Antisemitische Reflexe sitzen in der extremen Partei tief – nicht nur in Berlin, aber dort besonders. Unter Juden in Deutschland wächst die Unsicherheit.
picture alliance/dpa | Jonas Walzberg
Die Abwehr-Rhetorik der Linkspartei und ihrer Unterstützer, wenn ihnen der gut dokumentierte Antisemitismus in ihren Reihen und Kontakte zu Hamas-Unterstützern vorgehalten wird, lautet: Es handele sich lediglich um Solidarität mit „Gaza“ – in Wirklichkeit also mit der Hamas und „Israelkritik“.
Mit Feindschaft gegen Juden allgemein habe man nichts zu tun. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Vor kurzem stellte die jüdische Publizistin Malca Goldstein-Wolf auf X die Frage, wo angesichts der Koalitionsanbahnung von SPD und Grünen mit der extremistischen Linkspartei in Berlin eine Äußerung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier bliebe, der sich sonst immer hoch besorgt über politische Radikalisierung äußert – jedenfalls dann, wenn er sie im rechten Spektrum verortet.
Darauf pöbelte der Vorsitzende der Linkspartei-Fraktion im Stadtrat von Trier Jörg Johann die Publizistin ebenfalls auf X mit primitivem Vokabular an und empfahl ihr, Deutschland zu verlassen: „Wander doch aus oder mach einen Bogen um Berlin.“
Hier empfiehlt also ein Linkspartei-Funktionär einer deutschen Jüdin, die kritisch auf die Entwicklung in der Hauptstadt hinweist, aus Deutschland zu verschwinden. Das hat nichts mit „Israelkritik“ zu tun – dafür aber mit glasklarem Antisemitismus.
Und es handelt sich nicht um einen Einzelfall. Auf einem Video von 2023 erklärt die Berliner Linkspartei-Aktivistin Hannah Bruns, sie werde sich nicht von der Hamas distanzieren, die ihrer Ansicht nach „gegen das israelische Kolonialregime“ kämpfe. Auf die Nachfrage, ob sie sich wenigstens vom 7. Oktober distanziere, also der Ermordung von über 1000 Zivilisten in Israel durch Hamas-Terroristen, antwortete sie: „Ich werde mich von gar nichts distanzieren.“
Wer die Ermordung von Juden gutheißt, nur weil es sich um Juden handelt, der beschränkt seine Denkweise nicht auf den Nahen Osten. Gegen Bruns läuft zwar ein Parteiausschlussverfahren. Bisher gibt es dafür allerdings noch nicht einmal eine Begründung der zuständigen Parteikommission. Der Linken gehört Bruns nach wie vor an. Es bleibt die offene Frage, was aus dem Verfahren wird, wenn die rot-rot-grüne Koalition erst einmal beschlossen ist.
Die „Werteinitiative deutsch-jüdische Positionen“ macht in einer aktuellen Stellungnahme deutlich, dass sich viele Juden in Berlin angesichts des kommenden Regierungsbündnisses noch unsicherer fühlen als bisher. „SPD und Grüne kennen die antisemitischen Entgleisungen, die Verharmlosungen und die ideologisch verfestigten Feindbilder in den Reihen der Berliner Linken“, so der Vorsitzende der „Werteinitiative“ Elio Adler: „Sie wissen um die Sorgen jüdischer Menschen. Und dennoch sind sie bereit, all das für die Aussicht auf politische Macht hinzunehmen. Das ist kein Pragmatismus, sondern ein erschütterndes Versagen politischer und moralischer Maßstäbe.“
Das formelhafte Bekenntnis der drei Parteien zum Schutz der Juden in der Stadt hält Adler für politisch wertlos: „Jüdische Menschen brauchen keine weiteren Solidaritätsbekundungen von Parteien, die im entscheidenden Moment ihre eigenen Maßstäbe preisgeben. Sie brauchen politische Verlässlichkeit, die auch dann Bestand hat, wenn sie Macht kostet. SPD und Grüne haben jüdisches Vertrauen für eine Machtoption aufs Spiel gesetzt. Dafür tragen sie die volle politische und moralische Verantwortung.“


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Die Generation Merkel, Steinmeier, und Schuster hat sich konsequent für offene Grenzen ausgesprochen. Schuster schwadronierte 2015: Deutschland wäre „das letzte Land, dass es sich leisten kann, Flüchtlinge und Verfolgte abzulehnen. Es habe so viel Unheil über die Welt gebracht und stehe bei so vielen Ländern tief in der Schuld.“ „Deutschland darf keine Flüchtlinge ablehnen“ – WELT Deutschland stand in keinem Land, aus dem die islamische Invasion über Europa hereinbrach, in der Schuld. Deutschland stand in der Schuld der europäischen Nachbarn, die Merkel mit ihrer Islam-Invasion vernichten wollte. Das Gegenteil trifft zu, Hitler fand Verbündete unter den Mohammedanern. https://www.nzz.ch/feuilleton/die-nazis-fanden-ihr-heil-in-nahost-ld.1839569 Die Generation… Mehr
Wir haben eine Regierung , die nichts vom Regierungsamt versteht und falsen Freunden folgt und Ratschlägen folgt . Warum sollte der Zentralrat der Juden in Deutschland wissen , wer Freund oder Feind ist .
Was interessieren mich Juden und deren Probleme?
Interessieren die sich etwa für meine Probleme? Was soll diese dauernde peinliche Anbiederei. Wir sind Deutsche. Wer permanent sein Judentum in den Vordergrund stellen muss, kann ja wirklich nach Israel auswandern, offenbar fühlt er sich ja tatsächlich nicht als Deutscher. In Israel setzt sich schließlich auch niemand für die Probleme ein, die ich hier als Deutscher habe. Mich interessieren diese Leute inklusive der Konflikte und Probleme, die sie mit ihrem völkermordenden Wüstenstaat angezettelt haben, einen Dreck, und ich will darüber auch nichts lesen.
Wenn jetzt noch der Zentralrat der Juden in D von einer Koalition von Linken, SPD und Grünen abrät, …
Diese Frau Bruhns,ist Sie etwa eine deutsche Konvertitin? Wenn ja,überrascht ihre Sichtweise nicht sonderlich, die Konvertiten sind meist die 200%igen
Bei SPD und Grünen weht letztlich der selbe Geist wie bei der Linken. Sie tragen es nur nicht so öffentlich zur Schau.
Beide Parteien haben eifrig die Polarisierung mit betrieben und laufen nun den Wählern hinterher die sie radikalisierten.
Die anderen, die bürgerlichen Biedermänner, wurden von den ÖR eingelullt. die haben irgendwas von nem „Rücktritt“ gehört, und das reicht denen zur Reinwaschung der Linken. Näheres wollen die nicht wissen, und die ÖR wollen die Leute auch nicht mit zu vielen Informationen verunsichern.
Herr Johann, SIE und Ihre Gesinnungsgenossen waren die Wegbereiter, die den Juden im 3. Reich den berühmten Judenstern verpassten. Wann kommt der wieder? Und was bekämen die AFDler samt deren Unterstützer? Einen Blau unterlegten Stern?
Nein, nein, nein TE, da gehe ich nicht mit.
TE, hört auf den Zentralrat der Juden in Deutschland, auf dessen ehemalige Vorgesetzte Knobloch und auf die Koksnase, deren Namen mir gerade entfallen ist.
Gefahr und Angriffe auf Juden kommen nur von rechts, was auch immer das bedeuten soll.
Die AfD hat seit jeher den Juden die Hand gereicht. Die aber verlassen sich immer noch auf die, die sie verraten haben und dem Islam vor die Füße werfen.
Warum?
Die berechtigte Frage sollten die sich unsicher fühlenden Juden ihrem Zentralrat stellen. Der ist nämlich der Ansicht, daß nach wie vor die AFD der Hauptgegner sei. Nicht die Linke!
Jüdische Befindlichkeiten sind aktuell das geringste Problem.
Der Zentralrat ist nachwievor auf Regierungslinie und für unkontrollierte Einwanderung von Muselmanen. Vielleicht sollten sich deutsche Juden zuerst dorthin wenden.
der ZDJ bekommt zwar Steuergeld zum Wohlverhalten,aber ich denke,er spricht nicht für viele deutsche Juden,die in der AFD zb sind anderer Meinung