Über „Kopfstände“ des Krankenhaus-Personals und „Basar-Atmosphäre“ in Kliniken

Politik und Verwaltung lassen die Mitarbeiter in Krankenhäusern und Kliniken allein mit ihren Problemen und der Angst, als Rassisten abgestempelt zu werden, wenn sie den Mund aufmachen.

Getty Images

Eine Krankenschwester macht sich Luft, sie will sich mitteilen. Nein, diesmal geht es in erster Linie nicht um Druck, Stress und Überlastung, wie stets vorm Wahlkampf, sondern um einen bestimmten Kreis von Patienten und Kranken, die den Stress noch um ein Vielfaches verstärken. Bisher eher ein Tabu, so die 40-jährige Krankenschwester Melanie aus der Nähe von Klagenfurt, die im richtigen Leben anders heißt.

Die Rassismusdebatte, viele meinen auch „Nazikeule“, jedoch weit vor „Chemnitz“, verhindere, dass Ärzte wie Stationsschwestern Regeln und Pflichten durchsetzen können. Oft könne die „Hausordnung“ nur mit dem Einsatz von Security oder Polizisten wieder hergestellt werden, pflichtet die deutsche Stationsschwester in der „Inneren“ ihrer österreichischen Kollegin bei. Margit, 55, in einem größeren Klinikum aus dem Speckgürtel Stuttgarts tätig, meint nur: „Natürlich bemerken wir im Klinikum die Auswirkungen der Zuwanderung.“

Dass die genannten Personen im Text (leider) anonym bleiben möchten, versteht sich nach den Spannungen der vergangenen Tage.

In der Tat ist es leichter damit zu „punkten“, Rassisten gestellt zu haben, wie der Chefarzt aus Brandenburg, über den die Kollegen eines Hamburger Magazins online in einem Interview berichteten. Der Chefarzt Hans K., hatte den rassistischen Eltern eines Kindes zu Recht „eine Ansage“ gemacht. Die Eltern verbaten sich, dass ihr Kind zusammen mit einem ausländischen aufs Krankenzimmer käme. Wer würde da nicht genauso handeln und ein deutliches Wort sprechen? Und, müsste man solchen Eltern (in Zukunft) nicht einen Erziehungsbeistand zukommen lassen?

Gültigkeit Hippokratischer Eid
Ärzte und andere medizinisch Tätige zunehmend Opfer von Gewalt
Jedenfalls, und wir kritisieren Kollegen selten, hätte es vielleicht Sinn gemacht, ein Auge auf Kliniken zu werfen, ob solche Fälle von unterschwelligem oder subtilen Rassismus öfter vorkommen – oder vielleicht von ganz anderen Tatsachen, in denen der Klinikablauf sowie Patienten gleichermaßen gestört würden. Dort, wo eine Genesung durch Ruhe und Reha gewährleistet sein müsste. Oder wo auch zunehmend ein Rassismus von türkisch und arabischsprechenden Personen gegenüber Westeuropäern an die Tagesordnung getreten ist, auch unseren Alltag prägt, ohne dass es die Bürger so bezeichnen?

Stattdessen, so die deutsche Stationsschwester Margit, herrsche oft eine Atmosphäre, „wie auf dem Basar“. Melanie aus Österreich, die auch schon fast 20 Jahre im Beruf ist, den sie „auch liebt“, wie sie beteuert, kann Margits Erlebnisse teilen. Ob in Deutschland oder in der Nähe von Klagenfurt, Österreich: „Die türkischsprachigen Besucher, aber vor allem arabischsprechende Syrer oder Iraker, kommen und gehen wie sie wollen…“. Hinweise auf Besuchszeiten würden von den Männern, die meist in einer Sechsergruppe oder „gleich zu Zehnt“ auftreten, „einfach ignoriert“, sagen beide Krankenschwestern.

Ruhezeiten? Oder Ruhe überhaupt? Für die Patienten in den benachbarten Betten schwerlich einzufordern. Richtig patzig, auf „halbdeutsch, türkisch oder arabisch“ fluchend, würden Patienten aber auch das Klinikpersonal schon mal eingeschüchtert. Die jüngeren Pflegerinnen und Pfleger knicken dabei immer öfter ein.

Akute Ignoranz
Politisch gewollte Staatsverwahrlosung
Und zwar wegen einer Mischung aus Angst vor Gewaltandrohung von männlichen Besuchern aus islamisch geprägten Kulturkreisen einerseits, sowie vor der „Rassismus-Keule“ andererseits, denn diese würde definitiv für eine schlechte PR der Klinik sorgen. Welcher Krankenhausdirektor oder welches Gesundheitsamt möchte das schon? Doch wie ist es um die Institutionen eigentlich bestellt, die für die Schwächsten und Kranken Sorge tragen müssen, wenn diese nicht geschützt werden können?

Beide Krankenschwestern sagen, dass Beleidigungen, besonders an Wochenenden, spätnachts, wenn Discobesuche ausarten, Unfälle auf den Straßen Usus sind. Dieser Zustand sei fast schon Normalität in der Unfallambulanz: „Fuck you…“, und andere Schimpfwörter wie „Schlampe…“, überhören die gestandenen Frauen, und bitten dennoch, wenn ein Maß erreicht wurde, schon mal um „mehr Respekt“.

Auch das Vordrängeln an wartenden Patienten in der Ambulanz oder in Praxen. „Wir zuerst“, so treten etliche syrische und afghanische Männer selbstbewußt auf, eine Vorzugsbehandlung einfordernd. Essen und Nahrungsmittel würden entgegen explizit verordneter Diät für die Patienten oder die strikten ärztlichen Anweisungen ignorierend für Angehörige mitgebracht.

Aus dem wirklichen Leben
Aktuelle Einwanderungskrise: Bürger an Oberbürgermeister
Wem das noch nicht reicht, muss nur hören was zwei Pflegerinnen und ein Security-Mitarbeiter aus den Städten wie Sigmaringen, Ellwangen, aber genauso in Tübingen und Heidelberg berichten, wo auch medizinische Praxen, Ambulanz-Zimmer, integriert sind: „Hilfe von der Politik? Da können Sie lange warten …“, unisono meinen sie, irgendwie schafften sie ihren Job zwar, aber von der Politik seien sie alle „maßlos enttäuscht“ – der Securitymitarbeiter und eine Arzthelferin möchten sich erst dann outen, wenn sie ihren Job gewechselt haben.

Es sei schwer in der Öffentlichkeit mit Klarnamen auf Missstände hinzuweisen, wenn man sofort als „Rassist und Nazi“ stigmatisiert wird.

Hier zeigt sich das ganze Dilemma, dass die Große Koalition seit 2015 mit verursacht hat. Die unsägliche Debatte darüber, Deutschland habe „gefälligst“ bunt zu sein, hat das Land gespalten – wohlwissend ignorierend, dass hauptsächlich Männer einer fremden Kultur und Sozialisation nach Deutschland kommen würden.

Merkels „Wir schaffen das“ wurde quasi ad absurdum geführt. Die Arzthelferin und Krankenschwester der Ambulanz in Sigmaringen, wo auch eine Erstaufnahmestelle ist, sagt: „Wir wurden einfach überfrachtet. Nun macht mal …“

Andere LEA-Einrichtungen haben bundesweit Fremdfirmen, die mehr schlecht als recht auf Profit als Dienstleister auf dem Areal arbeiten, die sich gesund wirtschaften, indem sie Security-Firmen engagieren, die wiederum den geringsten Stundensatz und fast nur Mitarbeiter aus Südosteuropa einstellen. Man kann meinen, arme Schlucker und Tagelöhner, mit wenig Deutschkenntnissen.

Oft werden die Pfleger und Krankenschwestern von dem Personal der Security in Notfällen gar allein gelassen, wenn pöbelnde Patienten wie Besucher, die Ambulanz aufsuchten. Syrer, Afghanen sowie Maghrebiner, fast alle deutlich angespannt, „Egal ob drogen- sowie alkoholabhängige unbegleitete Minderjährige oder erwachsene Männer, wir müssen alles abfedern, und haben selbst Angst um Leib und Leben …“, man wisse nie, wie und dann in welchem Umfang die Männer dann „austicken“ können.

Etliche Gynäkologen hätten schon „hingeschmissen“, die Männer wollten immer bei den Untersuchungen der Ehefrauen dabei sein, insistierten und bedrohten. Die Patientinnen/Ehefrauen, oft mit großem Altersunterschied zum Ehemann, wirkten eingeschüchtert. Nun wird stets eine freiberufliche Gynäkologin zu Untersuchungen gebucht. Oder die Patientin aus der LEA direkt in die Praxis geschickt. Den Behandlungsschein gibt es dann vom Landratsamt.

Augen zu ist keine Strategie
Von der Staatsverwahrlosung in die Verfassungskrise
Messer und längere Stichwaffen? „Entschuldigung, was denken Sie?“, bei fast jedem Rundgang würden Mitarbeiter der Regierungspräsidien oder der Security (wenn sie denn die vorgeschriebenen Zimmer-Begehungen durchführen) Messer auffinden. „Jedes Mal“, betont die Krankenschwester aus der Nähe Mannheims ausdrücklich am Telefon. Sie selbst hyperventiliert zwar noch nicht, aber die Politiker kommen ihr bereits „narkotisiert“ oder „verlogen“ vor. Wie, so drastisch? Natürlich, erwidert auch diese erfahrene Fachkraft, seit über 20 Jahren im Beruf: „Immer Reden schwingen und die Realität nicht sehen wollen …“, das bekämen sie und ihre Kollegen und Kolleginnen bundesweit mit, oft natürlich in Ballungszentren, aber genauso dort, wo etliche Zuwanderer und Asylsuchende aufeinander prallten – auf engstem Raum.

Selbst Flüchtlinge, die oft auch als Übersetzer in den Ambulanzen der LEA tätig sind, und sich schützend vor Pflegekräfte stellten, würden von aggressiven Syrern, Afghanen und Irakern bedroht. Afghanen und Algerier, oftmals Opiatabhängig, treten immer wieder, oftmals mit der „x-ten neuen Identität“ auf, um wieder Rationen der Substitutionen wie Methadon oder Rivotril zu bekommen, wie die Pflegerin beschreibt.

Das alles zu benennen, fiele den meisten oft schwer. Es wird nicht beachtet, dass die medizinischen Pflegefachkräfte zerrieben werden. Einerseits sollen sie Dienst nach Vorschrift am Menschen tun, gleich welcher Hautfarbe und Religion, und sie tun es voller Überzeugung. Andererseits vollführen sie ständig „Kopfstände“, um das Unmögliche möglich zu machen. Männer oder Großfamilien aus islamischen Kulturkreisen, die nicht mit „Westlern“, also „Andersgläubigen“, im Zimmer liegen möchten? Dem wird entsprochen, ein rein muslimisches Patientenzimmer oder gar ein Zimmer für sich allein. Viele Kliniken planen das bereits ein, wenn es denn geht, nur um Ärger zu vermeiden.

Einen Mann aus Algerien mit einem „fetten Furunkel“ am Gesäß, bis zum Knochen „geeitert“, versorgen? Das Taxi wird gebucht, weil die Kosten für den Krankenwagen den Rahmen sprengen würden. Für die Arzthelferin normal, die Flüchtlinge würden sofort 1-1-2 wählen. Aber danach müssen sich die Pflegekräfte intern erklären: war das Taxi denn wirklich notwendig?

Gewaltbereite männliche „Flüchtlinge“ gäbe es en masse, Vorkommnisse, die nie in Polizeiberichten erscheinten, wenn sich diese gegenseitig untereinander schwerste Verletzungen zufügen – was läuft bei uns eigentlich falsch? Der Großeinsatz von Ellwangen, als ein Mob tags zuvor die Abschiebung des Mannes aus Togo verhinderte, sei „absolut berechtigt“ gewesen, sagt ein Mitarbeiter kurz vor der Rente. Der Togolese sei stets „negativ bis gefährlich“ aufgefallen. Aber, „bei uns wird alles relativiert“, spricht der Mann leise, in der Mittagspause in Ellwangens Innenstadt.

Ärzte, Ärzte über Alles
Von der ungesunden Beziehung Deutschlands 
zu seinen Ärzten
Die meisten Bürger verlangen nach Transparenz, sie sind auch für ein „buntes Deutschland“, aber mit Asylsuchenden, die diese Bezeichnung auch verdienen. Ist es wirklich „rassistisch oder radikal“ auf diese Dinge hinzuweisen, ist es nicht Bürgepflicht? Was sagen die Gesundheitsämter? Zahlen über Hepatitis C oder HIV ? Die Pflegefachkraft mit ihrer 50-Stundenwoche bei Mannheim meint nur: „Oh Gott, bitte nicht weiter fragen …“ – das ist natürlich auch eine Antwort, und wir würden jetzt gern um eine Aspirin bitten.

Zu guter letzt, und hier zeigt sich, was die „GroKo“ oder Landesparlamente (wir bleiben in Baden-Württemberg rund um Mannheim, gleiches wurde uns allerdings auch aus Ellwangen bestätigt), einfach hinnehmen und wohl bis zum Exzess sparen, wenn Polizisten, in diesem Fall zwei Berufsneulinge, in der Ambulanz ein Röhrchen oder schmales „Gläschen“ aus der Seitentasche ziehen und um „Desinfektionsmittel“ nach einem Einsatz bitten. Die Krankenschwester staunte nicht schlecht, genauso ein diensthabender, osteuropäischer Arzt („Nennen Sie bitte nicht meinen Namen“), der Polizist sagte: „Wir müssen unser Desinfektionsmittel selbst kaufen …“ – Wer immer noch behauptet, das Land habe sich nicht verändert, vielleicht nicht einmal erst seit 2015, sondern schon weit davor, „der leide wohl wirklich an Wahrnehmungsstörungen“.


Giovanni Deriu, Dipl. Sozialpädagoge, Freier Journalist,
Seit 20 Jahren in der (interkulturellen) Erwachsenenbildung tätig.

Unterstützung
oder

Kommentare ( 131 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Andere bringen wir ungekürzt.
Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

----

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Wir müßen endlich verstehen, dass Unterwerfung die schon stattgefunden hat in Gesundheit und Schulen nichts neues ist aber auch nur ein Anfang ist! Ich möchte in Deutschland weder in einem Zimmer mit Migranten liegen noch von einem Migranten aus Asien oder Afrika gepflegt werden. Es hilft nur wenn Alle mit lauter Stimme gegen diese Zustände auf die Straßen gegen und laut schreien, sodaß die Politik Angst bekommt! In Deutschland befinden sich mindestens 700000 Ausreisepflichtige illegale Migranten. Täglich reisen unkontrolliert neue Massen ein! Bevor man anfängt radikal aufzuräumen und Grenzen zu schließen wird auch für Kranke und Kinder alles schlimmer! Gleichzeitig… Mehr
vor über 20 Jahren, Geburt meines Kindes, Kaiserschnitt, gesetzliche Krankenkasse, kurze Zeit allein mit meinem Kind und meinem Mann. Die Schwester (sie wusste wohl warum) kam und entschuldigte sich dafür, eine weitere Frischentbundene ins Zimmer zu bringen und wies darauf hin, dass diese kein Deutsch sprechen würde. Ich hatte natürlich (unwissend) nichts dagegen, versuchte freundlich nonverbal mit der (gefühlt 17 1/2jährigen) zu kommunizieren. – Brauchte ich nicht. Ihr sehr viel älterer türkischer Ehemann konnte sich Gehör verschaffen, beschwerte sich als erstes, dass man seine Frau in dieses Krankenhaus geschickt hätte, unfreundlich sei und gar rassistische Vorurteile hätte. Dann kam seine… Mehr
Jemand schrieb in diesem Forum, das man demokratisch entscheiden solle, ob Besuch auf einer Krankenstation möglich ist oder nicht und sich dann alle dran halten müssten. Das hat ja dann schon GMX Niveau. Ohne Kommentar dazu möchte ich ein Beispiel nennen: Als in Orihuela Costa in Spanien eine Bekannte ins Krankenhaus musste durfte diese nur von einer Person besucht werden. Zuerst also meine Frau und dann ich. Es ging Ihr gar nicht mal so schlecht. Wir sind doch hier nicht in Lambarene! Sollte ich jemals solchen Zuständen ausgesetzt werden würde ich mein Bett verlassen und versuchen nach Hause zu kommen.… Mehr
So war es schon vor viele Jahren, als ich noch in eine Klinik gearbeitet hatte. Leider waren es meistens die moslimische Menschen, die sich benommen hatten als wen es denen die Klinik gehört hatt, sie hatten gefordert, waren laut, kammen oft in der Nacht zum Sonographie- babyschauen, haben Zimmer zum betten gefordert, den zum Arzt wollten sie am Tag nicht gehen, da hätten sie warten müssen. Beschwerden von uns wurden schon damalls als rassismus abgestempelt. So hat Deutschland eigentlich gezeigt, wer das sagen hat und jetzt mit den Massen der Migranten, die genau wissen, dass man sich nicht währen kann… Mehr

Aus purer Verzweiflung forderten sogenannte Nazis in Chemnitz auf einem Transparent “Menschenrechte, auch für Deutsche“. Das ist die Realität!

Schon knapp dreißig Jahre her, damals erlebt: meine Großmutter lag im Sterben, Mehrbettzimmer, türkische Patientin nebenan, mit regelmäßig Großfamilienbesuch, laut, schrill, keinerlei Rücksichtnahme, auch nach Bitten nicht. Meine Eltern überfordert mit der gesamten Situation. Auch keine Hilfe vom ärztlichen/Pflegepersonal. Meine Großmutter ist dann gestorben, in einem Abstellraum für Orthopädische Hilfsmittel. Ich schäme mich heute noch dafür.

Warum hört man nichts von den Funktionären der Ärzteverbände? Warum gibt es auf den Verbandstagungen keinen „Putsch“ von Ärzten und Helfern? Um nicht missverstanden zu werden: vielen Dank für die wirklich schrecklichen Berichte über die traumatisch machenden Erfahrungen. Ich frage mich aber, ob es nicht nach wie vor Personen im „medizinisch-industriellen Komplex“ gibt, die von der Misere profitieren. Mein Misstrauen wuchs, als ich jüngst erst wieder im örtlichen Blättchen eine Klage von Psychotherapeuten über die geringen Mittel zur seelenärztlichen Behandlung von vor allem jugendlichen Flüchtlingen las. Wenn man sich vor Augen hält, wie stark Psychotherapie ein kulturell geprägtes, von westlichen… Mehr
Das läuft unter „kultursensibler Psychotherapie“ und ist grausam. Und, wer hätte es gedacht, junge Doktorandinnen werden an Instituten in Berlin aufgebaut. Da wird eine Kulturrelativierung beschrieben nach dem Motto, dass die Sichtweise, dass z.B. Depressionen etwas mit Neurotransmittern zu tun hätten, eben westlich geprägt sei und das man ebenso gut daneben stellen könnte, dass es eben böse Geister wären. Wenn die Psychotherapie sich in diesen Strudel hinein reißen lässt, hat sie es verdient, unter zu gehen. Die Forschung steckt in den Kinderschuhen aber nach berechtigter Kritik aus der Medizin, die mittlerweile auch auf sie zurück fällt, Stichwort evidenzbasierte Medizin, hat… Mehr

Früher, wenn ich ähnliche Artikel und die Kommentare dazu las, hatte ich immer das Gefühl, es kann nicht mehr lange dauern – spätestens bei der nächsten Wahl ist der Spuck vorbei…

Entschuldigung!
Das muss natürlich „Spuk “ heißen.

Ich habe selbst zwei junge Ärzte in der Familie. Mit der genannten Klientel kann nur durch äußerste Konsequenz einigermaßen umgegangen werden, jegliche Schwäche macht einen zum Verlierer.
Auch einige muslimische Ärzte sind ein großes Problem. Einerseits haben die ein Problem mit den Kolleginnen, mit der Arbeitsauffasung und der Qualifikation. Nach den mir bekannten Erzählungen würde ich niemals einen muslimischen Migranten-Arzt an mich heranlassen, selbst wenn ich den Qualifizierten damit sicherlich Unrecht tue.

Vor einigen Jahren befand ich mich nach OP (obwohl privat zusatzversichert) wegen völlig ausgelasteter Patientenzimmer zusammen mit einer frischoperierten, erheblich erkrankten, geistig hellwachen über 80-jährigen alten Dame in einer gynäkologischen Klinik. Man bat darum , „eine wirklich nette, freundliche ältere Türkin“ (O-Ton) noch im ohnehin sehr kleinen Zimmer zu platzieren. Die Türkin war in der Tat recht nett, wenn sie auch kein Deutsch sprechen konnte. Doch ab 17.00 h erhielt sie täglich Besuch von Kindern, und eben auch Enkeln, die zum Teil noch nicht laufen konnten. Diese lieben Kleinen krabbelten unter den Betten (auch unseren), kreischten, weinen, stritten. Und zwar… Mehr