Merz auf Rüstungstour – daheim das übliche Kleinklein – Propagandakrieg um den Iran

Von Indien an den Golf und nach China und zum dritten Mal in die USA, Merz bleibt als Außenkanzler auf Tour. Er vertraut darauf, so nicht nur sich selbst, sondern auch die Bürger von allen ungelöst bleibenden Problemen ablenken zu können.

Außenkanzler ist offensichtlich die einzige Kontinuität, die Friedrich Merz anstrebt. Neueste Station nach Indien und Wegweiser für nächste, seine Aufwartung bei den Sunniten-Regimen am Golf.

Deutsche Waffen für Golfstaaten wg. Flüssigerdgas und Waffenlieferungsstopp für Israel wg. Gaza. Merz – mit den CEOs von Uniper und Diehl Defence unterwegs – sagte, Deutschland würde „intensiver in der Rüstungskooperation arbeiten als in den letzten Jahren“ mit verlässlichen Partnern in der Golfregion. 

Sachsens MP Kretschmer „fordert“ wg. drohend bald leerer Gasspeicher und hoher Importe von US-LNG, vermehrt auf heimische Braunkohle zu setzen. Kretschmer gibt als Opportunitäts-Indikator in allen Fragen zuverlässig Auskunft darüber, was getan werden müsste und nicht geschieht.

Merz war am 6. Juni 2025 zum Antrittsbesuch bei Trump im Oval Office, dann im August zusammen mit Staats- und Regierungschefs aus Europa nach dem Trump-Putin-Treffen in Alaska und will kommende Woche wieder hin. Mitbringen wird er von dort wohl wie bisher – nichts. Dann war halt der Weg das Ziel.

In D.C. wird Merz nichts ausrichten können gegen die Erwägungen im Kongress, die Immunität von EU-Zensurbeamten aufzuheben, Social Media die Durchführung von Zensuranordnungen zu verbieten und private Klagen gegen ausländische Einrichtungen zu ermöglichen. Die Aufhebung der Immunität würde ehemalige oder aktuelle EU-Kommissare wie Thierry Breton oder Henna Virkkunen treffen und bedeuten, dass diese Personen in den USA persönlich verklagt werden könnten.
Plattformen dürften keine Inhalte mehr entfernen oder einschränken, nur weil die EU-Kommission das verlangt – wenn es um US-Nutzer geht. Privaten Klagen könnten Schadensersatzansprüche mit hohen Strafschadenssummen folgen.

Derweilen kann sich der abgebrühte Leser die heile Welt der CDU im Wahlkampf-Video des mutmaßlich nächsten Ministerpräsidenten von Baden-Württenmberg Hagel zu Gemüte führen. Bewaffnen Sie sich dabei bitte mit einem Getränk Ihrer Wahl.

Bitte, werte Leser, machen Sie mit bei der TE-Wahlwette Baden-Württemberg.

Während es daheim dümpelt, geht es in der Nachrichten- und Gerüchteküche rund um den Iran hoch her.

Hochrangige iranische Beamte teilten der Presse mit, dass Teheran sich verpflichtet habe, in den bevorstehenden Gesprächen mit den USA über das ballistische Raketenprogramm und die Finanzierung regionaler Terrorgruppen zu sprechen.

Der iranische Abgeordnete Kowsari warnt, Irans Raketenkapazitäten und regionaler Einfluss seien nicht verhandelbar, US-amerikanische und iranische Beamte bereiten sich auf Atomgespräche in Maskat vor.

Vice-Vance warnte, eine iranische Atomwaffe würde ein sofortiges regionales Wettrüsten auslösen: „Wenn die Iraner eine Atomwaffe bekommen, wissen Sie, wer am nächsten Tag eine bekommt? Saudi-Arabien.“ Keine Weiterverbreitung von Atomwaffen sei ein zentrales Ziel der „America First“-Initiative. Obwohl die Regierung nichtmilitärische Mittel bevorzuge, hielte sich Präsident Trump alle Optionen offen: „Wenn er das Gefühl hat, dass das Militär die einzige Option ist, wird er sich letztendlich dafür entscheiden.“

10 amerikanische C-17A-Transportflugzeuge sind in den letzten Stunden zwischen US-Stützpunkten in Deutschland und US-Stützpunkten im Nahen Osten geflogen – eine ungewöhnliche Zahl in so kurzer Zeit. Seit dem 18. Januar wurden im Nahen Osten 84 Flüge von amerikanischen Transportflugzeugen dieser Art verzeichnet, zusätzlich zu fünf Flügen der schweren und strategischen Transportflugzeuge – C-5M.

Israels Premier Netanjahu sagt, Jerusalem könnte einseitig handeln, wenn Trump ein Abkommen schließt, das Teherans ballistisches Arsenal intakt lässt. – Wer weiß, ob das nicht abgesprochen ist? Der israelische Journalist Yaakov Bardugo von Channel 14 behauptet, die USA hätten Israel grünes Licht für ein Vorgehen gegen das iranische Raketenprogramm gegeben.

Nach einem gestrigen Bericht in The National beraten prominente Amerikaner und Iraner Übergangspläne. Kushner soll eine Gruppe Geschäftsleute organisieren, die im Falle des Regimekollapses bei der Regierungsführung helfen. Von einem Treffen in Palm Beach in der Nähe von Trumps Anwesen Mar-a-Lago möglicherweise bereits an diesem Wochenende ist die Rede.

Klimasignale. Norwegen führt bei Neubauten die Kaminpflicht ein.

Kuba friert. 

Zum Wochenende ein Gruß von Argentiniens Milei: „Sagt man einem Sozialisten die Wahrheit, schreit er auf und behauptet, es sei Hassrede. Nein, es ist keine Hassrede. Es bedeutet, dass ihr nutzlose Menschen seid, die den Planeten ruiniert haben.“

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Kommentare ( 10 )

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Kassandra
1 Stunde her

Letzte Woche Marco Rubio zu Venezuela – dieses Woche Scott Bessent im „Hearing“ https://www.youtube.com/watch?v=KC7AcSbfeGg . Es gefällt mir gut, dass in den USA Minister wie Staatsbeamte immer wieder vor solchen Ausschüssen Zeugnis über ihre Vorgehensweise ablegen müssen. Ich habe nur noch nicht verstanden – ist das regelhaft – oder können die in solche Anhörungen zitiert werden? Und jeder, der für solch Staatsamt ausgewählt ist, muss vor Vereidigung durch solchen Prozess – was auch uns gut anstünde einzuführen.   Daraus: @SecScottBessent destroys a rude and low IQ @RepMaxineWaters : „Adding 10-20 million new people demanding housing, Congresswoman, is what caused a… Mehr

Dr.KoVo
1 Stunde her

Bezahlt Merz seine Reisen aus eigener Tasche? Und muss er dafür Urlaub nehmen?

Haba Orwell
1 Stunde her

> Israels Premier Netanjahu sagt, Jerusalem könnte einseitig handeln, wenn Trump ein Abkommen schließt, das Teherans ballistisches Arsenal intakt lässt. Würde es wer anders tun, würde man es als Angriffskrieg bezeichnen. Nicht jammern, wenn es für den Angreifer böse endet. > Wer weiß, ob das nicht abgesprochen ist? Der israelische Journalist Yaakov Bardugo von Channel 14 behauptet, die USA hätten Israel grünes Licht für ein Vorgehen gegen das iranische Raketenprogramm gegeben. Dann ist Trump fein raus und hat den lästigen Verbündeten vom Hals? Militärexperten sagen klar, wie es diesmal ausgesehen wird – schon im Juni musste Trump seinen Kumpel N.… Mehr

verblichene Rose
1 Stunde her

Der Propagandakrieg um den Iran.
Nicht nur dieses hohle Gequassel erinnert mich an frühere, mahnende Worte mancher Eltern, die sie lediglich als Ausrede für das Essen nutzten, was sie selber gerne zu sich nahmen. Und diese Ausrede lautete:
„Iss das jetzt auf! Woanders auf der Welt haben „die“ nichtmal Wasser und Brot!“
PS: Dieses „die“ war übrigens damals zu verstehen wie das heutige „wir“. Und daran kann man unschwer erkennen, daß die „Einschläge“ schon ziemlich nahe gekommen sind…

Kassandra
1 Stunde her

Der Clip vom Hagel ist super. Zeigt insgesamt eine „saubere“ unionsWelt, die es so schon vor 2015 gar nicht mehr gab – und auch künftig gar nicht mehr geben wird. . Mich beeindruckt das Abbild der leeren Kirche – in einer Moschee zeigt er sich nicht – und wer im Clip Multikulti, das doch die Realität abbilden würde und überhand nimmt, findet, darf es behalten! Mit solchen Flachparolen, vollkommen ohne Aussagekraft, überzeugt so einer also die Schwaben – wo doch vor deren Augen die Unternehmen, die ihren Wohlstand schaffen halfen, in die Pleite gehen und eine Kommune nach der anderen… Mehr

verblichene Rose
1 Stunde her

…Dann war halt der Weg das Ziel…
Das ist ja Sinn und Zweck der Amtszeit dieses Aussenkanzlers.
Er muß dann immer nur diese gelangweilte, aber deshalb nicht weniger nervende Frage seiner Entourage ertragen. Aber diese Frage stellen diese Innenversager zu Hause ja auch andauernd:
„Wann sind wir denn endlich daaaaaa…?“

Nibelung
2 Stunden her

Na gut, der Iran folgt den Ratschlägen der Russen und Chinesen und nimmt an dem Gespräch im Oman teil, wohlwissend daß der Ausgang seitens der USA schon vorprogrammiert ist und dennoch das böse Spiel mitbetreibt um der Weltöffentlichkeit zu zeigen, wie friedfertig man ist. Es steht schon heute fest, was im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung passiert und selbst tausende Tonnen von Bomben konnten Vietnam nicht klein machen und der Iran ist ein weit schwierigeres Gelände, wo man auch unter dem Gebirge abtauchen kann um dann zum Angriff überzugehen, weil nur diese Methode dem Iran hilft, anderen aber weniger, wenn sie… Mehr

humerd
2 Stunden her

Merz hat von Merkel gelernt, merkelt durch die Welt und verteilt Steuergelder in der Welt. Was Merz von den Deutschen hält: für seine Stadtbildaussage entschuldigte er sich indirekt ganz schnell, bei seinen Aussagen die deutschen Arbeitnehmer wären zu oft krank und würden zu wenig arbeiten „Lifestyle Teilzeit“ bleibt er.

Kassandra
2 Stunden her

Wenn man Merz als so was wie Menschenhändler sähe – denn wie vdL hat auch er nicht nur in Indien um weitere „Fachkräfte“ gebeten, könnte man drauf kommen, dass er Trump dort als „ungelegen“ Erkannte für uns abnehmen wollte? . Dabei gibt es gute Gründe, auf solches zu verzichten: „You know, 2% of the population produces 90% of the violent crime—think of that!“ says President Donald Trump.  https://x.com/visegrad24/status/2019550238609141982   El Salvador is now ranked safer than Sweden.  https://x.com/visegrad24/status/2019549320367010301   Polens EU-Abgeordneter hinsichtlich Sicherheit und illegaler Einreise: https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116021879778183157 . Wenn ich das richtig lese gibt es in Frankreich nun einen Gesetzesvorschlag zur Abstimmung… Mehr

PaulKehl
2 Stunden her

Merz wird keine Ergebnisse mitbringen von seinem Trump-Besuch? Doch, er hat schon geliefert. Die BR hat den Verkauf des Betreibers von Tanklagern und Pipelines Tanquid an die US-Firma Sanoco LP genehmigt, natürlich unter „strengen Auflagen“. (Schwörisch). Tanquid beliefert auch Flughäfen der Luftwaffe mit Kerosin. Darauf dann einen Duj####n, am Tegernsee.