Mainzer Rosenmontagszug 2022 wegen Corona erneut abgesagt

Der Mainzer Carneval-Verein hat den Rosenmontagszug abgesagt. Der war bereits im zu Ende gehenden Jahr ausgefallen. Oberbürgermeister Michael Ebling hofft zum Ausgleich auf "Geistesblitze" der Vereine, um die Saalfastnacht neu zu beleben.

Symbolbild

Der Rosenmontagszug 2020 war ein eher trauriger, auf dem Schatten lagen: Die Nachrichten berichteten über die entsetzliche Tat des Amokläufers in Volkmarsen, worauf die Polizei die Sicherheitskontrollen in Mainz im laufenden Zug nochmal verschärfte. Auch belasteten die Debatten über Corona die Laune. Ausgerechnet eine Karnevalssitzung, im nordrhein-westfälischen Heinsberg, galt damals als erstes „Superspreader-Event“. Dass der Zug die nächsten beiden Jahren ausfallen könnte, hatte da aber noch keiner auf dem Schirm.

Nun ist das aber Fakt: Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) hat auch fürs kommende Jahr den Zug abgesagt: Angesichts der Pandemie und der bis zu einer Million Zuschauer, die sich das närrische Treiben früher angesehen haben, hatte MCV-Präsident Reinhard Urban erklärt, sei es nicht sinnvoll die Planungen weiter voranzutreiben. Der Zug wäre am 28. Februar durch die Mainzer Neu- und Altstadt gegangen.

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) versucht es mit einem Trost: „Auch in dieser Kampagne gilt: die Fastnacht wird nicht abgesagt.“ Er hoffe auf „Geistesblitze …, damit wir die Saalfastnacht dann mit neuen Formaten erleben können“. Sprich Büttenreden und Schunkellieder im Internet. Zwar bedauere Ebling die Entscheidung des MCV „zutiefst“, könne sie aber nachvollziehen, und die Stadt trage sie mit.

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Kommentare ( 19 )

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Konradin
1 Monat her

Mainz bleibt Mainz wie singt und sinkt. Von 2001 bis 2010 wohnte ich vom Lande des schönen RLP stammend in Mainz. Aus bis heute anhaltenden und wohl nimmer enden wollenden verkehrstechnischen Anbindungsgründen hat´s mich dann doch nach Frankfurt/M. getrieben. ALs RLPer und 05er Fan und fühle mich Mainz aber immer noch verbunden. Als ich sodann vor rund zwei Wochen am vertrauten Mainzer Weihnachtsmarkt vorbei ging (vorbei ging weil ich aus gewissen Gründen keinen Zutritt hatte), vielen mir erstmals auch die offensichtlich dauerhaft verankerten massiven (Merkel-/Terror-)Poller am Eingang zur Fußgängerzone auf. Fassungsloses Kopfschütteln. Mein umschweifender Blick verriet mir – die Leute… Mehr

Franz Reinartz
1 Monat her
Antworten an  Konradin

Auch wenn ich Sie ungern enttäuschen mag: Die organisierten Massenbesäufnisse einer enthemmten Plebs haben mich schon immer angewidert. Dass die Plebs sich das jetzt aber freiwillig verbieten lässt, ist insofern bemerkenswert, als das nicht mal Herr Hitler mit seinen Satrapen geschafft hat,

Franz Reinartz
1 Monat her

Es geht ja auch nicht an, dass Karnevalisten wahre Bacchanalien feiern, während um sie „die Menschen sterben“. Und außerdem müssen die Straßen für die Leichenkarren freigehalten und den Kliniken die „Alkoholleichen“ erspart werden, die die Intensivkapazitäten über Gebühr belasten.
Der Mensch in „diesen Zeiten“ schreite – wenn überhaupt – maskiert und ernst einher. Er enthalte sich des Kontaktes mit ihm von früher möglicherweise vertrauten anderen Menschen und lasse sich impfen.
Die Kirchen sollten zu Weihnachten statt „Christmetten“ „Impfgottesdienste“ anbieten. Entspräche das nicht eher der herrschenden Befindlichkeit? Und wäre gleichzeitig ein Zeichen der Hoffnung in „schweren Zeiten“?

Ohanse
1 Monat her

Find ich nicht schlimm. Die Wagen waren ja zuletzt doch eher regierungstreu angepasst, nichtssagend und weichgespült. Kann man in der Form gut drauf verzichten.

Nibelung
1 Monat her

Haben die was anderes erwartet? Wer sozialistischen und kommunistischen Wind wählt, der wird linken Sturm ernten und solange die Bürger sich das alles gefallen lassen, weil sie ihren Denkapparat diesen rot-grünen Gesellen überlassen haben, geschieht es ihnen gerade recht und deshalb keinerlei Mitleid mit diesen Figuren, ist mir auch egal, habe es zuhause mehr als schön und viel Platz, da könnte ich rein hypothetisch auch mein eigenes Reich ausrufen und die Außengrenzen vergessen, wobei die vielen Maltretierten in ihren neuen Wohngettos an ihre Grenzen stoßen und wenn sie dagegen nichts unternehmen sind sie selbst schuld und wer seine gesunden Kinder… Mehr

teanopos
1 Monat her

Komisch, aber jeden Tag zur Arbeit gehen und buckeln, das dürfen die Leute noch.
Wer jetzt immer noch nicht verstanden hat was die Stunde geschlagen, was die Oberen hier mit ihren Untertanen veranstalten, dem ist auch nicht mehr zu helfen.

Karina Gleiss
1 Monat her
Antworten an  teanopos

Sehr viele können oder wollen die ins Auge springenden Widersprüche nicht sehen. Die meisten lassen sich willig jeden Tag ein wenig mehr in eine Diktatur hineinführen, und wenn diese dann etabliert ist, werden sie auch dieses „neue Normal“ akzeptieren.
Die Konditionierung auf breiter Fläche, zu der auch die Jagd auf Sündenböcke (diesmal sind es die Ungespritzten) gehört, trägt Früchte.
Demnächst in diesem Theater: die Hungergames sowie die Hasswochen.

AlNamrood
1 Monat her

Karneval diente mal dazu der Obrigkeit die Meinung zu sagen…

Manuela
1 Monat her

Die Zerstörung der deutschen Kultur geht schnell voran. Auch den Fasching lässt sich dieses komische Volk noch abgewöhnen. Aber halt! Saalfeste… da lässt sich 2G trefflich durchsetzen und die Geimpften dürfen unter sich bleiben. Na bravo!

haasel
1 Monat her

Auch wenn ich kein Karnevalsfan bin, eine Riesen Schweinerei! Denn zu dem Zeitpunkt der Verkündung waren die Themenwagen schon vollendet. Die müssen ja aktuell sein. Ebenso erging es den Ständen der Weihnachtsmärkte…. keine Planungssicherheit! Der Gesamtschaden inkl. Kollateralschaden ist noch nicht im Ansatz zu erkennen.

Julischka
1 Monat her

Nicht traurig sein liebe Narren, der Maskenball findet trotzdem statt, versprochen!

Endlich Frei
1 Monat her

Diese Regierung ist ein einziger Karnevalszug: 365 Tage im Jahr.