Frage an die Bundesbank: Wie lange gibt es noch Bargeld?

In Österreich soll es Verfassungsrang erhalten - in Schweden ist es bereits weg. Wird Bargeld verschwinden? Die Bundesbank kämpft für das Bargeld, so Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann.

 

Viele Politiker und manche Wissenschaftler wünschen sich eine Welt ohne Bargeld. Sie versprechen sich eine effizientere Bekämpfung der Geldwäsche und eine bessere Wirksamkeit der Geldpolitik – dabei geht es in Wahrheit um die Manipulation der Konsumenten.

Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann glaubt allerdings, dass es noch lange Bargeld geben wird, einfach weil es die Menschen haben wollen. Roland Tichy im Gespräch mit Johannes Beermann über Sinn und Nutzen von Bargeld.


Das ganze Interview in Ausgabe 09-2019 von Tichys Einblick >>>

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Kommentare ( 46 )

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und wieder sind es die jungen Leute, die sich selbst als ganz besonders aufgeklärt, als ganz besonders schlau erklären,w eil sie ein APP bedienen könne, die die Abschaffung von Bargeld und somit von Freiheit fordern. Immer wieder die gleiche Platitude der Oma an der Kasse, die zu lange braucht, um Bargeld aus dem Geldbeutel zu zählen. Als ob es in einem ganzen Leben auf die paar Sekunden ankäme, wenn dies auch nur annähernd stimmen würde. Für sind die heutigen jungen Leute der Beweis, dass Selbstbewusstsein, Kritikfähigkeit, Freiheitsdenken, Toleranz usw. nicht mit unserer Bildung erreicht werden kann. Sie folgen einer Führerin,… Mehr
Ich arbeite derzeit mit jungen Leuten zusammen, auf die Ihre Beschreibung zutrifft. Sie wollen alles nicht nur online, sie wollen es auf dem „Phone“. Die strotzen vor Selbstbewusstsein und Überheblichkeit, dabei können sie trotz Rechtschreibprüfung keinen fehlerfreien Text erstellen. Und Diskussionen mit ein wenig volkswirtschaftlichen Hintergrund wollen sie trotz formal vorhandener Bildung auch nicht führen, weil zu anstrengend. Oder zu kompliziert? Mir sagte ein junger Volkswirt einmal, dass ihn die aktuelle Zinspolitik nicht interessieren würde, weil er in absehbarer Zeit nicht vor hätte, ein Haus zu bauen… Das einzig Gute, was ich dieser Generation zuspreche, ist die Tatsache, dass wir… Mehr

Die jungen Leute sind aufgrund ihrer zu geringen Lebenserfahung zu unkritisch. Sie werden aber die Suppe auslöffeln müssen.

Wollen sie etwa behaupten, der €uro war nicht gut, obwohl sie jetzt ohne Währungstausch in Europa reisen können?

Zumal bei vielen gar keine Euro mehr zum Reisen übrig sind.?

köstlich….

„Geld ist geprägte Freiheit“ (Dostojewski, „Memoiren aus einem Totenhaus“) …
Giralgeld ist totale Kontrolle …

Herrn Beermann sagt im Video bei 02:29 min. folgenden Satz:
„Und dadurch, dass wir als Bundesbank eben kein Geschäftsmodell haben, ja, sondern das ist unser gesetzlicher Auftrag – der kann jederzeit geändert werden, aber noch ist es der gesetzliche Auftrag …“
Das ist der Knackpunkt: NOCH ist es der gesetzliche Auftrag, also setzt er sich für das Bargeld ein. Und der zusätzliche Hinweis, dass der gesetzliche Auftrag jederzeit geändert werden kann, beruhigt mich ebenfalls nicht.
Trotzdem Danke für das Interview.

Dies ist ein klarer Fingerzeig, wie es weiter geht…

Der einzig brauchbare Hinweis aus dem, was Beermann sonst noch von sich gab.

Zitat: „Wird Bargeld verschwinden? Die Bundesbank kämpft für das Bargeld, so Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann.“ > Na, dann mal Herrn Beermanns Worte in Gottes Ohr! Wenn ich so höre das zB bestimmte Geldscheine aus dem Verkehr gezogen werden sollen, dass bei Überweisungen die meldefreien Beträge immer niedriger angesetzt werden, dass Goldeinkäufe auch nur noch bis zu bestimmte niedrige Beträge meldefrei sein sollen, DANN sehe zumindest ich dass das alles Maßnahmen sind, die den kleinen Mann treffen und was der Volksüberwachung dient. Die zB großen Fische bzw Firmen jedoch, die können ihre Mill u. Mrd Summen auch weiterhin umgehemmt verschieben und immer… Mehr

Der Mann hat „Schalterbeamte“ gesagt.
Und auf der Terrasse nur Kännchen.

Kompliment aber an Tichy TV.
Die Location eines gediegenen Rahmenbauers ist äußert gut gewählt. Modern, kompletativ, seriös, hochwertig. Wer braucht da ein Studio in Adlershof.

Ich finde alle Interviews von Herrn Tichy gelungen. Allerdings würden sie noch besser rüber kommen, wenn die Tonalität etwas heller wäre.

Das Schlimme ist, das sich gerade die Jugend gar nicht den Konsequenzen bewusst ist, wenn das Bargeld abgeschafft würde. Man ist den Zwängen des Staates voll ausgeliefert. Der Staat kann schon heute sofort feststellen, wer wo eine Bankverbindung/Sparbuch hat, auch mit Bestand. Möchte man nun die Leute zwingen ihr Geld auszugeben, werden die Negativ-Zinsen auf 5 oder 10 % gesetzt. Das Konto blank räumen und unterm Kopfkissen parken geht nicht mehr, weil das Geld nicht mehr ausgezahlt werden kann. Ebenso ist Geld für Notzeiten im Tresor oder ähnliches deponieren, ohne das der Staat davon weis, auch nicht mehr möglich. Und… Mehr

Die jungen Leute kennen nur die komplette Rundumversorung und nehmen den Staat nicht als den „Nehmenden“. Das Erwachen kommt dann schnell bei den ersten EIGENEN Lohnarechnungen…

Dagegen muss man sich mit aller Kraft wehren, dass das Bargeld abgeschafft wird. Wie?

Entsprechend wählen. Für mich gibt es da nur eine Alternative. Aber sagen Sie das mal ihren Nachbarn und Arbeitskollegen. Da werden sie im mildesten Fall belächelt, von Ausnahmen abgesehen.
Hoffentlich wirkt das Herbstwahlergebniss in Mitteldeutschland er/aufmunternd, das medial erzeugte Schmuddelimmage der AfD in Altbundesdeutdschland zu ignorieren und sich selbst ein Bild zu machen, sonst sieht es daselbst wirklich bald alt aus. Sehr alt, und schneller als man denkt, bzw
nicht denkt.

In dem man immer nur Bargeld benutzt.

Leider wird es so kommen, da wir uns nicht wirklich wehren können.
Einfach immer nur Bargeld zu nutzen, löst das Problem nicht. Wenn es als Zahlungsmittel abgeschafft wird, war´s das!
Ich glaube nicht, dass sich die politisch Verantwortlichen darum scheren, wie hoch der Prozentsatz in der Bevölkerung ist, der noch Bargeld benutzt.
Zusätzlich wird durch nachwachsende Generationen ohnehin das Interesse an Bargeld sinken.
Es ist nur eine Frage der Zeit.

Wenn es dann noch welches gibt.

Die Banken und Sparkassen scheinen da anderer Meinung zu sein, nämlich dass es ohne Bargeld auch geht. In saarländischen Sparkassen ist es NICHT mehr möglich, am Schalter bzw. an einer Kasse Bargeld einzuzahlen. Das geht nur noch an Automaten und ausschließlich auch nur an denen, wo das Konto des Einzahlers geführt wird!
Schleichende Abschaffung durch die Vorreiterrolle der Banken? Hier wird – wie übrigens schon seit Jahren – am Kunden vorbei Geschäftspolitik gemacht. Und oh Wunder, die Kunden schauen sich anderweitig um und verlagern ihre Bankverbindungen. Was die Banken selbstverständlich überhaupt nicht verstehen können…….

Einfach die Bank wechseln.

Warum wollen Sie einzahlen. Kaufen Sie sich lieber eine feuerfeste Kassette.
Abheben ist die Devise der Zeit.

Wie ich verstehe: „Ich führe nur meine Befehle aus – für das nachfolgende Desaster bin ich nicht verantwortlich und ich möchte auch nichts dazu sagen!“

Bei ungefähr 2:30 bin ich spontan aus Ihrem Video ausgestiegen, lieber
Herr Tichy, weil ich erst einmal das gute Gefühl über eine frohe Botschaft
auszukosten gedachte. Wer weiß, was da im weiteren Verlauf noch alles
an Relativierungen kommt. Nur nebenbei zu Ihrer Bemerkung bezüglich
der angeblichen und/oder tatsächlichen Betrugshäufigkeit beim Bargelds:
das „richtige“ Betrügen in vielleicht noch gar nicht vorstellbarem Ausmaß,
könnte und würde vermutlich gerade beim elektronischen Geld immens
sein. Da sollte man die Phantasie all der toughen Jungs nicht unterschätzen.