Die Täter sind weiß: Realitätsverzerrung im Kampf gegen sexuelle Belästigung

Fortuna Düsseldorf wirbt gegen sexuelle Belästigung im Stadion und wird der multikulturellen Gesellschaft mustergültig gerecht: Die weiblichen Opfer sind ethnisch divers. Die Männer, die einschreiten, sind ethnisch divers. Die Täter sind – weiß.

Screenprint: X / Fortuna Düsseldorf

Fortuna Düsseldorf kämpft gegen sexuelle Belästigung im Fußballstadion und lädt zu diesem Zweck zu einem Antibelästigungstraining ein.

„Stand up“, „Steh auf“, heißt das Programm, das von L’Oréal und der NGO Right to be unterstützt wird.

Allerdings folgt das Video, das Fußballfans dazu animieren soll, sich gegen Belästigung einzusetzen, einem bekannten Muster. Während die Opfer ebenso wie die Helden, die ritterlich einschreiten, den üblichen Diversitätsschemata entsprechen und durch Personen verschiedener Ethnien dargestellt werden, sind die Täter ausnahmslos: Weiß.

Damit droht dieser Versuch, Belästigung anzuprangern, nicht weniger Ziel von berechtigtem Spott zu werden als Aufsteller und Plakate in Schwimmbädern, die als Täter ausschließlich weiße, als Opfer dunkelhäutige Personen zeigen, um sich nur ja keiner Stereotypisierung schuldig zu machen. Den Vogel schoss mit einer solchen Plakataktion das Freibad Büren ab. Hier zeigte das Bild gar eine etwas beleibtere weiße Frau, die einen im Verhältnis deutlich zierlicheren dunkelhäutigen Mann begrapscht.

Eine Kampagne, die lediglich auf politische, nicht auf faktische Korrektheit bedacht ist, nimmt im Grunde die Täterperspektive ein. Es wird als wichtiger betrachtet, nicht rassistisch zu wirken, als auch nur ansatzweise die Tätergruppe darzustellen, die tatsächlich überrepräsentiert ist.

Belästigen auch weiße Männer Frauen? Sicherlich. Doch dass ausgerechnet und ausschließlich unter den dargestellten Tätern kein einziger Mann mit erkennbarem Migrationshintergrund gezeigt wird, ist lächerliche und durchschaubare Propaganda.

Doch wer weiß: Vielleicht ist einer von ihnen ja australischer Austauschstudent?

Im Kontext eines solchen Werbetrailers kann man die mediale Verzerrung der Realität noch mit Humor nehmen.

Dass diese Haltung jedoch im echten Leben zur Verhöhnung von Opfern führt, beweist der Fall der vertuschten Vergewaltigung eines Mädchens in einem Neuköllner Jugendzentrum.

Dort hatte man aus genau derselben Empfindlichkeit heraus das Verbrechen verschwiegen und die Täter geschützt – weil man diese als vulnerabler ansah als das Opfer; und um zu verhindern, dass durch die Tat ein schlechtes Licht auf andere Männer und männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund geworfen wird. Mittlerweile wurde ein weiterer Fall aus Niedersachsen bekannt, in dem ebenfalls nichts unternommen wurde.

Genau diese Haltung aber sorgt tatsächlich für Misstrauen und kollektive Verdächtigung. Die hier sichtbare standhafte Weigerung, die Realität auch nur in homöopathischen Dosen in das eigene Weltbild einfließen zu lassen, ist der erste Schritt zum gemeinschaftlichen gesellschaftlichen Wegschauen – und das ausgerechnet unter der Vorspiegelung von Engagement gegen sexuelle Übergriffigkeit.

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Kommentare ( 23 )

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AlNamrood
6 Minuten her

Das, nennen wir es naiv „partnerschaftliche Interesse“, geht nur in eine Richtung. Ausländer zu Deutschen. Nicht andersrum. Statistiken belegen das.

M.Peter
24 Minuten her

Das alles ist eigentlich nur mit dem Stockholm Syndrom zu erklären.

Auf deutsch: Die Geiseln (deutsche Mehrheitsgesellschaft) rechtfertigen und entschuldigen die Handlungen ihrer Entführer (kulturfremde Migranten), bzw. werden von den linksgrünen Medien und deren Unterstützer dazu „gezwungen“.
Sie, d.h. die deutsche Mehrheitsgesellschaft handelt sogar gegen ihre eigenen Interessen, um ihre kulturfremden Migranten zu schützen.

Johann Thiel
24 Minuten her

Diese Aktion zeigt wieder einmal überdeutlich, dass Dummheit und Bösartigkeit sich keineswegs ausschließen, sondern wie in diesem Fall, oft geradezu einander bedingen. Hier wird einem politisch-ideologischen Fetisch gefolgt, ohne auch nur ansatzweise die dem Ganzen innewohnende, abgrundtiefe Unmenschlichkeit zu erkennen. Schutz für die Täter, Verhöhnung der Opfer und Platzierung gewünschter Feindbilder. Solche Aktionen sind schlicht ekelhaft und moralisch verkommen.

muehsam70
28 Minuten her

übrigens, heute abend im zdf: doku über einen türk. grauen wolf: mesut özil-zu gast bei freunden.

a.bayer
32 Minuten her

Was wollen Sie von der Fortuna auch anderes erwarten? Wahrnehmungsstörungen sind traditionell geradezu ein Definitionsmerkmal Düsseldorfer „Eliten“. Campino und Jaques Tilly finden die Kampagne bestimmt gaaanz ganz toll…

Last edited 28 Minuten her by a.bayer
Stephan K.
38 Minuten her

Sollen die nicht „Tiki“ rufen oder wirkt das bei weißen Männern nicht?

Endlich Frei
43 Minuten her

Gerade Düsseldorf müsste es besser wissen (etliche Gewaltdelikte bis hin zu mehreren terroristischen Anschlagsversuchen/-planungen durch die immerselben Täterkreise) und nicht weit vom Stadion ist das Rhein-Freibad – Tatort etlicher Übergriffe durch „junge Männer“ auf „weiße Frauen“…

Warum ein Volk die Realiät so selbst verleugnet, bleibt die große Frage. Ich kann mich vor der massiven Entgrenzung des Landes jedenfalls nicht erinnern, dass wir in den Jahrzehnten davor einmal massenhaft Übergriffe in Freibädern erdulden mussten. Heute gleicht ein nächtlicher Fußmarsch durch die Altstadt einem Zickzacklauf durch ein syrisches Ghetto.

Last edited 41 Minuten her by Endlich Frei
Gudrun Wolfrath
44 Minuten her

Es sind nicht nur weiße Männer. Seit der „Tiki-Kampagne“ (Schwimmbad) wissen wir, dass auch weiße Frauen migrantische Männer belästigen. Ich fühle mich nur mehr verarscht.

karlotto
45 Minuten her

Ja der „Böse weiße Mann“ , wie „gut“ leben doch dich Frauen in Haiti , Nigeria in der arabischen Welt , oder bei den Mullahs .
Die Susan Sontags dieser Welt, haben ganze Arbeit geleistet . Spaltung und Desinformation ,was anderes können sie nicht .

eifelerjong
46 Minuten her

DÜSSELDORF – in rheinischen Fachkreisen auch DUMMDORF genannt.
Nebenbei gefragt, wie hoch ist denn der Prozentsatz
Migranten Westasiens, arabischer Herkunft und/oder farbiger Mitglieder dieser Fortuna?
Die Kolonie japanischen Düsseldorfer ist meines Wissens noch NIE irgendwie auffällig gewesen.

Last edited 42 Minuten her by eifelerjong