Larouettes Kochvergnügen: Pollachius virens

„Auf deutsch: Seelachs. Unpaniert, als ganzes Filet im Ofen gebacken: unschlagbar gut, für mich der König unter den Fischfilets. Und nicht der Bettler, als der er gehandelt wird, wenn man den Preis sieht.“

IMAGO / Westend61

Auf deutsch: Seelachs. Käpt’n Iglo nennt ihn auch Köhler, und der alte Seebär muss es ja wissen. Und er ist wohl an seinem schlechten Image schuld. Denn kann gut sein, was in Fischstäbchen steckt? Das fragen sich viele. Dabei schmecken Fischstäbchen wirklich köstlich!

Aber der Seelachs, unpaniert, als ganzes Filet im Ofen gebacken: unschlagbar gut, für mich der König unter den Fischfilets. Und nicht der Bettler, als der er gehandelt wird, wenn man den Preis sieht. Meistens sind die Gräten schon entfernt, aber mit einer guten Grätenzange kriegt man die eventuell verbliebenen mühelos raus, denn sie sind dick und leicht zu fühlen, meistens in der Nähe des Schwanzes.

Dann reiben wir ihn mit Salbeibutter ein oder mit Kräutern nach Geschmack, mit Chilipulver für den Wumm und viel gehacktem Knoblauch, klopfen etwas Olivenöl ein, aber zärtlich! Und Zitrone darüber geträufelt, gleich als erstes, versteht sich von selbst! Den Ofen auf 200 Grad vorheizen und den Fisch in einem Bräter hineinstellen. Ich würde mal sagen, ohne Umluft. Nach je nach Größe ca. 20 Minuten ist er fertig, so einfach geht das!

Übrigens: Seelachs gilt als nicht gefährdet, also kann man ihn ohne schlechtes Gewissen essen – es sei denn man hat das wegen was Anderem … Und noch etwas: Man kann den Fisch auch gut zusammen mit Gemüse im Bräter backen! Ahoi!


Ralph Larouette glaubt, dass er mit dem Kochlöffel in der Hand geboren wurde, auch wenn bis zur Eröffnung seines Restaurants 3 TAGESZEITEN in Hamburg ein „paar“ Jahre vergehen sollten. Zwar hat er dort – nach einem langjährigen Ausflug als Texter in Werbeagenturen – den Kochlöffel nicht selbst geschwungen, wusste aber, wie es geht, sodass ihm kein Koch auf der Nase herumtanzen konnte. Sein Restaurant hat er inzwischen geschlossen, doch er will ein bisschen vom Spirit und den Erfahrungen weitergeben, die er im 3 TAGESZEITEN gesammelt hat. Erfahrungen, die zeitlos sind. Sein Credo: Gutes Essen ist das Beste für Leib, Geist und Seele.

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Kommentare ( 3 )

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Casta Diva
2 Jahre her

Beim Lesen dachte ich an Martin Suters „Der Koch“. Ihr wunderbarer Artikel zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht. Der Duft meiner nächsten warmen Mahlzeit steigt mir soeben in die Nase und verzaubert voller Vorfreude meine Sinne. Herzlichen Dank!

Kassandra
2 Jahre her

Einfacher geht es tatsächlich nicht. Ich habe es neulich mit einer Lachsforelle versucht – und auch das war mühelos köstlich.
Von Siebeck selig stammt ein Rezept mit frischem, geriebenen Ingwer und zerkleinertem Peperoni auf Kabeljau (Zitrone, Pfeffer, Salz) in Backpapier, was zudem beim „auspacken“ die Grundlage eines schönen Sößchens mit sich bringt.
Danke für Ihre Anregungen!

Casta Diva
2 Jahre her
Antworten an  Kassandra

:-)) Dass Sie, liebe Kassandra, diesen Artikel kommentieren, überrascht mich nun wirklich nicht!