Der nächste bekannte Name verschwindet aus unseren Innenstädten: Die insolvente Traditionsmarke Eterna macht sämtliche Filialen dicht. Ende Juni gehen endgültig die Lichter aus.
IMAGO / BREUEL-BILD
Der große Räumungsverkauf in den Geschäften läuft schon: hohe Rabatte auf die letzten Hemden, Blusen und Krawatten.
Ein weiteres Kapitel deutscher Textilgeschichte geht zu Ende. Das 1863 gegründete Unternehmen hatte Mitte Dezember 2025 beim Amtsgericht Passau Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Hoffnung auf einen Investor gab es lange – doch am Ende fand sich niemand, der den Geschäftsbetrieb retten wollte.
Noch betreibt Eterna bundesweit 25 Filialen und neun Outlets. Nun soll die verbleibende Ware möglichst schnell verkauft werden, bevor die letzten Geschäfte schließen.
Die Markenrechte hat sich Konkurrent Olymp aus Baden-Württemberg geschnappt. Das Unternehmen kündigte an, verschiedene Szenarien für einen möglichen Neustart der Marke zu prüfen. Wie genau zumindest der Name „Eterna“ künftig weiterleben soll, bleibt allerdings offen.
Der Niedergang ist ein weiteres Beispiel für die Krise der deutschen Modebranche. Immer mehr Traditionsunternehmen geraten unter Druck. Zuletzt meldete auch der bekannte Hersteller Marc Aurel Insolvenz an, beim Textil-Discounter KiK stehen europaweit hunderte Filialen vor der Schließung.
Die Gründe sind überall dieselben: steigende Kosten, wenig Nachfrage und ein Einzelhandel, der seit Jahren zwischen Online-Konkurrenz, Energiepreisen und Konsumflaute zerrieben wird. Die Einkaufsstraßen veröden.
Und mit Eterna wird nun die nächste deutsche Traditionsmarke aus dem Stadtbild getilgt.

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