Nach den gefälschten Videoclips im Heutejournal glaubt das ZDF, sich aus der Affäre ziehen zu können, indem es die New Yorker Korrespondentin abzieht. Komplett versagt hat allerdings die Schlussredaktion der Sendung. Aber weder der Chef vom Dienst noch der Redaktionsleiter müssen den Kopf für das hinhalten, was weit mehr als ein verzeihliches Versehen ist.
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Nicola Albrecht ist eine langjährige, verdiente, erfahrene Kollegin, die unter anderem in Israel gearbeitet hat und sich bisher nichts zu Schulden kommen ließ. Nun ist sie der klassische Sündenbock. Sie stand unter dreierlei Druck: Zeitdruck, Sensationsdruck in Konkurrenz mit dem Internet, Erwartungsdruck einer Redaktion, die auf alles scharf ist, was Anti-Trump-Vorurteile bestätigt. Skepsis über die Methoden fanatischer Trump-Gegner ist nicht vorgesehen. Die Korrespondentin versuchte in ihrem Beitrag die These zu belegen, dass ICE systematisch Kinder entführt, fand aber dafür Belege nur im Internet. So kam in der Hektik der Aktualität eines zum anderen. Ihr Stück lief bereits am Tag davor im Mittagsmagazin und wurde für das heutejournal am Tag darauf um die beiden falschen Filmschnipsel ergänzt. Die Autorin fand sie im Internet. Wahrscheinlich kümmerte sich nicht einmal die Korrespondentin selbst darum, sondern eine lokale Studiomitarbeiterin, der sie wiederum blind vertraute.
Komplett versagt hat die Schlussredaktion der Sendung. Aber weder der Chef vom Dienst noch der Redaktionsleiter müssen den Kopf für das hinhalten, was weit mehr als ein verzeihliches Versehen ist. Für die Stücke des heutejournals ist die Moderatorin Dunja Hayali übrigens nicht verantwortlich. Sie sagt die Beiträge nur an. Aber sie steht unter besonderer Beobachtung. Und damit auch der Beitrag.
Apart an der Angelegenheit ist auch Folgendes: Das Studio in New York ist offiziell gar kein „Studio“, sondern nur eine „Korrespondentenstelle“. New York ist zumindest formal dem USA-Studio in Washington zugeordnet. Für Berichte aus und über die USA ist die Korrespondentenstelle gar nicht zuständig, sondern nur für Kanada, New York, UNO und Wallstreet. Berichte zum Thema ICE müssten eigentlich aus dem offenbar überlasteten Studio Washington kommen. Dessen Leiter Elmar Theveßen hat selbst eine Falschmeldungs-Affäre am Hals, als er bei Markus Lanz in der Sendung den ermordeten Trump-Unterstützer Charlie Kirk mit Lügen verunglimpfte. Kirk habe unter anderem die Steinigung von Homosexuellen gefordert. Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hatte daraufhin gefordert, Theveßen aus den USA auszuweisen. Statt dessen weist das ZDF nun Nicola Albrecht aus. Auch aus Furcht vor Trumps Reaktion? Es ist nicht ausgeschlossen.
Theveßen wird auch diesmal aus der Schusslinie gehalten. So wie alle anderen Hierarchen des Senders. Es ist nicht damit getan, dass die Chefredakteurin nun einen „Maßnahmenkatalog“ ankündigt. Es geht nicht um einen schweren Fehler mehr oder weniger, es geht um die wichtigste Voraussetzung, die solche Fehler begünstigt: ein Redaktionspersonal mit politischer Schlagseite. Dafür ist das journalistische Management des Senders verantwortlich. Die Glaubwürdigkeit des ZDF, auf die der Sender in der Debatte um seine Existenzberechtigung setzt, bleibt nachhaltig beschädigt.
Wolfgang Herles war langjähriger Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios.


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Genau genommen könnte man die ÖRR wegen Wucher verklagen. Die Subsumtion fällt nicht einmal schwer. Die Zwangslage ist gegeben und das Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung auffällig schlecht.
Schon 1990 hätte das großexAufräumen stattfinden müssen. Es wäre da schon an der Zeit gewesen verkrustete Strukturen aufzubrechen und einen Neuanfang zu machen. Mit den DDR-Strukturen hat man sich auch nicht befasst. Angefangen mit dem Verschieben von SED-Vermögen und dem Überführen von alten Seilschaften in neue Positionen…
„Die Korrespondentin versuchte in ihrem Beitrag die These zu belegen, dass ICE systematisch Kinder entführt, fand aber dafür Belege nur im Internet. So kam in der Hektik der Aktualität eines zum anderen.“ – Sorry Herr Herles, das ist keine Rechtfertigung für Frau Albrechts schlampige, journalistische Arbeit. Dass Nicola Albrecht als Sündenbock herhalten muss, ist albern. Sie wird beim ZDF woanders in adäquater Verantwortung weiter arbeiten.
Handwerkliche Fehler Jedes. Einzelne. Mal. Einzelfälle, Mißgeschicke, Unfall. Jedes Mal wenn der ÖRR mal wieder journalistische Standards oder gar das Neutralitätsverbot verletzt, ringt der ÖRR nach Wörtern, die vor allem eines tun: Entschuldigen ohne Schuld einzugestehen. Und immer wieder betonen, dass es keine Regelmäßigkeit gibt, kein Muster, keine Absicht. Und ganz ehrlich: Wenn nach dem 1000. „zufällig interviewten Straßenpassanten“ dieser sich hinterher als lokaler Grünen-/SPD-Politiker entpuppt und der ÖRR-Zuschauer sich mit „Ausrutschern“ abspeisen lässt – dann haben sie es auch nicht anders verdient. Da ist es nur konsequent, diese überbezahlten Fernsehbeamten komplett in der Hängematte zu belassen und dem ÖRR-Zuschauer… Mehr
ARD und ZDF ab ….. schaffen, das spart uns Rentnern und allen Familien 250€ völlig unnötige Ausgaben im Jahr.
Bei den Wahlen in diesem Jahr, bitte mal nachrechnen: 2.500 € in 10 Jahren für Null Leistung !!!
Ist doch egal, die Bevölkerung muss trotzdem mehr zahlen:
TV und Radio von ARD, ZDF und co. könnte bald teurer werden! Eine unabhängige Expertenkommission empfiehlt, den Rundfunkbeitrag ab 2027 auf 18,64 Euro pro Monat und Haushalt anzuheben. Das geht aus dem Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hervor, der den Bundesländern übergeben wurde. Derzeit zahlen die Haushalte 18,36 Euro im Monat. Bedeutet: ein Plus von 28 Cent. https://www.bild.de/politik/beitrag-rauf-auf-18-64-euro-experten-empfehlen-hoehere-gez-gebuehr-ab-2027-69985cd7153f05936cafe230