„Block Friday“ – Umweltaktivisten blockieren bundesweit Autobahnen

Am Freitagmorgen kam es bundesweit zu Abseilaktionen von Autobahnbrücken durch Umweltaktivisten, unter anderem von Extinction Rebellion unter dem Motto "Block Friday".

picture alliance/dpa | Sebastian Kahnert

Die Forderung der Verkehrsgefährder: eine „Verkehrswende“ und der Stopp der Rodungsarbeiten im Dannenröder Forst. Sie hissten Banner mit Aufschriften wie „Verkehrswende statt Klimakrise“ oder „Autobahn“, wobei das „Auto“ durchgestrichen wurde. Es kam an verschiedenen Standorten in Sachsen, Hessen und Niedersachsen zu Sperrungen und teils massiven Verkehrsbehinderungen. In Sachsen räumte das SEK eine solche Aktion der Gruppe „Climate Climbers“. Die Aktivisten wurden wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr angezeigt, laut Bild wird wohl auch geprüft, die Aktivisten für die Kosten des Polizeieinsatzes aufkommen zu lassen. In Hamburg ketteten sich Aktivisten an der Köhlbrandbrücke fest.

Dass solche Abseilaktionen auf der Autobahn extrem gefährlich sind, zeigte jüngst im Oktober ein Fall. Damals prallte nach einer ähnlichen Aktion von Umweltaktivisten am Ende des dadurch entstandenen Staus ein Auto auf einen stehenden LKW. Ein Rettungshubschrauber flog den Schwerletzten ins Krankenhaus – bis heute wird er intensivmedizinisch behandelt, ist immer noch nicht vernehmungsfähig und wird wohl bleibende Schäden davon tragen, berichtet die BILD-Zeitung.

Das interessiert die Aktivisten freilich wenig, sie machen unbeirrt weiter. Sebastian Sacht, ein Sprecher der Aktion, sagt: „Wir wollen Aufmerksamkeit und nehmen dafür auch das Verkehrschaos in Kauf. Denn wir wollen den Verkehr ganzjährig ändern!“ Für die Aufmerksamkeit nimmt man offenbar auch die Verletzung von Menschen in Kauf. Unterstützung erhielten die Aktivisten u.a. von Ende Gelände. Die Bundestagsabgeordnete der Linken Sabine Leidig twitterte „#BlackFriday zu #BlockFriday machen!“ mit Verweis auf eben diese Aktionen.

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Kommentare ( 66 )

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66 Comments
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Deutscher
1 Monat her

Block Friday oder Blockwart Friday?

Ein Mensch
1 Monat her

Solange der gemeinhin als Deutscher bezeichnete Mitmensch sich von diesen durchgeknallten Versagern auf der Nase rumtanzen lässt, solange wird er auch im Stau stehen. Anstatt aus dem Auto oder LKW zu steigen und diese Spinner aus dem Verkehr zu entfernen, natürlich nachhaltig, beißt man lieber ins Lenkrad und wählt Merkel.

Familienvater mit Job
1 Monat her

@Tichy: Mich würde interessieren welche Strafen am Ende dabei rauskommen. Bitte dran bleiben.
Bei der grassierenden Doppelmoral kann ich mir das schon vorstellen. Aber ich würde es gerne genau wissen

hoho
1 Monat her

Diese Aktion konnte man als Mordversuch oder Terrorismus interpretieren oder nur als fahrlässige Tötung. Man musste nur sich anschauen was die Herrschaften tun. Das wird nicht passieren. Es ist aber interessant zu wissen wer darüer entschieden hat und warum. Nur so wissen wir auch wie diese Republik zu dem Staat der Grün-Khmer verwandelt wird.

fatherted
1 Monat her

Da wird nicht viel bei rum kommen…..selbst wenn es zur Verurteilung kommt, wird die auf Bewährung rausgehen….weil ja nix passiert ist. Wenn man schlau wäre von Seiten des „Staates“ würde man den Polizeieinsatz in Rechnung stellen….und dann per Urteil + Gerichtsvollzieher (auf 30 Jahre hin) regelmäßig einfordern (da hilft bei einem Urteil auch keine Privatinsolvenz). Mit anlaufenden Zins- und Zinses-Zinsen (die weit höher liegen als der Bankzinssatz) und Kosten für Verfahren/Gerichtsvollzieher….summiert sich das nach 10-20 Jahren auf ein hübsches Sümmchen….die Verurteilten….dann meist ausstudierte Herrschaften der Sozial-Wissenschaften…..könnten das dann abzahlen. Aber soweit wird es sicher nicht kommen….

F.Peter
1 Monat her

Das sind keine Umweltaktivisten oder überhaupt Aktivisten, wie das immer wieder beschönigend beschrieben wird, das sind Terroristen, denen jedwede rechtliche Norm in diesem Land egal ist und für die nur die eigene Ideologie gilt.
Denn wie schon Konfuzius bemerkte:
Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Künste. Darum achte man darauf, daß die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem.
https://gutezitate.com/zitat/260257

non sequitur
1 Monat her

Warum nennen Sie solche Terroristen beharrlich euphemistisch „Aktivisten“?
„Wir wollen Aufmerksamkeit“, genau darum gehts diesen narzisstischen Selbstdarstellern.
Doch im Gegensatz zum permanent diffamierten Narzissten Trump, können diese hier keine konstruktive Leistung vorweisen. Erbärmlich.

Rabida
1 Monat her

Ich frage mich gerade, was wohl gefährlicher ist.
Eine schwarz weiß rote Fahne zeigen oder sich auf eine Autobahn abzuseilen.
Für mich sind diese Abseilaktionen Anschläge auf das Gemeinwesen und müssten mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden.

Iso
1 Monat her

So eine Aktion hätte ich mir von Fuhrunternehmen, Dieselfahrern, oder überhaupt Kfz-Haltern gewünscht. Eben alle, die durch diese Regierung, mittels neuer CO2 Steuer, Abgas- und Bußgeldschikane zur Kasse gebeten werden. Wie man sieht, braucht es dazu nicht viele Leute. Hilfreich wären es jedoch, wenn die „Automobilclubs“ eben auch die Interessen ihrer Mitglieder vertreten, und nicht nur als JA-Sager abkassieren wollen. Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen, und sich immer nur wegducken, hat viele zu rückgratlosen Feiglingen gemacht, die sich immer tiefer in die Taschen greifen lassen, und bei jeder Wahlumfrage noch Danke sagen.

daldner
1 Monat her

Wahrscheinlich sind diese Helden jetzt in ihren Peer-Groups ganz schwer angesagte Date-Kandidaten. Ich wette, die werden keinen Cent für den Einsatz bezahlen müssen. Ist ja für die „gute Sache“ gewesen, nämlich Mitmenschen auf den Sender zu gehen.

EinBuerger
1 Monat her

Ich hoffe die SUV-fahrenden Grün-Wählerinnen*?/\_innen freuen sich, wenn sie für die gute Sache im Stau stehen.

Deutscher
1 Monat her
Antworten an  EinBuerger

Drum fährt die Grüne Fegebank einen Ferrari, der passt noch unten durch.

alter weisser Mann
1 Monat her

Die Linke stellt neben den Grünen den zweiten parlamentarischen Arm der Ökoterroristen. Die gleichen Leute, die von Nötigung faseln, wenn Bürger im Bundestag ungeordnet auf solche Parlamentarier treffen.