Bislang Zehn Todesopfer bei Amoklauf an kanadischer Schule

Erschütternde Bluttat an einer Schule in der kanadischen Provinz British Columbia: Nach Angaben der Polizei kamen bei einem Amoklauf in der Kleinstadt Tumbler Ridge mindestens zehn Menschen ums Leben, darunter auch der Täter.

Screenprint: CBC

Weitere 25 Personen wurden bei dem Anschlag verletzt, zwei davon lebensgefährlich. Die Ermittlungen zu Motiv und Hintergründen der Tat laufen auf Hochtouren: Nach bisherigen Erkenntnissen eröffnete in der Nacht auf Mittwoch (MEZ) eine Frau an der Tumbler Ridge Secondary School das Feuer. Einsatzkräfte fanden acht Tote im Schulgebäude, darunter die mutmaßliche Schützin. Zwei weitere Opfer wurden in einem angrenzenden Wohnhaus entdeckt. Die Polizei geht davon aus, dass die Täterin sich am Tatort selbst erschossen hat.

Superintendent Ken Floyd von der Royal Canadian Mounted Police erklärte vor Journalisten, dass die Identität der mutmaßlichen Schützin vorerst nicht veröffentlicht werde und das Motiv noch unklar sei. „Ich denke, wir werden Mühe haben, das ‚Warum‘ zu klären, aber wir werden unser Bestes tun, um zu verstehen, was geschehen ist“, sagte Floyd.

Die Behörden bestätigten zunächst, dass es sich bei der am Tatort aufgefundenen Person um dieselbe Frau handelt, die zuvor in einer Warnmeldung als Person „in einem Kleid mit braunen Haaren“ beschrieben worden war. Mittlerweile soll die Familie des mutmaßlichen Täters jedoch bestätigt haben, dass es sich um einen sich als „trans“ identifizierenden Mann handeln soll. Das berichten diverse Online-Portale.

Die Polizei durchsuchte im Anschluss weitere Gebäude und Grundstücke in der Umgebung, um mögliche Zusammenhänge zu prüfen und sicherzustellen, dass keine weiteren Personen beteiligt waren.

Die Tragödie traf eine kleine Gemeinde mit etwa 2.400 Einwohnern etwa 1.200 Kilometer nördlich von Vancouver. Die örtliche Schule zählt 175 Schüler. Nach der Tat wurden sowohl die Sekundarschule als auch die Grundschule der Gemeinde für den Rest der Woche geschlossen. In einer Stellungnahme sprach die Gemeindeverwaltung von einem „erschütternden Vorfall“: „Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen, und wir wissen, dass viele Menschen schockiert, verängstigt und überwältigt sind.“

Auch die Provinzregierung reagierte umgehend. Sicherheitskräfte und Rettungsdienste seien schnell vor Ort gewesen, was nach Einschätzung von Behörden dazu beigetragen habe, weitere Opfer zu verhindern. Kanadas Premierminister Mark Carney sagte das Übliche: „Ich bin erschüttert über die schrecklichen Schüsse von heute in Tumbler Ridge. Meine Gebete und mein tiefes Mitgefühl gelten den Familien und Freunden der Opfer.“


Dieser Artikel wurde am 11.02.2016 um 10:31 aktualisiert.


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Kommentare ( 7 )

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Montesquieu
2 Stunden her

Die Geschlechtergleichstellung kommt voran. Eine der letzten männlichen Domänen wird geschliffen.

AlNamrood
2 Stunden her

Weibliche Täter sind in diesem Fall extrem selten. Die US/Kanada Medien sprechen von „gunperson“. Wer die Verhältnisse kennt ahnt, was wirklich los war.

M. Stoll
2 Stunden her

Eine Frau also, eine Person „in einem Kleid mit braunen Haaren“…
Ich ahne etwas.
Es ist gerade in Mode, Menschen mit psychischen Problemen einzureden, sie stecken im falschen Körper.
Anstatt ihnen zu helfen, werden die Probleme damit oft noch verschärft.
Auffällig viele Amok-Täter hatten dieses Profil.
Vielleicht irre ich mich, aber eine Frau als Täterin so einer Tat, ist sehr ungewöhlich, auch wenn unsere Welt sehr kaputt ist.
Eigentlich sind die Menschen kaputt und nicht die Welt.

Bonzo der Grosse
2 Stunden her

Entgegen der Meldung hier schreibt ein deutsches Magazin von „Täter“. Erst am Ende verweist man darauf, dass kanadische Medien von einer Täterin sprechen. Auf „mutmaßlich“, welches bei Verbrechen in Deutschland unter Beteiligung sogenannter Flüchtlinge stets verwendet wird, hat man einmal verzichtet. Insgesamt jedoch hat man seine Lektionen tief verinnerlicht: „Es sind immer Männer!“ Was noch verbessert werden könnte, ist den „Vorfall“ nicht in Kanada, sondern etwas vager in Nordamerika stattfinden zu lassen, dann könnte man sich wieder einmal herrlich über die laschen Waffengesetze des bösen Donald auslassen, die die Bluttat erst ermöglicht hätten.

verblichene Rose
2 Stunden her

Öfter mal was Neues. Heute: Die Tat wurde von einer F r a u begangen.
Da stellt sich die Frage, ob wir uns jetzt Sorgen machen müssen?
Wer jetzt Sarkasmus entdeckt hat, schaue und höre sich ein paar Reden der Altgedienten Frauen des Kartells an. Die erschrecken mich jedenfalls immer wieder aufs Neue…

Harry Charles
2 Stunden her

KAUM IST KANADA LINKS,

schon gibt’s den ersten Amoklauf, sonst eher ungewöhnlich für dieses Land.

Kassandra
2 Stunden her

Was für einen Grund kann es geben, die Identität der Täterin geheim zu halten?