen? „Die CDU führt auf Parteitagen keine großen Debatten“, sagt Ex-Familienministerin Kristina Schröder. Sie spricht über fehlende Weichenstellungen, den Reformstau in der Energiepolitik, das Spannungsverhältnis zwischen Sozialstaat und Wirtschaft und über eine schwierige Koalition mit einer schwierigen SPD: „Die CDU ist in einer politischen Gefangenschaft mit der SPD.“
Wird die Brandmauer fallen? Kann sich die Union eine Minderheitsregierung vorstellen? Wie will Friedrich Merz AfD-Wähler zurückgewinnen – und will er sie überhaupt zurückgewinnen?
Kristina Schröder geht auch mit ihrer eigenen Partei kritisch um – zum Beispiel beim Thema Deindustrialisierung („gibt Anzeichen dafür“), Meinungsfreiheit („eminent für die Demokratie“), bei Begriffen wie „Hass und Hetze“, bei staatlich geförderten Meldestellen und bei Altersgrenzen für Soziale Medien („problematisch“).
Ein spannendes und erhellendes Gespräch mit einer mutigen Frau, die über die vorgegebene Parteilinie hinausdenkt.

Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
Schon erschreckend, wie Frau Schröder zwar manche Probleme erkennt, aber vollkommen unfähig zu sein scheint, daraus die auf der Hand liegenden Schlußfolgerungen zu ziehen. Herr Tichy hat ihr ja nun schon quasi eine Steilvorlage gegeben, wie eine Minderheitsregierung der CDU wenigstens die großen Probleme dieses Landes angehen könnte, aber sie möchte lieber weiter den kleinsten gemeinsamen Nenner mit den Ökosozialisten suchen. Weil das bisher so super funktioniert hat? Ihr Wissensstand zum Klimawandel ist bedrückend veraltet bzw. ist sie hinreichend indoktriniert, die offen zu Tage liegenden Fakten zu ignorieren. Ihr Glaube an die Vernunft deutscher Gerichte ist unerschütterlich, wobei sie ganz… Mehr
Es wäre ja schön, wenn Herr Tichy Frau Schröder in sein Boot holen könnte. Unionspolitiker blinken in Wahlzeiten jedoch nur allzu gern in alle möglichen Richtungen. Einen Versuch war es, zugegeben, wert gewesen.
Nur dass die Frau Schröder am längst überholten Ammenmärchen vom menschengemachten, CO2 induzierten Klimawandel festklebt, ist geradezu unverzeihlich bei jemandem, der ansonsten einen intelligenten Eindruck macht. Weit intelligenter als der Kollege Pinocchio.
Christina Schröder ist mit Sicherheit eine kritische Stimme in der cdu, sie ist aber offensichtlich zu weit weg und lebt zu sehr im vom Steuerzahler finanzierten Himmelreich, um die wahren Gefahren und Fallstricke und den Ernst des erreichten Zustandes wahrzunehmen. Dieses Drumherumgerede bringt keine Verbesserungen. Die cdu ist handlungsunfähig und unterwirft sich. Und aus genau solchen Menschen bestehen Deutschlands Altparteien. Sie registrieren die Probleme, sie machen sich darüber Gedanken und dann: Machen sie nix und hoffen. Und verlieren sich im Anschluss im Mini-Konsens mit der radikalen Linken und werden damit selbst dazu. Die cdu ist zu satt. Genau daran zerbricht… Mehr
Sie hat recht mit ihren Feststellungen, die aber leider nichts bewegen, denn der politische Karren ist bereits so festgefahren, daß er im Morast versinkt und ein Neuanfang ist mit dieser Gurkentruppe nicht zu erwarten, denn alles spricht dagegen und es reicht auch nicht aus nur die Pferde zu wechseln, wenn es beim gleichen Kutscher bleibt, denn gelenkt wird das Gespann von ihm und darüber kann die Fuhre nicht mehr gerettet werden und so bleibt es beim alten und blamiert die ganze Innung und der Pinscher auf dem Bock kann auch nichts mehr retten und muß das weite suchen, weil er… Mehr
Frau Schröder? Uninteressant. Wie wäre es denn mal mit einem Interview mit Frau Dr.Weidel?
Herr Tichy, Frau Schröder ist ein interessanter Gast, aber seien Sie doch mal mutig und laden den gefürchteten Herrn Höcke ein, stellen ihm die gleichen Fragen welche an Frau Schröder gerichtet waren und dann kann der TE-Leser die Antworten vergleichen. Und damit es ganz ausgewogen hergeht, nehmen Sie noch einen Ihrer hervorragenden Kolumnisten hinzu. Das wird spannend, jede Wette!
Das Interview mit Schröder langweilt: Wie erleben eine CDU-Politikerin, die nicht einen Augenblick auf die Idee kommt, dass sich die CDU politisch verirrt hat, sondern – natürlich, was sonst? – ihre ehemaligen Wähler, die sich nun eine Änderung der verheerenden und strenggläubigen grünen Merkel-Politik von einer unbeirrt bekennenden bürgerlichen Partei (der AfD) wünschen. Diese unterscheidet sich von „Konservativen“ dadurch, dass sie keine Stalinisten auf Schleichfahrt sind, die Freiheitsrechte und den Rechtsstaat zurück bauen, nicht meinen, die Bürger seien dazu da, eine – schlicht – irre Ausländer- und Energiepolitik zu bezahlen und die auch nicht die fast demokratiefreie Verwaltung durch die… Mehr
Und währenddessen stand gestern der arme Heinrich im Büßerhemd vor der Drachenburg in Peking und mußte ´zuerst um Absolution bitten bevor er hereingelassen wurde, für alle Dummheiten seiner Vorgänger. Seine Erklärungen waren weniger von Tatsachen unterlegt, die in handfesten Verträgen sichtbar wären und der Kauf von 300 Flugzeugen der Marke Airbus ist nur dem Umstand gezollt, daß China zwar kein Miteigner ist aber bedeutender Zulieferer einschließlich einer großen Montageanlage im Lande selbst und da ist es doch naheliegend auch mal was von diesem Produkt, wo man selbst beteiligt ist was zu bestellen und wäre auch ohne Merz geschehen, was er… Mehr
Sehr sympathische Frau, die ehrenwerter Weise versucht, ihre Parteikollegen in Schutz zu nehmen und von Schuld freizusprechen.
Leider wird auch hier wieder die Koalition mit der SPD als Hemmschuh für politisch versprochene Umsetzungen vorgeschoben. Diese ist jedoch nicht schicksalhaft entstanden, sondern vorsätzlich so gewollt und herbeigeführt worden.
Obendrein wurde dieser Zustand noch durch den Brand-Mauerbau im wahrsten Sinne zementiert.
Also Frau Schröder, niemand wird zurück zu CDU finden. Furchtbar was sie da labern.