Gas kostet in Europa inzwischen zehnmal so viel wie in den USA. Während bei Verbrauchern und Mittelstand die Sorgen wachsen, lässt sich der Audi-Chef auf einer Trump-Rally für ein Milliardeninvestment feiern. Die Steigbügelhalter des Klimairrsinns verlassen das sinkende Schiff.
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Kaum etwas ist aus der Sicht eines Politikers demütigender als der öffentliche Schulterschluss heimischer Wirtschaftsbosse mit dem politischen Erzfeind von außen.
Nur wenige Tage nach dem gemeinsamen Schwur von Bundesregierung und Industrie, einem flüchtigen Treuebekenntnis zum Investitionsstandort Deutschland, sah Audi-Chef Gernot Döllner wohl den geeigneten Moment gekommen, Bundeskanzler Friedrich Merz auf seine historische Bedeutungslosigkeit hinzuweisen. Ein öffentlichkeitswirksamer Auftritt auf einer Wahlkampfrally von US-Präsident Donald Trump machte klar, was die Stunde geschlagen hat: Der Kanzler wird von der deutschen Wirtschaft eingenordet und öffentlich gedemütigt. Döllner präsentierte in Georgia vor Tausenden begeisterten MAGA-Fans die Pläne seines Unternehmens, weitere 4,5 Milliarden US-Dollar am Standort Macon zu investieren.
Döllner genoss den Moment des Triumphs, den überschwänglichen Jubel auf der Bühne mit dem US-Präsidenten – da schien die Heimat mit dem Trauerkanzler in herbeihalluzinierter Klimaschock-Starre ganz weit weg.
Auch Merz’ Lieblingsprojekt, die Militärstaatswirtschaft, ist auf günstige und vor allen Dingen zuverlässig-strömende Energie angewiesen. Aus diesem Grund wird auch dieser politische Homunkulus bald in Trümmern liegen.
Es schlägt jetzt also die Stunde der Verräter, der Klimaabtrünnigen und politischen Kollaborateure, die angesichts der Katastrophe nun versuchen, ihre eigene Haut zu retten. Der rettende Hafen: ausgerechnet Donald Trumps Amerika.
Es waren nicht zuletzt die Autobosse, die Funktionärskader der deutschen Industrie, die sich angesichts der Klimapläne und der Regulierung die Hände rieben. Diese Regulierung schaltete zum einen lästige Konkurrenz aus dem Mittelstand per Federstrich aus und versprach zum anderen satte Subventionszahlungen.
Schäbiger Opportunismus, unerträgliche Kumpanei mit der Politik – die Wirtschaft unterwarf sich dem grünsozialistischen Establishment ohne ein einziges Wort der Kritik. Deutschlands Elite hat den politischen Bückling kultiviert, sich als Steigbügelhalter der Macht angedient und ist jetzt nicht mehr in der Lage, dem Wahnsinn in einer konzertierten Aktion entgegenzutreten. Derweil stiegen die Energiepreise im Land immer weiter. Niemand fiel den Scharlatanen der grünen Transformation in den Arm, als klar wurde, dass mit dem Green Deal der größte politisch legitimierte Raubzug seit dem Zweiten Weltkrieg geplant war.
Sie ließen es laufen, ließen politische Dilettanten und Ideologen ihr Werk verrichten und stehen heute vor einem zerbrochenen Geschäftsmodell: Dauerkrieg mit Russland, handelspolitische Konflikte mit Washington und Energiepreise jenseits von Gut und Böse. Die letzte Illusion, den Standort Deutschland verteidigen zu können, wird damit im Keim erstickt.
Der europäische Gasmarkt hat sich seit Jahren von der amerikanischen Realität abgekoppelt. Zuletzt notierte der niederländische TTF-Preis, Europas Benchmark, bei rund 94 Euro je Megawattstunde, während man in den USA für Henry-Hub-Gas nur 8 Euro berappen muss. Der Stoff, aus dem wirtschaftliche Albträume gemacht sind. Gas ist in Europa damit mehr als elfmal so teuer wie in den USA. Vor einem Jahr lag der Faktor noch bei vier, und nie war der Abstand so groß wie heute.
Nichts und niemand wird diesen Preisgraben dauerhaft zuschütten können, solange die Europäer ihre Energiepolitik nicht radikal auf den Kopf stellen. Doch selbst die Rechtsaußenpolitikerin Marine Le Pen plant wohl, an diesem gigantischen Umverteilungsschema festzuhalten und die Deutschen dafür blechen zu lassen. Europa hat sich verhakt: in seiner intellektuellen Erbärmlichkeit, in politischer Großmannssucht und in ökonomischem Opportunismus.
Für die energieintensive Industrie in Deutschland und in den europäischen Industriestandorten ist damit das Ende des Weges erreicht. Stellen wir uns einen gasintensiven Betrieb vor, etwa ein Düngemittelwerk, und vergleichen die Situation am Standort Europa mit der in den USA: Hier zahlen Sie mehr als 30 US-Dollar je Million BTU, in den USA weniger als 3 Dollar. Investitionen bewegen sich dorthin, wo Energie günstig ist, wo die Wirtschaftspolitik dereguliert und die Bürokratielast nicht so hoch ist. 7 Prozent ihres Umsatzes bringen deutsche Unternehmen, so die Bundesbank, allein dafür auf, die Fronarbeit der Staatsbürokratie zu leisten. Das ist grotesk, das ist wirtschaftspolitischer Wahnsinn.
Man mag sich an die Bürokratiekosten fast schon gewöhnt haben. Dass Gas jedoch zum industriepolitischen Kill Switch wurde, trifft vor allem die Chemiewirtschaft. Glasproduktion ist ebenso wenig möglich wie wettbewerbsfähiger Stahl oder Düngemittel am Standort. Für sie alle ist Gas kein Nebenkostenposten. Gas ist der Grundstoff, die Prozessenergie und ein wichtiger Wettbewerbsfaktor zugleich.
Verständlich, dass vor allen Dingen die Chemieproduktion in Deutschland von ihrem besten Jahr um 20 Prozent eingebrochen ist. Der Standort ist nicht mehr zu halten.
BMW wiederum hat sein bislang größtes US-Investitionsprogramm abgeschlossen: 1,7 Milliarden Dollar sind in die Werke in South Carolina geflossen, eine Milliarde in die Modernisierung von Spartanburg und 700 Millionen in die neue Batteriefabrik in Woodruff. Zugleich kündigte der Konzern im Juli den Abbau von bis zu 8.000 Stellen in Deutschland an. Audi wechselt von „Made in Germany“ zu „Made in the USA“.
Auch bei Otto Normalverbraucher herrscht Ebbe in der Kasse. Nicht wenige Familien dürften im Winter Probleme bekommen, ihre Häuser zu beheizen. Was für eine Schande, was für ein Offenbarungseid und wirtschaftlicher, aber auch intellektueller Niedergang eines Landes, das sich einst seiner Ratio, seiner Ingenieurskunst und politischen Überlegenheit rühmte.
Es wäre der Moment der Wende, der Moment der Krisis – Krisis bedeutet im Altgriechischen Wendepunkt –, und diese Wende ist längst überfällig: die Erschließung eigener Gasvorkommen in der Nordsee und der Ostsee, eigenes Fracking, die schnelle Rückkehr zur Kernkraft und die Ausweitung der Kohleförderung. Das wäre das, was Angela Merkel einst als „alternativlos“ bezeichnete. Heute gilt dies zumindest dann, wenn es einem um das Wohl der deutschen Bevölkerung, ihrer Industrie, ihres Mittelstands, ihrer Händler und kleinen Betriebe gelegen ist.





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Au contraire: Da wird niemand „gedemütigt“. Alles läuft auftragsgemäß nach Plan, und „unser“ nur aus purem Hohn als Kanzlerdarsteller gecasteter Blackrock-Hausierer der Herzen ist ohnehin viel zu empathielos, arrogant und insgesamt unterkomplex strukturiert, um überhaupt irgendwas zu merken. Andernfalls könnten er und seinesgleichen diese Jobs ja nicht machen, sondern würden hysterisch kichernd von der nächsten Balustrade hüpfen. Die Deindustrialisierung Deutschlands ist allerspätestens seit dem 2. Weltkrieg das erklärte Ziel sowohl „unserer“ transatlantischen „Freunde“ als auch der versammelten linken (und als Muselnde gelesenendenen) Menschen-, Zivilisations- und Realitätshasser, zu denen spätestens seit der Heimsuchung im Hosenanzug auch die „Union“ gehört. Und die… Mehr
Ich bin dagegen, ein Gasfeld in der See aufzumachen oder das Fracking in der norddeutschen Tiefebene durchzuführen! Warum? Weil es das Siechtum und den Exitus nur hinauszöge. Es muss hier richtig knallen (mal sehen, was der linke Terror nächstes WE auf die Beine stellt), bis auch der letzte Depp kapiert, daß seine Zukunft verfrühstückt wurde und wird. Ich gebe zu, ich hege eine morbide Lust an der kommenden Verzweiflung der meisten meiner Mitbürger, weil sie für ihre Dummheit und Ignoranz eine amtliche Quittung bekommen werden!
„Die Steigbügelhalter des Klimairrsinns verlassen das sinkende Schiff.“
Die bisherige Mannschaft kann mit diesem untergehen.
Danke, Politik!
Herr Kolbe, Sie liefern hier das perfekte Lehrstück für genau die Art von Journalismus, die Sie und Ihr Portal dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk ansonsten täglich vorwerfen. Sie agieren hier nicht als Aufklärer, sondern als Agitator und Propagandist für das eigene Narrativ. Sie zeichnen das dramatische Bild einer vollzogenen „Flucht“ der deutschen Industrie. Dass dieser 4,5-Milliarden-Plan von Audi-Chef Döllner bisher eine reine Absichtserklärung ist und die finale, rechtlich bindende Freigabe durch die VW-Kontrollgremien noch völlig aussteht, unterschlagen Sie komplett. Christiane Benner vom VW-Aufsichtsrat hat bereits klargestellt, dass die Entscheidung noch gar nicht gefallen ist und erhebliche interne Fragen offen sind. Warum fehlt… Mehr
ES GIBT ALSO NOCH NORMALE Leute in diesem durchgedrehten Land, bzw. hier geborene, die die Grundrechenarten und die Basisgrundsätze des gesunden Menschenverstands zu beherrschen scheinen. Bezeichnend in diesem Text ist auch noch „…politischer Erzfeind…“ Aha. Die USA, unser über Jahrzehnte engster Verbündeter ist also jetzt unser Erzfeind. Wie vollkommen unnormal das Schland ist zeigt sich auch in folgendem Fakt: während einer der schlechtesten Präsidenten der US-Geschichte, Obama, hierzulande als Quartalsheiliger verehrt wird (wahrscheinlich wollen die linksgrünen Profilneurotiker an ihm ihren „Antirassismus“ abreagieren) wird gegen den ersten deutschstämmigen Präsident der Nachkriegsgeschichte, Donald Trump, hierzulande nur gehetzt – neurotisches Kesseltreiben in Reinkultur.… Mehr
-nach Robert Habeck, kinderbuchcoautor & weltGRÜNster ABwirtschaftsmiminister mit Prozeßlust-
Auch „AUDI“ hat bei dem Klimagaga & Genderwahn an vorderster Klassenkampffront mitagitiert!
Nun aber langt es sogar auch diesen PARTEIstaats-kneteabgreifern & sie FLIEHEN aus dem von & mit Söder verMERKELten Bayern
Investment der deutschen big three Automobilhersteller in USA:
• Volkswagen AG (inkl. Audi & Scout): Ca. 8,2 Milliarden US-Dollar
• BMW Group: 1,7 Milliarden US-Dollar
• Mercedes-Benz Group: 7 Milliarden US-Dollar❗
Die VW-Gruppe liegt in den USA im Vergleich zu Toyota oder Honda sehr weit zurück mit inneramerikanischer Produktion. Sogar das eine oder andere Lexus-Modell, das am ehesten zum Vergleich mit Audi paßt, wird weitgehend in USA/Kanada produziert. BMW und Mercedes sind mittlerweile auch schon länger bedeutende Produzenten in den USA. Wir wissen nicht seit wann es bei Audi mehr oder weniger umsetzungsreife Pläne gegeben hat – wahrscheinlich schon viel länger als April 2025 – dem Beginn der Trump’schen Zolldiktatur. Audi ist aber kein Porsche. Audi hat eine andere Konkurrenzposition im US-Markt. Porsche kann auch mit Zöllen und höheren Preisen mehr… Mehr
Ob Audi viel Glück in USA hat, werden wir mal sehen aber wirklich etwas vorzuwerfen kann man nicht. Dieses Land hat es fertig und die Führungselite ist nicht in der Lage eigene Fehler zu sehen. Vlt sind das keine Fehler sonder die erfolgreich erreichte Ziele? Wie auch immer – wer kann und will, soll fliehen. Der Rest muss es weiter ertragen.
Geliefert wie gewählt :-/ …..