Ismail Tipi: Rechtsstaat zeigt Härte mit Verurteilung von Sabri Ben Abda

Sabri Ben Abda hatte Kontakt zu einer islamistischen Extremistengruppe in Syrien und gilt als wichtiger Kopf der Salafistenszene in Deutschland. Jetzt ist er zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden.

imago images / Ralph Peters
Ein Stand der salafistischen Aktion "Lies!" in Kassel im Jahr 2015

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat am Donnerstag den Salafisten Sabri Ben Abda zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah die Unterstützung des selbsternannten Cyber-Dschihadisten für die islamistische Extremistengruppe Ahrar al Scham als erweisen an.

Sabri galt lange Zeit als einer der treusten Salafistenjünger von Pierre Vogel und als einer der Köpfe der „Lies!“-Aktion von Hassprediger Ibrahim Abou Nagie, bei welcher hunderttausende kostenloser Korane von deutschen Salafisten in den Fußgängerzonen verteilt wurden.

Nach Überzeugung des Gerichts war Sabri Ben Abda in der Vergangenheit nach Syrien ausgereist und war dort in einem Auisbildungszentrum der Terrororganisation Ahrar al Scham. Zudem soll Ben Abda seine sogenannten Glaubensbrüder in Syrien unter anderem mit Nachtsichtgeräten, Waffen-Reinigungssets, Handschellen, Schwertern und Kampfmessern ausgestattet haben – alles zum Eigengebrauch, wie sein Rechtsbeistand vor Gericht behauptete.

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Aber nicht nur im Ausland war Sabri für salafistische Terrororganisationen im Einsatz. Auch in Deutschland hat der selbsterklärte „Cyber-Dschihadist“ mit modernen Mitteln gegen die in seinen Augen ungläubigen hier lebenden Nicht-Muslime gekämpft. Sabri betrieb zahlreiche Social-Media-Plattformen, die als Sprachrohre für den IS genutzt wurden und über welche dieser seine Propagandavideos verbreiten konnte. Ein besonders grausames Exemplar der IS-Propaganda fiel den Ermittlern bei der Festnahme des Deutschtunesiers in die Hände: Ein eigens produziertes Schulungsvideo lehrte das Töten von Menschen. Hierfür habe der IS eigens Menschen vor laufender Kamera umgebracht, um vorzuführen, wie man jemandem die Kehle durch- und den Bauch aufschneidet.

Ismail Tipi, Hessischer Landtagsabgeordneter und engagierter Kämpfer gegen Salafismus, freut sich über Sabris Verurteilung: „Das ist ein guter Tag für den Rechtsstaat – Mit Sabri Ben Abda kommt einer der wichtigsten Menschenfischer der Salafisten hinter Gitter. So können wir verhindern, dass er weitere Menschen, für den islamistischen Dschihad gewinnen kann oder zum radikal-salafistischen Islam bekehrt. Dennoch gilt weiterhin: Wir müssen alle Salafisten, alle Hassprediger und alle radikalen Imame von der Kanzel holen und einsperren. Wer Hass predigt, der nimmt billigend in Kauf Gewalt zu ernten. Das können wir nicht hinnehmen. Die Verurteilung von Sabri kann also nur ein Anfang sein.“

Ismail Tipi selbst war 2013 in Konflikt mit Sabri Ben Abda geraten. Nachdem dieser den CDU-Abgeordneten auf seinen Social-Media-Seiten beschimpft und beleidigt hatte sowie zu Schmutzkampagnen gegen Tipi aufrief, erstattete Tipi Anzeige. Sabri wurde in einem Gerichtsverfahren in Offenbach wegen Beleidigung und Verleumdung zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Ismail Tipi sieht sich nun nochmals bestätigt: „Die neuerliche Verurteilung zeigt einmal mehr, dass mein rechtsstaatlicher Kampf gegen Salafisten und Dschihadisten erfolgreich ist. Deshalb werde ich weiter machen und mich gegen alle Feinde unserer Demokratie stellen, gegen alle Salafisten kämpfen und unsere Werte verteidigen.“

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Kommentare ( 33 )

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33 Kommentare auf "Ismail Tipi: Rechtsstaat zeigt Härte mit Verurteilung von Sabri Ben Abda"

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Härte nennen Sie das?
Die 3 Jahre von den 5, die der Kerl absitzt, reichen ihm gerade aus, um im Knast schlagkräftige neue Netzwerke zu knüpfen… und in seinen eigenen Kreisen das Ansehen zu erhöhen.

„Ismail Tipi: Rechtsstaat zeigt Härte mit Verurteilung von Sabri Ben Abda“

Tut er das? Ich meine NEIN.
Würde er das, wäre der saubere „Rechtgläubige“ schon längst nicht mehr in diesem Land wohnhaft.

Erst wenn der Islam in ganz Europa VERBOTEN ist, wird sich etwas grundlegend ändern.

Der Islam hat schon längst jede Toleranz verspielt. Rückbau aller Moscheen versteht sich dabei von selbst.

„Der Islam hat schon längst jede Toleranz verspielt“ Der Islam ist eine mörderische Ideologie, im Islam ist kein Raum für individuelle Sicht der Welt kein Raum für Toleranz. Er ist ein allumfassendes geschlossenes Regelsystem in das man hineingeboren wird und aus dem es kein Entrinnen gibt. Daher gibt es für den Moslem keine Entscheidungsnotwendigkeit und folglich keine Entscheidungsfreiheit, alles ist bis ins Kleinste geregelt und kontrolliert. Dazu dient die Denunziation, die strikte gegenseitige Überwachung. Wer keine Entscheidungen treffen muß braucht auch kein Gewissen. Das ist der eindimensionale Mensch. Rückwärtsgewandt, Mahomet kopierend, nacheifernd entstehen Klone, Zombies, die sich in ihrem ideologischen… Mehr

Ich lese immer wieder – auch hier in diesem Thema –

„multikulturell“

Welche Kultur bringen die Asylanten denn bitteschön mit?

Der Rechtsstaat zeigt Unterwürfigkeit. Er löst sich auf.

Lieber Herr Tipi, mittlerweile erkenne ich in Ihren Beiträgen, das Sie nicht verstehen, was die Menschen wirklich bedrückt.

Ein guter Tag für den Rechtsstaat wäre, wenn wir solche Leute erst gar nicht im Land hätten. Das wäre nicht nur ein guter Tag, sondern eine schöne Zeit. Für mich ist das nur ein weiterer Beweis, wie sehr die Politik seit Jahrzehnten völlig versagt. Leider darf der Steuerzahler für diese Probleme bezahlen, von multikriminellen Clans, Islamisten, Salafisten, Terroristen etc.. Solange solche Leute nicht konsequent abgeschoben werden, ist das nur Kosmetik. Lächerlich. Nach 3 Jahren ist der wieder auf der Strasse, die Sache geht weiter. Ausser Spesen nix gewesen. Und die CDU betrachte ich mit als Hauptimporteur solcher Leute. Welche Werte… Mehr

Fünf Jahr im deutschen Wohlfühlgefängnis hält der Autor für eine harte Strafe? Selbst wenn das Strafmaß in einer Berufung nicht reduziert wird, wovon ich aber ausgehe, ist der Diener Allahs nach spätestens drei Jahren wieder dienstbereit.

Das dürfte wohl der realistischste Fortgang der Dinge sein!

(Zitat) „„Deshalb werde ich weiter machen und mich gegen alle Feinde unserer Demokratie stellen …… und unsere Werte verteidigen.“ (Zitat Ende)

Sehr gut Herr Tipi.

Fangen Sie damit mal gleich bei Ihrer Kanzlerin an.

Die darf das.

Hahaha, das gleich wollte ich gerade auch schreiben und sehe als ersten Ihren Kommentar. 😆

Herr Tipi freut sich , dass der Rechtsstaat Härte zeigt im Falle irgendeines dahergelaufenen Salafisten. Nun ich würde mich noch mehr freuen,, wenn Herr Tipi und seine Partei generell wieder zur Rechtsstaatlichkeit zurück kehren würden und nicht wie mit diesem Einzelfall vergessen machen wollen, dass zum Beispiel ein illegaler Grenzübertritt, wie es seit 2015 hunderttausende Male geschehen ist, ein kriminelles Delikt darstellt und somit strafbar ist und verfolgt werden muss ! Kein CDU-Mitglied wird sich später damit reinwaschen können, auch ein Herr Tipi nicht, dass er ja gewollt hätte und nur nicht gedurft hat und zum Beweis desssen damit kommt,… Mehr