Berlin: Razzia mit 450 Polizisten in Islamistenszene

Die Berliner Staatsanwaltschaft berichtete über verschiedene Vorwürfe an die Betroffenen: von Terrorfinanzierung über Geldwäsche, Bedrohung, bis hin zur Erschleichung von Corona-Hilfen.

imago images / snapshot

Auch die jüngste Großrazzia galt nicht den als Hauptfeind der freiheitlichen Ordnung vom Innenminister via Verfassungsschutzbericht 2019 auserkorenen Rechtsextremisten; die Großrazzia mit 450 Polizeikräften in Berlin am Mittwoch galt islamistischen Terrorhelfern mitten in Deutschland.

Dieses Mal traf es ausnahmsweise einmal nicht eine der als Terrorunterstützer verdächtigen, von der Türkei aus gesteuerten Moscheen in Deutschland, sondern über ein Dutzend Geschäfts- und Privaträume in gleich vier Berliner Stadtbezirken. Der Vorwurf an zuvor ins Visier geratene mindestens zwölf Verdächtige: u.a. Terrorismusfinanzierung.

Die Berliner Staatsanwaltschaft berichtete gleich von einem ganzen „Strauß von Vorwürfen“: von besagter Terrorfinanzierung über Geldwäsche, Bedrohung, bis hin zur Erschleichung von Corona-Hilfen durch Islamisten.

Der Berliner Verfassungsschutzbericht 2019 zählt 2.170 Muslime zu den ihr bekannten Islamisten. Die Zuwachsrate liegt hier etwa bei zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr, Tendenz also steigend. Etliche davon stehen unter Beobachtung. Einer Beobachtung, die angesichts des Berliner Antidiskriminierungsvorgaben für die Polizei zudem in Zukunft massiv erschwert werden wird.

Filmmaterial von einer der Razzien zeigt einen solchen Einsatz mitten in Berlin-Kreuzberg auf einem Hinterhof geradezu klischeehaft zwischen einem Dönerimbiss und einer ranzigen Spielhalle. Bis hin zum Briefkasten wird hier alles Greifbare von den Beamten in ihren schusssicheren Westen kontrolliert.

Warum die Polizei hier ausdrücklich erwähnen muss, dass keine Moscheen durchsucht wurden, bleibt allerdings ein Rätsel. Geht es hier bereits um die Abwehr von beispielsweise religiös motivierten Diskriminierungsanwürfen?

Besonders bizarr in diesem Zusammenhang: Das Initial für den Einsatz sollen Zahlungen der Berliner Corona-Hilfe an Islamisten gewesen seien. Zahlungen, von denen die Staatsanwaltschaften annehmen mussten, dass sie der Finanzierung von Terroranschlägen dienen können.

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Kommentare ( 43 )

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43 Kommentare auf "Berlin: Razzia mit 450 Polizisten in Islamistenszene"

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Die Großrazzia hätte ganz woanders stattfinden müssen: Bei denen, die solche Zustände in diesem Land zu verantworten haben. Und diese Leute gehören mindestens so schnell und lange hinter Schloss und Riegel, wie die, die diese Zustände ausnutzen.

Welche „rechte Sau“ wohl da wieder dei Polizei missbraucht, um gegen das, was schon immer zu Deutschland gehörte, Stimmung zu machen. Islamisten in Berlin? Niemals, alles nur rechte Hetze, so wie gegen dei alternativen Lebensgemeinschaften in Kreuzberger und anderswo. Ich gehe stark davon aus, dass der muslimische Senat das in der nächsten Woche zur Sprache bringt und einer Überprüfung der Polizei und der Staatsanwaltschaft auf Rassismus zustimmen wird. Unterstützung ist von Pistorius, dem moslemliebenden Innenminister aus Niedersachsen, sicherlich kommen.

Großrazzia bei Islamisten? Dann auch noch in Berlin! Kann nicht sein! Hoffentlich wird der Beamte, der das angeordnet hat, nicht in den Ruhestand abgeschoben. Abgesehen davon, dass das zum Glück nichts mit dem Islam zu tun hat (*Angstschweiß von der Stirn wisch*), wurde hier die Zeit von 450 gemäß Taz-Satire auf den Müll Gehörenden verplempert. Diese Polizisten hätte man viel sinnvoller gegen Rechte einsetzen können. Z. B. in den eigenen Reihen. Die hätten sich gegenseitig befragen können. Und wenn sie damit fertig sind, können sie mit Bundeswehr-Soldat* – Achtung, Luft holen, jetzt kommt’s – INNEN weitermachen. DAS wäre zielführend gewesen.… Mehr

Immer wieder lustig in Schlandt! Vermutlich verstehen 75 % der hier schon länger Lebenden Ihren Sarkasmus gar nicht oder halten ihn für völlig fehl am Platz!

Ich kann mir kaum vorstellen, dass vor der Razzia nichts an die Betroffenen durchgesickert ist, bei dem Grad an Unterwanderung der Berliner Polizei und Justiz durch die muslimischen Brüder und Schwestern. Die Aktion war sicherlich nicht mehr, als ein mediales Schaulaufen für die Öffentlichkeit und um oppositionellen Politikern und Kritikern die Luft aus den Segeln gegenüber der Rot-Grünen Berliner Regierung zu nehmen. Aus NRW sind solche inszenierten Bella-figura-Groß-Razzien zwecks Beruhigung der Bevölkerung zu Hauf bekannt und bei der Polizei selbst als politisch-motivierte Missbrauchstat berüchtigt und gefürchtet. Wichtig wäre zu erfahren, was denn hinterher an Strafverfolgung und Verurteilungen heraus kommt. Ich… Mehr

Bin verwirrt: sind das jetzt die Guten oder doch die Bösen, obwohl sie gar keine Nazis sind? Darf die Berliner Polizei sowas überhaupt noch oder ist das nicht bereits ein klarer Fall von Rassismus und Diskriminierung von (noch) Minderheiten? Halten sogenannte Grüne und Linke „Volksvertreter“ im Bundestag den Einsatz überhaupt für verhältnismäßig? Wer soll da noch durchsehen!

Immerhin wurden keine Moscheen durchsucht. So kann sich Frau Künast den Hinweis „beim nächsten Termin, Schuhe aus und Füße waschen“ sparen.

Da die Razzia nur bei Moslems, aber nicht bei Christen, Juden oder Buddhisten durchgeführt wurde, wird es nicht lange dauern, bis die ersten Rassismusvorwürfe gegen die Polizei erhoben werden.
Mal sehen, wer zuerst damit kommt. Ich tippe auf Claudia Roth oder den Zentralrat der Muslime.

Der rechte Zentralrat der Muslime wird begrüßen, wenn dei Polizei gegen dei Kurden, Gülaner und PKK-Leute vorgeht. Gegen die guten Türken darf das natürlich nicht geschehen.

Wir haben doch bisher immer finanziell Islamisten und Terroristen unterstützt. Denn jedwede sozial Leistung, die auch für solche gezahlt oder ausgegeben wird, ist zugleich eine Unterstützung. Und da bekannter Weise sogar islamische Attentäter es verstanden haben, auch an verschiedenen Orten unerkannt gleichzeitig soziale Leistungen abzukassieren, dann oft nicht einmal wenig. Durch die unklaren Verhältnissen entsprechend ihrem Kulturhintergrund und oft gefälschten Dokumenten, können diese vielfach unverschämt zur sozialen Abzocke von ihnen genutzt werden. Zusammen aus Vorteilen einer zweiten Staatsbürgerschaft auch noch ein einträgliches Geschäft. Welches selbst viele minder Bemittelte und trotzdem treu zahlenden alt Eingesessene zu Verlierern macht. Es ist doch… Mehr

Schade das ich nur einen Daumen nach oben geben kann, Sie haben es so treffend beschrieben. Man kann sich nur noch schämen, für sein Vaterland.

Ein Hoch auf die Polizei. Aber über 2000 Islamisten alleine in Berlin, zeigt, wo die Probleme tatsächlich liegen. Die NPD hat gerade mal 3600 Mitglieder, aber bundesweit und nicht nur in Berlin. Das wird kaum mehr, wenn man Mitglieder „der Rechten“ und irgendwelchen parteilosen Neonazi-Gruppierungen hinzuzählt. Hauptsache aber, es wird der Narrativ bedient, wonach Rechtsextremismus das größte Problem sei.

All den Ärger hätten wir ohne diesen Zuwachs nicht!

Da lassen Vorwürfe wegen „Rassismus“, Diskriminierung doch bestimmt nicht lasnge auf sich warten? Bei der Polizei wird man danach doch sicher auch wieder etliche „Rassisten“ und „Nazis“ ausmachen und versuchen Verantwortliche für ein solch „ungeheueriches“ Vorgehen zu entlassen. Eventuell wurde gar Gewalt angewendet und etliche der Beteilgten Beamten müssen sich vor Gericht verantworten weil sie bei den Einsätzen dabei waren und sich für das offiziell eigentlich noch geltende Gestz einsetzten?