Das ZDF erklärt uns, was man sagen darf

Das ZDF belehrt mit Hilfe von ungenannten "Expertinnen und Experten", dass man "schwarz" immer groß schreibt, wenn es um Menschen geht. "Weiß" allerdings nicht.

imago/Eibner

Der SWR-Intendant und Ex-Tagesschau-Chef Kai Gniffke hat einmal gesagt: „Wir sollten auch nicht zwischen den Zeilen sowas unterjubeln“, und hat sich selbstkritisch über den „missionarischen Eifer“ seiner eigenen Redaktion geäußert. Beim ZDF tut man dies weiterhin nicht nur zwischen den Zeilen.

In einem Internet-Beitrag der Kinder-Sendung „Logo“ belehrt die Mainzer Sendeanstalt unter der Überschrift „Sprache gegen Rassismus“ nun, welche Begriffe „ok“ sind und welche nicht. Angeblich komme „immer wieder“ diese Frage auf. „Einige Expertinnen und Experten haben da gute Tipps“. Wer diese sind, wird allerdings vom ZDF nicht erwähnt.

Sagen darf man laut ZDF (beziehungsweise ungenannten Expertinnen und Experten) demnach „Schwarz / Schwarze Menschen“, „Weiß / Weiße Menschen“ und „People of Color / Menschen of Color“. Interessant ist dabei übrigens die beigefügte Definition: „Als weiß wird bezeichnet, wer keine Probleme durch Rassismus hat. Wer also nicht aufgrund seines Aussehens oder seiner Herkunft diskriminiert wird.“

Heißt das nun, dass ein Schwarzer, der möglicherweise nicht aufgrund seines Aussehens diskriminiert wird, dadurch weiß wird? Und heißt es, dass Japaner oder Koreaner, die gemeinhin nicht über Diskriminierung klagen, auch weiß sind? Diese Fragen bleiben unbeantwortet. Dafür belehrt das ZDF sein kindliches Publikum, dass weiß kursiv geschrieben werde, wenn es solche Menschen ohne Probleme durch Rassismus beschreiben soll, während schwarz immer groß geschrieben werde, wenn es um Menschen gehe, „die aufgrund ihrer Hautfarbe Erfahrungen mit Rassismus machen“.

Die kindlichen Logo-Zuschauer sollen sich außerdem merken, dass sie zwar sagen sollen: „Ein Mädchen of Color in meiner Klasse“, dies aber keinesfalls als „farbig“ ins Deutsche übersetzen sollen. „Denn diesen Begriff haben sich Schwarze Menschen nicht selbst ausgesucht“.

Des Weiteren erklärt das ZDF, ganz auf Linie mit Robert Habecks Forderung nach Streichung des Begriffs „Rasse“ aus dem Grundgesetz, dass man das Wort nicht verwenden solle: „Denn es gibt keine menschlichen Rassen. Obwohl „Rassismus“ von dem Wort „Rasse“ abstammt, darfst du es aber weiter benutzen. Denn „Rassismus“ bezeichnet zum Beispiel den Hass, der Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder Herkunft entgegen gebracht wird.“

Anzeige
Unterstützung
oder

Kommentare ( 85 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

----

85 Kommentare auf "Das ZDF erklärt uns, was man sagen darf"

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung

Das lehrt, dass wir die Verantwortung haben, Kinder solche Sendungen nicht anschauen zu lassen und ihnen zu erklären, dass ARD und ZDF Fake Facts verbreiten. Früher galt ein Gefährdungslevel fürs „Privatfernsehen“, heute für den ÖRR. Der ÖRR ist zum orwellschen Propagandaorhgan mutiert, auf ganzer Ebene, und er bekennt sich dazu. Niemand ist verpflichtet, deren Bekenntnis zu folgen. Früher hieß es: Macht Fernsehen blöd? Heute machen Blöde Fernsehen. (Rudi Carell).

Die exorbitante Blödheit der vor Hypermoral strotzenden ZDF Redakteure ist ,wenn es das denn gäbe , des Dämlickeitspreises der EU würdig . Wahrscheinlich muss man lange suchen um gleichwertige Dusseligkeit und rechthaberische Moralduselei in Europa zu finden . Das ZDF entwickelt sich immer mehr zu einem neuen „ schwarzen Kanal „ ,unseligen Angedenkens eines ebenfalls auf der Übermoraliesierungswelle daher schwappenden KE.v Schnitzler .Auch der wusste immer genau und genauer Was zu Denken und zu Glauben war. Der Bursche hätte heute beste Chancen neben Kleber, Slomka ,Knifke und genanntem Kinderprogrammredakteuren zu bestehen. Allerdings hatten wir eben KEINE Zwangsgebühren für diesen journalistischen… Mehr

Dass selbst in Kindersendungen dieser Mist erklärt wird, finde ich sehr, sehr bedenklich. Das ist Indoktrination der Kleinsten. Sind das wirklich die Themen, die für unsere Kinder wichtig sind, über die sie aufgeklärt werden müssen? Sollte man sie mit soetwas belasten? Ich sage eindeutig: Nein! Gott sei Dank gucken viele Kinder mittlerweile nicht mehr ARD und ZDF, so dass sie von diesem Bla-Bla verschont bleiben!

„Ich will nicht zu Oma, die nicht mal WLAN, nur KiKa“

Alltag.

Das ZDF berichtet jetzt also von „Hate Crimes“ weißer US – Bürger gegen Schwarze. Der Mord an James Anderson liegt über 9 Jahre zurück. Wie viele „Weiße“ sind alleine in den USA in diesem Zeitraum durch schwarze Amerikaner getötet worden? Wie viele zehntausende weiße Farmer in Südafrika? Der Bundespräsident hat gestern „Schwarze“ eingeladen, die ihm dann von Rassismus berichteten. Der Fußballer Asamoah war bei ihm, er berichtete , von Fans des Vereins Energie Cottbus mit Bananen beworfen worden zu sein. Dieses Spiel hat vor mindestens 12 Jahren stattgefunden, vermutlich ist es noch viel länger her. Es ist einfach lächerlich, der… Mehr

Ja, vor 32 Jahren hätte man sich über Bananen noch wie Bolle gefreut, so als alter weißer Mann in der DDR.

Heute sollte man mit goldenen Schnitzeln werfen.

Das tolle daran ist ja, mit welcher Begeisterung diese Vorgaben bei Facebook und Co. angenommen und beklatscht werden.

Gibt es denn irgendwo den Hinweis, dass diese Sprachregelung keinesfalls international ist? In vielen Ländern legen nämlich die nicht ganz so stark pigmentierten gesteigerten Wert auf die Bezeichnung „Farbige“. Daneben gibt es natürlich noch regionale Spezialitäten, die die Damen und Herren vom ZDF irritieren könnten. Beispielsweise hatten wir ein brasilianisches Au-Pair, dass den dunkleren Teil der dortigen Bevölkerung als „Affen“ bezeichnet hat, inkl. der eigenen Verwandtschaft.

Laut einer Umfrage wünschen sich die meisten Leute neutralen Journalismus:

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article209709283/Medien-Journalismus-sollte-immer-neutral-sein.html

„… zeigt eine aktuelle Studie des Reuters Institute: 80 Prozent der Deutschen wünschen sich „neutrale“ Nachrichten, gerade einmal 15 Prozent wollen Medien, die Berichte nach ihrer Meinung verfassen …“

Naja, wer seine Kinder dem Fernsehprogramm aussetzt, hat doch ohnehin die Kontrolle über die Erziehung verloren. Wenn Fernsehgerät, dann ausgewählte Filme/Serien, aber doch nicht politische Erziehung / Nudging / Framing oder sonstigen linken Ideologiemist.

In welchem Film der letzten Zeit spielt nicht mindestens ein Migrant, Afrikaner, oder Asiate mit? Es muss nur positiv konnotiert sein – Bösewichte dürfen schon lange keiner „Minderheit“ mehr angehören, die sind immer deutsch, alt und weiß. Die Opferneger in früheren Hollywoodschinken, die als erstes die Unmenschlichkeit des Bösewichts beweisen, gibt es schon lange nicht mehr. Schön übrigens in einem „Scary movie“ auf die Schippe genommen. Und klar, der dortige Schwarze war dauerbekifft und grunzdämlich. Gleich mal verbieten, aber das wird die McCarthy-2020-Kommission schon regeln. Hoffen Sie jedenfalls nicht darauf, daß Jim Knopf mal ein weißer Bub aus dem Schwarzwald… Mehr

Das ist leider wahr!

Ich brate mir ein Zigeunerschnitzel – komme ich dafür in den Knast? Man sollte dringend aufhören mit der Selbstzensur, denn dann habe die gewonnen, die uns den ganzen Tag ein schlechtes Gewissen einreden wollen…

Wen haben Sie denn dafür reingelegt?

Gesinnungsfernsehen wie in der DDR. Aber nein, ich tue dem Fernsehen der DDR unrecht. Das Kinderfernsehen wurde damals nicht scharmlos ausgenutzt…

Doch wurde es.
Einfach mal den „Sandmann“ durch die politische Brille ansehen.

Aber das ist ein anderes Thema.