DIHK warnt: Klimaziel erzwingt dramatischen Schrumpfungsprozess

Der DIHK warnt vor dramatischem Wohlstandsverlust, sollte das rigorose CO2-Neutralitätsziel unverändert verfolgt werden. Die Warnung kommt zu spät – und sie ist bereits im überdrehten medialen Klimaäther der Bundesrepublik verhallt.

IMAGO / Anadolu Agency

Im Rückblick werden kommende Generationen Deutscher – oder länger hier Lebender, wie Bärbel Bas wohl sagen würde – auf das Energieeffizienzgesetz blicken wie ein Strenggläubiger auf den Sünder, fassungslos ob der Unwahrscheinlichkeit einer solchen Existenz. Dieses bereits vor drei Jahren beschlossene ideologische Machwerk zwingt das Land zu einer Reduktion seines Endenergieverbrauchs auf 1.867 Terawattstunden im Jahr. Dies gilt ab dem Jahre 2030.

Was sich das Brandmauerkartell der Klimafanatiker seinerzeit einfallen ließ, impliziert eine Reduktion des Energieverbrauchs um 26,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2008, also dem Jahr, in dem die große Schuldenkrise begann. An dieser Stelle sei ein kleiner Hinweis an die ökonomischen Analphabeten Berlins gestattet: Wohlstand und Wachstum, zivilisatorische Entwicklungen generell, sind abstrakt gesprochen die Folgen zunehmender Energienutzung. Aus diesem Grunde bedeutet eine erzwungene Verbrauchsreduktion im Umkehrschluss auch ökonomischen Verfall. Im Falle der EU und Deutschlands zwingen ideologische Verblendung und intellektuelle Verwahrlosung der politischen Eliten zur Dekadenz und zunehmenden Desintegration der Gesellschaft.

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Eine Modellrechnung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bestätigte, was wir alle längst wissen: Union, SPD, Grüne, Linke und FDP verfolgen gemeinsam eine unnachgiebige Strategie des Degrowth, der systematischen Verarmung der deutschen Bevölkerung. Zunächst einmal sollte lobende Erwähnung finden, dass es der DIHK als einer der wenigen staatlichen Wirtschaftsverbände überhaupt wagt, die heilige Kuh der EU-Politik – den Green Deal – anzutasten und kritisch zu durchleuchten. Das Energieeffizienzgesetz, eine der zahlreicheren Verästelungen dieses Green Deals, das zunächst wie eine technokratische Zielmarke wirkt, beinhaltet in Wahrheit massive ökonomische Zerstörungskraft, wie der Verband in seiner Analyse in aller Dringlichkeit betont.

In seiner Modellrechnung kommt der DIHK zu dem Schluss, dass das Verbrauchsreduktionsziel unter den derzeit gegebenen Effizienzfortschritten der Ökonomie nur um den Preis eines massiven ökonomischen Rückgangs zu erreichen wäre. Die Autoren der Studie werden präzise: Entwickelt sich die Energieeffizienz in Deutschland im historischen Durchschnitt von jährlich 1,7 Prozent und wird das Verbrauchsziel nicht doch noch entschärft, müsste das deutsche Bruttoinlandsprodukt bis 2030 gegenüber dem Vergleichsjahr 2024 um etwa 9 Prozent schrumpfen, um auf diese Weise den Energieverbrauch zurückzufahren.

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Was der DIHK in seiner Modellrechnung ermittelt, klingt zunächst nach simpler Ökonometrie, beschreibt allerdings das ungeheure Ausmaß der ideologisch-intellektuellen Verwahrlosung, die in der Politik vorherrscht. Unter diesem nüchternen Zahlenspiel verbirgt sich nämlich in der Konsequenz massenhaftes soziales Elend. Folgt man der Logik des Effizienzgesetzes, müssten in der Folge Millionen deutscher Familien in dramatische Armut fallen. Einkommen, Zinserträge oder die ersparte Substanz wie das Eigenheim und Aktienportfolio – der Raubzug durch das Ersparte der Mittelschicht wäre grenzenlos. Ließe sich denn dieses Szenario noch vermeiden? Vermutlich nicht, denn allein die Rhetorik, die sich aus dem Energieeffizienzgesetz ableitet, trägt einen verheerenden sozialistischen Grundton.

Sie atmet den fatalen Geist von Zentralplanung, was im Grunde genommen bereits die Absicht zur Bewirtschaftung der Bevölkerung impliziert. Energie und Konsumgüter werden, kommt es einmal zu tatsächlichen Verknappungen, durch Zentralplanstellen des Staates zugewiesen – ein wenig DDR schimmert immer mit auf, wenn von den energiepolitischen Planspielen Brüssels und Berlins die Rede ist. Dies wäre der Gipfel der Macht, die allerdings schneller zerbröselt als die Klimatheorie in den verwirrten Köpfen der Vordenker des Weltklimarates dieser Tage.

Ohne Not und mit maximaler ideologischer Wucht provoziert die politische und wirtschaftliche Elite des Landes einen massiven Verteilungskampf.

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Die vorhandenen antizipativen Kräfte der Gesellschaft reichen allerdings noch immer nicht hin, ein sozioökonomisches Szenario zu zeichnen, das sich aus dem Angriff der Green-Deal-Logik gegen unsere Energiesysteme ergibt und an dessen Ende mit immer höherer Wahrscheinlichkeit Versorgungsengpässe in sämtlichen Bereichen des Wirtschaftslebens warten. Auf ihrer Großdemonstration am Freitag in Berlin offenbarte die Gewerkschaft IG Metall die weit verbreitete kognitive Dissonanz: Zwar begehren Gewerkschafter und Unternehmervertreter gegen die hohen, wettbewerbszerstörenden Energiekosten auf, doch ihre Schlussfolgerung bleibt kurzsichtig: mehr Staatshilfen, Subventionen, Preisgarantien und günstige Kredite. Das System befindet sich längst in einer Interventionsspirale, aus der es selbst im Falle einer politischen Kurskorrektur kaum noch herausfindet.

Über 350.000 deutsche Unternehmen beziehen inzwischen direkte staatliche Unterstützung. Jeder zehnte Betrieb ist damit unmittelbar in die grüne Umverteilungsmaschine integriert und zieht entlang seiner Lieferketten unzählige weitere Unternehmen in die Abhängigkeit des Subventionssystems.

Der Ausweg aus dieser Falle ist so offensichtlich, dass ihn nur ein blinder Ideologe übersehen kann: Es braucht in der Tat einen großen Reset.

Sämtliche Gesetzgebung im Rahmen des Green Deal, die in den vergangenen Jahren zu einem Hindernis für Wachstum und Wohlstand geworden ist, muss mit der Kettensäge beseitigt werden. Sie muss aus Gesellschaft und Wirtschaft ebenso herausgeschnitten werden wie die auf verheerende Weise anerzogene Mentalität permanenter Subventionsabhängigkeit.

Dies ist der einzige Weg, der aus dieser Misere herausführen kann.

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Kommentare ( 14 )

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Weiwei
1 Stunde her

Und obwohl das jedem Vernunftbegabten seit Jahren schon klar ist, haben bis auf ca 25 % aller Wähler in BaWü rot, dunkelrot, grün oder die mittlerweile unsägliche CDU gewählt.
Damit steht fest, dass ca 75% des Wahlvolks in BaWü struntzdumm ist und den Knall noch immer nicht gehört.
hat oder eine kranke Lust am eigenen Untergang hat.

Sicher sind einige Gestalten bei der AfD ziemlich eklig, aber was Wirtschaft angeht, erzählt jedenfalls Alice Weidel das Richtige.

Ob die es umsetzen könnten, steht auf einem anderen Blatt, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Raul Gutmann
1 Stunde her

Da stehen sie. Auf der Bühne in edlem Zwirn.
Jene, denen auch diejenigen jeden Monat anteilig einen Betrag auf ihr Privatkonto überweisen, die viele arbeitende Menschen sich jedes Halbjahr erträumen.
Das wäre akzeptabel, wenn sie nach ihrem Diensteid danach trachen würden, das Wohl des deutschen Volkes zu mehren.
Statt dessen streben sie nach ihren Handlungen danach, das deutsche Volk zu vernichten.

thinkSelf
1 Stunde her

„Dies ist der einzige Weg, der aus dieser Misere herausführen kann.“
Eine Misere ist ein unerwünschter Zustand. Da die überwältigende Mehrheit aber unbedingt und möglichst schnell in den feudaltotalitären Elendsstaat will besteht die einzige Misere darin das wir da immer noch nicht angekommen sind.

Bernd Bueter
1 Stunde her

….also ein Klima-Idiotie-Rettungs-Wenck wird es nicht geben..
..die NDM (Neue Deutsche Mark) ist längst kreiert und Druckbereit…
…Eurobestände möglichst klein halten..

Kraichgau
1 Stunde her

die EU wurde nicht ohne Grund von sozialistisch-kommunistischen Vordenkern propagiert,wie der italienische Kommunist,nach dem heute ein Gebäude in Brüssel benannt ist.
Die ganze Handlungsweise des „ZK“,genannt EU-Kommission mitsamt seiner „Kommissare(mal nachschauen,wo dieser Begriff herkommt!) erinnert an sowjetische Zentralleitungsirrsinn.
Wird Zeit für einen Dexit,denn Handel gibt es auch mit Grenzen von Nationalstaaten,vor 1989 haben wir auch Handel mit unseren Nachbarn getrieben
Wir brauchen die Deutschland-AG wieder,die linke Ideologen zerschlagen wollten

Last edited 1 Stunde her by Kraichgau
Marie
1 Stunde her

Pat & Patachon da stehen sie um unser Land zu vernichten.
Der Feind kommt von innen…?!

Radebeul
1 Stunde her

Im Rahmen der Transformation liegt unsere Zukunft im Bereich von Nagelstudios, Wettbüros und Barbershops. 🤡

Mankovsky
1 Stunde her

Dummheit, ja, auch, aber mal Klartext: Da sind Verbrecher und Verbrecherinnen am Werk.

Bernd Bueter
1 Stunde her
Antworten an  Mankovsky

Politisch Organisierte Altpartei-Banden-Kriminalität

Helfen.heilen.80
2 Stunden her

Entsinnen wir uns des roten Gejammers, es sei eine Form von „Wirtschaftsimperialismus“, dass Deutschland seit Jahrzehnten einen Handelsbilanzüberschuss ausweist. Denn: dies führe dazu, dass andere Länder einen Handelsbilanzdefizit zu verzeichnen hätten. (HB-Überschuss: man exportiert mehr Waren, Dienstleistungen, als man importiert // HB-Defizit: man importiert mehr als man ausführt). Das zwinge die Wirtschaft anderer Länder in die Knie oder lasse sie nicht aufwachsen. Dass ein HB-Überschuss eine Auskunft über die Tüchtigkeit, den Erfindergeist und die Generationen-übergreifende Arbeitsethik geben kann, ist diesem Milieu fremd. Man glänzt in der „moralische Pose“ (wo der Gratismut wächst) in dem man stets die Partei für die… Mehr

Last edited 1 Stunde her by Helfen.heilen.80
thinkSelf
1 Stunde her
Antworten an  Helfen.heilen.80

Ein dauerhafter Handelsüberschuss ist kein Ausweis von Tüchtigkeit, sondern maximaler Verblödung. Das bedeutet nämlich das man seine Güter und Dienstleistungen verschenkt. Verschenken war nämlich schon immer ein bekloppter Tick der Deutschen und ist nicht erst mit den woke-grün-roten Khmer entstanden. Die haben nur die Form verändert.

Helfen.heilen.80
36 Minuten her
Antworten an  thinkSelf

Wer soweit oben in der ökonomischen Nahrungskette sitzt wie die Spitzen unserer Wirtschaftskonzerne, zeichnet sich i.d.R. nicht durch, wie Sie schreiben „maximale Verblödung“ aus. Die Gegenwerte, die man für diesen Handelsbilanzüberschuss erhält, sind typischerweise von einer Natur, die sich nicht in T-Konten verbuchen lässt. Bsp. EU-Erweiterung: die Großkonzerne der größerenLänder waren längere Zeit damit beschäftigt eine Markbereinigung durchzuführen: man schaffte sich durch Aufkäufe potentielle Konkurrenz vom Hals. Kennt man ja von der Treuhand. Die Automarken aller kleiner Länder wurden geschluckt. So kommen auch Handelsbeziehungen, Kooperationsabkommen u.v.m. zustande. Wessen Bevölkerung keine Ahnung von Tüchtigkeit hat, dem steht derartige Wirtschaftsexpansion/ -dominanz freilich… Mehr

Haba Orwell
2 Stunden her

> Der DIHK warnt vor dramatischem Wohlstandsverlust, sollte das rigorose CO2-Neutralitätsziel unverändert verfolgt werden.

Etwas spät. Der Murks wird aber weiter nicht verworfen?