Messerattacke in Ansbach: Polizei schweigt über Motiv und Nationalität des Täters

Ein Mann verletzte in Ansbach zwei Passanten mit einem Messer und wurde dann von der Polizei erschossen. In ersten Presseberichten hieß es, der Täter habe „Allah Akbar“ gerufen.

IMAGO / Alexander Pohl
Symbolbild

Nachdem ein Mann mehrere Passanten in Ansbach mit einem Messer angegriffen hat und daraufhin von Polizisten erschossen wurde, macht die Polizei Presseberichten zufolge keine Aussagen zum Motiv und zur Nationalität des Täters. In ersten Presseberichten hieß es, der Mann habe „Allahu Akbar“ gerufen, was für eine islamistisch-terroristische Motivation spräche. In einer DPA-Meldung heißt es laut Presseberichten: „Ein terroristischer oder islamistischer Hintergrund ist noch nicht ausgeschlossen.“ Andere Quellen bestätigen, dass der Angreifer  aus Afghanistan stammt und als Asylbewerber 2015 nach Deutschland kam.

Die Wohnung des 30-Jährigen sei durchsucht und sein Handy sichergestellt worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitagvormittag laut Presseberichten. Das Handy werde von Kriminalisten auf Hinweise durchsucht. Der aktuelle Ermittlungsstand zum Tathergang: Der Täter hat einen 17- und einen 20-Jährigen am frühen Donnerstagabend in der Nähe des Ansbacher Bahnhofs mit mindestens einem Messer attackiert. Der Ältere erlitt Schnittverletzungen, der Jüngere wurde anderweitig bei der Auseinandersetzung verletzt, wie der Polizei-Sprecher laut Presseberichten weiter sagte. Kurz nach der Attacke rückten mehrere Streifenwagen der Polizei aus. Beamte stellten den Täter in der Nähe des Tatorts und erschossen ihn mit mehreren Schüssen. Die Opfer wurden ambulant behandelt und konnten noch am Abend nach Hause gehen. Ihnen gehe es den Umständen entsprechend gut, so der Polizeisprecher.


Unterstützung
oder

Kommentare ( 70 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

70 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen