Facebook löscht Post der „Jüdischen Rundschau“ wegen angeblicher „Hassrede“

Zum ersten Mal zensiert der Internet-Riese das jüdische Blatt – wegen einer harmlosen Darstellung. Die Zeitung prüft eine Klage.

© JOEL SAGET/AFP/Getty Images)

Am Sonntag löschte Facebook ein Posting der „Jüdischen Rundschau“, einer von Rafael Korenzecher herausgegebenen liberal-konservativen jüdischen Zeitung. In dem Posting schreibt ein Autor der Zeitung darüber, dass der Begriff „Palästinenser“ keine historischen Wurzen habe, sondern erst unter PLO-Chef Yassir Arafat aus politischen Gründen für die in der Westbank, im Gaza-Streifen, in Israel und Jordanien lebenden Araber geprägt worden sei.

Facebook stufte die kurze Darstellung als „Hassrede“ ein. Eine nähere Begründung erhielt die „Jüdische Rundschau“ dafür nicht.

Der Chefredakteur der „Jüdischen Rundschau“ Simon Akstinat teilte mit, sein Blatt prüfe derzeit, ob es gegen Facebook wegen der Löschung klagen werde.

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Kommentare ( 16 )

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16 Comments
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Rob Kleinherr
8 Monate her

Leider ist die Sachlage etwas schlimmer. Der Begriff „Palästinenser“ hat zwar als erster Arafat verbreitet, aber die Idee, dass das arabische Volk westlich von Jordan etwas total anderes ist als dasselbe Volk östlich von Jordan, diese Idee entstand 20 Jahre davor. Ihr Autor war ein (leider sehr bekannter) deutscher Politiker, dessen Namen ich lieber weglasse. Der Grund dafür war, dass der jordanische König der einzige arabische Führer war, der im 2.WK eine eindeutig probritische Stellung nahm und damit sich zum Feind der 3.Reiches erklärte. So kam der oben nicht Genannte deutsche Politiker auf den Einfall, den westlichen Teil der jordanisch-arabischen… Mehr

prague
8 Monate her

Ja, die Jüdische Rundschau ist dem linken Deutschland Dorn in Auge, sie lässt sich nicht, wie die Jüdische Allgemeine von der deutsche Politik kaufen und in diesen Neuen Deutschland, der sich noch demokratisch nennt, muss mit allen mittel bekämpft werden, wie alle anderen, die unbequemte Wahrheiten aussprechen.

H. Priess
8 Monate her

Bei Licht betrachtet gibt es keine Palestinenser und schon gar kein Gebiet was sich Palestina nennen dürfte. So schlimm Arafat auch war, mein Vater sagte immer wenn der in der Aktuellen Kamera zu sehen war, das ist ein böser Mann. Selbst das Palestinensertuch ist keines, das ganze Volk ist ein Fake, ein politisches Konstrukt zum Machterhalt der Hamas. Die mit sammt der Muslimbrüderschaft haben eindeutig die Vernichtung Israels zum Ziel. Früher lebten auf dem heutigen Palestinensergebiet Juden, fast schon modern und sekulär aber das gefiehl Mullahs nicht. Die Hamas ist eine Terrororganisation und wir unterstützen die jedes Jahr mit Millionen… Mehr

schukow
8 Monate her

»dass der Begriff „Palästinenser“ keine historischen Wurzen habe, sondern erst unter PLO-Chef Yassir Arafat aus politischen Gründen für die in der Westbank, im Gaza-Streifen, in Israel und Jordanien lebenden Araber geprägt worden sei.« ist m. E. eine neutrale und sachliche Beschreibung des Sachverhalts. Das aber steht dort bei FB nicht. »Es gibt keine „Palästinenser“. – Es sind Araber.« Ist eine schärfere und durchaus polemische Formulierung. Denn auch wenn der Begriff Palästinenser keine historischen Wurzeln hat, so ist es den Menschen doch unbenommen sich so zu nennen. Der Satz: „Es gibt keine P.“ ist somit also nicht richtig, denn wenn sich… Mehr

Moses
8 Monate her
Antworten an  schukow

„es ist den Menschen doch unbenommen sich so zu nennen.“ Keine Ahnung, ob hier allen gefällt, dass sich plötzlich irgendwelche fremde Menschen als „Deutsche“ zu benennen. Es waren Römer, die Judäa in Palästina umbenannt haben. Die einheimischen Palästinenser im Jahr einhundertfünfunddreißig unseres Zeitalters, im Jahr, in dem die römische Provinz Palästina auftauchte, waren und blieben dann neunzehn Jahrhunderten lang Juden. In diesen fast XX Jahrhundert wurde unter Bezeichnung „Palästinenser“ immer ein Jude verstanden und niemand anderen. Viele Tausende Male haben sie in dieser Zeit von verschiedenen Seiten gehört ca. „Gehen sie weg in ihr Palästina“. Ist das gar nichts in… Mehr

KorneliaJuliaKoehler
8 Monate her
Antworten an  Moses

Moses: Leider wird in unseren Schulen diese Wahrheit kaum gelehrt, damit fängt diese ganze Geschichtsfälschung um Palästina und die „ Palästinenser“ schon an. Wer nicht von sich aus an der Entstehung des jüdischen Glaubens und der 3000 Jahre alten Geschichte der Juden interessiert ist, glaubt alles, was in den Medien so verkündet wird. Ich lese ab und zu die jüdische Rundschau, um mich neutral über Israel zu informieren. Was mir vor Jahren über den wahren Zustand über das jüdische Leben hier in Deutschland die Augen geöffnet hat, und für mich so zu sagen ein Schlüsselerlebnis war, war dass man sich… Mehr

schukow
8 Monate her
Antworten an  Moses

Schwierig das. Für die römischen Legionäre wird es keinen Unterschied gemacht haben, ob da nun Markomannen, Alamannen, Sueben, Ubier oder wer sonst noch über die Palisaden geklettert kamen. Genauso wie für uns 1989 alle Sachsen, Sachesen-Anhaltiner, Thüringer, Brandenburger und Mecklenburger eben erst einmal Ossis waren. 🙂 — Und wenn sich ein Mongole oder Paschtune – oder weiß der Henker wer – auf einmal »deutsch« nennt, geht mir das am Allerwertesten vorbei. So bescheuert es ist, aber wer oder was sollte es ihm verbieten? „Ich habe Dich bei deinem Namen gerufen, Du bis mein“, spricht der Herr. Und das mit der… Mehr

Eloman
8 Monate her

Natürlich muss die Jüdische Rundschau klagen. Da wollen wir dann doch gerne mal die Argumentation von Facebook hören.

Andreas aus E.
8 Monate her

Palästinenser sind Leute, die in schon von den Römern und später Kreuzfahrern Palästina genanntem Gebiet leben (vgl. z. B. Palästinalied). So ähnlich wie Deutsche, die in Thüringen wohnen, Thüringer, in Hamburg Hamburger etc. genannt werden, aber dennoch Deutsche sind. Wobei die Sache da etwas komplizierter liegt, man ist schließlich im Nahen Osten… denn auch in Palästina ansässige Juden nannte man zu Zeiten Olims ganz selbstverständlich Palästinenser. So wie alle, die es dort sonstnoch gab, beispielsweise übriggebliebene Reströmer. Einerlei, die Streitfrage nervt und was an der Darstellung der Jüdischen Rundschau falsch oder gar Hass sein soll, wissen wohl nur isrealhassende Arafat-Fans.… Mehr

Yuminae
8 Monate her

Facebook ist das neue Wahrheitsministerium!

Es löscht die Vergangenheit und Fakten, und stellt die heutige Zeit so dar, dass es damals schon immer anders war.
„….unbequeme Fakten und Daten zu manipulieren oder zu löschen und so die historische Wahrheit für die Öffentlichkeit und Nachwelt zu verfälschen…“(wikipedia)

Und wer was anderes sagt wird als Hetzer, Hassredner oder xy-Leugner/-phobist beschimpft. Man sollte „1984“ unbedingt mit Schülern der 8.Klasse lesen.

reiner
8 Monate her

sollen doch weiter löschorgien kommen aus allen richtungen,denn dann werden die letzten schlafmichel auch noch wach und dann brennt der baum,hoffe ich.

Th. Radl
8 Monate her

„Facebook stufte die kurze Darstellung als „Hassrede“ ein. Eine nähere Begründung erhielt die „Jüdische Rundschau“ dafür nicht.“ Das in jedem Artikel über Facebook-Löschungen zu wiederholen ist nun auch langsam langweilig und zeugt nicht wirklich von geistiger Tiefe. Es darf doch wohl unterstellt werden, dass diese Löschungen durch Algorithmen erfolgen. Vielleicht kann der Autor/die Redaktion mal erklären, wie ein Algorithmus eine Erklärung für sein Handeln abgeben soll? Das gibt es bei „2001“, wenn der Raumschiff-Bordcomputer mit dem Astronauten diskutiert oder bei Carpenters „Dark Star“, wenn der Raumschiffkapitän mit der „intelligenten Bombe“ über Existenzialismus diskutiert – also in erster Linie im Kino!… Mehr

Wuidara
8 Monate her

Für manch Einfältigen ist die Wahrheit eben sehr schwer zu erkennen! Ich kann an dieser Tatsachenäußerung nichts verwerfliches erkennen.