Indien, das ewige neue China | Tichys Börsenwecker am 29. Januar 2026

Ab sofort jeden Tag ab 6 Uhr morgens: Tichys Börsenwecker. Heute beleuchtet Philipp Mattheis den indischen Aktienmarkt. Denn die Nation wird schon lange als „das nächste China“ gehandelt – und konnte diese Versprechen doch nicht einhalten. Ändert sich dies nun?

 

Ursula von der Leyen spricht von der „Mutter aller Handelsabkommen“, die Tagesschau frohlockt, es sei „Botschaft an die Trumps, Xis und Putins der Welt“. Der Börsenwecker ist da etwas demütiger und geht der Frage nach: Könnte der indische Aktienmarkt nach Jahren der Stagnation dieses Jahr endlich mal von der Stelle kommen? Indien gilt zwar als das nächste China – doch das schon seit Jahrzehnten. Mit dem Boom der chinesischen Industrie kann Indien nicht mithalten.


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Aktien, Rohstoffe, Gold, Crypto – alles, was die Kurse und Anleger in Deutschland und Frankfurt bewegen wird – darüber berichtet mit 6 Stunden Vorsprung Philipp Mattheis aus Bangkok.

„Bangkok ist der ideale Standort, um sowohl die schnell wachsenden Märkte Asiens wie auch die Wall Street in New York im Blick zu haben“, so Mattheis. „Und ich muss nicht mal früher aufstehen wie Weckerkollege Holger Douglas: Die Zeitzone macht den Unterschied,“ lacht Mattheis. Der renommierte Journalist und Buchautor berichtete viele Jahre über die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen in Asien, nicht nur für die Wirtschaftswoche, sondern auch für den stern und das Wirtschaftsmagazin Capital.

Mattheis ist Mitglied des Weltreporter-Netzwerks. Ab sofort arbeitet er für das Online-Portal und die Printausgabe von Tichys Einblick. Börsentäglich informiert er im Wirtschafts-Podcast „Tichys Börsenwecker“ über die aktuellen Entwicklungen an den wichtigsten Börsen Asiens und leitet aus den Kursen der Wall Street die Vorschau für Deutschland ab. Tichys Börsenwecker verschafft Einblicke in die wichtigsten Anlageklassen Aktien, Anleihen, Gold und Bitcoin

Mattheis und der Wirtschaftsjournalist Roland Tichy kennen sich gut. Tichy, damals Chefredakteur der WirtschaftsWoche schickte Mattheis 2012 nach Shanghai, wo er bis 2015 als Asien-Korrespondent arbeitete. Anschließend wechselte Mattheis für drei Jahre als Nahost-Korrespondent nach Istanbul. Von 2019 bis 2021 Jahre folgten drei Jahre als Asien-Korrespondent für stern und Capital. 2024 kehrte Mattheis nach Deutschland zurück und arbeitete erneut für die Wirtschaftswoche als Korrespondent in München.

„Der Asien-Korrespondent Philipp Mattheis kehrt zu seinen Wurzeln zurück“, freut sich Roland Tichy, Herausgeber von Tichys Einblick, über die erneute Zusammenarbeit. „Es gibt nur wenige, die die politischen Zusammenhänge und wirtschaftlichen Entwicklungen Chinas und Asiens so gut kennen“, so Tichy. Mattheis’ Buch „Die dreckige Seidenstraße“ war ein Wirtschaftsbuch-Bestseller.

Tichys Börsenwecker ergänzt den erfolgreichen Morgenwecker, der Nachrichten und Kommentare zum Tagesbeginn liefert. Mit rund 200.000 Hörern am Tag ist er einer der erfolgreichsten täglichen News-Podcasts. „Diesen Erfolg wollen wir jetzt auf das Themenfeld Wirtschaft übertragen“, erläutert Roland Tichy. „Das ist heute umso wichtiger, weil der Niedergang der deutschen Wirtschaft mit dem Aufstieg der asiatischen Länder einhergeht. Mattheis wird aktuelle News und Hintergründe aus Asien noch vor Börsenöffnung in Europa liefern.“


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Kommentare ( 4 )

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Boris G
18 Tage her

Der Weltbank-Ökonom Ashoka Modi hat eine umfangreiche Monographie zur Wirtschaftsgeschichte Indiens vorgelegt, ziseliert haarklein, warum Indien mit seiner südostasiatischen Bevölkerung den Nordostasiaten niemals nacheifern konnte und deren sozioökonomisches Funktionieren nie erreichen wird. Indien hat eine hauchdünne intellektuelle Elite, deren Ingenieure tatsächlich Atombomben und Raketen bauen können, Schachweltmeister stellen, einige IT-Anbieter und Pharmahersteller wettbewerbsfähig betreiben. Aber darunter sieht es traurig aus mit weiterhin 50% Landarbeitern unter den Beschäftigten und einer immensen teils verdeckten Arbeitslosigkeit. Es existieren empirische Studien, die den Durchschnitts-IQ der Bevölkerung unter 90 Punkten schätzen. Dazu gesellen sich Korruption, enorme ethnisch-religiöse Spannungen und ein schwelender Bürgerkrieg. Nein, Indien wird… Mehr

Klaus D
18 Tage her

„das nächste China“….aber zu 100% wird Indien das erstmal werden. Die löhne, arbeits,- und umweltbedingungen** sind so niedrig das nicht mal China da heute noch mithalten kann. Dazu ist Indien extrem korrupt was gerade den unternehmen (lobbyisten) zu gute kommt. Was Indien aber auch hat und wichtig ist ist eine gut gebildete mittelschicht und die ist immer nötig um erfolg zu haben – als land. Wir sehen ja was bei uns passiert wenn diese mittelschicht nach unten wegbricht siehe fachkräftemangel, zu wenig ärzte usw. Um da mithalten zu können müssten wir entsprechnd handeln wie umweltschutz massiv abbauen, löhne stark senken,… Mehr

Markus Gerle
19 Tage her

Vielen Dank für die Info zum Datum für den geplanten IPO von Space X. Ist notiert. Aber wäre es nicht sinnvoll, das Thema vorzuziehen? Der vanEck Space ETF hat gerade eine kleine Korrektur hinter sich und steigt nun wieder ordentlich. Das Thema läuft ähnlich gut wie das gestern angesprochene Thema Uran und Nukleartechnik. Nun habe ich gerade mal in mein Büchlein geschaut und festgestellt, dass seit meinem Einstieg Ende Juli schon über 70% erreicht sind. Und die Anzeichen eines überkauften Marktes sehe ich da noch nicht. Und nach der gerade vollzogenen Korrektur hat man auch wieder eine schöne Marke für… Mehr

Nibelung
19 Tage her

Milliarden Köpfe denken mehr, als zwangsläufiges Ergebnis menschlicher Entwicklung und darunter geraten wir in Schräglage und verlieren unseren alten Status und das wiederrum ist eine bittere Erkenntnis, war aber schon vor vierzig Jahren vorher zu sehen und ist keine Überraschung. In dieser Hinsicht gibt es nur zwei Möglichkeiten, sich mit den gegebenen Verhältnissen zu arrangieren oder drauf zu hauen, was die Amis mit China vorhaben und beides birgt Gefahren in sich und wir selbst haben dabei auch Kardinalsfehler gemacht, indem man das eigene Know How preisgegeben hat, was die anderen als Sprungbrett für die eigene Entwicklung betrachtet haben und diese… Mehr