CDU: Flüssiggas-Terminal im Hamburger Hafen vor dem Aus

Das mit großen Erwartungen geplante schwimmende LNG-Terminal im Hamburger Hafen steht vor großen Problemen. Aus der oppositionellen CDU kommt bereits ein Abgesang.

IMAGO / ANP
Schwimmende Regasifizierungseinheiten (Floating Storage Regasification Unit) in Eemshaven, Niederlande, 08.09.2022

Flüssiggas (LNG) soll Deutschland demnächst unabhängiger von russischen Gasimporten machen. Doch in Hamburg steht das Projekt eines schwimmenden LNG-Terminals im Hafen nach Ansicht der Oppositionspartei CDU vor dem Aus, wie der Norddeutsche Rundfunk berichtet. Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) hatte die großen Probleme eingeräumt, indem er sich hilfesuchend an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gewandt hat.

Es mangelt konkret an der Finanzierung und an einem künftigen Betreiber für das schwimmende LNG-Terminal, dazu kommen rechtliche Probleme und Streit mit der Hafenwirtschaft. Der CDU-Oppositionspolitiker Götz Wiese fordert, dass Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) eingreift. Auch FDP-Landeschef Michael Kruse sieht Hamburgs Chancen, in der Energiewelt von morgen eine führende Rolle zu spielen, durch den regierenden Senat stark geschmälert. Brisant ist, dass auch Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) im NDR Fernsehen sagte, in Moorburg solle man lieber die Pläne für eine Wasserstoffherstellung vorantreiben. Er sehe sich in seiner Skepsis gegenüber dem LNG-Terminal bestätigt.

Umwelt- und Energiesenator Kerstan hat sich nach eigenen Angaben inzwischen mit Habeck darauf verständigt, ein weiteres Gutachten abzuwarten, das bis Ende September fertig sein soll.

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