Die Linken und der Antisemitismus – aus der Geschichte nichts gelernt?

Roland Tichy begrüßt zur neuen Talkshow "Tichys Ausblick" die Gäste Bettina Röhl und Michael Wolffsohn. Schalten Sie heute Abend ein auf tv.berlin - oder ganz bequem hier auf TE online.

Antisemitische Mobs ziehen durch die Straßen in Deutschland und Europa, attackieren Juden, beschädigen jüdische Eichrichtungen und Synagogen, setzen jüdische Flaggen in Brand. Die sonst so schnellen urteilsfreudigen Medien und der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk berichten zaghaft, blenden wichtiges aus und versäumen kaum eine Gelegenheit, eine angebliche israelische Mitschuld zu betonen.

Der jüdische Historiker und Publizist Michael Wolffsohn widerspricht heute Abend bei Tichys Ausblick der gängigen Behauptung, die größte Gefahr für Juden in Deutschland würde gegenwärtig vom Rechtsextremismus ausgehen.
Die von Juden selbst als am größten wahrgenommene Bedrohung sei der muslimische bzw. arabische Antisemitismus, der weitestgehend heruntergespielt oder ganz verschwiegen wird.

Aber warum tut sich die sonst so betont tolerante und egalitäre Linke mit einer klaren Haltung zu diesem Thema so schwer? Mehr noch: Warum verbündet sich diese Linke an vielen Stellen mit jenem muslimischen „Antizionismus“ und überschreitet dabei oft selbst die Grenze zum Antisemitismus? Warum beschäftigt man sich mit Israelkritik, während immer mehr Juden Deutschland aufgrund wachsender Anfeindungen und Gewalt verlassen wollen? Darüber spricht Roland Tichy mit der Journalistin, Autorin und Zeitzeugin Bettina Röhl, die aus dem Innenleben der westdeutschen radikalen Linken zu berichten weiß.

Schalten Sie ein, heute, Donnerstag, 20:15 Uhr. Entweder bei tv.berlin oder ganz bequem hier online auf der Seite und via YouTube.

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Kommentare ( 20 )

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LiKoDe
23 Tage her

„Die Linken und der Antisemitismus – aus der Geschichte nichts gelernt?“

Diejenigen, die sich als ‚Linke‘ bezeichnen, waren und sind schlichtweg keine Linken. Das versteht man sofort, wenn man Sahra Wagenknechts Buch ‚Die Selbstgerechten‘ liesst. Oder wenn man zur Generation 60+ gehört, und die sogenannten Linken noch aus den 1970ern kennt.

MeHere
23 Tage her

Um Links zu sein, maß man dumm sein – das erklärt die steigende Zahl der Anhänger / Gläubigen …

Hegauhenne
23 Tage her

Daß wir, 73 und 80 uns mal wieder schämen müssen, Deutsche zu sein, hätten wir uns nicht vorstellen können.

Greg
23 Tage her

Alles schön und richtig, und trotzdem: Wir sollten nicht nur auf die Kulturbereicherer zeigen und uns bequem zurücklehnen…
Antisemitismus gibt es – leider – auch noch unter uns, selbst wenn unterschwellig und manchmal nicht einmal wirklich bewusst…

imapact
23 Tage her

Der Linken war Israel seit jeher ein Dorn im Auge. Israel, das gegründet wurde, um den Juden nach Jahrhunderten der Verfolgung wieder eine sichere Heimstatt zu geben. Zugleich das einzige Land weit und breit im Nahen Osten, das eine rechtsstaatliche Demokratie ist. Ihre „Liebe“ zu den Juden entdeckt die Linke nur an bestimmten Gedenktagen, wenn man das Gedenken an die von den Nazis ermordeten Juden für den „Kampf gegen Rechts“ instrumentalisieren kann. Perverserweise werden auch Holocaust-Überlebende dafür herangezogen, die Zuwanderung Hunderttausender ausgerechnet Muslime (!) zu rechtfertigen. Abseits dieser Sonntagsreden schaut man dann desinteressiert zu, wie sich echte Antisemiten auf deutschen… Mehr

FranzJosef
23 Tage her

Diese Gästeliste verspricht Spannung. Muss ich unbedingt sehen

Klapa
23 Tage her

Es ist ganz einfach lachhaft, mit welcher Sprachakrobatik manche Medien versuchen, ohne Nennung von Namen oder deutlich zu werden, die widerwärtigen Krawalle gegen jüdische Mitbürger behandeln. Maßgebend ist natürlich nach wie vor der rechtsradikale Antisemitismus? Bedauerlicherweise waren es meist Arabischstämmige, die in vielen deutschen Städten ihre abstoßenden Parolen lauthals brüllten. Und da fehlten dpa zunächst einmal die Worte, ehe man sich einen Tag später zaghaft äußerte. Man hat den Eindruck, dass die entsprechenden Textbausteine gerade fehlten. Nein, der Antisemitismus aus dieser Ecke kam nicht über Nacht und auch nicht überraschend. Er wurde spätestens ab 2015 auch importiert mit Hilfe einer… Mehr

Engelbogen
23 Tage her

Auch die NS war eine ursprünglich sozialistische Bewegung mit starker Nazionalität. Sie war auch Antisemitisch und ihre grausamsten Verbündeten waren die Muslimbrüder.

Ich glaube das ewige Theater um die Rechten hat uns die Sinne für die eigentliche Gefahr von links vernebelt.

Johann Thiel
23 Tage her

Super, auf Bettina Röhl freue ich mich besonders. Sie hatte mit allem recht, als sie noch auf TE mit Beiträgen vertreten war. Vielleicht schreibt sie auch mal wieder etwas für TE.

Was den Ton angeht, überlasse ich diesmal nichts dem Zufall. Werde mir die Sendung sicherheitshalber in meinem TE-Medienraum auf meinem roten Diskussions-Ledersofa und mit einer halben Milliarde Einstellungsknöpfen meiner antiken 4-Kanal Audioanlage anhören.

groupie
23 Tage her

Ich schaue eigentlich kein TV. Gestern war mir danach. 70 Sender und kein einziger, der wenigstens an das Niveau einer Ikea-Reklame heran reichte. Bei Maischberger Baerbock und Lauterbach. Nein Danke! Da ist ja DschungelCamp aus dem Plastik Urwald des CenterParks unterhaltsamer, niveauvoller und weniger verlogen.
Heute weiß ich was ich gucke.
Ich freu mich drauf!
Bettina Röhl. Juhu! Nicht nur der Tag ist gerettet. Die ganze Woche Sonnenschein- und das bei dem Wetter!