Berlins CDU-Bürgermeister Kai Wegner bricht mit dem Konsens und fordert angesichts der hohen Benzinpreise ein Aussetzen der CO2-Abgabe. Für die Linkspartei ist dies ein Sakrileg. Sie wünscht sich mehr direkte Eingriffe in den Marktmechanismus.
IMAGO / Chris Emil Janßen
Die deutsche Krisenpolitik erweist sich angesichts der explodierenden Benzinpreise als verheerend. Geopolitisch zum Schauspieler verdammt, fällt auch die innenpolitische Reaktion auf die seit Wochen anhaltende Spritpreiskrise erwartungsgemäß aus: Eine lächerliche Regulierung des Preismechanismus an den Tankstellen ist das Einzige, was ihnen in Berlin im gesamten Zeitraum einfiel.
Umso erstaunlicher wirkt da der Vorstoß von Berlins regierendem CDU‑Bürgermeister Kai Wegner. Er verließ kurzerhand den Konsens seiner Partei, trat vom abstrakten Nichtstun zurück und wandte sich pragmatischen Vorschlägen zu. Wegner forderte eine unmittelbare Aussetzung der CO2‑Abgabe zur Entlastung der Verbraucher sowie einen Preisdeckel der Spritpreise nach polnischem Vorbild – eine pragmatische Lösung und ein politisch bemerkenswerter Vorstoß jenes Mannes, der bislang nicht unbedingt durch bürgernahe und rationale Politikansätze bestach.
Grundsätzlich sollte man festhalten: Deutschland wäre gut beraten, erfolgreiche politische Ideen aus dem Ausland zu kopieren, da man sich ganz offensichtlich auf das eigene Urteilsvermögen und die vorhandenen Kompetenzen besser nicht mehr verlassen sollte.
Die rationale Intervention des regierenden Berliner Bürgermeisters musste zwangsläufig innerhalb der Brandmauerkoalition auf Widerspruch stoßen. Es versteht sich von selbst, dass Vertreter der Grünen jeden Versuch, Hand anzulegen an das eigene politische Werk des Green Deal, in Bausch und Bogen verdammen. Ihnen trat die Spitzenkandidatin der Berliner Linkspartei, Elif Eralp, schützend zur Seite. Ganz im Geiste sozialistischer Zentralplanung und machtbewusst forderte sie einen Spritzuschuss mit dem Hinweis, ein solcher Zuschuss solle selbstverständlich sozial ausgewogen und „praxistauglich“ sein.
Dies entspräche einer massiven staatlichen Intervention, die dem Staat ganz ähnlich wie während der Corona‑Lockdowns maximale Macht einräumen würde. Funktionäre der Linkspartei und anderer sozialistischer Gruppierungen entschieden dann darüber, wer systemrelevant ist, wer einen Zuschuss erhält und wer in die Röhre guckt. Eralp bezeichnete Wegners Forderung als Politik mit der Gießkanne – gut im Klang, aber nutzlos im Einzelfall. Nach dem Geschmack der Linken fehlt ganz offensichtlich der gute alte DDR‑Bewirtschaftungs‑Sound; doch der kann ja noch kommen.
Selbstverständlich wäre der nächste Schritt die Rationierung und unmittelbare Zuteilung von Kraftstoffen. Genau das entspräche dem Traumszenario grün-sozialistischer Planwirtschaft: staatlich gelenkte Versorgung, gruppenweise Zuteilung, politische Entscheidungen statt Marktmechanismen. Der Staat könnte die Rolle eines allwissenden Zuteilers übernehmen.
Doch mit Friedrich Merz und dessen Genossen von der Union ist eine paradigmatische Umkehr der Partei selbstverständlich ausgeschlossen. Merz selbst hat sich auch in diesem Jahr mehrfach zum fatalen CO2‑Extraktionsmechanismus bekannt. Der regelrechte Untergang der zentralen Sektoren der deutschen Industrie spielt in seinen Dispositionen keine Rolle mehr. Merz glaubt fest daran, dass ihm der Aufbau einer zentral geplanten Ökonomie gelingen wird. Diese besteht im Wesentlichen aus zwei Säulen: dem Klimakomplex und der Kriegswirtschaft.
Der Kanzler bestätigte damit, dass die Vertreter dieser beiden Günstlingssektoren die einzigen sind, für die in diesen Monaten politische Planbarkeit gilt. Der Rest darf sich darauf verlassen, dass die Abgaben immer weiter erhöht werden – eine zynische Form der Brechenbarkeit.




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Tanker liegen auf Reede oder werden nach anderswo umgeleitet, weil Südafrika mehr bezahlt. Es sind die Ölkonzern aus dem Westen, die die Preise nach oben treiben. 3€ reichen denen noch nicht, da geht doch was. Schickt die Marine los und bringt die Tanker in die Häfen. Gegen Russland seit ihr doch nicht so zögerlich. Deutschland Politiker insbesondere die Altparteien haben Schuld daran. Sie hätten nie die Öl und Gas Verbindungen nach Russland einstellen dürfen. Sogar als der Eiserne Vorhang noch Bestand hatte, wurde die Lieferung nie eingestellt oder versucht den Westen zu erpressen. So wie jetzt. Aber warum unternimmt man… Mehr
Schon 20% weniger Angebot haut alles um – ist wohl auf Kante genäht, unser schönes Dasein. Der BM der Finanzen Lars Klingelbeitl freut sich. Gut, dass es sogar die Kanallje merkt. Wenn das Geld im Tank verschwind, der Grüne um die Ecke springt.
Niemand hat die Absicht Benzin zu rationieren und ein Fahrverbot auszusprechen.
Ich wäre für eine neue deutsche Nationalhymne, etwa so:
Ja, da kann man gar nichts machen, das war ja schon immer so,
Einigkeit in Grenzdebilität, und stets der Obrigkeit zugewandt
haben wir uns alle diesen scheiheiß selber eingebrockt,
Versink‘ im Moder dieser Irren, verglüh‘ deutschgrünislamisches Deppenland (wiederholung!).
Ja, ich weiß, daß Versmaß, aber es gilt: Frisia non cantat!
Ein vernünftiger Mann der sich nicht von Verrückten beeinflussen läßt!
Als ob Merz jemals etwas „geplant“ hätte außer der eigennützigen und -jedenfalls an der Oberfläche- formal-legalen Korruption. Im Wesen ist dieser Figur des Unterganges, ein wirtschaftspolitisches Nichts, ein sozialistischer Merkelist stalinistischer Prägung im Händedruck-Bündnis der neuen Einheitsfront.
Gehorchen und Ausführen – nicht mehr den Befehlen aus Moskau, sondern aus New York und Brüssel. Ein Wiedergänger Walther Ulbrichts, nur noch unendlich viel dümmer und charakterloser.Auch die Wahlfälschung des abgewirtschafteten und delegitimierten Systems dürfte Ulbrichtsche Ausmasse angenommen haben – lange schon.
Das kann sogar Dyskalkulie-Klingbeil rechnen, er hat mit 70 Cent pro Liter geplant, jetzt bekommt er 1,30 €. Warum soll er den Steueranteil minimieren wenns so super läuft.
Was denn für eine „Benzinpreiskrise“??
Wenn man ein Erdölförderland überfällt und sich dann wundert dass die Öl- und Gaspreise steigen, dann ist das schon sehr merkwürdig.
2008 lag der Barrel Öl bei $130 und der Superpreis bei ~1,5€
2026 liegt der Barrel Öl bei $110 und der Superpreis bei >2,2€
Man könnte also weniger zahlen müssen, wenn man denn wollte!
Der Linke und Grüne Wegner steht ein schwerer Wahlkampf bevor, da traut man sich kurzzeitig Aussagen die man später wieder revidiert. Diesem Menschen sollte nun wirklich niemand auf den Leim gehen! Zu Merz ist alles gesagt, der hat sich derart in seinem Linken und Grünen Wahn verrannt, da ist jede Hoffnung vergebens!
Hat er das in billiger Weise durchsichtige Statement auf seinem Tennisplatz oder „im Büro“ abgesondert ?
Grüne feiern schon seit Tagen er die hohen Ölpreise und die Fete wird noch größer und ausgelassenen wenn die Autobahnen und Straßen leer sind und der Arbeitnehmer mit dem Fahrrad auf der Autobahn unterwegs ist. Die Grünen werden, dennoch ein Rekordergebnis bei Wahlen erreichen. Dank der Briefwahl. Ach geht ja nicht, die benötigt die Spd und Merz vermutlich auch. Aber auch so, auf Deutsche ist verlass, sie rannten schonimmer den Rattenfänger hinterher.
Das hätte ich tatsächlich nicht für möglich gehalten, dass eine Partei, die sich als Vertreterin der sozialen Marktwirtschaft ständig verkauft, es mit einem Federstrich gelungen ist, in Deutschland ein Benzinpreiskartell durchzusetzen. Ab 12:00 Uhr mittags, High Noon der freien Marktwirtschaft, unterscheiden sich die Preise nur noch um einen Cent und das mit einer symmetrischen, täglichen Steigerung. Noch nie waren Kartellabsprachen so leicht wie von der CDU herbeigeführt. Erstaunlicherweise gibt es zur Zeit offensichtlich niemanden, der mal so ne 1200 Stimmen Befragung durchführen läßt, wie der Bürger das denn so findet und ob es sein Wahlverhalten verändern wird. Komisch nicht? also… Mehr