Klima: April vorbei, Narretei im Mai!

Nachdem ihn das Wetter ständig narrt, stellt der Mensch es als „Klima“ unter Schutz, erklärt sich selbst zum „Klimakiller" und "Klimaretter". Was ist der Mensch doch für ein hoffnungsloser Träumer und Angeber. Aber irgendwie macht ihn das sympathisch, sagt Wetter-Thüne.

Der Mensch in seinem Hochmut steht immer mehr in Konflikt mit dem Wetter. Über alles hat er Macht, nur das Wetter gehorcht ihm nicht. Es macht, was es will. Das ist zwar seit Urzeiten so und wird sich auch nicht ändern. Deshalb gelten unverändert die alten Bauernregeln:

„Donnert’s im Mai, ist der April vorbei“!

„Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist“!

Erinnert ihr Euch noch an die Absage des Rosenmontagszuges in Mainz, der jetzt am Muttertag unter anderer Etikette nachgeholt wurde?  Doch war damals das ungehorsame Wetter wirklich schuld, oder nicht doch menschliches Unvermögen? Wettervorhersagen sind eine Kunst im „wissenschaftlichen Mäntelchen“, denn eine exakte Wettervorhersage -punktgenau und zeitgenau (!) –  wird es nie geben. Auch wenn immer größere und schnellere Computer eingesetzt und die tollsten Versprechungen gemacht werden.

Auch die Computer entbinden den Menschen nicht, sein Hirnschmalz zu bemühen, denn noch ist seine Intelligenz der „künstlichen Intelligenz“ weitaus überlegen. So wurde schon im Vorfeld die Prognose des Wetterdienstes kritisiert und damit die Absage des Rosenmontagszuges. Nun, das ist Vergangenheit und am Muttertag hatten die Narren Glück. Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Was will man mehr?

Es war wirklich verdammt viel Glück dabei, denn wenige Tage später schlugen brutal die „Eisheiligen“ zu.  Die Narren hätten wieder gefröstelt und wieder etwas zu meckern gehabt. Was das Wetter betrifft, ist der Mensch in der Rolle des Hundes, der den Mond anbellt. Auch der nimmt das Bellen und Knurren nicht zur Kenntnis. Aber der Mensch ist von seinem „hohen Ross“ nicht auf den Boden der Tatsachen zu holen. Er greift zu den Sternen, auch wenn seine Ärmchen viel zu kurz sind.

Er will das Klima schützen, obwohl er weiß, dass das Klima sein eigenes Konstrukt ist. Es ist vom Wetter abgeleitet, von dem „Ding“, das mit ihm ständig Katz und Maus spielt. Ist das nicht toll? Nachdem ihn das Wetter ständig genarrt hat, stellt er es als „Klima“ unter Schutz und erklärt sich selbst zum „Klimakiller“. Was ist der Mensch doch für ein hoffnungsloser Träumer und Angeber. Aber irgendwie macht ihn das sympathisch, Helau.

Wolfgang Thüne kennt vom Bildschirm, wer in der Bonner Republik dabei war. Der Meteorologe arbeitete in der Analysen- und Vorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und daneben als Fernseh-Meteorologe des ZDF.

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