Prominente wollen, dass Enkelkinder ihre Großeltern zum Grünen-Wählen drängen

Schauspieler und Musiker bieten Jugendlichen einen "Briefgenerator" an, mit dem sie ihre Großeltern zum richtigen Wählen veranlassen sollen. Die Aktion sorgt schnell für breite Kritik – die grüne Parteiführung scheint sich allerdings zu freuen. Von Max Zimmermann.

Screenshot Twitter

Mit der Aktion „Enkelkinderbriefe“ haben Klimaaktivisten und Unterstützer der Grünen eine Kampagne ins Leben gerufen, die junge Menschen dazu animieren soll, ihre Großeltern zum Wählen der richtigen Partei zu überreden. Mit prominenter Unterstützung sollen Jugendliche mobilisiert werden. Wohl ein letzter verzweifelter Versuch, den rapiden Umfrageabsturz der Grünen irgendwie wieder aufzufangen – mit allen Mitteln.

Die Art und Weise, wie die Aktion aufgezogen ist, suggeriert, dass die grüne Partei zumindest nichts dagegen hat, wie da für sie geworben wird. So lobten und verbreiteten bereits Parteigrößen wie Cem Özdemir oder Renate Künast die Aktion auf Twitter.

Auf der professionell eingerichteten Website der Organisatoren werden Kinder und Jugendliche dazu aufgerufen, ihren Großeltern einen Brief zu schreiben, in dem sie diese über den drohenden Klima-Weltuntergang „aufklären“. Hierbei werden die altbekannten Horrorszenarien aufgeführt, wir seien die letzte Generation, welche die drohende Apokalypse aufhalten könne, und so weiter und so unspektakulär. Für die Enkelkinder wird dann auf der Website ein „Brief-Generator“ angeboten, der ihnen einen vorgefertigten Brief mit an die Hand gibt, den sie dann ihren Großeltern schicken können.

Ebenfalls findet man auf dieser Website ein Unterstützer-Video, in dem unter anderem Joko Winterscheidt, Jan Delay und Annette Frier dazu aufrufen, die eigenen Großeltern zum Grünen-Wählen aufzufordern.

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Kommentare ( 91 )

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Lore Kokos
1 Monat her

Hi Sven-Thorben, ich habe den Brief an meine Oma und meinen Opa geschickt. Sie haben auch geantwortet, dass sie ihr gesamtes Vermögen für den Klimaschutz spenden. Nice, oder? Aber gestern abend war bei uns eine echt miese Stimmung. Meine Mama hat ganz viel geweint und Papa vorgeworfen, mich unterstützt zu haben. Der hat geschrien, dass er ja nicht wissen konnte, dass Mamas Eltern die Sache so ernst nehmen. Dann hat er noch irgendwas wie „Vitaldekarbonisierung“ geschrien. Weißt Du was das ist? Ich kann es im Netz nicht finden. Schick mir einen Link, wenn Du was gefunden hast. See you next… Mehr

Last edited 1 Monat her by Lore Kokos
Ema
1 Monat her

Was habt ihr denn bloß alle? Ist doch ein fairer Deal.
Die Enkel lassen sich impfen (obwohl es ihnen nach meinem Kenntnisstand viel mehr schadet als nützt) damit die Großeltern nicht am bösen Virus erkranken.
Dafür wählen die Großeltern dann die Grünen, damit die Enkel nicht bald am bösen Co2 zugrundegehen.
Am Ende sind alle glücklich 🙂
Schöne neue Welt!

humerd
1 Monat her

eine Gegenantwort der Großeltern wäre, den Erben nichts zu hinterlassen. Kein Haus, kein Geld – nichts.
Meine Kinder hätten sich nie derartig instrumentalisieren lassen, nicht in einem Kinderchor und auch nicht für diesen schäbigen Enkeltrick.

Dieter Kief
1 Monat her

Wir brauchen einen Luther, der die Klimakirche bekämpft.

humerd
1 Monat her
Antworten an  Dieter Kief

wir bräuchten zunächst einmal mehr Menschen, die den Mund aufmachen. Die einfach nicht mehr mitmachen. Die sich den plärrenden Freitagshüpfern entgegen stellen.

Lore Kokos
1 Monat her
Antworten an  Dieter Kief

Sie verkennen, dass die Klimakirche die Reformbewegung ist. Nach dem Bhagwan den heutigen Großeltern sein „Ganz entspannt im Hier und Jetzt“ als Lebensmotto zur Verfügung stellte, ist jetzt das Gegenteil angesagt: „Panik, jetzt und immerdar!“. Bhagwans Lehre war natürlich attraktiver, weil sie eine spirituelle Rechtfertigung für rücksichtslosen Egoismus lieferte. Aber Menschen fühlen sich auch immer wieder in der Märtyrerpose wohl, und diese nehmen die FfF-Klima-Kinder nur zu gerne ein. Die neuen Religionen haben dabei eines mit den alten gemein: Der Verzicht auf die Nutzung des eigenen Gehirns hilft ganz enorm auf dem Weg zum Heil.

Hesta
1 Monat her

Hat sich da nicht ein Herr Duin von der SPD mal dafür ausgesprochen, Künstler, die am Anti- Corona Video teilnahmen nicht mehr zu engagieren? Gleiches erwarte ich von ihm jetzt auch, es herrscht aber nur Schweigen.

Teiresias
1 Monat her

„Prominente“ wollen in den Medien Geld scheffeln, also schleimen sie sich bei den Medienmachern ein,

welche ebenfalls Geld scheffeln wollen und im Sinne ihrer Financiers grüne Ideologie verbreiten.

Alle zusammen sind sie nützliche Idioten für den Great Reset, den Umbau der Welt im Sinne der Hochfinanz!

Last edited 1 Monat her by Teiresias
Friedrich Wilhelm
1 Monat her

 
Mindestens seit 2015 wurde die subjektive Einschätzung, die aktuelle politische Situation könne in negativem Sinne nicht übertroffen werden, regelmäßig durch die Realität der darauf folgenden Wochen oder spätestens Monate widerlegt.
Leider muß jede Generation ihre Erfahrungen mit dem Sozialismus machen.
Die gegenwärtige Jugend verspottet mindestens zwei Jahrtausende menschlicher Evolution. Jenes Überlegenheitsgefühl mag der Gnade der Jetztgeborenen geschuldet und insofern subjektiv nachvollziehbar sein, doch ebenso zwangsläufig wird die schmerzliche Erkenntnis folgen, daß am Ende aller Tage nur zwei Dinge zählen: die Liebe und eine .45er.

Schlagsahne
1 Monat her

Deutschland ist nur noch peinlich, die Blödheit quillt über und schreckt vor nichts mehr zurück.
Was mir für die Zukunft Sorge bereitet:
Wie will man jemals von diesem Blödheits- Plateau wieder auf Normalmodus zurückfinden?

humerd
1 Monat her
Antworten an  Schlagsahne

das geht so schnell nicht mehr. Auch deshalb bin ich unglaublich dankbar über die Gnade der frühen Geburt und ich gönne den heutigen Papas & Mamas ein wirklich langes Leben. Wohl wissend, dass sie die nächsten Großeltern sein werden. Mögen sie die Früchte ihrer Erziehung wirklich lange genießen können.

Esteban
1 Monat her

Gibt man im Briefgenerator als Hauptsorge „Meine Zukunft in Deutschland an“, erscheint als Option „Bald bin ich mit der Uni fertig und muss mich um eine Arbeit kümmern. Ich würde gerne weiter in Deutschland und bei euch in der Nähe wohnen bleiben. Aber ich habe Angst, dass das nicht so leicht wird.“
Bei einem Studenten, der auf solche Textbausteine angewiesen ist, dürfte diese Sorge (Klimawandel hin oder her) nicht völlig unberechtigt sein.

humerd
1 Monat her
Antworten an  Esteban

„Bald bin ich mit der Uni fertig und muss mich um eine Arbeit kümmern. Ich würde gerne weiter in Deutschland leben und suche mir einen angenehmen Job in einer der vielen NGOs oder versuche mit den Grünen gelich in die Politik zu kommen. Aber ich habe Angst, dass das nicht so leicht wird und ich einmal wirklich arbeiten muss“

Hans Wurst
1 Monat her

„Die letzte Chance, die Klimakrise mit politischen Mitteln zu stoppen.“
Das klingt wie eine Drohung. -Und seid ihr nicht willig so brauch‘ ich Gewalt.-