Angela Merkels Nicht-Schlüsse aus der Bayernwahl

Das vorgebliche Werben dieser Kanzlerin um Vertrauen erinnert an die Bitte, ungedeckte Schecks in Zahlung zu nehmen.

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In einer Rede vor dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) kommentierte die Bundeskanzlerin den Ausgang der Bayernwahl. Sie konstatierte, dass gute Wirtschaftsdaten und Vollbeschäftigung nicht ausreichen würden, wenn das Vertrauen „in die politischen Akteure“ fehle.

Entrückter, entfernter von den Problemen der Bundesrepublik war wohl noch nie ein deutscher Regierungschef. Schließlich handelt sich bei den Ergebnissen der Großkoalitionäre von SPD und CSU in Bayern nicht um Umgangsformen, nicht um Metaphysik, nicht um eine moralische Größe, um etwas Gefühliges, eben nicht um Vertrauen. Der Verlust von Vertrauen ist nur ein Symptom, nicht die Ursache. Es geht darum, dass keine wirkliche und offene Diskussion über die Zukunft des Landes geführt wird, sondern eine bestimmte Konzeption im Alleingang der Kanzlerin, im Selbstlauf, notfalls auch ohne Wissen der Bürger durchgesetzt werden soll, die eine grundsätzliche Veränderung des Landes betrifft.

Die Sozialsysteme, allen voran die Rente, sind nicht zukunftssicher. Die Wirtschaftsdaten sollte man genießen, so schön wird es nicht bleiben, weil Deutschland den technischen und ökonomischen Anschluss verliert, was u.a. an der einseitigen Ausrichtung auf den Export liegt, am Niedergang von Bildung und an der extreme Belastung des deutschen Mittelstandes durch Energiewende und Brüsseler Bürokratiewut. Deutschland verspielt seine Zukunft unter der Regierung Merkel. Eine in Teilen gescheiterte Integration und eine Masseneinwanderung in die Sozialsysteme wird verstärkt, in dem monatlich ca. 15.000 „Asylsuchende“ oder „Flüchtlinge“ nach Deutschland einreisen, was die Medien konsequent verschweigen. Sonderkontingente nicht mitgerechnet. Der Migrationsplan, der im Dezember unterschrieben wird, ermöglicht die Schaffung neuer Rechtsinstrumente unter Verweis auf den Vertrag, an dem man dann leider gebunden sein wird, die zu einer erhöhten Einwanderung führen werden, ohne dass der Bürger noch eine Einspruchsmöglichkeit hat. Das ist dreist.

Woher soll das Vertrauen also kommen? Merkels Sprachstil, der auf das Uneindeutige, das Verschleiern, das Einschläfern abzielt, der möglichst Festlegungen und Klarheiten vermeidet und im Grunde immer wieder den Generalbass durchspielt: Ich kann es euch zwar nicht erklären, was ich mache, aber glaubt mir nur, ich mach das für euch, alles wird gut, fordert so sehr blindes Vertrauen ein, dass der mündige Bürger sich dem selbst dann entziehen müsste, wenn er mit der Bundeskanzlerin übereinstimmte. Das Werben um Vertrauen erinnert daher an die Bitte, ungedeckte Schecks in Zahlung zu nehmen.

Daher ist es auch ganz und gar nicht Vertrauen erweckend, wenn die Bundeskanzlerin verkündet: „Deshalb ist meine Lehre aus dem gestrigen Tag, dass ich auch als Bundeskanzlerin dieser großen Koalition stärker dafür Sorge tragen muss, dass dieses Vertrauen da ist und damit auch die Resultate unserer Arbeit sichtbar werden.“

Die Resultate der Arbeit der Bundeskanzlerin sind sichtbar, sie lassen sich nicht verheimlichen und flößen alles andere als Vertrauen ein: sie äußern sich in der Tatsache einer gespaltenen Nation und der täglichen Vertiefung dieser Spaltung, in der Verwahrlosung des öffentlichen Raums, dem Schwinden der Rechtssicherheit und der Diskreditierung der Institutionen durch die Institutionen selbst, in dem täglichen Verlust an Zukunft.

Vertrauen wird die CDU mit dieser Bundeskanzlerin und Parteivorsitzenden nicht mehr zurückgewinnen, denn vertraut wird nur demjenigen, der ehrlich sagt, wofür er steht, was er tut und wie er die großen Probleme angehen will, der vor allem verdeutlicht, für wen er Politik macht. Es geht nicht um Vertrauen, es geht um Inhalte, es dreht sich darum, die Interessen der deutschen Bürger zu vertreten und den offenen Dialog über die Entwicklung dieses Landes in den Umbrüchen unserer Zeit zu führen. Es existiert kein Verlust an Vertrauen.

Es ist der Verlust an Zukunft, den die Bürger sehen und der sie von der CDU wegtreibt. Für was auch immer Angela Merkel stehen mag, für Zukunft jedenfalls nicht.

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Kommentare ( 135 )

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Seitdem ich verfolgen musste wie Merkel nach der Wahl 2013 die ihr gereichte Deutschland-Fahne despektierlich und mit angewidertem Gesichtsausdruck der Art beiseite legte, dass sie niemand mehr in die Hand zu nehmen wage, viel es mir wie Schuppen von den Augen….. Diese Frau ist eine schwarz lackierte Linke, und als pseudo geläuterter Maulwurf sorgt sie nun an der Spitze eines kapitalistischen Staates stehend, für eine – nein – für unsere „resozialisierung“ nach imperialisten Art…! Und wenn sich jetzt jemand fragen sollte ob dieser Frau auch nur ein wenig Gutes abzuringen sei; die Antwort lautet: Ja! Diese Frau hat sich nämlich… Mehr

Vorschlag für einen Wahl-Slogan der Opposition:
„Würden Sie von dieser Frau einen Gebrauchtwagen kaufen?“

Was zeigt sich nach der Bayernwahl? Wie nach jeder Wahl der letzten Jahrzehnte zeigt sich sehr deutlich, dass der Wählerwille völlig uninteresssnt ist. Eine Partei, in diesem Fall die CSU, verliert Prozente in zweistelliger Höhe ABER sie hat einen vermeintlichen Wählerauftrag. Eine Partei, in diesem Fall die Grünen, haben einen Zuwachs und kommen fast auf 20 Prozent und dennoch nicht in Regierungsverantwortung. Die CSU in Bayern würde jede Koalition eingehen um an der Macht zu bleiben. Da kommen ihnen die freien Wähler gerade recht, auch wenn man diese als gemäßigte AFD bezeichnen könnte. Den freien Wählern wird es wie der… Mehr

„Das ist dreist.“
Dieser Migrationspakt ist nicht „dreist“, sondern kriminell!
Wie lautet nochmal der Amtseid eines jeden Kanzlers?

Es wird immer wieder ignoriert und verdrängt das diese Frau vom Wähler legitimiert wurde zu tun was sie tut.
Weit über 80% haben 2017 diese SED Schläferin bewusst oder indirekt auf den Posten gehievt, an den sie sich seit 13 Jahren krallt.

Die Mehrheit der Bevölkerung die nun mal zum aller größtem teil aus Untertanen besteht, wünscht es so oder nicht anders.
QED

32% haben die Union gewählt. Die Grünen kann man noch als Merkel-Fans bezeichnen. Dagegen müsste man die CSU bei den Merkel-Fans rausrechnen.
Die SPD musste der Bundespräsident zur Koalition mit Merkel drängen. Die FDP hat sich mit Grausen von Merkel abgewendet. Da kommt man auf keine 80%.
Die Sache war anders. Egal, was man wählte: Dass Merkel Kanzlerin wird, stand vor der Wahl fest, weil die Nummer 2 (SPD) sich inzwischen im Keller befand. Das war eigentlich überhaupt keine Wahl.

Diese Frau wird aus psychologischen Gründen niemals freiwillig zurücktreten – genau wie Kohl. Ich hasse diese Person einfach nur noch. Ich habe keine Lust meine 40 Lebensjahre ausschließlich von 3 Politfürsten dominiert zu werden! Haut ab!

Die Frau kreist sich derartig um sich selbst, dass sie nicht ansatzweise merkt, dass der blanke Hass der einheimischen Bevölkerung auf ihre Person ähnlich groß ist wie seinerzeit auf die Birne. Das Amt des Bunbdeskanzlers besteht nicht auf Lebenszeit. Da hättest du dich – rechtzeitig – verbeamten lassen müssen, Kohl’s Mädchen.

Kohl wurde gehasst? Da glaube ich nicht.
Man hat ihn nur mit Mühe zum Schluss noch ertragen, aber Hass, das dürfte dann doch eher die „Merkeldimension“ sein.

Ich befürchte, daß diejenigen, vor denen sie spricht, genauso verlogen udn realitätsfen sind wie sie selbst. Sie wollen einfach nicht wahrhaben, daß der Sprit alle ist. Gute Zeiten für HErsteller von Fallschirmen. Rette sich, wer kann!

Willkommen in Pannonia!

Da Merkel die Waehler ausschliesslich als Stimmvieh benoetigt, sind die ihr, wie das gesamte Volk, vollkommen egal. Fuer den Plan, den sie erfuellt, benoetigt sie das Volk und die Zuwandernden, die hier die Scharia-Herrschaft uebernehmen sollen, ausschliesslich als Verfuegungsmasse.