Zwei Bücher, zwei Welten – Von gescheiterten Richterinnen und unvergänglichem Judenhass

Vor 40 Jahren erschien Henryk Broders „Der ewige Antisemit“. Ein Buch von bleibender Aktualität. Das Gegenteil bietet das Buch von Frauke Brosius-Gersdorf: Nicht alles, was neu ist, ist auch relevant.

 

In dieser Ausgabe von „Herles schlägt zu“ nimmt sich Wolfgang Herles zwei aktuelle Buchveröffentlichungen vor, die die aktuellen Debatten unserer Gesellschaft aufgreifen.

Frauke Brosius-Gersdorf – „Wahl und Wahrheit: Was unser Grundgesetz gefährdet und wie wir es schützen“

Nach ihrer gescheiterten Wahl zur Richterin am Bundesverfassungsgericht rechnet die Jura-Professorin mit Politik und Medien ab. Wolfgang Herles analysiert ihre Forderungen nach Eliten-Auswahl statt parlamentarischer Legitimation, die Kritik an alternativen Medien und warum der Bundestag damals absolut richtig entschieden hat. „Veraltet, bevor es herausgekommen ist“, schließt Herles.

Henryk M. Broder – „Der ewige Antisemit“

Vor 40 Jahren erschienen und zum 80. Geburtstag des Autors neu aufgelegt – doch verblüffend aktuell. Broder zeigt messerscharf und schonungslos, wie der Antisemitismus unter neuem Gewand weiterlebt, wie Täter-Opfer-Umkehr funktioniert und warum die Bedrohung Israels heute brisanter ist denn je.



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Kommentare ( 4 )

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Peter Pascht
12 Tage her

„Der Antisemitismus gehört zur Abendländichen Klutur“? Das ist schlichweg kroteske Unbildung im Fach Geschichte. Die schlimmsten antisemitischren Vorgänge fanden im russichen zaristischen Reich statt. Das Wort „Pogrom“= Vernichtung ist ein slawisches Wort. – Juden wurden nach „Birobidschan“ in Sibirein verbannt, durften russiche Ortschaften nicht betreten und mussten 2 Rubel Kopfsteuer Zahlen. Gerade in Deutschland und Griechenland fand ein Großteil der Juden vor der Vertreibung vom Islam und römischen Reich eine neue Heimat für über 1500 Jahre – insbesondere in den rheinländischen Städten wie Worms u.a. und hatten dort eigene Vertretungen im Stadrat. bis zur Gründung des Staates nach der Zertstörung… Mehr

JamesBond
13 Tage her

Konzentration auf das Wesentliche wäre schön z.B. darauf das Sachsen Anhalt nun bei der MPK „Minister Präsidenten Konferenz übersprungen wird und dann kommt nebenbei von einem ehemaligen Verfassungsrichter folgendes “ Die MPK sei „kein formelles Verfassungsorgan, sie ist im Grundgesetz nicht vorgesehen“, erklärte Huber. Es gehe in dem Gremium vielmehr „um die praktische Koordination der Länder in den Bereichen, in denen sie zuständig sind und wo sie gemeinsame Interessen gegenüber dem Bund haben“.“
Wozu brauchen wir dann so eine Runde? Um uns zu Corona-Zeiten zu quählen? Um Sitzungsgelder anzugreifen? Um andere (neue) Parteien auszugrenzen?

Guzzi_Cali_2
13 Tage her

Der Intellekt Broders im Vergleich zu dem von Herles, verhält sich in etwa wie der des Erdballs zu einer Murmel.
Broder ist ein Freidenker, Herles ein vernagelter ÖRR-Journo, der immer noch seiner Bonner Republik samt CDU nachtrauert. Wenn er Broders Buch so hochlobt, beschleicht einen das Gefühl, er lobt es wegen allein wegen des unstrittigen Ansehens des Autors, aber nicht, weil er es verstanden hat.

P.Schoeffel
13 Tage her

Frauke Brosius-Dingsbums… Wie stehts eigentlich mit der Plagiatsprüfung? Gibts da schon Erkenntnisse?