Gesundheitsämter mit Meldungen überflutet: Trotz Pfleger-Impfzwang über 100.000 weiter ungeimpft

Der Impfzwang im Gesundheitssektor endet wie vorhersehbar im Chaos. Eine Abfrage zeigt: Gesundheitsämter haben jetzt bereits weit über 100.000 Meldungen vorliegen. Die Mitarbeiter bleiben hartnäckig - und die Verwaltung dürfte überfordert sein.

IMAGO / imagebroker
Die Hoffnungen des Gesundheitsministers haben sich nicht erfüllt: Ein erheblicher Teil der Beschäftigten im Gesundheitssektor lässt sich trotz Impfpflicht nicht impfen – sie lassen es drauf ankommen.

Wie eine Abfrage der Welt am Sonntag zeigt, gingen bis dato 109.854 Meldungen wegen fehlendem Impfnachweis bei den Gesundheitsämtern ein. Dabei machten aber fünf Bundesländer keine Angaben und sind damit nicht eingerechnet – darunter Nordrhein-Westfalen sowie die Länder mit besonders niedriger Impfquote: Sachsen und Thüringen. Die tatsächliche Zahl dürfte also wahrscheinlich annähernd doppelt so hoch liegen.
Außerdem ist die Meldephase noch nicht abgeschlossen – gerade bei kleineren Arztpraxen dürften weitere Meldungen erst noch erfolgen.

Was jetzt passiert
Ab heute gilt der „einrichtungsbezogene“ Impfzwang: Katastrophe mit Ansage
Die Bezugsgröße ist daher unklar – es gibt auch kaum genaue Zahlen darüber, wieviele Menschen etwa im Pflegebereich in Deutschland arbeiten. Die Daten deuten aber darauf hin, dass sich ein Anteil von je nach Bundesland fünf bis 15 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitswesen weiterhin nicht impfen lässt.

Die Konsequenzen für die Betroffenen sind weiterhin unklar. Die Gesundheitsämter werden aktuell aktiv, zunächst werden die Betroffenen angeschrieben, dann kann ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro (je nach Bundesland unterschiedlich) verhängt werden. Erst im letzten Schritt sieht das Bundesgesetz die vage Möglichkeit eines Beschäftigungsverbotes vor – dieses soll allerdings nur erfolgen, wenn dafür die Versorgungssicherheit nicht gefährdet wäre. Bei ungeimpften Mitarbeitern in dieser Vielzahl und ohnehin bereits vorhandenem Personalmangel, scheint es kaum vorstellbar dass so flächendeckend Berufsverbote verhängt werden können. Sollten die Behörden es trotzdem tun droht eine Katastrophe – besonders für die Patienten.

Betroffene können sich insofern Hoffnungen machen, dass eine politische Korrektur wohl nicht mehr zu vermeiden ist – genau wie es parallel in Frankreich und den Vereinigten Staaten bereits geschehen ist.

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Kommentare ( 26 )

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Helfen.heilen.80
1 Monat her

Sarah Daniels hat das klar gesagt: die Menschen sind zum aktuellen Zeitpunkt in der luxuriösen Lage, dass es jetzt inzwischen genug wissenschaftliches Datenmaterial gibt.
Die Beweise für die Nebenwirkungen kann sich jeder aus den Forum-links zusammensuchen, und diese Quellen weiter abrufen. Wenn dann genug Menschen, wie bisher auch, ihre Schönschrift bemühen und ihrem Arbeitgeber, Gesundheitsamt etc. höflich aufzählen, wo die Probleme liegen, dann dürfte die Plicht bald enden. Fleissarbeit. Denn der Wind hat sich gedreht, und die Frage nach der Verantwortung wird immer lauter werden.
Im Ausland wurden Richter bereits wegen Befangenheit ausgewechselt. Daher endete die Pandemiepanik dort viel früher.

hoho
1 Monat her

Trotzdem glaubt eine ziemlich große Gruppe der Bürger dass es die Ungeimpften sind die der Grund für lange Wartezeiten und Verschiebung der OPs verantwortlich sind. Da helfen keine Fakten. Ich bin nicht sicher was jetzt nach 2 Jahren der Panikmache, der Lügen und der Propaganda noch helfen konnte. GEZ Abschaffung vlt ein bisschen. Glück dass wir den Krieg haben um Konsequenzen nicht nur der Covid-Politik ze verblenden.

Last edited 1 Monat her by hoho
Dieter Blume
1 Monat her

Ein anständiger Arbeitgeber meldet niemanden ans Gesundheitsamt.

Jens Frisch
1 Monat her

„…sie lassen es drauf ankommen.“ So wie ich auch. Was mich persönlich erschüttert hat war, daß mein Arbeitgeber mich falsch informiert hat. Ich habe von ihm vor ca. acht Wochen einen Brief erhalten, indem mir mitgeteilt wurde, ich bekäme ein Hausbetretungsverbot ab dem 16. März. Als wir Unge“impften“ den Arbeitgeber darauf ansprachen, daß wenn dann das Gesundheitsamt darüber entscheiden würde, ob ein solches Verbot kommt, kam nicht einmal ein erklärendes Schreiben. In der dritten Märzwoche wurde mir dann mitgeteilt, daß das Gesundheitsamt meine personenbezogenen Daten übermittelt worden sind. Bei viel zu vielen Arbeitgebern in der Pflege und Medizin muss man… Mehr

Lupo A
1 Monat her

Man darf es sich nicht im Zusammenhang vor Augen führen: Wir haben jetzt also überlastete Gesundheitsämter (haben die eigentlich noch andere Aufgaben?), und ein wegen Personalflucht partiell überlastetes Gesundheitswesen. Wir haben Menschen, die einen händeringend gesuchten Beruf ausüben und dennoch Existenzangst und keine gesicherte Perspektive haben. Und wir haben den Versuch einer erzwungenen Impfung, die wirkungslos gegen die Ausbreitung einer weitgehend harmlosen Krankheit ist und angeblich das Gesundheitswesen vor Überlastung schützen soll. Geht es noch konfuser und dümmer? Und das alles verzapft von Politikern, die meinen, sie würden Gesicht verlieren, wenn sie diesen völligen Blödsinn nicht stur durchziehen. Ich wette,… Mehr

Alfonso
1 Monat her

Gesundheitsämter mit Meldungen überflutet?
Gesundheitsämter überfordert?

100.000 Meldungen, das sind pro Gesundheitsamt im Durchschnitt gerade einmal 250 Meldungen.

Armes Deutschland, wenn Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst so schnell überfordert sind.

jopa
1 Monat her
Antworten an  Alfonso

Bei 250 Meldung pro Tag sind 2-3 Beamte voll ausgelastet. Wir wollen doch einen burnout der armen Beamtem vermeiden…

Renz
1 Monat her
Antworten an  Alfonso

Sicherlich gibt es Gesundheitsämter mit vielen AG, die viele Angestellten in den Pflegeberufen haben. Und gerade in solchen G.-ämter sind besonders viele Frauen in der Schwangerschaft und beurlaubt oder krank. Dort werden dann alle solidarisch denkenden MA Dienst nach Vorschrift machen und auf den Panzergrenadier der BW warten. Der schafft dann aber max. 5 Fälle und hält wegen nachfragen 5 MA von der Arbeit ab.

friedrich - wilhelm
1 Monat her
Antworten an  Renz

……man kann sich als arbeitnehmer auch sonderurlaub verschaffen indem man vor dem test capri – sonne trinkt und andere positiv anzeigende detektoren!

friedrich - wilhelm
1 Monat her

……wer immer noch nicht begriffen hat, daß der impfzwang nach deutschem, europäischem und internationalem – völkerstrafrecht – recht strafbar ist, dem ist nicht mehr zu helfen!

caesar4441
1 Monat her
Antworten an  friedrich - wilhelm

Ich verstehe nicht warum die AfD das nicht aufgreift und Nägel mit Köpfen macht ,statt die Beschäftigten hängen zu lassen.

Tizian
1 Monat her

Man hat eine Schlacht gewonnen, nicht aber den Krieg der jetzt eindeutigen und klar benennbaren und sich nicht mehr verstecken könnenden politischen Kreisen und Personen, insbesondere von SPD und Grünen, gegen die Bürger, gegen die Freiheit und Grundrechte der Menschen in diesem Lande. Auf jeden Fall hat man nur etwas Zeit gewonnen, denn die werden nicht aufgeben, immer weitermachen und neue Versuche starten. Spätestens im Herbst geht das Drama des Coronaregimes wieder los. Das Beste ist nur, daß man nun weiß, wer diese Leute konkret sind und welche Parteien damit definitiv unwählbar sind, weil sie die Grund-und Menschenrechte der Bürger… Mehr

GWR
1 Monat her

Und wenn tatsächlich Bußgelder verhängt werden sollten, dann müssen alle Rechtsmittel einlegen. Das wird unsere Justiz für längere Zeit lahm legen.

Alfonso
1 Monat her
Antworten an  GWR

Rechtsmittel einlegen?

Die Justiz bzw. die gesamten Organe der Rechtspflege sind stets Bestandteil des jeweiligen politischen Systems und somit Erfüllungsgehilfen der politischen Kaste.

Das ist in einem demokratischen politischen System so, aber auch in dem jetzigen deutschen politischen System.

Nicht ohne Grund sagte einmal ein Richter: „Wir fällen keine Urteile, sondern politische Entscheidungen“.

Und da gibt es tatsächlich noch Leute, die bauen heute noch auf eine Unterstützung der Justiz?

Naiver gehts nicht.

Wilfried K.
1 Monat her
Antworten an  Alfonso

Darum geht es gar nicht in erster Linie.
Jeder Widerspruch und jeder Widerspruch gegen die nächste Entscheidung der Ämter muss bearbeitet werden.
Selbst ein „wir geben nicht statt“ braucht Zeit und beschäftigt mehrere Leute in der Verwaltung.
#SandimGetriebe

caesar4441
1 Monat her
Antworten an  Alfonso

Na ja die Justiz wird nicht unterstützen ,aber sie muß zumindest den Schein des Rechtsstaats aufrecht erhalten .Und da die Gerichte nicht wissen ,ob es nicht zu einem politischen Umsturz kommt müssen sie sich auch noch gegen eine nachträgliche Korrektur schützen.Das ist nicht so einfach ,wie es aussieht.

Die Wahrheit
1 Monat her

Welcher Pfleger ist so irre und lässt sich etwas spritzen, wo er doch jeden Tag die Folgen sieht. Und klein Karlchen – kann jetzt ein paar Milliönchen Impfdosen in den Gully schütten. Ein Unternehmer geht für sowas in den Knast, ein Politiker mit einer fetten Pension in den Ruhestand. So wie unsere Mutti – Ruhestand – obwohl Milliarden Euro in den Sand gesetzt.

Haegar der Schreckliche
1 Monat her
Antworten an  Die Wahrheit

Leider lassen sich viel zu viele spritzen… gerade vorgestern mit einer Krankenschwester aus einem Krankenhaus mittlerer Größe in einer Kleinstadt gesprochen, die meinte „dass nur noch eine Halbtagskraft bei ihnen ungeimpft sei“ …

Last edited 1 Monat her by Haegar der Schreckliche
elly
1 Monat her
Antworten an  Die Wahrheit

da es offiziell nahezu keine Impfschäden gibt, sehen Pfleger und Pflegerinnen nur Kranke, keine Impfgeschädigte.

Wilfried K.
1 Monat her
Antworten an  elly

Wer ein bisschen nachdenkt und die Kranken fragt, der kann alles mitbekommen.
Wer sich allerdings freiwillig gleich als Erster hat spritzen lassen, der will evtl. gar nicht wissen was los ist.