Arbeitszeitbetrug im Kanzleramt: Feuert Friedrich Merz

Friedrich Merz erkennt die Probleme des Landes: teure Energie, eine erneut aufziehende Flüchtlingskrise, wirtschaftlichen Zusammenbruch. Doch er handelt nicht. Im Gegenteil, er arbeitet daran, seinen eigenen Handlungsspielraum einzuengen, indem er Cem Özdemir zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg ausruft, statt den eigenen Mann zu stärken.

 

Friedrich Merz ist ein Arbeitszeitbetrüger, findet Roland Tichy. Schon mehr als ein Jahr lang im Amt, geht er die Reformen, die er versprochen hat, einfach nicht an. Und wie geht man mit einem Angestellten um, der die Arbeit verweigert? Man feuert ihn. Das gilt für Kanzler wie für Kassiererinnen oder Handwerker.

Seinen Amtseid, „Schaden vom deutschen Volke abzuwenden“, hat Merz längst vergessen. Nun schadet er sogar aktiv der eigenen Partei, indem er den Grünen-Politiker Cem Özdemir in seiner Ambition verstärkt, Ministerpräsident Baden-Württembergs zu werden. Den eigenen CDU-Kandidaten, Manuel Hagel, lässt der Kanzler links liegen.

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Kommentare ( 41 )

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Richy
1 Monat her

Ich habe immer gedacht, schlechter als mit Merkel geht es nicht, aber Merz beweist es doch. Das einzige Gute, was Merkel in ihren Amtszeiten geschafft hat, diesen unfähigsten BK zu schassen!

Peter Pascht
1 Monat her

Das hat historische Traditon.
Um mal mit dem „Rechtsradikal“. Mythos der heutigen Linsradikalen aufzuräumen:

„Ich habe mich 10 Jahre lang bemüht den Sozialismus in Deutschland aufzubauen“ – 1929

Rede vom 1. Mai 1927 im Berliner Clou oder Lustgarten, da betonte er:

„Wir sind Sozialisten, wir sind Feinde der heutigen kapitalistischen Wirtschaftsordnung für die Ausbeutung der wirtschaftlich Schwachen […] wir sind entschlossen, dieses System unter allen Umständen zu vernichten.

Quelle: Reden, Schriften, Anordnungen (1925–1933):
Quellenedition des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ). Die Rede vom 1. Mai 1927 in Berlin ist in Band II, Teil 1 (Juli 1926 – Juli 1927) dokumentiert.

Last edited 1 Monat her by Peter Pascht
Schwermetaller
1 Monat her

Warum sollte Merz gefeuert werden? Eine Mehrheit will nach wie vor genau diese Politik. Im Übrigen kann man einen Feudalherren nicht „entlassen“. Er tritt zurück oder wird zurückgetreten. Und letzteres geht nur mit ganz doll hässlichen Bildern, welche hierzulande völlig undenkbar sind.

Micky Maus
1 Monat her
Antworten an  Schwermetaller

Warum sollte Merz gefeuert werden? Weil er mit seiner Wahllüge die Bevölkerung auf das Schwerste belogen hat, was schon als Verbrechen gegen das eigene Volk zählt und auch jetzt weiter die Menschen mit hohlem Gelaber versucht zu verblöden.

Juergen P. Schneider
1 Monat her

In dem CDU-Versager in Baden-Württemberg erkennt Merz sich selbst. Seine Unterstützung für Özdemir entspringt ganz offenkundig seinem Selbsthass. Seine eigene Partei hat ohnehin jede Selbstachtung verloren und gefällt sich in der Rolle des Unterstützers linker Deutschlandzerstörer.

Ben Clirsek
1 Monat her

„Statt den eigenen Mann zu stärken“. Was will er diesen Mann noch stärken? Herr Hagel ist in der Kategorie der Wüsts und Günthers einzustufen, abzüglich politischer Durchsetzungsfähigkeit. Ein Merkelianer durch und durch, mit „bester Schwiegersohn“ Attitüde. Was würde die Unterstützung bringen? Das die CDU ihre zerstörerische Politik mit einem „gestärkten“ Mann zusammen mit den Grünen fortsetzt? Mir scheint, Herr Tichy, dass Sie nicht von der völlig irrigen Vorstellung loskommen, dass die CDU wieder den Pfad der Vernunft einschlägt. Alles spricht dagegen. Die politische Ausrichtung, die intellektuellen Fähigkeiten des Personals und die berühmten Autoschlüssel des Herrn Merz, die aber bestens den… Mehr

Last edited 1 Monat her by Ben Clirsek
Biskaborn
1 Monat her

Nun, so könntet er nicht agieren gebe es nicht diese CDU Mitglieder und den CDU Wähler!

Oblongfitzoblong
1 Monat her

Frau v.d.Leyen hat wenigstens den Kapitalfehler der Abschaltung zugegeben. Der Ausstieg aus der Kernkraft sei ein strategischer Fehler gewesen. Hat nur dreistellige Milliardenkosten verursacht, Sorry. Nun will man in die neue Kernkrafttechnologie einsteigen. Immerhin eine Konsequenz! Unser Kanzler hat prinzipiell dieselbe Ausicht vertrete, will aber ein Weiterso, da der Ausstiegsbeschluss irreversibel sei. Der Kanzler bestätigt doch damit, dass der Absturz Deutschlands politisch gewollt ist. Reformen und Veränderungen sind nicht geplant.

Erfurter
1 Monat her

Ich sehe nicht das Merz im deutschen Interesse handelt.

Waehler 21
1 Monat her

Das beste ist die Sprache die von vorgeblichen Demokraten gesprochen wird.
„ wir wissen, wer unsere Feinde sind“ ! Dieses Zitat stammt von Manfred Weber.

Ich habe schon von Gegnern innerhalb einer Demokratie gehört, aber nicht von Feinden.
Feinde sind Leute, die die Demokratie abschaffen wollen, korrupt bis zum abwinken sind und den Wechsel, den eine Demokratie verlangt, mit allen Mitteln verhindern wollen.
Also, Herr Weber! Wer ist hier der Feind!?

Adorfer
1 Monat her

Merz, wer ist Merz? Ein zufällig daher gekommener Emporkömmling. Alles über und gegen ihn, man kann da fast nichts falsches sagen. Doch es gibt ja noch mehr, vom selben Kaliber: z. B. Söder. Es gab mal einen Drehofer in Bayern, sein idealer Nachfolger ist der Söder. Allen gemeinsam: in der Union zu Hause. Es gibt bei diesem Haufen, nichts aber wirklich nichts mehr, mit dem man „Staat“ machen könnte.