87 Prozent Gewinneinbruch bei Audi. Eigentlich ein Alarmsignal für Deutschlands Autoindustrie. Doch statt über Energiekosten, Verbrennerverbot und Wettbewerbsfähigkeit zu reden, empört man sich über einen Auftritt bei Trump.
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Vorsprung durch Technik, wie es früher in der Audi-Werbung hieß – das war einmal. Jetzt heißt es Rückstand beim Gewinn, Nachschlag beim Sparprogramm und Hoffnung auf das nächste Quartal. Um horrende 87 Prozent sank der Nettogewinn im dritten Quartal. Nach der Konzernmutter Volkswagen legt damit auch deren Premiumtochter Zahlen vor, die den wachsenden Druck auf die deutsche Autoindustrie zeigen.
Die Bilanz betrifft den Audi-Konzern einschließlich Lamborghini, Bentley und Ducati. In den ersten neun Monaten sank der Umsatz von 48,38 auf 42,06 Milliarden Euro, also um rund 13 Prozent. Der operative Gewinn fiel von 1,56 auf 1,15 Milliarden Euro. Nach Steuern blieben 1,22 Milliarden Euro, rund 41 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die operative Umsatzrendite beträgt nur noch 2,7 Prozent. Von hundert Euro Umsatz bleiben damit vor Finanzergebnis und Steuern weniger als drei Euro übrig.
Die Folge: Audi senkt zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Prognose. Statt der im Juli erwarteten 58 bis 63 Milliarden Euro Umsatz sollen es noch 55 bis 59 Milliarden werden. Die erwartete operative Rendite schrumpft von fünf bis sieben auf drei bis fünf Prozent. „Der Handlungsbedarf bei Audi ist hoch und duldet keinen Aufschub“, so Finanzchef Jürgen Rittersberger.
Bei den Antrieben bietet sich ein zweigeteiltes Bild: In Deutschland und China legten die Elektroauto-Auslieferungen von Audi deutlich zu, während sie weltweit jedoch um zwölf Prozent zurückgingen. E-Autos werden nur dort gekauft, wo sie kräftig subventioniert werden. Fallen die Subventionen weg, bricht der Verkauf ein. Plug-in-Hybride verzeichneten dagegen kräftige Zuwächse.
Für die Beschäftigten in Deutschland verschärft sich damit die Unsicherheit. Bereits vereinbart ist der Abbau von bis zu 7.500 Stellen bis 2029. Anfang Oktober kündigte Audi-Chef Gernot Döllner an, die sogenannte Schlechtwetterklausel zu aktivieren und über weitere Einsparungen zu verhandeln. Besonders betroffen ist der traditionsreiche Standort Neckarsulm, dessen langfristige Produktionsperspektive offen ist. Eine Werksschließung ist bislang nicht beschlossen.
In diese Auseinandersetzung fällt das geplante neue Audi-Werk im amerikanischen Georgia. Vorgesehen sind dort Investitionen von rund vier Milliarden Dollar, 4.500 Arbeitsplätze und eine Kapazität von bis zu 200.000 SUV jährlich. Audi hat bisher keine eigene Autofabrik in den USA und ist deshalb besonders von den Importzöllen betroffen. Die endgültige Zustimmung des Volkswagen-Aufsichtsrats steht noch aus.
Döllner trat wenige Tage vor den amerikanischen Zwischenwahlen gemeinsam mit Trump auf. VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo wirft ihm Wahlkampfhilfe vor. IG-Metall-Chefin Christiane Benner bezeichnet den Auftritt als „politisch inakzeptabel“ und sieht einen Verstoß gegen die Neutralitätsregeln des Unternehmens. Döllner begründet seine Teilnahme mit dem Unternehmensinteresse und dem Respekt vor dem Amt des Präsidenten – ein Gedanke, der den Betriebsrätinnen fremd ist.
Der Streit um ein Foto mit Trump verhindert perfekt den Blick darauf, wie die Politik der Autoindustrie die Zukunft verbaut. Noch immer ist nichts aus den VW- und Audi-Reihen über die zerstörerische Autopolitik von Bundesregierung und EU zu hören. Noch immer steht das Verbrennerverbot, E-Autos haben sich als Chimäre erwiesen; Energiekosten sind selbstmörderisch – wie soll da die produzierende Industrie auf die Füße kommen?





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Der ehemalige grüne Sektenchef Robert wird uns und hat uns schon erklärt. Man braucht keine Gewinne. Wenn es eng wird kann man ja zu verkaufen aufhören. Alles wird gut. Audi wäre gut beraten solch eine Ökokapazität als Berater zu engagieren.