Zwei Drittel aller Krankenhäuser sind in den Miesen

Die wirtschaftliche Situation der Kliniken verschlechtert sich rapide. Ziemlich genau 70 Prozent aller Hospitäler werden in diesem Kalenderjahr rote Zahlen schreiben. Die Lauterbach’schen Reformen erweisen sich als ruinös.

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Mit den Finanzen unserer Krankenhäuser geht es weiter bergab – und schneller als gedacht. Für 2025 erwarten 70 Prozent der Kliniken einen Verlust. Nur 30 Prozent rechnen mit einem ausgeglichenen Ergebnis oder sogar mit steigenden Gewinnen.

Das ist das Ergebnis des neuesten „Krankenhaus-Barometers 2025“ der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Dabei handelt es sich um eine schriftliche Befragung von Allgemeinkrankenhäusern mit einer Größe von mindestens 100 Betten. Daran teilgenommen haben 376 der rund 1.700 Krankenhäuser in Deutschland.

Damit hat sich die Lage in nur zwei Jahren erheblich verschärft. Der Anteil der Kliniken mit einem Jahresfehlbetrag ist gegenüber 2023 um satte fünf Prozentpunkte gestiegen.

Und Besserung ist nirgendwo in Sicht. Im Gegenteil: Nur 13 Prozent der Krankenhäuser erwarten, dass sich ihre wirtschaftliche Situation im Jahr 2026 verbessern könnte. Etwa 43 Prozent rechnen mit einer unveränderten Lage. Dagegen erwarten 44 Prozent sogar eine Verschlechterung.

„Alarmierend“ nennt DKG-Chef Gerald Gaß die Zahlen: „Die wirtschaftliche Situation unserer Kliniken hat einen historischen Tiefpunkt seit Einführung des Fallpauschalen-Systems vor mehr als 20 Jahren erreicht.“

Dieses Konzept der Krankenhausfinanzierung wurde seinerzeit von einem gewissen Karl Lauterbach erfunden. Der war damals Mitglied im sogenannten „Sachverständigenrat für Gesundheitswesen“ und mit Abstand wichtigster Einflüsterer der damaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD).

Knappe 20 Jahre später war Lauterbach inzwischen selbst Gesundheitsminister. Doch Deutschlands Krankenhaussystem stand – maßgeblich dank der einst von ihm selbst erfundenen Fallpauschalen – kurz vor dem finanziellen Kollaps.

Quasi als letzte Amtshandlung vor dem Ende der Ampel-Regierung drückte der SPD-Mann 2024 eine neue Reform durch. Dabei sollten sich Kliniken spezialisieren, was zur Schließung zahlreicher Häuser vor allem im ländlichen Raum führte (und immer noch führt). Außerdem wurde die Fallkostenpauschale beschnitten und zu 60 Prozent durch eine neue, andere Pauschale ersetzt: Über die sogenannte „Vorhaltepauschale“ sollten die Kliniken nunmehr nicht vor allem Geld für Behandlungen bekommen, sondern schon für die Bereitstellung von Betten, Geräten und Personal.

Das Ergebnis kann man jetzt besichtigen: Es ist alles noch schlimmer als vorher.

DKG-Chef Gaß nimmt kein Blatt vor den Mund: „Wir steuern sehenden Auges auf eine Situation zu, die dramatische Auswirkungen auf die Krankenhauslandschaft in Deutschland haben wird.“

Man ist geneigt, dem Mann beizupflichten – immerhin stecken zwei von drei Kliniken in den Miesen und haben deshalb kaum oder auch gar keinen Spielraum für notwendige Investitionen, um nicht den Anschluss an die moderne Medizin und an die Digitalisierung zu verpassen.

Für den DKG-Chef ist klar, dass die Patienten die Leidtragenden der Entwicklung sind: „Eine Wartelistenmedizin wird auch in Deutschland zur Realität.“

Interessant ist die Interpretation der meisten klassischen Medien bei uns. Dort heißt es: „Trotz mehrerer Eingriffe der Politik verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser laut einer Umfrage der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) immer weiter.“

Richtig wäre: Sie verschlechtert sich wegen dieser Eingriffe. Karl Lauterbach lässt grüßen.

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Kommentare ( 84 )

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Manuela1973
1 Monat her

Etwas mehr Kontext tut hier not, sehr geehrter Herr Autor. Wie haben sich denn die Zahlen der Krankenhäuser in den Jahren vor 2001 und damit vor Amtsantritt der hier kritisierten Gesundheitsministerin Schmidt und seither entwickelt?
Derart mit konkreten Zahlen zu geizen ist kein Ruhmesblatt der Recherche.

WandererX
1 Monat her

Dass die Zahl der Kranken explodiert, ist nicht das Ergebnis von Lauterbach, sondern Ergebnis fettleibiger Boomer, die zulange gesoffen, gefressen und gekokst haben: dieses Blatt weiss das nur zu gut. Dennoch wird hier das Problem an einem einzigen Mann angenagelt: ziemlich dämlich!

fluffy_bird
1 Monat her

Das Problem der Unterfinanzierung von Krankenhäusern berührt eines der wichtigsten Theoreme der Gesundheitspolitik: jeder möchte dass eine Gesundheitsversorgung für alle bereitgestellt wird. Jeder möchte dass diese Gesundheitsversorgung besonders gut und auf dem möglichst aktuellsten Stand der medizinischen Forschung ist. Und jeder möchte, dass diese Gesundheitsversorgung möglichst günstig ist. Es geht also diese drei Dinge zu erfüllen. Das ist allerdings unmöglich. Nein, nicht nur in Deutschland. Das ist schlicht ein Naturgesetz. Eine medizinische Versorgung kann nie gleichzeitig modern und gut, für alle zur Verfügung stehen und dazu noch günstig sein. Dies ist unmöglich! Eine Gesellschaft muss ich also entscheiden, wie sie… Mehr

Michael Palusch
1 Monat her
Antworten an  fluffy_bird

Natürlich kann die modern, gut UND günstig sein. Denn günstig bedeutet eben nicht billig. Teuer wird sie auf jeden Fall dann, wenn sich vor eine optimalen Behandlung, die pekuniären Interessen der Investoren drängen.
Dann ist das wie in einer KfZ-Werkstatt, der man das Auto ohne KVA zur Reparatur hinstellt.

fluffy_bird
1 Monat her
Antworten an  Michael Palusch

Ja, sie kann modern, gut und gleichzeitig auch günstig sein. Dann steht sie aber nicht für jeden zur Verfügung. Dann steht sie nur für einen eingeschränkten Kreis von Empfängern zur Verfügung.

Denn nochmals: alle drei Kriterien gleichzeitig zu erfüllen ist nicht möglich.

Tom Engel
1 Monat her
Antworten an  fluffy_bird

Ja ja. kennt man ja: Die Demokratie ist die SCHLECHTESTE aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.

Über was wollen Sie uns Belehren ? Das Sie sich für schlau halten und Alle Anderen Dumm sind ? Genau DAS Problem hat die Politik in D….

Dieter Rose
1 Monat her
Antworten an  fluffy_bird

Wieviel Geld sollte dem Staat die Gesundheit wert sein? Wer darf sich daran bereichern? Ist das überhaupt moralisch zulässig?

fluffy_bird
1 Monat her
Antworten an  Dieter Rose

Wenn man von bereichern spricht, dann normalerweise mit der negativen Färbung einer Übervorteilung. Das passiert aber von Einzelfällen abgesehen im Kapitalismus und auf einem freien Markt nicht. Da kommen Anbieter und Nachfrager zusammen. Und wenn ein Anbieter sich schlecht verhält, wird er abgestraft durch die Kunden, die ausbleiben. Wenn man bereichern aber als das Erwirtschaften von Profit versteht, dann ist es etwas extrem Positives. Denn wenn zwei Geschäftspartner, also ein Anbieter und ein Kunde, zusammenkommen, dann profitieren immer beide davon. Der Anbieter logischerweise weil er Geld verdient und der Nachfrage, also der Kunde, weil er ein Bedürfnis befriedigt bekommt. Wenn… Mehr

Michael Palusch
1 Monat her
Antworten an  fluffy_bird

„Das passiert aber von Einzelfällen abgesehen im Kapitalismus und auf einem freien Markt nicht. Da kommen Anbieter und Nachfrager zusammen.“
Das ist die schöne Lehrbucherzählung, die aber mit der Realität kaum etwas gemein hat.
Das geht schon damit los, das nicht jeder Anbieter die gleichen Chancen auf Marktzugang hat und endet noch lange nicht damit, dass große Anbieter über den Preis kleinere, mit durchaus auch besseren Produkten, entweder übernehmen oder diese vom Markt verdrängen.
Es ist längst so, dass nicht mehr die Produktqualität über den Absatz entscheidet, sondern das Volumen des Werbeetats.

fluffy_bird
1 Monat her
Antworten an  Michael Palusch

Natürlich hat ein größeres Unternehmen mehr Werbebudget oder überhaupt mehr Möglichkeiten. Das ist vollkommen in Ordnung. Das ist vollkommen normal. Das ist auch bei jedem einzelnen Menschen nicht anders. Wenn du aus einem armen Haushalt kommst, hast du natürlich weniger Möglichkeit in deinem Leben als wenn du ein Kind sehr reicher Eltern bist. Das ändert aber absolut nichts daran, dass es der Kunde ist, der entscheidet, wo er etwas kauft oder bei wem er eine Dienstleistung in Anspruch nimmt. Und niemand sonst. Wenn ein Anbieter durch die Preise andere Anbieter vom Markt drängt, kann er das tun. Es kann aber… Mehr

Michael Palusch
1 Monat her
Antworten an  fluffy_bird

Der Kunde kann nur aus dem Sortiment wählen, was er kennt. Und es kann, vor allem in kapitalintensiven Branchen, nicht jederzeit ein neuer Anbieter kommen“. Egal wie gut die Idee oder genial das Produkt ist. Auch hier gilt: Ohne Moos nix los! „Denn es ist natürlich vollkommener Blödsinn zu glauben, Wettbewerb fände nur über den Preis statt.“ Dann können Sie sicherlich erklären, warum derzeit eine Bäckerei nach der anderen schließen muss, obwohl die Qualität der Erzeugnisse unzweifelhaft weit höher ist, als beim Backdiscounter oder den Angeboten im Supermarkt. Ich hoffen, dass Sie Ihr fester Glaube -fast könnte man es kindliche… Mehr

fluffy_bird
1 Monat her
Antworten an  Michael Palusch

Die Behauptung, der Bäcker hätte grundsätzlich eine bessere Qualität als andere Angebote, ist erst mal nur genau das. Eine Behauptung. Eine persönliche Anekdote dazu: ich wohne im süddeutschen Raum. Hier gehören Brezeln dazu. Fast schon ein Nationalgericht. Und es ist allgemein bekannt, dass man an einer Brezel die Qualität eines Bäckers sehr gut beurteilen kann. Schon vor längerer Zeit habe ich deshalb tatsächlich mal den Versuch gemacht und habe zehn verschiedene Brezeln gekauft. Verschiedenen Bäckereien, Discounter und eine Aral Tankstelle. Und dann habe ich eine persönliche Verkostung gemacht. Geschmack, Form der Brezel, Bräunungsgrad, ist sie außen knusprig und innen fluffig… Mehr

Michael Palusch
1 Monat her
Antworten an  fluffy_bird

„…in allen Kriterien die beste Brezel hatte? Die Aral Tankstelle“
Ab hier erübrigt sich jede weitere Diskussion.
Wahrscheinlich ist für Sie derjenige, der Backlinge in den Ofen schiebt, der Bäcker.
Aral mag ja alles Mögliche selbst herstellen, aber Backwaren gehören mit Sicherheit nicht dazu.

Last edited 1 Monat her by Michael Palusch
fluffy_bird
1 Monat her
Antworten an  Michael Palusch

Natürlich sind es Teiglinge, die gefroren geliefert werden und dann frisch aufgegebacken werden. Ist ja ganz logisch. Aber darum ging es nicht. Ich habe zehn verschiedene Brezeln hier aus der Umgebung, wo ich wohne, von verschiedenen Verkaufsstellen getestet. Und dabei ging es um das Aussehen, die Konsistenz und den Geschmack. Und da war die Brezel von der Aral Tankstelle nun einmal mit Abstand die beste. Übrigens sehe nicht nur ich das so. Regelmäßig bilden sich insbesondere samstags und sonntags an dieser Aral Tankstelle tatsächlich längere Schlangen. Und die Leute stehen dort nicht an um ihr Auto zu tanken. Die stehen… Mehr

Michaelis
1 Monat her
Antworten an  fluffy_bird

Ihre „Analyse“ ist schlicht falsch und undifferenziert. Völlig ungeeignet die Unterstellung, dass „in einem kapitalistischen System“ sich automatisch ein „optimales Gleichgewicht“ ergibt, oder dass wir es in DE mit einem „planwirtschaftlichen System“ zu tun hätten! Das erste ist pure Ideologie und das zweite nur Unfug!! Arztpraxen und nicht wenige Kliniken (rund 40%, mit steigender Tendenz) sind PRIVATWIRTSCHAFTLICH organisiert, das wissen Sie, oder? Und genau darin liegt eine wesentliche Ursache des Übels, natürlich nicht die einzige. Das Gesundheitswesen eines Landes gehört „verstaatlicht“ (jedenfalls vom Prinzip her, das das in der Praxis suboptimal funktioniert, ist ein anderes Thema) in dem Sinne, dass… Mehr

Last edited 1 Monat her by Michaelis
fluffy_bird
1 Monat her
Antworten an  Michaelis

Nicht nur das deutsche Gesundheitssystem ist eine reine Planwirtschaft. 90 % der Patienten sind gesetzlich versichert. Nicht freiwillig wohlgemerkt. Aber das ist ein anderes Thema. Und diese 90 % aller Patienten bezahlen eben nicht selbst irgendein von dem Arzt, den sie aufsuchen, gefordertes Entgelt. Ob und was der Arzt verdient, wenn er einen gesetzlich versicherten Patienten behandelt, bestimmt der Staat. Dieser hat die Aufgabe an staatliche Organisationen namens Krankenkassen delegiert. Aber das ändert nichts an der Vorgehensweise und am Problem. Lediglich bei den verbleibenden 10 % der Selbstzahler oder Privatversicherten, entscheidet der Arzt selbst. Entweder er schließt mit dem Patienten… Mehr

Michael Palusch
1 Monat her
Antworten an  Michaelis

„Das erste ist pure Ideologie und das zweite nur Unfug!!“
Ich vermute, BWL erstes Semester.

WandererX
1 Monat her
Antworten an  Michaelis

sicher, je privater, desto teuerer und unbezahlbarer! denn dann dehnt sich die Geier der Ärzte und der Pharmaindustrie ins Unendliche aus- in den USA kann man das schön studieren.Reiner Staat ist natürlich auch die extreme Dummheit, guter Mann – wohl aus der Stasi- ddr!

Tom Engel
1 Monat her

Viele „Krankenhäuser“ sind GmbH’s. Also Firmen, die vom Geld der Solidargemeinschaft der Versicherten über Jahrzehnte sehr, sehr gut leben (konnten). Es wurden teilweise unglaublich hohe Gewinnzahlen bekanntgegeben. Es sind sog. „Geldmaschinen“. Die örtlichen Landratsämter haben oft nur Einstellige beteiligungen und demnach fast NICHTS zu sagen…..

So…und nun jammern diese GmbH´s, das es ihnen ja SO schlecht geht….und wollen Steuergeld..

Wer’s glaubt ….

fluffy_bird
1 Monat her
Antworten an  Tom Engel

Und weitaus mehr Krankenhäuser sind städtische Gesellschaften oder gehören dem Land. Und die finanzielle Situation der Krankenhäuser ist jetzt kein Geheimnis. Das kann jeder recherchieren und nachlesen. Und das ist exakt so, wie es dieser Artikel hier beschreibt. Ohne Gewinn geht ein Unternehmen pleite. Handelt es sich um ein staatliches Unternehmen müssen Steuerzahler dafür blechen.

Kuno.2
1 Monat her
Antworten an  Tom Engel

Die meisten Kliniken sind keine Gesellschaften mit beschränkter Haftung, sondern gehören den an der Börse gehandelten Aktiengesellschaften.

Tom Engel
1 Monat her
Antworten an  Kuno.2

NOCH VIEL SCHLIMMER…. Börsenspekulanten. Bäh…..Die haben NICHTS im Gesundheitswesen zu suchen….Eigentlich…

K.Behrens
1 Monat her

schon mal an der Theke einer „Apotheke“ gestanden? Das Sortiment in sogenannten Apotheken übertrifft bereits das Sortiment von Drogerie „Roßmannn“. Das wird noch ein lustiger Wettkampf in Sachen Logistik. Zumal „Rossman“ angeblich seine Waren ausschließlich per E-Lasten-LKW ohne Kartons durch die Lande transportiert? Was gibt es nicht alles an Spinnern? Danke Gunter Sachs, der nie die Erbsen zählte!

fluffy_bird
1 Monat her
Antworten an  K.Behrens

Und was genau hat das jetzt mit diesem Artikel zu tun? Und das Sortiment von Apotheken unterscheidet sich von dem von Drogerien ja nun maßgeblich und ist nicht vergleichbar. Was soll dieser Kommentar also bitte aussagen?

jopa
1 Monat her
Antworten an  fluffy_bird

Gehen wir etwas tiefer: Wzu brauchen wir heute noch Apotheken? Die Medikamente könnten auch von DM, Roßmann usw verteilt werden. Der Apotheker ist überholt. Vor 100 Jahren waren Apotheker unverzichtbar, denn 99% der Medikamente wurden damals in der Apotheke angerührt. Heute aber, werden 99% nur noch weitergereicht, denn die kommen fertig aus Indien oder China. Für den Rest reicht eine Apotheke bei jedem Pillengroßhändler.

fluffy_bird
1 Monat her
Antworten an  jopa

Ich bin absolut dafür, die Apothekenpflicht bei Medikamenten radikal zu überprüfen und zu reformieren. Überhaupt keine Frage. Aber Apotheken haben wichtige Aufgabe. Mal abgesehen von den immer weniger werdenden Rezepturen, die direkt angefertigt werden, verbleibt natürlich immer noch die Aufgabe zum Beispiel Zytostatika anzufertigen. Und ja viele Zytostatika müssen frisch angefertigt werden und haben nur eine sehr geringe Haltbarkeit. Das wissen übrigens nur wenige Menschen. Aber auch davon nochmals abgesehen haben Apotheken auf jeden Fall eine wichtige Aufgabe wenn es um das Erkennen von Wechselwirkungen und der Beratung in Gesundheitsfragen geht. Das durch die Weiterentwicklung von KI und vielen anderen… Mehr

89-erlebt
1 Monat her

.. so langsam geht dem Welt Sozial Amt das Geld aus .. aber herbeigepullt wird unvermindert .. auch die WeihnachtsUkro‘s kommen zurück zur kostenfreien Vollversorgung.

Berlindiesel
1 Monat her

Für ein Medium, das einst als Blog mit wirtschaftspolitischem Schwerpunkt begann, leider ein magerer Beitrag. Natürlich sind die üblichen Buzzwords, wie „Karl Lauterbach“ enthalten, und dann noch ein bisschen Geraune. Das ist mir zu wenig, Herr Tichy. Auch wenn man unterstellt, dass ein kostendeckendes oder gar profitables Gesundheitssystem dazu führen würde, dass wesentliche Kohorten der Gesellschaft davon ausgeschlossen würden (wie in den meisten Dritte-Welt-Ländern) so gibt es handfeste Gründe für den finanziellen Verfall der deutschen Krankenhäuser, von denen ich im Beitrag aber kaum welche finde. Übernutzung durch eine alternde Gesellschaft – also ein weiterer Fallout des demographischen Verfalls? Übernutzung durch… Mehr

Last edited 1 Monat her by Berlindiesel
Michael Palusch
1 Monat her
Antworten an  Berlindiesel

„Frauen in der Medizin verlassen früh den klinischen Bereich“
>18h Tage sind eben auf Dauer nicht jedermanns Sache.

AlNamrood
1 Monat her
Antworten an  Michael Palusch

Eine Halbtagspraxis bringt auch niemandem was.

NochNicht2022
1 Monat her

Schaut man auf das Drittel der Krankenhäuser im kommunalen/staatlichen Eigentum, so ist der wesentliche Grund für die „Miesen“ schnell ausgemacht: Es sind die dümmlichen Landräte/Politiker, die für ihre Aufsichtsratsfunktion weder vorbereitet, noch im Ansatz, mit einem (sic!) Gramm Hirnschmalz, dazu qualifiziert sind. Die torckeln regelrecht durch diese „Pflichtaufgaben“. „Pflichtaufgaben“ sind immer Schrott in der Umsetzung, das liegt schon in der Begrifflichkeit: „Ich muß da was machen, was ich eigentlich gar nicht will. Mir liegt als Gutmensch das Begrüßen von Asylanten einfach besser …“ – Die Privaten richten das schon meist, denen sitzen Gott sei Dank die Kapitalgeber „im Nacken“ …… Mehr

Dr. Rehmstack
1 Monat her
Antworten an  NochNicht2022

Und Sie glauben allen ernstes, dass den kirchlichen Trägern tatsächlich das Gutmenschentun Antriebsfeder ist? Da sind sie aber gewaltig auf dem Holzweg. Wie sagt einst ein Börsianer als er den Petersdom sah: das ist ein guter Laden, die haben mit einem Esel angefangen.

NochNicht2022
1 Monat her
Antworten an  Dr. Rehmstack

Das ist anstrengend. Der Begriff Gutmenschen wird sowohl für vermeintlich „gute“ Menschen, sind aber meistens eher Irre und Verwirrte verwendet (s. Bsp.). Dabei ist die Spannbreite bei den vielen „Gutmenschen“ recht groß: Vom „Hl. Martin“ (will ich nicht weiter erklären) bis hin zu linksgrün-versifften Gestalten, meistens Funktionäre von irgendwas. Dazwischen liegen die eher „Geldgeilen“ usw., die meinen Sie und Ihre acht „Follower“. Um an den Trögen sich halten zu können, muß dieser „Gutmensch-Typ“ tatsächlich – zumindest hie und da – auch auf ein betriebswirtschaftlich positives Ergebnis schauen. – Übrigens: Der Spruch des Börsianers ist phantastisch und absolut treffend.

Nibelung
1 Monat her
Antworten an  NochNicht2022

Kranke gibt es genug und am Nachschub kann es ja nicht liegen, weil die sogenannten Akutfälle auch nicht in dieser Dringlichkeit behandelt werden und der Notfall nicht erkannt wurde und so mancher still und leise über den Jordan ging, bis ihn die Behandlung erreichte. Das alles hängt vermutlich mit der sozialistischen Planwirtschaft zusammen, die von den kommunalen Trägern in Reinkultur gepflegt wird und das wiederrum führt dazu, wie sich das fähige Personal auf Dauer verdünnisiert und dort sein Glück sucht, wo alles noch wie am Fließband läuft und das im wörtlichen Sinn, denn ist der Ruf erst mal versaut, kann… Mehr

WandererX
1 Monat her
Antworten an  NochNicht2022

Kultur liegt hier weder in der reinen BWL- Lehre noch im naiven Idealismus der Kirchen und der Gesinnungs- Landräte ! Sie liegt im Realismus dessen, was leistbar ist und was nicht – und in der Mut, in diesem Bereich Abkassierer rechtzeitig zu stoppem- aber : wo allerorten extreme Feigheit herrscht, wird das ncht gelingen!

NochNicht2022
1 Monat her
Antworten an  WandererX

„Abkassierer“ – Ich nehme an, daß ist der Personenkreis der für zu wenig Leistung zu viel bekommt? Das schließe ja Chefärzte, das Klinikpersonal, Aufsichtsorgane, Gewerkschafter, Zulieferer, andere Gesundheitsanbieter usw., jeweils in Teilen, ein?

Flaneur
1 Monat her

Ich verstehe „das Gesundheitssystem“ zu wenig, um da gut mitreden zu können. Ist es wie bei den niedergelassenen Ärtzten, ein „Gießkannenprinzip mit Quoten“, was sich überhaupt nicht am tatsächlichen Bedarf und an der ausgeführten Arbeit orientiert?
Oder, anders gefragt: Was hat der Klabauterbach denn geändert, dass jetzt alles den Bach runter geht?

NochNicht2022
1 Monat her
Antworten an  Flaneur

Das „Gesundheitssystem“ – das liegt ja schon im Bergriff begründet, zieht Klabautermänner und -weiber als Spielwiese einfach an. Da kann man sich austoben und täglich in den Mdien erwähnt werden. Endlos. Das ist schon seit Jahrzehnten so. Das Ergebnis dieser „Panscher“ (das sind die gleichen wie bei den 502 Sozialleistungen auf Bundesebene …) ist ja bekannt: Bürokratie, Sauställe en masse, Milliarden-Defizite usw. usw. Ohne Unterlaß.

fluffy_bird
1 Monat her
Antworten an  Flaneur

Natürlich richtet es sich nicht am aktuellen Bedarf aus. Des Gesundheitssystem in Deutschland, und bei weitem nicht nur in Deutschland, ist ein reines planwirtschaftliches System. Und somit zeigt es auch sämtliche Probleme einer Planwirtschaft. Jegliches Herumdoktorn an diesem System führt niemals zu irgendeiner Lösung. Denn das Grundproblem wird ja nicht angegangen. Die Planwirtschaft.

Rasparis
1 Monat her
Antworten an  fluffy_bird

Es ist absurd, ein System elementarer Daseinsvorsorge „betriebswirtschaftlich“ in Gewinnerzielungsabsicht steuern zu wollen, wie das der medizinisch voellig inkompetente, aber entsprechend von seinen Foerderern aus der US-Pharma-Mafia- die genau weiss, dass in dem auf den Grundsatz von Vertrauen und Solidaritaet aufgebauten Gesundheitssystem der „B.R.D.“, das strukturell noch immer das des Kaiserreiches ist, viel zu pluendern ist- dressierte Sozen-Lobbyist Lauterbach hier seit der Schroederschen „Gesundheitsreform“ der gleichfalls voellig inkompetenten „Lehrerîn“ U.Schmidt seit 25-Jahren betreibt. Wie effektiv die destruktiven Schattenstrukturen des „Gesundheitssystems“ bis hin zum hochprofitablen, experimentellen „Impf“-Genozid unter Seuchenkampagne hierzulande aufgestellt sind, zeigt ja gerade die 30-jaehrige Karriere einer clownesken Figur… Mehr

fluffy_bird
1 Monat her
Antworten an  Rasparis

Nein, das ist nicht absurd. Jedes „Unternehmen“ was nicht betriebswirtschaftlich und damit gewinnorientiert geleitet wird, wird nicht lange existieren. Und wenn es sich um einen staatliches Unternehmen handelt, dann existiert es nur, weil die Bürger dafür horrende Kosten in Form von Steuern aufwenden müssen.

Nur ein Unternehmen, egal in welcher Branche, was gewinnorientiert geführt wird, hat überhaupt irgendein Anreiz eine gute Qualität und gute Leistung für seine Kunden anzubieten. Wenn das nicht der Fall ist, entfällt jeglicher Anreiz dafür. Das sehen wir beispielsweise bei sämtlichen Behörden. Und bei staatlichen Unternehmen eben.

Michaelis
1 Monat her
Antworten an  fluffy_bird

Pure Ideologie, was Sie da von sich geben!! „Gewinnorientiert“ gehört sich grundsätzlich nicht im Gesundheitswesen!! CDU-FDP-Sympathisant?

Last edited 1 Monat her by Michaelis
fluffy_bird
1 Monat her
Antworten an  Michaelis

Gibt es vielleicht auch irgendwelche Argumente oder bleibt es bei einer simplen Behauptung?

Michaelis
1 Monat her
Antworten an  Rasparis

Zitat: „Der ‚worst case‘ tritt zweifellos ein, wenn beide Komponenten – private Elemente und der diesen immanente Lobbyismus plus Korruption mit miserabler Verwaltung, noch dazu unter dem Einfluss ‚politischer‘ Parteien wie in der B.R.D. – kumulieren.“

So ist es!! Auf der einen Seite staatlicher Dirigismus und inkompetenter Bürokratismus, vor allem auch Zwangsversicherung und Vollbelastung der Bürger was die Systemfinanzierung betrifft, und auf der anderen Seite Abbau „öffentlicher“ Medizineinrichtungen und die „Privatisierung“ der medizinischen Versorgung in Form von „unternehmerischen“ Arztpraxen – diese Kombination ist der absolute „worst case“ eines idiotischen Gesundheitssystems!

man without opinion
1 Monat her

Moin, Das BSW hatte, meine ich, im Wahlprogramm für Thüringen eine Erreichbarkeit von medizinischer Versorgung im Programm und sicher u. A. auch deshalb entsprechenden Erfolg bei der Wahl. Wenn TE mit Bildmaterial dokumentieren möchte, daß der Baum schon lange lichterloh brennt, dann empfehle ich einige Außenaufnahmen vom Klinikum Herford. Noch Selensky mit Photoshop in den Vordergrund und selbst die Hälfte der Herforder wäre nicht in der Lage zu unterscheiden, ob das Bild aus D oder der UA ist. Ein paar Schnappschüsse aus dem Verwaltungsbereich würden einen Bericht über Assads Wirken ohne jede Anreise nach Syrien mehr als glaubwürdig machen. Zur… Mehr