Mit letzter Kraft schafft die Koalition Einsparungen im Gesundheitssystem. Die Schulden explodieren, die Wirtschaft stagniert. Da sich die Regierung weigert, Reformen anzupacken, gibt es keinen neuen Sachstand zu debattieren. Der unbefriedigende Ist-Zustand der Landes wird bei Illner wiedergekäut. Von Fabian Kramer
Screenprint: ZDF / Maybrit Illner
Die Koalition von Kanzler Friedrich Merz ist schon nach einem Jahr ziemlich zerrüttet. Nicht nur intern fliegen die Fetzen zwischen den Koalitionspartnern, sondern auch in der Öffentlichkeit wird der Streit immer sichtbarer. Unüberbrückbare ideologische Gräben zwischen Union und SPD verhindern, dass die Bundesregierung eine positive Reform-Agenda zum Wohle des Landes initiieren kann. Auf der letzten Rille schafft die Koalition eine Einigung auf einen Minimalkompromiss zur Rettung des finanziell ausgeplünderten Gesundheitssystems, ohne die Ursachen anzupacken. Allerdings ist noch nicht mal diese kleine Reform ohne Reformen in trockenen Tüchern. Ein Gesetzesvorhaben kommt selten so durchs Parlament, wie es hineingekommen ist. Kritische Stimmen in den Fraktionen gibt es haufenweise.
Spitzenvertreter der Koalition sitzen nicht in der Runde. Einziger Abgeordneter unter den Gästen ist Johannes Winkel von der Union. Damit so etwas wie eine kontroverse Debatte entsteht, hat das ZDF Wolfgang Kubicki geladen. Angriffslustig wie immer zerpflückt er Winkels Erzählung von der großen Gesundheitsreform mit Leichtigkeit. Abgesehen von der ein oder anderen Kubicki-Attacke ist der Talk ziemlich öde und wenig informativ.
Mini-Reform im Gesundheitswesen
Weil die amtierende Bundesregierung die Messlatte für gelungenes Regierungshandeln extrem niedrig gelegt hat, ist es ein kleines Wunder, dass sich die Koalition auf Einsparungen im Gesundheitssystem geeinigt hat. „Jetzt ist erstmal etwas gelungen“, jubiliert Journalistin Melanie Amann. Offensichtlich ist die Angst vor einer AfD-Regierung so groß bei den Mainstream-Medien in der Hauptstadt, dass es sich lohnt, einen miesen Minimalkompromiss regelrecht zu feiern. „Sie haben sich zum dritten Mal geeinigt“, ergänzt sie. Drei Einigungen innerhalb von einem ganzen Jahr sind allerdings eher ein Alarmzeichen als ein Anzeichen für gute Zusammenarbeit. Doch Einigkeit worauf? Beiträge steigen, Familien zahlen mehr, Leistung sinkt, Krankenhäuser schließen, Versorgung schlechter. Das ist es also, was die linken Medien bejubeln. Vielen Dank dafür.
Für Wolfgang Kubicki, die letzte Hoffnung für die darbende FDP, ist das Resultat kein Erfolg. „Welche Reform?“, argwöhnt er in Richtung Winkel. Dem liberalen Urgestein stößt besonders sauer auf, dass die gesetzlich versicherten Beitragszahler auch weiterhin die Kosten für die Bürgergeldempfänger tragen müssen. „Es ist systemfremd, die Bürgergeldempfänger zu finanzieren“, echauffiert sich Kubicki.
Der Frust in der Wirtschaft wächst
JU-Chef Johannes Winkel nimmt die Sorgen ernst. „Die Koalition muss dieses Jahr liefern“, fordert er. Allerdings könnte sie auch dieses Jahr zerplatzen, weil sich die zerstrittenen Partner auf keine Reformen einigen können. Wolfgang Kubicki weiß: „Die Ausgangslage bei beiden Parteien ist sehr unterschiedlich“, analysiert er. Während die Union für marktwirtschaftliche Lösungen einstehen würde, sei die Planwirtschaft der Leitstern der Genossen, so Kubicki. „Es werden Lösungen vorgegaukelt“, kritisiert der Kandidat für den FDP-Vorsitz. Helena Melnikov von der DIHK stellt eines klar: „Wir müssen mehr erwirtschaften als wir verteilen.“ Minimale Kompromisse würden die Wirtschaft nicht weiterbringen, so Melnikov.
Ob der große Wurf aber tatsächlich mit dieser taumelnden Regierung möglich ist, darf stark bezweifelt werden. Gerade für die Genossen ist es sehr verlockend, einfach noch mehr Geld in die Hand zu nehmen, um sich vor Reformen und Einsparungen zu drücken. Der Streit um mehr neue Schulden ist programmiert. Es ist nur einer von vielen, der die Regierung zum Platzen bringen könnte. Denn am Geld hängt doch alles.




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Was für eine illustre Runde, angeführt von einer Moderatorin, die sehr viel, von den GEZ-Zwangsgebühren, einheimst – wie widerlich
Immerhin verstand der in Übersee. Und Milei wird auch verstehen – von Putin oder Xi ganz abgesehen:
„The Chancellor of Germany should spend more time on ending the war with Russia/Ukraine (Where he has been totally ineffective!), and fixing his broken Country, especially Immigration and Energy, and less time on interfering with those that are getting rid of the Iran Nuclear threat, thereby making the World, including Germany, a safer place! President DJT“ https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116493939901285486
Das sind zwar wenige, aber Maßgebliche – und die in den Ölländern sind auch nicht dumm. Tiefe Verbeugungen werden notwendig werden, im Anschluss.
Das echte Problem wird nicht angefasst, nur die Kosten für Millionen Nicht-Einzahler, auf die Beitragszahler „verschoben“.
U.a auch damit Neu Versaille weiterhin den weltweiten Spendieronkel spielen kann.
Wenn ich den Namen Melanie Amann lese/höre dann ist es bei mir unmittelbar vorbei, denn mit deren grünlinkem ökosozialistischen Komplettbockmist vergeude ich meine Lebenszeit ganz sicher nicht.
Upps, hier ist ein Linker unterwegs.
Dummer trifft es vermutlich besser 😉
Wie schön, wenn einer die Dinge mal beim Namen nennt:
http://www.youtube.com/shorts/L8VlM6S8GzA
Unsere (nicht meine) Regierung bei der Arbeit
http://www.youtube.com/shorts/TLfKuYyviPU
Es ist doch unglaublich und unverschämt, dass eind tote Partei zur Diskussion eingeladen und eine quicklebendige totgeschwiegen…
Bloß keinen von der AfD einladen. Brandstifter unter sich, oder wer hat das Desaster zu verantworten?
Gilt auch für Frau Wagenknecht, deren Argumente sollen auch aus der öffentlichen Diskussion gehalten werden.
Immer schön eindimensional bleiben!
Ein Blick auf Runde genügte, den Artikel gar nicht erst zu lesen.
Nachdem ich meine vierteljährlichen Gebührenzahlungen vor Augen habe, drängt sich die Frage auf, welche ‚Aufwandsentschädigung‘ zB Frau AMANN erhält, wenn sie mindestens allmonatlich, wenn nicht gar häufiger einen der Stühle im Talk-Show-Kreis belegt.
6000 Klagen gibt es vor deutschen Verwaltungsgerichten gegen das Einfordern jeglichen Beitrages.
Was heißt, jedes Verlangen nach Geldern durch den „freundlichen Beitragsservice“ ist strittig.
Und strittige Beträge können weder gefordert, angemahnt noch beigetrieben werden.
Erster Schritt zur Befreiung kann die Kündigung der Einzugsermächtigung sein – und das geht hier: https://www.rundfunkbeitrag.de/buergerinnen-und-buerger/formulare/aendern#step_allgemeinangaben
Seit Jahren tackere ich mir die Finger wund und verlinke die verschiedensten Auswege aus dem Zwang zum Beitrag, es wurden ihrer im Lauf der Zeit auch immer mehr – zwecklos. Auch hier im Forum wird der Zwangsbeitrag immer nur beklagt und verflucht und geht in furchtvollen Phantasien schon der Gerichtsvollzieher um wie früher im Kindergarten der Butzemann – statt daß sie sich aufmachen und die mittlerweile sperrangelweit offenen Türen einrennen! Ein paar Millionen, die auf einen Schlag die Zahlungen einstellen und „der freundliche Beitragsservice“ kann sich schon bald einen Gerichtsvollzieher garnicht mehr leisten. Dann werden die Anstaltsinsassen natürlich nach dem… Mehr