Peter Hahne: Schluss mit Kirchensteuer und Rundfunkbeitrag

Peter Hahne war viele Jahre Moderator im ZDF und im Rat der Evangelischen Kirche aktiv. Er sagt, Kirchensteuern würden den Glauben ersticken und im Rundfunk die Kreativität durch Zwangsbeiträge abgewürgt. Wer gute Argumente hat, sollte diese nutzen, anstatt andere auszugrenzen.

 

Gendersternchen, Empörung über harte Fragen an Politiker, dazu Kirchen, die eigentlich Parteien sein wollen: Peter Hahne betitelt sein neues Buch: „Seid ihr noch ganz bei Trost!“. Er fordert ein Ende von selbstauferlegter Sprachpolizei und Behördenterror. Einen Teil der Lösung sieht er in einem Ende von Kirchensteuer und Rundfunkbeitrag, welche die eigentliche Mission dieser Institutionen beschädigen.

„Solange ich im Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands tätig war, war ich immer bei einem Thema dafür, wenn die Katholiken auch dafür waren.“, so Hahne. „Da wusste ich, wenn die Katholiken ein politisches Thema hatten, das war immer vernünftig. Das können Sie heute auch nicht mehr so sagen.“


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Kommentare ( 87 )

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87 Kommentare auf "Peter Hahne: Schluss mit Kirchensteuer und Rundfunkbeitrag"

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Vieles, was Herr Hahne in dem Interview sagt, kann ich unterstreichen. Nachdem die EKD ein Forschungsschiff für „Schlepperoperationen“ ersteigert hatte, war für mich endgültig die rote Linie überschritten und bin Anfang Februar aus der Kirche ausgetreten. Vorher war ich 6 Jahre im Kirchenvorstand ehrenamtlich tätig. Hinzu kam, dass von Bischof Bedford-Strohm folgendes in unser Regionalzeitung (Fürther Nachrichten) zu lesen war: „Die Zukunft der Kirche entscheidet sich nicht nach ihren Mitgliedschaftszahlen, sondern an ihrer Ausstrahlungskraft.“ Ich bin mal gespannt, was da noch ausstrahlen will, wenn die Kirche keine Mitglieder hat außer den Angestellten. Was den Rundfunkbeitrag anbelangt, zahle ich seit Anfang… Mehr

Ich vermisse die Sendung mit Peter Hahne heute noch.
Vielen dank für dieses Interview!

@Marie-Jeanne Decourroux: „Was Sie ansprechen, könnte sofort beendet werden, wenn der Staat seinen vertraglichen Verpflichtungen (abschließende Entschädigungen für massive Enteignungen – Stichwort Reichsdeputationshauptschluss) endlich nachkäme.“

Also woher das riesige Vermögen, der Kirche herkommt, für das sie immer noch entschädigt werden soll, will ich hier nicht erörtern. Nur ein kleiner Hinweis: Ora et Labora war es nicht.

Ein großer Teil WAR »ora et labora« (informieren Sie sich zum Beispiel über die Rodungen und Urbarmachungen großer Gebiete Mittel- und Süddeutschlands durch die Zisterzienser).
Ein weiterer Teil waren Stiftungen des Adels, vor allem der Fürsten.

Und NICHTS war geraubt oder gestohlen (worin sich die Kirche von Staaten wie der ehem. DDR mit ihren Enteignungen unterscheidet…🤔).

Daß arme Mönche zum Wohlergehen des höheren Klerus ausgebeutet wurden, will ich gerne glauben. Woher das Geld zusammengerafft wurde, das der Adel so großzügig der Kirche gespendet hat, kann sich jeder selbst überlegen. Ansonsten haben Sie noch Betrug (Stichwort „Konstantinische Schenkung“), Erbschleicherei und Ablasshandel vergessen.

Ja ja, die »Ausbeutung«, die hätte ich fast vergessen (vermutlich, weil ich nicht in der DDR sozialisiert wurde, wo Ausbeutung Hauptfach war … 😵). Sie aber haben vergessen, dass die Klöster, bis auf wenige Ausnahmen, eigenständige (vom höheren Klerus – den Bischöfen – unabhängige) Stifungen waren. Und wenn der Adel »sein zusammengeraftes Geld« Klöstern zukommen ließ, die damit Siechenhäuser, Hospize, Bibliotheken sowie die einzigen allgemeinbildenden Schulen Europas unterhielten, so hat dieses Geld am Ende vielleicht doch noch etwas Gutes bewirkt. Und last but not least: wollen Sie allen Ernstes den seit 500 Jahren geklärten Betrug eines Papstes (Stichwort »Konstantinische Schenkung«)… Mehr

Es ist doch bezeichnend dass Leute wie er immer erst die Klappe aufreissen wenn dei Pension/Rente in trockenen Tüchern ist. Danke für nichts!

Den Vorwurf können sie Peter Hahne gerade nicht machen

Stimmt so nicht, ich kenne auch noch gute Beiträge aus seiner aktiven Zeit.
Außerdem hilft es nichts diejenigen zu kritisieren, die dann freier reden können, kritisieren Sie lieber die Umstände, die das bewirken!

Ich zahle die Rundfunkgebühren gerne, weil ich die zweiten Hörfunkprogramme sehr schätze: Vorträge, Diskussionen, Musik (meist Klassik – ohne jeden Linksdrall) und ohne jegliches Werbegedöns oder rausgebrüllte Aktienkurse (vgl. „Klassik Radio“).

Wenn der „Nutzer“ seine Zwangsgebühren bestimmten Programmen frei zuordnen könnte, würde sich das Programm der ÖR sehr schnell ändern.

„Zweite Hörfunkprogramme […] ohne jeden Linksdrall“.

Na, da muss man aber schon sehr weit grün-links stehen, wenn man die halbstündlichen Propaganda-News-Unterbrechungen nicht als „linksdrallig“ empfindet…

Genauso wird es wohl auch bei den „Vorträge, Diskussionen“ sein.

Aber wenn es ihnen gefällt – dann ist das ihr Recht. Nur warum wollen sie andere dafür bezahlen lassen?

Weil Kultur nun einmal nicht marktkonform ist, sich daher auch nicht rechnet und trotzdem gesellschaftlich gefördert gehört.
Übrigens, natürlich frühstücke ich täglich zu klassischer Musik mit Hammer und Sichel.

@Linkskaholik: Sie meinen wohl, wie hier schon erwähnt wurde, ihre persönliche kulturelle Ausrichtung.

Selbst wenn man auf ihrem Standpunkt steht: Braucht es dann wirklich x solcher 2. Programme (WDR, SWR, usw.)? Mehr als ein Programm gleichzeitig hören sie sicher nicht. Und wieso bedeutet „Förderung“ automatisch „Vollalimentierung“? Selbst wenn etwas gefördert wird, sollte doch für den, der es nutzen möchte, noch ein individueller Kostenbeitrag anfallen.

Würde man diese Prinzipien auf den sich immer weiter krakenhaft ausdehnenden ÖR anwenden, wäre man sicher ganz schnell bei 90% Einsparungen für alle.

Wer beim Argumentieren ernst genommen werden will, sollte das tunlichst ohne Scheuklappen tun.
Kultur ist nämlich nicht nur Klassik! Und wie marktfähig zum Beispiel Popkultur ist, lässt sogar mich manchmal grübeln.
Auch braucht ein Herr Sarrazin keine finanzielle Unterstützung für seine Bücher. Diejenigen, die das dann auf Ihren Sendern „zerreißen“, könnten allerdings ohne Alimentierung kein Geld verdienen.
In Wahrheit ist Ihnen nämlich nur Ihr Genuss zu teuer, deshalb soll er von anderen mitbezahlt werden.
So gesehen bestätigen Sie nur die Unsinnigkeit des Zwangsbeitrags.

Besprechungen zu Herrn Sarrazin müssen Ihnen auch nicht gefallen, sind aber wohl auch nicht die einzige Rezensionen, die Sie schon angehört haben. Im Ernst: auch ich halte nicht alles für glücklich, was über ihn schon geäußert wurde und ich bin durchaus auch sonst nicht von allem begeistert, was so gesendet wird.
Trotzdem muss dieser kulturelle Freiraum unbedingt bewahrt, geschützt und auch finanziert(!) werden. Denn, das Märchen vom intelligenten, alles zum Besten befördernden Markt wird inzwischen immer mehr Menschen verdächtig.

Wäre ich ein großer Sportfan, zahlte ich auch gerne für einen werbefreien Anbieter.
Ich würde nur nicht von Ihnen verlangen, daß Sie sich daran zwangsweise zu beteiligen haben.
Das können Sie gerne auf alles Mögliche übertragen. Am Ende sogar auf ein „Vollprogramm“, das Sie sich aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzt haben.
Sie zahlen Ihre Auswahl, und ich meine! Und wenn ich gar nichts auswähle, zahle ich auch nicht. So sollte das zumindest bei nicht lebenswichtigen Gütern sein.

Gibt es bei Spotify auch – denn da läuft nicht nur Musik. Die Zwangsgebühr ist obsolet und nicht mehr zeitgemäß. „Grundversorgung“ war in den 50ern – 60ern mal wichtig, heute, in Zeiten des Internets nicht mehr. So nebenbei, was hat denn eine NDR-Quiz-App mit Grundversorgung zu tun?

Da kann ich mir auch ’ne CD freier Wahl auflegen, meiner jeweiligen Stimmung entsprechend.
Und die „Diskussionen“ im Autoradio auf SWR1+3 sind entweder gleich schlimm tendenziös oder sterbenslangweilig.
Früher war alles viel lustiger.
Erträglich ist da nur noch radio seefunk, wenn man die Werbeblöcke zwischendurch abdreht.

Ich rede von SWR2-Forum oder Sendern wie Phoenix, Arte und Alpha. Das gäbe es alles so nicht und wenn, dann mit dem üblichen, dummem Werbegeplärre.
Solange übrigens noch die Bayreuther Festspiele im vollen Umfang übertragen werden, ist es mit der Gefahr von Links vielleicht nicht ganz so weit.
Oder wollen Sie mitten im Ersten Aufzugs von Siegfried vernehmen: „Liebe Zuhörer, wir unterbrechen die Sendung für eine wichtigen Kursmeldung, Rheinmetall um zwei Prozentpunkte gestiegen.“

Netflix hat keine Werbung! Geht auch..,,,

Werte @ Hegauhenne, SWR 1, unseren „Landfunk“, habe ich schon mehrmals wegen tendenziöser Berichte und Beeinflussungsversuchen angefunkt („…Herr Professor von Lucke, Sie hatten schon öfter an Talksendungen mit AfD-Mitgliedern teilgenommmen. Können Sie uns über Ihre Erfahrungen mit diesen Menschen berichten….?“)
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Na, was glauben Sie, was dabei wohl heraus kam?

Antworten bekommt man inzwischen keine mehr. früher waren es wenigstens noch fadenscheinige Rechtfertigungen.

Diese Forderungen sind eindeutig rechtsradikal. Wo kämen wir denn hin, wenn der Michel nicht mehr für seine Verblödung zahlt? Allein die Tatsache, dass immer noch Millionen freiwillig Kirchensteuer zahlen zeigt, dass diesem Land nicht mehr zu helfen ist.

Ich unterstütze die Forderung voll und ganz. Denn alle Sektoren, die über Zwangsabgaben und Steuern finanziert werden, ziehen Linksradikale und andere totalitäre Kräfte geradezu magisch an. Denn die Linken hassen es, ihr Geld im fairen Wettbewerb mit anderen durch überragende eigene Leistungen zu verdienen. Die Angelsachsen haben eine ganz einfache Definition von Linken: „people, always whining for other people’s money“. Jeder Staat, der langfristig überleben will, muss diesen niedrigen menschlichen Trieb, sich an den Erfolgen anderer zu bereichern, anstatt selbst schmerzlich derartige Erfolge zu erarbeiten, so weit wie möglich unterdrücken. Daher: Keine staatlich finanzierten Medien und keine Kirchensteuer!

Beziehungsweise „das Regieren der Sozialisten geht so lange gut bis das Geld der Anderen alle ist.“ Ich meine dieser Spruch kommt von Thatcher.

ein großer Teil der Bevölkerung ist klug genug die Konsequenzen aus der Meinungsbetreuung der Glaubensgemeinschaften und der Medien zu erkennen. Die Stimmen des Widerspruchs der Bevölkerung muss nur lauter und bestimmender werden.

Wenn man sich dereinst fragen sollte, was das grösste Verbrechen von Merkel war, so ist es wohl weder – die Islamisierung – die CO2 Flutung durch Abschaltung der Kernreaktoren – die Vernachlässigung der Infrastruktur und Bundeswehr – die rechtswidrige Flutung mit kulturfremden Migranten – der Bruch der Maastricht Verträge – die Verursachung des Brexit, noch – die Verschleuderung des Volksvermögens (s.o.) Das Übelste dürfte die Spaltung der Gesellschaft in Helldeutschland und Dunkeldeutschland sein. Mit Nazi-Verleumdungen wird einerseits der Holocaust relativiert und andererseits die halbe Bevölkerung zu Unmenschen erklärt. Unter Kohl wurde eine Mauer abgebaut, unter Merkel wurde die Mauer wieder… Mehr

….ein wirklich übler Mensch!!!!

Super Diese Sendung