Katherina Reiche will eine Start-up-Strategie, um jungen Unternehmen den Zugang zu Kapital verschaffen. Der Fokus soll auf Rüstungstechnologie und Technologien mit ziviler und militärischer Nutzung liegen – auch mit Staatsbeteiligungen. Am deutschen Rüstungswesen wird die Wirtschaft nicht genesen.
picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
Seit Anfang der 1990er Jahre sank der jährliche Produktivitätsanstieg unter den seit der Industrialisierung in Deutschland erreichten Durchschnittswert von gut zwei Prozent jährlich. Das ist des Pudels Kern, an den der Parteienstaat nicht ran will und seit dem Umbau zur zentralen Planwirtschaft im Gewande der Klimareligion nicht ran darf, weil die Aufgabe der Klimaerzählung der Aufgabe der Großen Transformation der EU und UN gleichkäme.
Nach der Finanzkrise 2008 sackte der jährliche Anstieg der Arbeitsproduktivität pro Erwerbstätigenstunde auf durchschnittlich 0,7 Prozent ab und seit 2018 sind es nur noch 0,3 Prozent.
Mit einer Start-up-Strategie wolle die Regierung jungen Unternehmen den Zugang zu Kapital verschaffen, sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche dem Magazin Gründerszene und der Welt im ersten Satz. Im zweiten folgt der Fokus der Regierung auf Rüstungstechnologie (Defense Tech) und Dual-Use-Start-ups (Technologien mit ziviler und militärischer Nutzung).
Nur rund 0,15 Prozent des BIP flössen hierzulande in Wagniskapital, „verglichen mit rund 0,8 Prozent in den USA“. Was heißt hier Wagnis? Die Regierung plant direkte Staatsbeteiligungen etwa an Drohnenherstellern über die KfW. Unternehmen wie Quantum Systems, Tytan oder Stark zeigten, wie schnell Start-ups neue Fähigkeiten entwickeln und in Anwendung bringen könnten. Deshalb werde ein neues Instrument geschaffen, mit dem sich der Bund direkt an Start-ups und Scale-ups mit militärisch nutzbaren Produkten und Dienstleistungen beteiligen könne. Zur Stärkung sollen außerdem die Zusagen der „WIN-Initiative“ für Wagniskapital auf mehr als 25 Milliarden Euro verdoppelt werden.
Kaum hat man sich am Rüstungshappen der zentralen Planwirtschaft verschluckt, bleibt einem der nächste im Hals stecken. Frau Reiche will die kapitalgedeckte Altersvorsorge stärker für Investitionen in Start-ups nutzen und widerspricht Sorgen um die Sicherheit der Renten: „Viele deutsche Pensionsfonds sind im Minus. Viele deutsche Pensionsfonds verlieren jedes Jahr Geld“ (RTL und ntv). Wer einen „ganz kleinen Teil“ des Portfolios in Start-ups, neue Unternehmen investiere, sichere die Rente viel, viel besser, als das derzeit in Deutschland geschehe.
Kaum sollen die Rentner Beiträge zur Rentenpflichtversicherung durch zusätzliche Pflichtbeiträge zu einer kapitalgedeckten Ergänzung zahlen, droht ihnen schon der Verlust durch Transfer von Teilen in Pensionsfonds, die zur Rüstungsfinanzierung mit staatlicher Beteiligung in Start-ups verwendet werden und morgen zu staatlichen Rüstungsfirmen.
Die Verschönerungs-Erzählung geht so: In den USA käme ein großer Teil der Gewinne aus solchen Beteiligungen direkt bei den Rentnern an; einen ähnlichen Mechanismus brauche es auch hierzulande, damit deutsche Unternehmen nicht an die amerikanische Börse abwandern müssten. Ziel sei, dass Start-ups „hier bleiben, hier gründen und wachsen können“ und zugleich „eine wesentliche Säule“ für die Altersvorsorge bilden könnten. – Frau Reiche vergaß hinzuzufügen: für die Rüstung.
Nein, Frau Reiche, am deutschen Rüstungswesen wird die Wirtschaft nicht genesen.



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Was ist mit Klimaneutralität und Co2 frei? Das wird spannend zu verfogen, welche Start Ups unter EU und deutschen Voraussetzungen überhaupt in der Lage sind, an den Start zu gehen. Oder geben sie das Einhalten dieser Menschenschutzregeln nur vor, gehen sie nur an den Start, um Geld abzuschöpfen?
Dazu kann man nach Wilhelm Busch nur bemerken: Zu spät mein Lieber, der Namenstag ist längst vorrüber, denn Geld allein bewirkt nicht allzuviel, wenn der Geist erloschen ist oder sich bereits anderweitig verflüchtigt hat und das ist immer so im Leben, denn wie sagte Gorbatschow, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben und der mußte es eigentlich wissen, wo Putin heute noch dran ist, diesen Fehler zu korrigieren, was man ihm schwerst übel nimmt, denn wer geradeaus denkt im Sinne seines Landes, steht dem Ansinnen der anderen im Weg und ist zwangsläufig ungern gesehen, was sich sichtbar an der… Mehr
Die Renten für die Aufrüstung gegen Russland zu opfern ist keine neue Idee.
Das gab es schon mal bei dem, der den Charles-Chaplin-Schnurrbart unter der Nase hatte statt auf der Stirn.
Stalingrad hat offensichtlich auch für Frau Reiche eine gewisse Anziehungskraft. Allerdings kann sie andere Dumme hinschicken. Sie muss es wohl nicht.
Bei den 07er Glasmantelgeschossen der Getreideklasse gab es heute nur noch 32%. Immernoch gut aber anscheinend merken auch andere was gerade Phase ist.
Zumindest eine dieser Konzerngründungen »par ordre du mufti« – die österreichische »Signa Holding« ging dabei gewaltig in die Hose. Staat als auch Banken wollten da ein Immobilien-Imperium -aus dem buchstäblichen Nichts- aus dem Boden stampfen … und René B. schien da der richtige Mann, zur rechten Zeit, am rechten Ort. Und dann pumpte man Abermilliarden in diese Firmengruppe -mehr oder weniger jenseits jeglicher kaufmännischer Vorsicht – es war ja scheint’s eine sichere Bank- bis jener Mann schließlich scheint’s zu glauben begann, dass alles MÜSSE so sein … schließlich hat man doch noch auf der Investorenseite erkannt, dass Geld eben ein… Mehr
Wer wissen will, was gerade so State of the Art im Infanteriekampf ist, der suche mal nach „Unitree Super Athlete AS2-W“. Das ist ein Roboterhund. Bis auch nur eine eintige Deutsche Firma zu sowas in der Lage ist, haben die Russen, Chinesen und Amis uns schon links und rechts überholt.
Im Kopf des Obergefreiten Pistorius ist immer noch ein in Regenbogenfarben lackierter Leo 2 das Maß der Dinge.
Immerhin haben wir ja schon eine Raumfahrtministerin, die nach Agenturmeldungen schon die Wagnerschen Höhlen besucht hat, und mit des Kanzler’s Charlotte ein echter Hingucker gewesen sein soll – läuft doch.
Nun, das Umleiten von Volkseigentum in die Rüstung ist Richtlinienkompetenz des Kanzlers. Genau dafür hat Blackrock Herrn Merz ja da hingesetzt. Man hat mit dem Dienstwagenschlüssel von Merz jetzt Zugang zum staatlichen Gewaltmonopol.
Merz interessiert sich nicht für BRD, für Renten, Geschlechter oder tote Ungläubige.
Sein Lobbyisten-Job ist maximale Geldausschüttung in die europäische Rüstungsindustrie. Längst hat er hier in die EUdSSR auch die Ukraine (Selenski) und die Schweiz (Rheinmetall) erfolgreich einbezogen.
Sie werden immer hysterischer in Berlin. Wer 8 Wochen Sommerpause als ReGierung macht und nur noch Abzocke der letzten fleißigen Menschen als Reform bezeichnet und sich dann selbst lobt, der hat einfach nur noch den Realitätsverlust im Programm – sonst nix: Dieselpreise 2,33€ …
Wo ist das Problem mit 2,33 EUR beim Diesel, wo doch die Grünen schon in früheren Jahrzehnten 5,00 DM avisiert haben und es noch nicht erreicht wurde und demzufolge noch Luft nach oben ist, denn die halten schließlich auch ein was sie versprechen, während andere nur Märchen erzählen und ein Überraschungsei das andere ersetzt. Wer sich der Preise auf allen Ebenen wegen echouffiert sollte sich mal Gedanken machen, ob es außerhalb der sozialistischen Welt mit alimentärem Anhang jegliche Art auch noch andere Möglichkeiten gibt, denn das wäre noch ein Ausweg und ist auch nicht die eigene Denkart und wer seit… Mehr
Wer hätte je davon gehört, dass in den USA Pensionsfonds pleite gingen und die Einzahler ihre sicher geglaubte Altersvorsorge in Rauch aufgehen sahen? Inzwischen scheint man in der Bundesregierung und in der EU-Kommision zu dem Schluss gekommen zu sein, dass nur noch ein Krieg gegen Russland der einzige Weg aus der selbst verschuldeten Krise ist. Man glaubt offenbar, mit einem solchen Krieg, der, so wahrscheinlich die Annahme dieser größenwahnsinnigen Strategen, ganz gewiss nicht so schlimm werden wird, könne man von jetzt auf gleich alle unsinnigen Klimaziele, alle gesellschaftspolitischen Fehlentwicklungen und alle wirtschaftlichen Harakirientscheidungen der vergangenen Jahre kassieren, ohne dabei das… Mehr