Mehr, als man über die Welt wissen muss in einem Band

Nichts geht mehr ohne Internet. Doch leicht übersieht man beim gezielten Suchen und Finden die Zusammenhänge, in denen Ereignisse sich erst einordnen und fundierter beurteilen lassen. Aber vor allem: Wer dahintersteckt.

Die Zeiten sind lange vorbei, in denen „Der große Brockhaus“ einen Meter Bücherregal in Anspruch genommen hat; in bildungsbürgerlichen Haushalten neben Duden und Atlanten unverzichtbar und in Redaktionen ergänzt um das Biographische Archiv von „Munzinger“ sowie verschiedene Nachschlagwerke und Enzyklopädien.  Die Zeit ist vorbei. Die Welt ist digital und das Internet beantwortet jede Frage – meist gratis durch Wikipedia, nachdem viele Nachschlagewerke verschwunden sind oder eher in kaum sichtbaren Ecken des World Wide Web ein unscheinbares Dasein fristen. Und der Gratis-Kult hat viele Experten brotlos gemacht.

Doch dieser Fortschritt ist zweifelhaft. Immer weitere Teile von Wikipedia sind längst in der Hand von politisch links stehenden Aktivisten, die Einträge manipulieren. Sich dagegen zu wehren ist aussichtslos: Statt einer identifizierbaren Fachredaktion schreiben bei Wikipedia gut getarnte, anonyme Aktivisten, Gerichtsstand ist das ferne Togo. Das Presserecht ist ausgehebelt, manipulierte Einträge können kaum korrigiert werden, da in der Wiki-Hierarchie nicht der Kluge, sondern der Höhergestellte entscheidet.  Längst ist Wikipedia ein Instrument der Meinungsmanipulation, nicht der Information.

Nur selten gelingt es, die gut getarnten Lügenbolde zu enttarnen, die gezielt Andersdenkende diffamieren und denunzieren. Nach Berichten darüber in TE folgte ein mehrjähriges Gerichtsverfahren; schließlich setzte sich TE durch: Wir berichteten über die Manipulation durch „Feliks“, den wir als Kriminellen bezeichnet haben – und  dies weiter tun dürfen.

Urteil in Koblenz: 8.000 Euro Strafe für Lügen in Wikipedia
Doch Feliks treibt weiter sein Unwesen, manipuliert auch Einträge im Zusammenhang mit TE. Die faktisch weltbeherrschende Online-Enzyklopädie, oder, wenn man so will, das Gedächtnis unserer Gesellschaft, befindet sich faktisch in der Hand einiger weniger Manipulatoren, die ihre Weltsicht verbreiten können: unkontrolliert, unkontrollierbar, Widerspruch zwecklos, Korrektur sinnlos.

Geben Sie bei Wikipedia mal „Klimawandelleugnung“ ein – hinter dem Stichwort folgt ein Artikel, der jedwede skeptische Frage in unterschiedliche Kategorien quasi wahnhafter „Wissenschaftsleugnung“ stellt – der Zweifel als Basis des wissenschaftlichen Fortschritts ist bei Wikipedia „kein Skeptizismus im wissenschaftlichen Sinn, sondern vielmehr ein (zum Teil organisiertes) Verleugnen der menschengemachten globalen Erwärmung“, dem nur durch Durchsetzung eines „grüner Lebensstils“ begegnet werden kann. Eine Enzyklopädie als Kampfschrift gegen „falsche Ausgewogenheit bei der medialen Berichterstattung“?

Faktisch wurde der frühere Bienenfleiß der Rechercheure und Wissenschaftler ersetzt durch Gehirnwäscher im Übergang zu kriminellen Handlungsweisen. Da erstaunt es, wenn plötzlich wieder eine Enzyklopädie erscheint; sorgfältig editiert und buchstäblich schwergewichtig.

Auf 720 Seiten dünnem Fotopapier, die knapp 1300 g wiegen, liegen mit dem KOSMOS Weltalmanach über 250.000 Daten und Fakten in einem Buch vor, die das „jährliche Update der Weltgeschichte“ (Leserstimme) in kondensierter und übersichtlicher Form ergeben. Ein Atlas bietet unmittelbar die Möglichkeit zur Verortung der Informationen auf dem Globus.

Ungeachtet ihrer politischen Bedeutung oder Größe werden alle Informationen über sämtliche Staaten der Welt vergleichbar aufbereitet, Entwicklungen des vergangenen Jahres betrachtet, Einflüsse und Zusammenhänge aufgezeigt.

„Nach den GLOBALEN THEMEN folgt der zentrale Kern- und Ausgangspunkt des Werks, die STAATEN IM FOKUS, die neben den aktuellsten verfügbaren Statistikdaten auch jeden der 196 Staaten mit einem Rückblick über die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Ereignisse, von Mitte 2020 bis Mitte des aktuellen Jahres, umfassend und ausführlich darstellen. Mit den Kapiteln EUROPÄISCHE UNION, VEREINTE NATIONEN und INTERNATIONALE ORGANISATIONEN sowie den Kapiteln WIRTSCHAFT und UMWELT erweitern wir den Blick auf das große Ganze, das unsere Welt und unser Leben bestimmt“ so das Autorenteam im Vorwort – das als Teil der frei zugänglichen, repräsentativen Leseprobe in unserem Shop-Angebot zu finden ist.

Dieses Kompendium ist ein idealer Begleiter für jeden am Weltgeschehen interessierten Zeitgenossen und eine unverzichtbare Navigationshilfe bei der Recherche zu (geo-) politischen Themen im Internet. Wer es aufblättert liest sich fest, blättert vor und zurück, sucht nach früheren Urlaubsorten, globalen Konfliktzonen und geopolitischen Zusammenhängen. Die Information ist solide und politisch zurückhaltend; die Autoren versuchen, eigene Wertungen zu vermeiden und auf aktuelle Jeremiaden zu verzichten. Bewertungen sind dann die Sache des Lesers. Kompetenz ist Vertrauenssache. Der Kosmos-Verlag feiert in diesem Jahr 200 Jahre des Bestehens. Da kann nicht alles falsch gewesen sein – und in der Information entscheidet letztlich der Absender über Glaubwürdigkeit.

Aubel/Ell/Engler, Der neue KOSMOS Weltalmanach & Atlas 2022. Daten, Fakten, Karten. Kosmos Verlag, 720 Seiten, Klappenbroschur, 25,00 €.


Empfohlen von Tichys Einblick. Erhältlich im Tichys Einblick Shop >>>

Unterstützung
oder

Kommentare ( 6 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

6 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
Wolfgang Schuckmann
1 Monat her

Die Kurzbesprechung ist auch im geschichtlichen Teil, was Wikipedia betrifft, zutreffend. Im Zuge einer Recherche zur russischen Geschichte ab der Christianisierung der heutigen als gemeinhin russischen Gebiete, als Russland bezeichnet, musste ich feststellen, dass innerhalb sehr kurzer Zeit die Wiki- Einträge zur Geschichte der Krim, in beachtlichem Umfang verändert wurden. Plötzlich wurde nicht mehr ersichtlich, seit wann die Krim zu Russland gehört, sondern auch nicht, wer die Eroberer für Russland waren. Im Zuge der Ereignisse von 1954, wurden die Einträge zu diesem Thema politisch instrumentalisiert. Weil ich durch Kenntnisse der russischen Geschichte mit diesen Veränderungen in den Eintragungen nicht einverstanden… Mehr

Nibelung
1 Monat her

Das mit Wikipedia kann man nur bestätigen, aber noch gibt es den eigenen Verstand, der nicht nur zur Wahrnehmung vorhanden ist, sondern auch zum Sortieren der Ereignisse und da haben die älteren Semester einen großen Vorteil, wenn sie sich mit Gott und der Welt schon Jahrzehnte befaßt haben, weil sie mit ihrem Wissen autark sind und es allenfalls noch zum Nachschlagen benötigen und schon bei den ersten Erklärungen auf Widersprüche stoßen, bewußte Falschangaben erkennen und die Manipulation die Lettern entgegenspringen läßt und die Jungen es als bare Münze hinnehmen und in dieser trostlosen Entwicklung werden sie sich der vorgefaßten Meinung… Mehr

Peter Pascht
1 Monat her

„Und der Gratis-Kult hat viele Experten brotlos gemacht.“ Ein fataler Trend, aber noch schlimmer, dieser Trend ist das Geburtsnest, der wie Pilze aus dem Boden sprießenden „Pseudoexperten“. Schule kann durch Wikipedia nicht ersetzt werden. „Doch dieser Fortschritt ist zweifelhaft. Immer weitere Teile von Wikipedia sind längst in der Hand von politisch links stehenden Aktivisten,“ Nicht nur, sonderm bei Wiipedia geht es um pseudowissenschaftliches diktatorisches erfassen von Wissen, nach dem privaten Interessen von sogennten Administratoren, nicht nur in den Sozial- und politischen Wissenschaften sondern auch bei den Naturwissenschaften. Es wird Wissen nicht nach wissenschfatlichen Kriterien vermittelt, sondern nach „populistischen und egositischen… Mehr

Last edited 1 Monat her by Peter Pascht
Michael M.
1 Monat her
Antworten an  Peter Pascht

In der Schule, zumindest in bayrischen Gymnasien, wird Wikipedia (noch) als unseriösen Quelle bezeichnet. Mal schauen wie lange das noch anhält.

Peter Pascht
1 Monat her

Das reine Suchen macht Menschen nicht erkenntnisreicher und nicht intelligenter. Da liegt die Krux begraben. Die heutige Menschheit hat durch das Internet mehr Information zur Verfügung, aber nicht mehr Wissen und nicht mehr Aufklärung. Es kommt auch auf den Boden an, nicht nur auf das Korn, auf welchen das Korn fällt, ob es anfängt zu spriessen und zu wachsen. Viel Korn ergibt noch keine reiche Ernte. Es erzielt durch das Suchen, der Mensch lediglich mehr Information zum nachbrabbbeln. Viele halten das dann schon für mehr Wissen und mehr Intelligenz. Mehr Information ist nicht mehr Wissen !!! Das ist der fundamentale… Mehr

Last edited 1 Monat her by Peter Pascht
U.S.
1 Monat her

Was sagt dieses Buch zum Thema „Massen- immigration“ :aus allen und sämtlichen Armuts-und Elends-Regionen des gesamten Planeten nach Germoney, ins gelobte Land, wo jeder und alle Immigranten so schnell als möglich Staatsbürgerschaft und lebenslang rundum sorglos Versorgung staatlich garantiert bekommen ?