Der Kanzler zeigt sich uneinsichtig. Die Wähler sind am Wahldebakel schuld, weil sie sich von angeblichen Rechtsextremisten umgarnen lassen – nicht seine Politik, die die CDU unter die Fünf-Prozent-Hürde führt. So geht die Kanzlerschaft bald zugrunde, und die CDU geht mit, analysiert Frank Lübberding im Gespräch mit Tichys Einblick.
Der Kanzler, der „Nörgler“ und andere unzufriedene Bürger „wegtreten“ lassen wollte, beklagt sich nun über den „rauen und unversöhnlichen“ Ton im Land. Das kann man machen – aber dann muss sich ein Kanzler auch nicht wundern, dass seine Partei in Mecklenburg-Vorpommern abgestraft wird.
Erstmalig fällt die CDU bei einer Wahl unter die Fünf-Prozent-Hürde. Und auch in Berlin ist das Ergebnis eine Zäsur. Dass die Linke die Kontrolle in der Hauptstadt übernehmen kann und die AfD ihr Ergebnis massiv ausbaut, zeigt, dass die CDU nicht einmal mehr als Anti-Linke-Sammelbecken taugt.
Es ist die Endphase des Kanzlers – und der CDU, wenn nicht eine sofortige Neuausrichtung folgt, so Frank Lübberding im Gespräch mit Roland Tichy und Maximilian Tichy. Und für eine inhaltliche Neuausrichtung fehlt ihm die Kraft.



Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein