Vor Monaten galt ein Schreiben an den Generalbundesanwalt als „nicht rassistisch“

Vor Monaten wurde ein Schreiben des Hanauer Attentäters an den Generalbundesanwalt als nicht rassistisch eingestuft, gestern hieß es: "zutiefst rassistisch". Deutsche Behörden, das wird hier nicht zum ersten mal offenkundig, sind eines nicht: unabhängig.

Thomas Lohnes/Getty Images

Am Donnerstag, dem 20.02.2020 um 16:00 Uhr las ich auf BR24: »Laut Generalbundesanwalt Peter Frank hatte der Todesschütze eine „zutiefst rassistische Gesinnung“. Das gehe aus den Videobotschaften und „einer Art Manifest“ auf der Homepage des Mannes hervor.«

Heute, am 21.02.2020 um 12:09 lese ich auf t-online.de: »Der mutmaßliche Terrorist von Hanau adressierte bereits vor Monaten ein Schreiben an den Generalbundesanwalt. Es ist in weiten Teilen mit seinem Bekennerschreiben identisch. Nun bestätigt die Behörde den Eingang … Das Schreiben habe aber keine rechtsextremistischen oder rassistischen Ausführungen enthalten und man habe wegen des Briefes kein Ermittlungsverfahren eingeleitet.«

Behörden im real existierenden Deutschland, das wird hier nicht zum ersten mal  offenkundig, sind eines nicht: unabhängig.

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Kommentare ( 57 )

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Gruenauerin
9 Monate her

Tja, da gibt es nur eins zu sagen: Der Manifestschreiber war der perfekte Buhmann.

H. Hoffmeister
9 Monate her

Herr Dr. Hingerl,
danke für diesen Hinweis. Angsteinflössend !

Contra Merkl
9 Monate her

Das ganze mediale Gekübel dient nur dazu, um vom Behördenversagen abzulenken. Dazu kann man die AfD wieder der Mitschuld bezichtigen. Die ganze Propagandamaschine läuft, um von der Preisfrage abzulenken, wer das Klima in der Gesellschaft vergiftet hat. Die Leichen sind noch nicht obduziert, da will die Politik dass für sich nutzbar machen. Selbst die Angehörigen in Hanau haben das geschnallt. Einer meinte : Die kommen hier, der Steinmeier, bischen bla bla, Blumenstrauß hingelegt und nach 5 Minuten sind Sie wieder verschwunden. Das ist beschämend. Am besten sieht man das bei Tim K, was Robert Habeck da für ein Statement abgelassen… Mehr

Wahrheit
9 Monate her

Die Tat eines offensichtlich Schizophrenen, der schon längst in fachliche Betreuung gehört hätte, wird jetzt von ÖRR und Parteien mal wieder benutzt um die AFD zu diffamieren. Und die meisten Normalbürger merken gar nicht welche perversen Spiele hier gespielt werden. Langsam wird mir hier Angst und Bange.

Monika Medel
9 Monate her

Der Generalbundesanwalt hat seinerzeit das abstruse Elaborat als „nicht rassistisch“ eingestuft. Jetzt hat er seine damalige Einschätzung quasi rückgängig gemacht. Er entschuldigt sich mit vielen Bücklingen. Das nennt sich heutzutage offiziell „aufrechter Gang“.

A Maier
9 Monate her

Eine Generalbundesanwaltschaft die nicht in der Lage ist, beim Eingang des Schreibens eines offensichtlich Verwirrten, eine Abfrage bei einer wohnortzuständigen Dienststelle einzuleiten, taugt nichts. Dann hätte man bei einer Abfrage der Daten beim zuständiger Einwohnermeldeamt erfahren, dass der Schreiber Waffenbesitzer ist, zumindest in Hessen. Entschlossenes Handeln hätte die Mordtaten von Hanau verhindert, statt dessen versucht man sie einer rechten Partei in die Schuhe zu schieben.

Teufelskralle
9 Monate her

Vielleicht ist der Generalbundesanwalt willfähriger Erfüllungsgehilfe derjenigen, die in Deutschland z.Z. eine Pogromstimmung gegen alle erzeugen, die sich dem rotgrünen Meinungsdiktat entgegenstellen? Vielleicht ist er auch nur ihr “Opfer”, weil er zu feige ist, die offensichtliche Tatsache beim Namen zu nennen. Natürlich kann er auch Mittäter sein, denn jeder ist Mittäter, der zur gegenwärtig rasant zunehmenden Spaltung Deutschlands durch falsches Zeugnis beiträgt. Ist es wieder soweit, dass in Deutschland durch einen obersten Staatsanwalt gesinnungsdiktiert ermittelt wird?

reiner
9 Monate her
Antworten an  Teufelskralle

glaube ich auch…

Eberhard
9 Monate her

Wer bedient denn die kranken Hirne von solchen eigentlich bedauernswerten Menschen? Das sind doch an der Macht befindliche Politiker und ihre Geheimdienste. Was haben die Geheimdienst eigentlich nicht so alles in petto? Der Bundestrojaner ist da ja noch harmlos. Denn da gibt es noch viel mehr. Manchmal kann man sich nur fragen, ob sie tatsächlich für den Bürger da sind. Skandale, Überwachung, Verdacht gegen jedermann usw.. Alles streng geheim und man erfährt nicht einmal wenn man aus Versehen selber ins Visier geraten. Wikileaks und Whistleblower lassen grüßen. Ungesühnte politische Morde in den Botschaften im Ausland und Verfolgung und Mord in… Mehr

Marcel Seiler
9 Monate her

Wer in Deutschland seinen Job behalten muss, weil er nicht vom Vermögen leben kann, muss vor allem eines tun: den Mund halten. Es war vielleicht nicht immer in den letzten 200 Jahren in Deutschland so, aber jetzt ist es wieder so weit.

Und die Maulhelden, die immer so genau wussten, wie sehr und wie mutig sie im Widerstand gegen Hitler gewesen wären, entpuppen sich jetzt eben als genau das: als Maulhelden. Deutschland ist wieder zu Hause angekommen.

Gruenauerin
9 Monate her
Antworten an  Marcel Seiler

Und noch eins. Wie haben doch die Westdeutschen auf die Ostdeutschen herabgesehen. Wie konnten die nur das alles zulassen und mit sich geschehen lassen und das noch 40 lange Jahre. Nun ist es aber wieder soweit. Jetzt könnten auch wir fragen.

ketyere
9 Monate her

Verstehe ich das richtig,Tobias R. schickt sein Bekennerschreiben schon vor Monaten an den Generalbundesanwalt und die unternehmen garnichts, obwohl sie wissen, das dieser Man Waffenschein hat und Waffen besitzt ??? **