Nach Impfpflicht-Debakel: Lauterbachs Beliebtheitswerte stürzen ab

Gesundheitsminister Lauterbach ist nach gerade einmal gut 120 Tagen im Amt demoskopisch bereits schwer angeschlagen.

IMAGO / photothek
Mit einer völlig falsch kalkulierten Impfstoffbestellung setzte Lauterbach Milliarden in den Sand, mit der Änderung des Genesenenstatus stellte er sich und das RKI bloß, mit immer radikaleren Äußerungen spielte er sich ins Abseits – und bekam bei der Abstimmung über den allgemeinen Impfzwang im Bundestag von den Fraktionen der eigenen Regierung die Rechnung präsentiert.

Das ging offenbar auch den Wählern nicht unbemerkt vorbei. Der ehemalige Veröffentlichkeitsliebling ist in einer INSA-Umfrage im Auftrag der Bild am Sonntag schwer abgestürzt. Lediglich 36 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden – 55 Prozent sind es nicht. Im Vergleich zum Amtsantritt haben die Zahlen damit fast miteinander getauscht – damals erwartete eine Mehrheit, Lauterbach würde eine gute Figur im Amt machen.

Für Lauterbach ist das insbesondere deshalb so gefährlich, weil sich seine Macht im Kern nur auf seine Stellung in der Öffentlichkeit gründet. Bundeskanzler Scholz ernannte ihn zum Gesundheitsminister – vor allem aufgrund des medialen Drucks.

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Kommentare ( 56 )

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Hosenmatz
1 Monat her

Der arme Herr Scholz! Wer hätte auch damit rechnen können, dass es nötig sein könnte, Ministerien nach Kompetenz und nicht nach Ideologie und Geschlecht zu besetzen.

Hesta
1 Monat her

Lauterbachs Beliebtheitswerte im Keller und die von Lamprecht, Faeser, Spiegel, Scholz, Lindner auch…….

Sonny
1 Monat her

Beliebt war lauterbach doch hauptsächlich bei Hofpresse und MSM ob seiner maximalradikalen Ansichten, die schöne Schlagzeilen und Aufreger in Talg-Shows in Moneten umgewandelt haben. Wer sich ernsthaft mit der Person lauterbach beschäftigt, muss doch notgedrungen zu der Erkenntnis gelangen, dass der nicht mehr alle Tassen im Schrank hat. Ich erinnere diesbezüglich an den Aufruf durch Broders „Achse“, Tassen nach Berlin zu senden. Also in meinem Bekanntenkreis kenne ich tatsächlich niemanden, der lauterbach gut findet oder das, was er tut. Ich bezweifle sowieso, dass Umfragewerte heute noch irgendetwas wiederspiegeln in Anbetracht der Spaltung der Gesellschaft. Da wird jegliche Hochrechnung durch Umfragen… Mehr

P.impf
1 Monat her

Wenn die Entscheidung für ein Ministeramt nach Beliebtheitswerten erfolgt, hätte der Olaf vielleicht Barbara Schöneberger oder Helene Fischer zur Gesundheitsminister:in ernennen sollen. Leider geht es aber gerade bei diesem Amt um Kompetenz in Krankheits- und Gesundheitsfragen. Davon ist der Professor Karl jedoch weit entfernt. Gut für seine Auftritte in den vielen Talkshows hat’s gereicht.

Peter Pascht
1 Monat her

Lauterbachs Beliebtheitswerte ? Meistens verstehe ich bei TE wovon sie sprechen. Diesmal aber muss ich passen. Weniger als Vakuum geht nicht.

JamesBond
1 Monat her

Lauter kleine Putins, der Bürger ist denen da oben völlig egal: „ Die damalige Staatssekretärin Serap Güler (CDU) hat sich bei Twitter für ihre Reise während der Flutkatastrophe nach Mallorca entschuldigt: «Pietätlos und falsch – leider trifft beides auf mein Verhalten im vergangenen Juli im Rahmen der Flutkatastrophe in NRW zu.“
Warum treten solche „ …..“ nicht einfach zurück, das wäre das Mindeste!

Ulric Viebahn
1 Monat her

Das müßten wir doch jetzt gelernt haben: Man darf keiner %-Zahl der Umfragen glauben. Und wenn dann noch Zeitungsredakteure das einordnen, ist man ganz verloren. Also: Selbst beurteilen, was einer sagt und was hinterher rauskommt. Nach dieser Methode stand der K.L. schon vor über einem Jahr als Debakel fest.

Maja Schneider
1 Monat her

Zeit wird`s, zu verstehen waren diese Beliebtheitswerte ohnehin nicht. Aber der Herr wird alles daran setzen, wieder im Mittelpunkt des Interesses und der Medien zu stehen. Solang er Gesundheitsminister bleibt, ist nichts Gutes für die Bürger zu erwarten.

Physis
1 Monat her

Also der Mann stolperte schon vor seinem Ministeramt mit völlig apokalyptischen Thesen durch die Medien. Dass nun 55 Prozent nicht mehr mit ihm einverstanden sind und sich im Vergleich zum Amtsantritt die Zahlen damit fast miteinander getauscht haben, zeigt mir lediglich, dass ich auch an den Verstand meiner Mitbürger zweifeln darf, denn immerhin fiel die Impfbereitschaft nebst sämtlicher Nebenwirkungen genau in die Zeit, in der sich Lauterbach als Corona-Star zu implementieren versuchte! Dass ich nicht geimpft bin, muss ich nicht nochmal unterstreichen, aber dass ich mich, Stand heute, mittlerweile vor den Geimpften schützen muss, spricht Bände und ist unwiderlegbar! Ein Nachbar… Mehr

Klaus Kabel
1 Monat her

Was macht Lauterbach als Gesundheitsminister ohne Corona? Er kann nichts außer Panik.

Physis
1 Monat her
Antworten an  Klaus Kabel

Ganz ehrlich?
Ich frage mich gerade, was WIR alle demnächst ohne Corona machen?
Wird es jemanden geben, der die Hand zur Versöhnung ausstreckt?
Und wer wird/muss das sein?
Nun, ich habe kein Zweifel daran, dass die bislang nicht Geimpften einer „Versöhnung“ auf die Sprünge verhelfen muss!
Ob ich das witzig finde?
Natürlich nicht, aber ich mache hier ja auch nur selten Witze 😉