Glücksorte in Apulien

Apulien ist ein Naturparadies zwischen zwei Meeren, das Historisches, Kulturelles und Kulinarisches bietet: Antike Stätten, traditionelles Kunsthandwerk, feines Olivenöl, Fenchel-Eis und Orangenmarmelade machen Italiens Stiefelabsatz zu einem Genuss für Herz und Sinne.

Traumhafte Strände, magische Grotten und der größte Canyon Europas: Italiens Stiefelabsatz ist ein wahres Naturparadies. Umarmt von zwei Meeren zeigt Apulien auch seine historische und kreative Seite: Antike Stätten und traditionelles Kunsthandwerk locken zu spannenden Auszeiten. Feinstes Olivenöl, erfrischendes Fenchel-Eis und selbst gemachte Orangenmarmelade zaubern köstliche Genussmomente. Ein Landstrich, der mit seinem liebevollen Charme Herz und Sinne berührt.

Mediterrane Idylle – Ein launiger Sommertag in Tricase Porto

Wenn das Licht des Morgens sanft auf die kleinen Fischerboote von Tricase Porto fällt, beginnt ein Tag wie aus einem süditalienischen Bilderbuch. Die kleine Bucht an der Adriaküste des Salento, umgeben von felsiger Landschaft, wirkt fast wie ein gut gehütetes Geheimnis. Hier folgt das Leben dem Rhythmus des Meeres. Die alten Bootshäuser, einst von Fischern genutzt, verleihen dem Ort seinen ganz besonderen Charme.

Am Vormittag lockt das kristallklare Wasser zu einem erfrischenden Bad in der Morgensonne. Tricase Porto ist eine Naturschönheit mit kleinen Felsplateaus, von denen man direkt ins tiefblaue Meer gleiten kann. Wer mag, schnorchelt entlang der zerklüfteten Küste und entdeckt eine Welt aus schillernden Fischschwärmen und verborgenen Grotten. Die Grotta Matrona ist eine dieser geheimnisvollen Höhlen, in denen das Sonnenlicht durch Felsspalten fällt und das Wasser in leuchtendes Türkis verwandelt.

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Nach dem erfrischenden Bad wird es Zeit für eine genussvolle Pause. Die 2014 eröffnete Taverna del Porto, gegründet von Alessandro Coppola gemeinsam mit seinen Geschwistern Pierluigi und Silvia, liegt direkt am Wasser und ist der perfekte Ort, um das maritime Flair vom Fenster aus zu genießen oder in einem der Liegestühle vor dem Haus zu entspannen. Die Speisekarte ist eine Hommage an die Küste: Frisch gefangener Fisch, handgemachte Pasta mit Meeresfrüchten und die unvergleichlichen Tartare di Tonno lassen Feinschmeckerherzen höherschlagen. Dazu ein Glas kühler Verdeca-Wein und der Blick auf das glitzernde Meer – Momente puren Glücks.

Wer Tricase Porto aus einer anderen Perspektive erleben möchte, kann mit einem traditionellen Fischerboot hinausfahren und den Sonnenuntergang vom Wasser aus bewundern. Und wenn die Dämmerung einsetzt, kehrt Ruhe ein. Die Lichter der Taverna spiegeln sich auf den Wellen, leise Musik liegt in der Luft – und der Tag klingt aus in einer Atmosphäre, die man nie vergessen wird.

Zipfelmützen-Märchenstadt – Trulli und gelebte Tradition in Alberobello

Ein Spaziergang durch Alberobello fühlt sich an wie eine Reise in eine andere Welt. Weiße kleine Rundhäuser mit kegelförmigen Dächern reihen sich aneinander wie kleine Zauberhütten – eine Stadt, die wirkt, als sei sie einem Märchen entsprungen. Zwei unterschiedliche Viertel prägen das Stadtbild: Rione Monti, das belebte Zentrum mit kleinen Geschäften, Cafés und buntem Treiben, und Aia Piccola, das ruhige, authentische Wohnviertel mit etwa 400 Trulli. Wer frühmorgens durch die engen Gassen schlendert, erlebt, wie die Sonnenstrahlen die weißen Wände in ein sanftes Licht tauchen, während aus den kleinen Türöffnungen der Duft von frisch gebackenem Brot strömt.

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Die Trulli, wie diese einzigartigen Bauten genannt werden, entstanden ab dem 16. Jahrhundert aus einem ungewöhnlichen Grund: Um Steuern auf feste Häuser zu umgehen, errichteten die Bauern einfache Steinbauten ohne Mörtel, die bei Bedarf schnell abgerissen werden konnten. Doch statt zu verschwinden, wurden die Trulli zum Wahrzeichen der Stadt – und schließlich 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Diese liebevoll erhaltenen, urigen Häuschen ziehen heute Touristen aus aller Welt an.

Während man durch die Gassen schlendert, lohnt sich ein Blick auf die Dächer: Dort prangen mystische Symbole, die Schutz und Glück bringen sollen – von christlichen Kreuzen bis hin zu geheimnisvollen Zeichen mit astrologischer Bedeutung. Besonders beeindruckend ist der Trullo Sovrano, der einzige zweistöckige Trullo der Stadt, heute ein Museum, das die traditionelle Lebensweise zeigt. Hier bekommt man einen Einblick in das einfache, aber geschickte Bauhandwerk der Region.

Wer ein besonderes Souvenir sucht, sollte die Bottega del Trullo besuchen – die älteste Werkstatt dieser Art. Hier entstehen in traditioneller Handarbeit Keramiken und Miniatur-Trulli. Inmitten von bemalten Fliesen, filigranen Tonfiguren und kunstvollen Schalen lässt sich das ein oder andere Mitbringsel finden, um ein Stückchen der Magie von Alberobello mitnehmen zu können.

Antje Therés Kral. Glücksorte in Apulien. Fahr hin & werd glücklich. Droste Verlag, Paperback, 168 Seiten, 16,00 €


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