Seit dem Wahlsieg der Linken haben mindestens 72 Berliner Polizeibeamte bei anderen Bundesländern eine Versetzung angefragt oder bereits beantragt – laut einer Umfrage von Focus online wollen sie nicht mehr in der Hauptstadt für Sicherheit sorgen.
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Die meisten Berliner Polizisten wollen nach Baden-Württemberg: 58 Beamte meldeten sich dort mit ihrem Wunsch nach Versetzung. Zehn Polizisten interessieren sich für Bayern, drei für Thüringen und einer für Bremen. Die Berliner Polizei selbst bestätigt bisher nur sieben formelle Versetzungsanträge seit Anfang September. Der Unterschied erklärt sich dadurch, dass Beamte zunächst bei anderen Dienstgebern anfragen können, bevor sie in Berlin einen Antrag auf einen Wechsel stellen.
Die Zahlen liegen deutlich über den Vorjahren: 2024 wechselten nach Angaben der Berliner Polizei insgesamt 36 Beamte in andere Länder, 2025 waren es 22. Innerhalb weniger Wochen nach der Wahl übersteigt das Interesse somit das gesamte Vorjahresniveau um das Dreifache.
Besonders zieht es die Beamten nach Baden-Württemberg. Was nicht überrascht: Innenminister Manuel Hagel (CDU) hatte sie öffentlich eingeladen. „Die Berliner Polizei ist zu schade für eine linke Clan-Bürgermeisterin, die ihr Mittel und Befugnisse nehmen will“, sagte Hagel und bezog sich damit auf die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp.
Keine Freude mit „Clan-Bürgermeisterin“
Wer für Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit stehe, sei im Südwesten jederzeit willkommen. Besonders erfahrenen Ermittlern im Bereich organisierte Kriminalität stellte er eine hohe Wertschätzung in Aussicht. Ein Unterlassungsantrag der Berliner Linken gegen die Bezeichnung „Clan-Bürgermeisterin“ scheiterte vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart: Das Gericht wertete sie als politische Meinungsäußerung, nicht als amtliche Handlung des Innenministers.
Auch Brandenburg wirbt gezielt um Nachwuchs aus der Hauptstadt: Innenminister Jan Redmann (CDU) rief über Instagram junge Bewerber aus Berlin auf, sich bei Sorgen um die politische Entwicklung in Berlin sich doch in Brandenburg zu melden.
Zudem kündigen junge Beamte ihren Dienst in der Hauptstadt und bewerben sich neu in anderen Ländern, wobei sie auf geringe Pensionsansprüche verzichteten. „Das ist auf Dauer bedrohlich“, meint Jendro. Eine frühere Absprache der Innenminister gegen ein gegenseitiges Abwerben des Personals sei offenbar obsolet geworden.
Partei gegen Aufrüstung der Polizei
Zur Erinnerung: Im Wahlprogramm der Linken heißt es auf Seite 288, polizeiliche Arbeit müsse, wo immer möglich, durch soziale Arbeit ersetzt oder zumindest ergänzt werden. Die Partei will dazu die weitere Aufrüstung der Polizei stoppen und Mittel umverteilen – unter anderem in Straßensozialarbeit. Brennpunkt- und Präsenzeinheiten sollen aufgelöst, Waffenverbotszonen abgeschafft werden. Und Polizeieinsätze bei Demonstrationen oder aber auch anlasslose Kontrollen sind für die Linken „zu personalintensiv“ und oft „nicht zielführend“. In Sondierungsgesprächen mit SPD und Grünen wurde ein Personalabbau bei der Polizei jedoch bereits ausgeschlossen, die Koalitionsverhandlungen sind aber noch nicht beendet.
Benjamin Jendro fasst die aktuelle Stimmungslage so zusammen: „In der Berliner Polizei herrscht seit der Wahl große Sorge darüber, wie es in dieser Stadt weitergeht.“



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Das Programm “Defund the police” scheint ja ein voller Erfolg zu werden.
Mich wundert, dass es nur so wenige sind.
Die 72 sind vermutlich die letzten Berliner Polizisten, die noch akzentfrei und fließend deutsch sprechen.
Zur Erinnerung:
72 von 18.500 Polizisten sind nur 0,39 %.
Sonst hätten die sich ja auch in NRW beworben, da könnten sich die meisten nämlich in ihrer Muttersprache unterhalten.
Ist BW nicht fast genauso linksgrün wie Bürlün?
Das sind die Cleveren ! Sie werdem überall mit Kusshand aufgenommen und ähnlich den Bremer-Stadtmuskanten finden sie etwas besseres als Berlin „Überall“!