Klima-Prediger fliegen am meisten Kurzstrecke

Anstrengungen der Klima-Prediger, die Straßen vom Individualverkehr leer zu räumen, sind voll und ganz zu verstehen. Ihre Dienstwagen müssen endlich unbehindert zum und vom Flughafen fahren können. Schließlich fliegen sie fürs Klima.

Die Sache wird immer wieder aufs Neue klar, egal wo man hinschaut. Den Grünen und ihren Vasallen geht es um die Macht im Staat – die von ihren Hilfstruppen NGO und Co. als sogenannte Zivilgesellschaft verstaatlichte Bürgergesellschaft eingeschlossen.

Die Antwort auf eine SPD-Landtagsanfrage im grünschwarzen Baden-Württemberg förderte zu Tage: Klima-Prediger fliegen am meisten Kurzstrecke. Der tatsächliche oder angebliche Schaden fürs Klima tritt für Klima-Prediger nur ein, wenn er von anderen als ihnen, von ihren politischen Gegnern verursacht wird.

„2018 wurden rund 101 Millionen Flugkilometer von der baden-württembergischen Landesverwaltung zurückgelegt. In den vergangenen fünf Jahren hat die Zahl damit um knapp 40 Prozent zugenommen. Rechnet man für das Jahr 2018 die Universitätskliniken, die nicht Teil der Landesverwaltung sind, noch hinzu, kommen sogar mehr als 120 Millionen zusammen.“

Aus der Antwort ginge auch hervor, schreibt die Heilbronner Stimme, „dass über 90 der 101 Millionen Flugkilometer des vergangenen Jahres auf die Konten der Hochschulen im Land gehen. Dort sind die Flugaktivitäten geradezu explodiert.“

Die „Klimaschutz“-Gemeinde fliegt Kurzstrecke wie Langstrecke, während sie den Pendlern das Auto wegnehmen will.

Michael Schwarz beobachtet seit 2005 für die Heilbronner Stimme Landesregierung, Landtag, Parteien, Fraktionen, Politiker. Er schreibt:

„Dass vor allem Kurzstrecken geflogen werden, bringt die Amtsspitzen in Erklärungsnot. Wer dienstlich nach Berlin − das wohl am häufigsten angesteuerte innerdeutsche Ziel − muss, dem kann durchaus zugemutet werden, die Bahn zu nehmen. Das Gleiche gilt auch für andere Dienstreisen innerhalb Deutschlands.“

Aber Herr Schwarz! Das gilt doch nur für „Klimaleugner“ (die es lediglich zu Propagandazwecken gibt), aber nicht für „Klimaschützer“, denen es gar nicht ums Klima geht, sondern um ihre Meinungsmacht. Klima-Prediger dürfen selbstverständlich fliegen und sich zum und vom Flughafen im Dienstwagen chauffieren lassen.

Ich verstehe die Anstrengungen der Klima-Prediger voll und ganz, die Straßen vom Individualverkehr leer zu räumen. Ihre Dienstwagen müssen endlich unbehindert zum und vom Flughafen fahren können.

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Kommentare ( 63 )

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Fred Katz
2 Jahre her

Kann mir das einer mit den Hochschulen erklären?
An die Westküste der USA, hin+zurück, etwa 20.000 km.
Das wären 5000 Flüge.
Wie kommt man auf Kurzstrecke?

Arminius
2 Jahre her

Von Heilbronn nach Berlin mit der Bahn ist eine Weltreise.
Es gibt keine Schnellzugverbindung.
Erst mit der Bimmelbahn nach Würzburg oder Mannheim.

Karlsruher
2 Jahre her

Da es noch keiner geschrieben hat:
Wasser predigen, Wein trinken.
Alter Wein in neuen Schläuchen.

Leroy
2 Jahre her

Streicht Berlin den Länderfinanzausgleich – damit sie spüren wie es ist sein Geld selbst zu verdienen.

Leroy
2 Jahre her

Ich glaube dem Klima ging es besser als die, die sich jetzt Grüne nennen, noch hundsgewöhnliche Kommunisten waren.

RNixon
2 Jahre her

Wir können uns alle die Mäuler darüber zerreißen wer was wieder persönlich falsch gemacht hat.
Es hat sich aber für eine vernünftige Debattenkultur gezeigt, dass solche ad hominem Argumente die Diskussion nicht viel weiter bringen.

Wie wäre es einmal mit lösungsorientierten Diskussionen und auch lösungsorientierten Produkten der schreibenden Zunft, inkl. TE?

Hannibal Murkle
2 Jahre her
Antworten an  RNixon

Wenn man von uns viel Verzicht abverlangt, ist dies so ad hominem, wie man es sich nur vorstellen kann – es handelt sich nicht um eine theoretische akademische Debatte. In solchen Fällen ist persönliche Umsetzung des gepredigten Verzichts angesagt – am besten, wenn jeder entscheiden kann, ob er/sie verzichtet oder nicht.

Beim Flugverkehr setzt die Branche und auch viele Politiker auf E-Fuels – technisch geht nichts anderes. Die Grünen und die Fridays reden bemerkenswert wenig darüber – überhaupt über Lösungen, die auf dem technischen Fortschritt beruhen.

honky tonk
2 Jahre her
Antworten an  RNixon

Lösungsorientiert wäre es z.B. wenn alle Klimahysteriker auf Auto,Flugzeug,Heizung und Internet verzichten würden(andere Möglichlichkeit nur regenerative Energien nutzen und keinen Strom zukaufen wie jetzt)und den Rest,nämlich die „Leugner“ in Ruhe ließen.

RNixon
2 Jahre her

Gibt man den Leuten das Budget nach Berlin mit der Bahn zu fahren und deswegen dort eine Hotelübernachtung zu buchen? Teurer ist das auf jeden Fall und wir wir alle wissen gilt
„Geld regiert die Welt.“

honky tonk
2 Jahre her
Antworten an  RNixon

Ich dachte der Klimawandel(müsste neutral wohl Klimakatastrophe heißen) kommt uns viel teurer zu stehen.Da fehlt mir ein bisschen die stringente Argumentation.

Leon
2 Jahre her
Antworten an  RNixon

Und Sie glauben, eine Übernachtung verbraucht kein CO2? Zum Übernachten müssen Hotels errichtet und betrieben werden. Baustoffe müssen hergestellt und verbaut werden, dazu fahren LKWs, Kräne drehen sich und Bagger baggern. Später müssen Hotelzimmer beheizt und mit Strom versorgt werden, Aufzüge fahren. Für den ehrlichen Klimahysteriker ist es ein Teufelskreis! Man kommt dem „Teufelszeug“, dem harmlosen, ungiftigen Minibestandteil der Luft nicht aus. Was immer man macht, man erzeugt etwas davon. Außer mit KKWen, aber die sind ja ohnehin im Deutscheland der Sozialpädagogen und Studienabbrecher ein anderes „Teufelszeug“.

grauer wolf
2 Jahre her

Ich danke den Grünen, dass es sie gibt, ich wüsste sonst gar nicht wie ich das Leben Meistern sollte.
Jetzt weiß ich endlich warum es mir bis Dato so schlecht ging.
Danke.

H. Hoffmeister
2 Jahre her

Ob Grüne, CDU- Fransen oder Sozi’s, sie alle scheren sich einen Dreck ums Klima, wenn die eigene Wichtigkeit drunter leidet. Aber sie werden von unseren Mitbürgern mehrheitlich wieder und wieder gewählt. Und in BW sogar zunehmend. Dann sei es so. Wir zahlen und die fliegen bequem und auf Steuerzahlers Kosten.

Hannibal Murkle
2 Jahre her
Antworten an  H. Hoffmeister

Das kann man nich so pauschal vermengen. Etwa AKK verteidigt den CO2-Preis von 10 EUR/Tonne und spricht sich gegen Verbote aus, die die führende E-Kobolde-Expertin gerne hätte. Habeck will 45 EUR/Tonne CO2 und bald 180 EUR/Tonne. Wenn schon irgend etwas kommen soll – welche Alternative ist besser, mehr blechen oder weniger blechen?

Peter Gramm
2 Jahre her
Antworten an  Hannibal Murkle

wie kommt man eigentlich auf diesen CO 2 Preis? Hat den sich der Altmeier auf der Toilette ausgedacht oder die Merkel beim Einkaufen? Der Preis ist doch völlig beliebig. Welche Kalkulation liegt dem zugrunde? Gibt es da eine Kostenrechnung die man nachvollziehen kann? Kobolde hoch n mal Multikultifaktor grün mal irgendetwas o.s.ä..

Nibelung
2 Jahre her

Der Einzelne wird über die Masse zu großem heranwachsen und diese damit befördern, genauso ist es umgedreht, das sieht man an allen Entwicklungen und irgendwann ist das Hirn der Masse nicht mehr in der Lage die Entwicklung des Einzelnen zu beurteilen und das führt zum geistigen Crash und somit ist nichts mehr gewonnen und die Natur hat wieder einmal gesiegt. wie immer und da spielt es auch keine Rolle ob grüne Chaoten fliegen oder nicht, sie werden halt geflogen, nur haben sie es noch nicht geschnallt.