INSA: Linke rutscht unter 5-Prozent-Marke

Die Linkspartei würde bei einer Bundestagswahl laut aktueller INSA-Umfrage den Einzug ins Parlament verpassen.

dts Nachrichtenagentur

Im sogenannten „Sonntagstrend“, den das Meinungsforschungsinstitut wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erhebt, kommt die Linke in dieser Woche auf 4 Prozent, ein Minus von einem Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche. Stärkste Kraft bleibt die Union mit unveränderten 28 Prozent.

Die Sozialdemokraten bleiben bei 20 Prozent, die FDP bei 7 Prozent. Die Grünen können einen Punkt zulegen und kommen in dieser Woche auf 18 Prozent. Die AfD bleibt bei 15 Prozent.

Die sonstigen Parteien könnten 8 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Für die „Bild am Sonntag“ hatte INSA 1.502 Personen im Zeitraum vom 5. bis zum 9. Dezember 2022 befragt (TOM).

Linksfraktionschef sieht Chance auf Neustart seiner Partei

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch sieht die Möglichkeit für einen Neustart seiner Partei. Mit der sogenannten „Leipziger Erklärung“ habe sich der Linken „die Chance eröffnet, wieder auf Erfolgskurs zurückzukehren“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben).

„Das schlichte Rezept dafür: Politik, Politik und nochmals Politik. Mit Blick auf die schweren Krisen in unserem Land ist es unsere Aufgabe, die soziale Opposition zu sein und um den sozialen Zusammenhalt zu kämpfen.“ Die Linke steckt derzeit in einer tiefen Krise, in der „Leipziger Erklärung“ hatten sich die Partei- und Fraktionsspitzen aus Bund und Ländern am Wochenende damit auseinandergesetzt.

Darin grenzten sie sich auch indirekt von Ex-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht ab, die den Kurs der Parteispitze kritisiert und kürzlich die Gründung einer eigenen Partei ins Spiel gebracht hatte.

(dts Nachrichtenagentur)

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Kommentare ( 22 )

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Waldorf
1 Monat her

Es ist und bleibt die alte SED, die DDR Staatspartei, die größte Schande im Deutschen Bundestag. Die alte Zwangsehe aus SPD und KPD auf dem Gebiet der damaligen DDR, die sich SED nannte, will seit 1989 ihre DDR Vergangenheit leugnen, hat sich schon mehrfach umbenannt, von SED zu SED/PDS zu PDS bis heute „Die Linke“ Es ist und bleibt die mehrfach umlackierte KPD Stalins, die für 40 Jahre Unrecht und Diktatur auf deutschem Boden verantwortlich ist, incl zahllosen zerstörten Leben, Biografien, Karrieren ihrer Bürger. Wie heute noch in Berlin, waren Wahlfälschungen Normalität, reines Pro-forma-Spektakel ohne jede Bedeutung. Der für das… Mehr

Siggi
1 Monat her

Das wird man schon irgendwie hindrehen. In Berlin hat man gezeigt, wie einfach es ist die Linke im Parlament zu halten. Der Schreihals wird gegen das Konservative gebraucht.

steadyrollingman
1 Monat her

4%: aber dafür ist die Linke bei den ÖRR stets gut vertreten.

Aqvamare
1 Monat her

Für die Linke ist die 5% Hürde weniger relevant, als deren 3 Direktmandate, um die sie bei jeder Wahl kämpfen.

Anders als FDP und Grüne gibt es eben 4-5 Wahlkreise, wo die Linke sehr stark verankert ist, um im Zweifel durch entsprechenden Wahlkampf das Direktmandat erringen kann.

Solange die Linke hier ihr Auge drauf behält, bekommt man auch abhängig vom Wahlergebnis die entsprechenden Liste in das Parlament.

Pe Ro
1 Monat her

Ich habe mich sehr viele Jahre selbst links-liberal eingeordnet, aber das was die Linke real in der Politik darstellt ist weder links noch liberal.
Themen wie Gender und CO2 Krise haben mit den Problemen der wirklich arbeitenden Bevölkerung nichts zu tun. Gysi und Wagenknecht brillante Köpfe, aber sie sind Exoten denen der Parteiausschluss droht.
Was RRG für ein Land bedeutet, sieht man in Berlin. Da ist es besser wenn die Linke nicht mehr als Steigbügelhalter im Parlament vertreten ist.

Klaus M.
1 Monat her

Als Kopie der Grünen macht sich DIE LINKE selber überflüssig – das Original ist schlimm genug und die Wähler aus der werktätigen Bevölkerung ergreifen die Flucht

Petra G
1 Monat her

Nach den Ergebnissen der letzten BTW kann die exSED froh sein, wenn sie 4% erreicht und es nur durch erschummelte Berliner Direktmandate in den BT schafft.
SPDGrüneFDPCDU sind so rot und linksextrem, dass die kleingeistigen Kommunisten von niemand mehr gebraucht werden.

Die Grünen 18%? Nie im Leben!

h.milde
1 Monat her

„Politik, Politik, Politik!“ das klingt wie „Fakten, Fakten, Fakten!“ des FOCUS Gründer Markwort, MdL,fDP. Doch ach, was ist nur aus seinem Baby geworden? Darüber schweigt Markwort, denn er ist laut Tichy ein höflicher Mensch. Aber, wie sieht es in ihm wirklich aus?

Thorsten
1 Monat her

Die Linken haben ein Problem: die „Unterschicht“ der deutschen Wähler können weder was mit mit linken Themen der „Regenbogen“-Agenda noch mit unbegrenzter Migration was anfangen. Die Kleinverdiener sehen das sie am Wohnungsmarkt die Dummen sind, dass die Tafeln leergefegt sind und das Bildungs- und Gesundheitssystem am Wanken sind.

Micci
1 Monat her

„Die Grünen … kommen in dieser Woche auf 18 Prozent.“

Nun ja, hier wählen immerhin die Enkel von Leuten, die einst befragt wurden, ob sie den Krieg noch viel härter und grausamer haben wollen, als sie es sich überhaupt vorstellen können. Und die Antwort war nicht etwa die Aufforderung, der Fagende möge doch bitte regelmäßiger seine Medikamente einnehmen. Die Antwort war ein völlig ernst gemeintes, begeistertes: „Jaaaaaaaaaa“!

Und dieser Geist darf nun hier mitwählen – begleitet von Bildungsmängeln, die das Land noch nicht gesehen hat.

Insofern wundert mich eher, wieso wir noch keinen grünen Kanzler (m/w/wtf) haben.

Last edited 1 Monat her by Micci
Richy
1 Monat her
Antworten an  Micci

Bitte nicht herbeireden. Ein grüner Kanzler, oder noch schlimmer eine grüne Kanzlerin, würde vermutlich von der Richtlinienkompetenz Gebrauch machen und dann ginge es noch schneller in den grünen Abgrund. Da ist mir der demente Scholz, der vielleicht auch schon vergessen hat, dass er Kanzler ist und damit eine Richtlinienkompetenz hat, noch lieber. Und auch der ist schon schlimm genug!

Siggi
1 Monat her
Antworten an  Micci

Es gibt Umfragen, da liegen die Grünen bei 16,5 %. DAs dürfte wohl eher hinkommen. Ende Februar stehen dei Grünen auf 8 %, Tendenz fallend.