Schlechtes Zeugnis für die Klimakanzlerin

Aktuelle Studien zeigen die Schwächen der deutschen Energiewende auf. Um Wege aus der Sackgasse zu finden, müssen wir Denkverbote aufgeben und von anderen Ländern lernen.

© Johannes Eisele/AFP/Getty Images

Seit 2012 analysiert die Unternehmensberatung McKinsey im Halbjahresrhythmus den Status der deutschen Energiewende. Die aktuellen Daten sind ernüchternd. Bei 9 von 14 Kennzahlen aus den Bereichen Klima- und Umweltschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit erteilt die Beratungsgesellschaft der Regierung eine schlechte Note. Auch die bundeseigene Deutsche Energieagentur (Dena) zeigt sich in einer aktuellen Studie besorgt. Die Energiewende verursacht bislang vor allem explodierende Kosten. Zum Klimaschutz trägt sie kaum bei.

Die hohen Kosten sollten niemanden überraschen. Um neben konventionellen Energiequellen wirtschaftlich bestehen zu können, müssen die „Erneuerbaren“ in Milliardenhöhe subventioniert werden. Hinzu kommen die Folgen der Volatilität von Wind- und Solarenergie. Die Kosten für netzstabilisierende Eingriffe haben sich laut der aktuellen McKinsey-Analyse seit 2014 verdoppelt. Die Zeche zahlen die privaten und gewerblichen Nutzer über die EEG-Umlage (nur fünf Prozent der deutschen Industrieunternehmen sind von der Umlage befreit).

Es ist nicht gelungen, die Strompreise für Privathaushalte zu stabilisieren. Deutschland hat bereits die zweithöchsten Strompreise in Europa. Während die Stromkosten im europäischen Ausland sinken, sind sie in Deutschland in den letzten Monaten noch einmal um 1,4 Prozent gestiegen. „Der Preisabstand zum europäischen Durchschnitt hat sich […] seit Beginn der Index-Erhebung nahezu verdoppelt“, schreibt das Autorenteam von McKinsey.

„Die Energiewende verursacht bislang vor allem explodierende Kosten. Zum Klimaschutz trägt sie kaum bei.“

Auch das Versprechen der Bundesregierung, die Industriestrompreise nicht über 8,5 Cent pro Kilowattstunde steigen zu lassen, wurde nicht eingehalten. Der Wert liegt heute bei 13,4 Cent. Auf die hohe Belastung hatte vor einigen Wochen bereits der Deutsche Industrie- und Handelskammer Tag (DIHK) hingewiesen. Für den DIHK-Präsidenten Eric Schweitzer ist die Energiewende ein „echter Standortnachteil“. Jedes zwanzigste Mitgliedsunternehmen habe bereits aufgrund der Energiewende die Produktion in Deutschland eingeschränkt.

Das zentrale Ziel der Energiewende, den CO2-Ausstoß zu senken, wird verfehlt. Seit 2009 stagnieren die Emissionen bei ca. 900 Millionen Tonnen pro Jahr. Das Ziel der Politik, den deutschen CO2-Ausstoß bis 2020 auf 750 Millionen Tonnen zu reduzieren, halten die Autoren von McKinsey für unrealistisch. Entwarnung gibt der Bericht lediglich bei der Versorgungssicherheit. Bislang habe es nur wenige Stromausfälle gegeben. Die gesicherte Reservemarge im Kraftwerkspark sei weiterhin hoch.

Eine Abrechnung
"Die Welt": Gescheiterte Energiewende
Um zu verstehen, warum die Energiewende kaum Fortschritte bei den CO2-Emissionen bringen kann, muss man sich mit den Eigenschaften des Stromnetzes und der Energiequellen Wind und Sonne beschäftigen. In einem stabilen Stromnetz müssen Energiezufuhr und Energieentnahme genau aufeinander abgestimmt sein. Ohne Kraftwerke, die innerhalb von Minuten die Balance zwischen Angebot und Nachfrage nachregeln, gäbe es permanent Blackouts.

„Windräder und Solarzellen haben bisher kein einziges konventionelles Kraftwerk ersetzt.“

Die Windkraft kann die Netzstabilität nicht gewährleisten. Sie ist nicht nur volatil, sondern auch hochgradig korreliert. Wenn im Norden Deutschlands kein Wind weht, ist das meist auch im Süden der Fall (selbst innerhalb Europas kommen flächendeckende Flauten vor). Egal wie viele Windräder man aufstellt, die gesicherte Leistung ist gleich Null. Am 13. März 2014 fiel die Windstromerzeugung in Deutschland z.B. auf 0,1 Prozent (!) der installierten Nennleistung. Dasselbe gilt für Solarzellen. Wolken bedecken große Flächen und nachts scheint die Sonne nirgendwo.

Fortgeschrittene Speichertechnologien lassen auf sich warten. Daher können bislang nur konventionelle Kraftwerke (fossile oder Kernenergie) eine stabile Versorgung gewährleisten. Windräder und Solarzellen haben bisher kein einziges konventionelles Kraftwerk wirklich „ersetzt“. Fossile Kraftwerke bilden weiterhin die Basis unserer Stromversorgung. Ihre Gesamtkapazität beträgt heute 90 Gigawatt, genau wie zu Beginn der 1990er-Jahre. Um die Schwankungen der Erneuerbaren auszugleichen, müssen die konventionellen Kraftwerke ständig rauf- und runtergeregelt werden, werden also ineffizient betrieben. Seit dem schweren Reaktorunfall im japanischen Fukushima 2011 wurden zudem neun Gigawatt CO2-armer Kernenergie vom Netz genommen. Kein Wunder also, dass die Emissionen nicht sinken.

Fehler korrigieren
Deutschland braucht eine Energiewende 2.0!
Dass die Energiewende in der jetzigen Form scheitern würde, stand von Anfang an fest. Die Probleme werden immer offensichtlicher. Trotzdem bleibt die Energiewende das liebste Kind von Politik und Medien. Sie wird als alternativlos präsentiert und als großartiges Gemeinschaftsprojekt und Modell für den Rest der Welt moralisch überhöht (was sie real nicht ist: Laut einer Umfrage des Weltenergierates in 42 Ländern sieht das Ausland die Energiewende durchweg skeptisch und will sie nicht kopieren). Um die Energiewende ist eine regelrechte Schweigespirale entstanden. Kritiker werden moralisch abgewertet. Sie werden nicht selten mit Labels wie „rechtspopulistisch“, „neoliberal“, „rückständig“ oder „Klimaleugner“ etikettiert, anstatt auf ihre Argumente einzugehen.

„Deutschland muss schleunigst Denkverbote aufgeben und bereit sein, von anderen Ländern zu lernen.“

Auf internationaler Ebene setzt man auf einen überheblich belehrenden Öko-Nationalismus. Obwohl Deutschland in Sachen Klimaschutz überhaupt nichts vorweisen kann, jettet Bundeskanzlerin Angela Merkel um die Welt und inszeniert sich als Weltretterin und politisch-moralischer Gegenpol zum amerikanischen Präsidenten (und bekannten ‚Klimaskeptiker‘) Donald Trump.

Das Glück fährt im E-Auto?
Nach der Energie- jetzt die Verkehrswende?
Deutschland braucht dringend eine sachliche Diskussion über die Energiewende. Es muss erlaubt sein zu fragen, ob Privatverbraucher und Unternehmen nicht letztlich vergeblich belastet werden. Auch die Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt sollten debattiert werden. Neben der Deutschen Wildtier Stiftung gibt es kaum Stimmen, die auf die massive Zerstörung von Naturflächen für Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen, Leitungstrassen und Zufahrtsstraßen aufmerksam machen.

Es gibt viele gute Gründe, die Warnungen der Klimaforschung ernst zu nehmen und unsere CO2-Emissionen zu reduzieren. Um hier erfolgreich zu sein, muss Deutschland jedoch schleunigst Denkverbote aufgeben und bereit sein, von anderen Ländern zu lernen. Im Vergleich zu Deutschland produziert etwa unser Nachbar Frankreich pro Kilowattstunde erzeugter Elektrizität nur ca. ein Zehntel (!) des CO2-Ausstoßes. Warum? Die Franzosen setzen seit den 1970er-Jahren vor allem auf die weitestgehend emissionsfreie Kernenergie.

In vielen Teilen der Welt bricht ohnehin ein neues Atomzeitalter an. Aktuell befinden sich weltweit 51 neue Atomkraftwerke im Bau. Die neuen Reaktoren werden sicherer, kompakter und effizienter sein, und bestehenden Atommüll als Brennstoff nutzen können. Deutschland sollte offen bleiben für diese Entwicklungen. Die Zukunft der Energieversorgung ist nicht so eindimensional, wie die Anhänger der Erneuerbaren behaupten. Aktuell ist die Energiewende kaum mehr als eine symbolische Wohlfühlaktion, die Bürgern, Wirtschaft und der Umwelt schadet.


Dieser Beitrag von Kolja Zydatiss ist zuerst bei Novo Argumente erschienen.

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Kommentare

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  • Marcel Börger

    Sehe ich ähnlich.

    Merkel wird nirgendwo irgendeine Korrektur ihrer bisherigen Positionen durchführen, außer es wäre für sie und ihr Image risikolos oder sogar förderlich.

    Da sie nun laufend Kritik von links und rechts fürchten muss, also von SPD/DieLinke und der AfD, ist regierungsseitig aus meiner Sicht nur absoluter Stillstand und Passivität zu erwarten.

    Sich bloß keine Blöße geben, (gegenüber der Opposition) heißt faktisch überall „Augen zu und durch“ bzw. „Weiter so“ auf den bekannten Wegen, die zumindest keine neuen Angriffsflächen ergeben.

    Durch die wohl kommende Kombination mit den Grünen, wird meinerseits eher erwartet, daß die bereits bekannten Trends vertieft werden, sei es bzgl der Migration, Energie-Unfug-Wende, Sicherheitspolitik, Bildungspolitik etc.

    Sie hat ja bereits in der Wahlnacht verkündet, nicht zu sehen (vulgo zu wissen), was sie bislang hätte anders machen sollen, (können oder müssen).

    Sie und ihre Einflüsterer sehen zwar das Wahldebakel, daß die bisherige Politik faktisch abgewählt wurde, nur haben sie keine andere Politik im Angebot, die mit der Person Merkel kompatible wäre.

    Der bisherige Irrweg wurde schon zu lange beschritten, eine Umkehr wäre zu peinlich, zu teuer, politischer Suizid, mit Merkel nicht machbar.

    Also „weiter so“, bis der Laden völlig vor die Wand gefahren ist und das Chaos derart groß geworden ist, daß den meisten das Schicksal einer Frau Merkel oder ihrer Hofschranzen sowieso völlig sein wird, weil man andere Sorgen hat, existenzielle.

    Es ist eine politische Strategie des Fatalismus und die inhaltlich absurde Jamaikakoalition, als einzig mögliche, ist dessen Aushängeschild.

  • Hans Diehl

    Man muss natürlich immer berücksichtigen wer solche Studien in Auftrag, gibt und welche Ziele dahinter stecken.

    Nehmen wir die Kosten.

    Bei denen, die der Energiewende weniger wohl wollend gesonnen sind, werden Studien verwendet die ausschließlich auf Kosten Basis erstellt sind.
    Kosten/Nutzen Betrachtungen, die bei Großprojekten wie die
    Energiewende eigentlich Grundlage sein sollten, passen nicht
    ins Konzept der Kritiker.

    Es wird immer nur die steigende EEG Umlage über Jahre hochgerechnet, um auf Horrorzahlen zu kommen.

    Wie sich die Umlage zusammensetzt, wo zu erkennen ist, dass die kein Parameter für die Kostenbetrachtung der Energiewende darstellt, bleibt im
    Dunkeln.

    Dass die Großhandelspreise ( Börsenpreise ) für Strom sich seit der
    vorrangigen EE Einspeisung halbiert haben, passt ebenfalls nicht
    ins Konzept der Kritiker.

    Schon gar nicht das Paradoxon, dass die EEG Umlage nur deshalb so ansteigt, weil sich die Großhandelspreise für Strom so drastisch senken.

    Wie die Kosten bei einer Kosten/Nutzen Rechnung aussehen, haben vor Jahren die Leute vom Politmagazin Monitor recherchiert. Basierend auf
    Zahlen der Bundesregierung wohlgemerkt, und nicht etwa von
    Greenpeace.

    Siehe hier:

    https://www.youtube.com/watch?v=a4pslA3NKvQ

    So etwa ab Minute 3.50 wird deutlich gemacht, wie bei einer Kosten/Nutzen
    Betrachtung, aus 64 Milliarden, gerade mal 1,8 Milliarden werden.

    In der Praxis sieht das wesentlich anders aus.

    Da werden die Kosten mit Nutzen kompensiert, wie z.B. von der neuen RWE
    Tochter „Innogy“ eindrucksvoll praktiziert.

    Siehe hier:
    https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article125425602/RWE-setzt-jetzt-voll-auf-die-Energiewende.html

    Handel und Vertrieb kann man in deren Namen lesen. Die Handeln mit Strom immer dann, wenn Sonne und Wind keine Rechnung schicken.

    Machen andere übrigen auch, nur nicht auf getrennte Rechnungen.

    Siehe hier:

    Zitat: Diese zwei Artikel beantworteten sehr gut unsere Frage, wer eigentlich an
    der Strombörse einkauft. Denn es wurde immer nur von
    Versorgungsunternehmen, Stromhändlern, industriellen Großkunden und
    Banken gesprochen. Nun wissen wir dazu gehören auch die Stadtwerke
    und Unternehmen, wie E.ON, RWE usw. Es gibt also keinen
    Zwischenhändler mehr. Der Grund dafür, dass Unternehmen wie RWE
    auch an der Börse einkaufen, obwohl sie selbst rund 30 Kraftwerke
    besitzen und somit eigentlich genug Strom produzieren,
    ist einfach. Es gibt Tage, da ist der Strompreis an der Börse so
    günstig, dass eine Eigenproduktion viel teurer wäre. Daher werden
    dann die Kraftwerke gedrosselt und lieber günstig eingekauft.
    Zitat Ende.

    Fazit: Der Nutzen besteht darin, dass die Erneuerbaren die Strom
    Großhandelspreise seit ihrer vorrangigen Einspeisung halbiert
    haben.

  • Humerd

    wofür gibts eigentlich ein gutes Zeugnis für die Kanzlerin?
    EURO-Krise = nicht behoben, nur verschoben – dafür schleichende Enteignung der deutschen Sparer, Rentner usw. Flüchtlingskrise = nicht behoben, nur verschoben – dafür schleichende Verlagerung der Kosten auf gesetzlich Versicherte, Wohnungsnot = nicht behoben – dafür eine wirkungslose Mietpreisbremse, zur Beruhigung von Volkes Gemüt, jaja der Neid verhindert klares Denken. Klimawandel = nichts behoben – dafür Verlagerung der Kosten mittels EEG Umlage auf die Verbaucher. Ehrlicherweise muss man aber sagen:Mietpreisbremse, EEG Umlage sind Kinder der SPD.
    Dennoch: die Deutschen wollen es so, sie erkaufen sich ein gutes Gefühl – eben das Gefühl Gutmensch zu sein.
    Irgendwann aber bekommen erkaufte Gefühle einen schalen Beigeschmack. Jedoch habe ich den Eindruck die Deutschen sind bereits süchtig, Kaufsüchtig.
    “ Regierungsbilanz der Groko Unterm Strich gute vier Jahre, aber nur für Reiche “
    https://www.welt.de/wirtschaft/article168971088/Unterm-Strich-gute-vier-Jahre-aber-nur-fuer-Reiche.html

  • Dirk Badtke

    Es ist eine Truman-Show, was passiert denn allerorts, gerade gab es in Indien Probleme bei der Fertigung eines Rahmens für BMW-Motorrad, worauf will ich hinaus? Wo ist der Sinn, wenn Unternehmen wegen der Standortnachteile (Energiepreise, Bürokratie, Steuern etc), das Land verlassen und in anderen Ländern ohne oder mit geringen Standards produzieren? Was ist mit der Weltrettung durch Angela M. und den grünen Hofnarren, reicht die Hand nicht bis in den Großraum Peking? Die Fahne der Luftverschmutzung transportiert bis nach Kalifornien. Mal ein Vorschlag, würden wir die 25 Mrd.€ EEG Subis p.a. zum Bau guter Kraftwerkstechnik aus Deutschland nach China und Indien „verschenken“, Betrieb bis zur Refanzierung inklusive, wäre das ein sinnvoller Betrag. Gerade sehen wir ThyssenKrupp die wollen mit TATA aus Indien zusammengehen, zwar leidet die Branche unter der chinesischen Stahlflut und ThyssenKrupp hat in Brasilien einen absoluten Bock mit dem „Stahlwerksneubau“ geschossen (Verlust etwa 7 Mrd.$, das kann noch ein bisschen Flughafen BER sein), aber wir verlieren täglich Produktion wegen der Subventionsorgie Energieverschwende und keiner solle sich vorstellen, das wir diese Modell mal exportieren können. Guten Morgen

  • Rudolf Petersen

    Es ist grundsätzlich sinnvoll, die Effizienz von Energienutzungen zu verbessern, um zu sparen und ggf Schadstoffemissionen zu verringern. Darüber sind wir uns wohl einig.

    Bereits bei der individuellen Bewertung des Ziels „Kraftstoff sparen“ gibt es dann Probleme der individuellen Abwägung: Ich fahre dann schneller, wenn ich Reisezeit sparen will – dass das mehr Kraftstoff je km kostet (und mehr CO2 und NOx verursacht), ist mir bekannt. Wie geht eine Regierung damit ums?

    Wenn sie – aus globalen Erwägungen heraus oder zur Reduzierung örtlicher Luftverschmutzung – die Gesamtmenge der Emissionen oder des Energieumsatzes reduziert haben möchte (- ich unterstelle einmal, dass dies demokratisch legitimiert ist), dann sollte sie die Emissionen und den Kraftstoff besteuern, bis die Techniker sparsamere Fahrzeuge entwickeln und/oder wir Fahrer vom Gas gehen. BMF und BMV können auch gerne Anreize schaffen, etwa in der Kfz-Steuer, aber was keine Regierung tun sollte: technische Details bestimmen und Techniken verbieten. Das geht immer in die Hose.

    Was nun den Klimaschutz bzw. Verringerung der Treibhausgas-Emissionen angeht: Bitte keine Absolutheits-Ansprüche, weder dafür noch dagegen. Wir wissen nicht 100-%-ig, was kommt, an dem Einfluss von anthropogenem CO2, CH4, SF6 etc wird wahrscheinlich etwas dran sein, ob aber x Grad daraus resultieren, erscheint mir unklar. Dennoch ist es nicht falsch im Sinne einer Risiko-Abwägung, diese Emissionen zu reduzieren – allerdings in Abwägung mit anderen Risiken. Mit den jährlich ca. 50 Mrd. € für EEG, Gebäude-Einpacken, Batterieautos könnte man in der Welt sicherlich besseres machen.

    Solange die Tonne CO2-Emission an der Börse nur 7,40 € kostet, ist alles darüber an Minderungskosten stark begründungsbedürftig.

  • Luisa

    Wenn schon die hochdotierten McKinsey-Berater, auf unsere Kosten, eingeschaltet werden, sollte diese Öko-Kanzlerin nicht weiter ihren Hobbies (Umwelt+Reisen) nachgehen dürfen. Als „Sachberarbeiterin Umwelt“ besetzte sie bereits in der Bonner-Republik ihren Sessel. Ohne meßbare Ergebnisse. Möglicherweise, weil sich Klimaschwankungen zwar in Computersimulationen gut darstellen lassen, in der Natur eher weniger. Zu lange wurden m. E. ihre Ziele von „ihren Wählern“ subventioniert, während der individuelle Energie-Haushalt sich bei vielen einem „atomaren Winter“ nähert.

    Rücksichtsloses Polit-Verhalten auf dem Rücken der Bürger? Never ever.