Der Kölner Dom mit seiner Strahlkraft auf Europa und die Welt ist in seiner Tradition ein Zeichen der Stärke und Beständigkeit. Jetzt soll er zwei Windräder und 100.000 Solarpaneele erhalten und Symbol des CO2-Glaubensnarrativs zur Rettung der Welt werden. Von Helmut Langer
© Design Helmut Langer
Der Kölner Dom ist ein Bauwerk der Superlative: 157 m hoch, drittgrößte gotische Kathedrale der Welt, 10.000 Quadratmeter Fensterfläche und circa 20.000 Besucher täglich. Die Unterhaltskosten sind mit 30.000 Euro pro Tag angegeben. Der Dom ist ein gotisches Meisterwerk und kulturelles Erbe. Der Kölner Dom gehört zu den meist besuchten Sehenswürdigkeiten Deutschlands.
Nach einer langen Bauzeit von 1248 wurde er 1880 vollendet. Doch sofort begannen die Erhaltungsarbeiten. Und nach 1945 begann die Wiederherstellung des Domes, der viele Kriegsschäden durch 14 schwere Spreng- und über 70 Brandbombentreffer sowie durch Beschuss und auffliegendes Material erlitt.
Er beherbergt den Reliquienschrein mit den Gebeinen der Heiligen Drei Könige. Er besitzt ein geschnitztes Chorgestühl, bemalte Chorschranken, 14 Pfeilerskulpturen und den in Europa größten existierenden Kirchenfensterzyklus aus dem 14. Jahrhundert. Viele weitere herausragende Kunstwerke des 10. Jahrhunderts.
Hohe Integrität und Authentizität brachten ihm die Anerkennung als UNESCO Weltkulturerbe ein. Der Kölner Dom ist ein außergewöhnliches Meisterwerk der menschlichen Schöpferkraft. Er gilt als Höhepunkt und krönender Abschluss der Kathedralbaukunst. Der Kölner Dom gilt als Symbol der Stärke und Beständigkeit des christlichen Glaubens im mittelalterlichen und modernen Europa.
Das Unmachbare denken…
… und das Undenkbare machen: Die verordnete Energiewende braucht ein Symbol, mit dem sich die CO2-tiefen-indoktrinierte Gesellschaft identifiziert, um sich gemeinsam gegen die seit Jahrmillionen bestehenden Naturgesetze (Klimawandel) zu stemmen. Auch um dem nachlassenden öffentlichen Interesse am menschengemachten Klimawandel zu begegnen.
Was wäre als Symbol für die heilbringende Klimarettung besser geeignet als der Kölner Dom? Denn an Stelle des Ablasshandels vergangener Zeiten gibt es heute CO2-Abgaben und -Zertifikatehandel zur Erfüllung des grünen Glaubens an die CO2-frei zu werdende Welt. Der Kölner Dom wird mit 100.000 Solarpaneelen umkleidet und die beiden Türme erhalten Windräder. Der Kölner Dom wird dadurch zum Supersymbol des propagierten CO2-Dogmatismus.
Vielfacher Nutzen
Der gesamte Dom wird durch die Solarpaneel-Umkleidung – kurz: „Verpaneelung“ – gleichzeitig vor den Unbilden der Wetters geschützt. Das ist sinnvoller Klimaschutz. Die fortlaufenden Renovierungsarbeiten können durch die Schutzatmosphäre der Verpaneelung reduziert werden, was enorme Kosten spart.
Die Energieerzeugung der Solarpaneele und der Windturbinen führen zu einer unerschöpflichen Einnahmequelle des Kölner Doms. Die KI-gestützten Computermodellrechnungen eines Instituts in Potsdam prognostizieren Energiezahlen nahe dem Terawattbereich (1 TW = 1.000.000.000.000 W) für die nächsten Jahrzehnte. Der Kölner Dom, der ja bekanntlich sich selbst gehört, tritt nach Abzug seiner Selbsterhaltungskosten (u.a. siehe oben) die terragantischen Einnahmen aus der Doppelenergiequelle (eine heilige Fügung) an die Stadt bzw. das städtische Unternehmen RheinEnergie AG ab.
Dieses wird umbenannt in DomEnergie AG (der Rhein ist zwar ein Strom, hat jedoch in Köln noch nie Strom geliefert). Köln löscht sein Haushaltsdefizit und befreit sich von allen Schulden. Das sind jedoch nur die monetären Aspekte. Herausragend ist die Umstellung der gesamten Stadt auf diese „grüne Energie für alle“, wodurch Köln als erste Millionen-Stadt in Deutschland, ja wahrscheinlich in Europa oder sogar in der Welt, unabhängig von externer Energieversorgung (am Dom weht immer Wind!) und bald völlig CO2-frei sein wird.
Denn die beiden riesigen Rotoren der Windturbinen sorgen neben der CO2-freien Energieerzeugung nämlich dafür, dass noch aus anderen Weltregiornen sehr viel umherschwirrendes CO2 über und aus Köln weggeblasen wird. Die Windräder wirbeln auch den Dreck auf den Straßen aus der Stadt. Köln wird sauber.
Die Erde dreht sich zwar in einem Winkel von 23,5 Grad um die Sonne, wodurch es zu einem Sommer- und Winterhalbjahr im Wechsel mit reduziertem Sonnenlichteinfall kommt. Aber dieses Randproblem (wenn man die Sonne nicht sieht, ist sie ja nicht weg – sie scheint nur nicht) haben mehrere Think Tanks gelöst: den Winkel einfach um 360 Grad drehen. (Frei nach einer vorübergehend nach New York abgeschobenen deutschen Polit-Aktivistin.) Drehwinkel ändern hilft Klima retten!
Die totale Rundumverpaneelung des Doms und die beiden Windradtürme führen zu einem völlig neuen visionären visuellen Erscheinungsbild und zu einer grün-spirituellen Identität des Kölner Doms. Der Dom wird Symbol der neuen Architekturmoderne und ein Energiewende-Icon: statt Atom-Strom Dom-Strom. Solarpaneele machen Gotik und Kultur vergessen. „Verpaneelung“ wird zum Gutwort des Jahres. So wird die sozial-ökologische Transformation auch zu einer Glaubenstransformation.
Neues Pilgerziel bringt Wirtschaftsaufschwung
Millionen werden nicht mehr nach Lourdes pilgern oder im heiligen Ganges Erleuchtung suchen, sondern nach Köln zum Strom-Dom, um dieses geile Zeitenwende-Monument zu sehen. Dazu wird die Stadt pilgermassentauglich werden müssen: Aus allen Richtungen (quer durch Deutschland und Europa) müssen breite E-Bike-Schnellwege nach Köln zum Strom-Dom gebaut und rundherum in der ganzen Stadt in allen Straßen tausende Ladesäulen für den Dom-Strom errichtet werden. Denn alle Pilger und natürlich auch Pilgerinnen wollen wenigstens 1 Kilowatt von dem grünen Dom-Strom ergattern. Mütter und Väter werden mit ihren E-Lastenrädern ihre Kinder zum Symbol des prophezeiten grünen Wirtschaftswunders karren, das ihnen eine traumhafte Zuversicht verspricht. Nebenbei wird Köln zur Ladesäulenmustermegastadt. Dort ist der Kilowattpreis zwar verzehnfacht, aber es ist guter Strom vom Dom.
Wer noch die alten Kunstschätze im Innern des Doms besichtigen will, kann dies gegen Eintrittsgebühren tun. Die alten und neuen (Gerhard Richter) Kirchenfenster erstrahlen durch die das Tageslicht ersetzende LED-Hinterleuchtung mit bizarren Blinkeffekten in dadurch völlig überwältigender Anmutung. Die Eintritts-Preise werden sozialverträglich gestaffelt: Wer zu Hause eine Wärmepumpenheizung hat, bezahlt nur die Hälfte.
Dom-Deal und „Sinnformation“
Natürlich ist dieser unmachbare Zeitenwende-Umbau mit undenkbaren Milliarden-Investitionen verbunden, die weder der Dom hat, noch die Stadt Köln aufbringen kann. Etwaige Unterstützung mit Milliarden von Land, Bund und EU kann man vergessen, sie wurden auf Grund freundschaftlicher Anordnung unwiederbringlich ins Ausland verschenkt. Immer auf der Suche nach neuen Partnern greift BlackRock zu: Investitions-Sponsoring. Ein Dom-Deal, der passt: BlackRock, erhält ein phantastisches Black-Rock-Monument (siehe Fotosimulation), das weltweit für die BlackRock-Dienste („Engagement für das finanzielle Wohl“) wirbt – unbezahlbares Marketing mit Alleinstellungsmerkmal. Transformation und Begriffswende: Man pilgert dann zukünftig nicht mehr zum Dom, sondern zum Black Rock – Sinnbild der Sinnentleerung und Entseelung der Gesellschaft, kurz: „Sinnformation“. Die Generationen Z-Plus werden den Dom als Dom vergessen.
Der Black Rock in Köln wird dann unter dem Rock transatlantischer Freundschaft (Vasallentum) und durch die Auswirkungen der Zeitenwende (Deindustrialisierung) zum Symbol der „Cocacolonisierung“ und des nun endgültigen Verlusts der deutschen Identität. Erinnerung: „Wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen.“ (Wolfgang Schäuble am 18. November 2011 auf dem European Banking Congress in Frankfurt am Main.) Die deutsche Souveränität und Identität werden damit vergessen – wie auch der Kölner Dom als Symbol der Stärke und Beständigkeit des christlichen Glaubens im mittelalterlichen und modernen Europa.
Einige Zeit wird es im ehemaligen Dom-Souvenirladen noch Domstrom-Minidome als Powerbank-Handy-Ladegag für Zuhause geben. Dann wird er aus Rationalisierungsgründen geschlossen.
p.s.
Jedoch hat die Zukunftswende nun begonnen. Die Zeitenwende wendet sich und ihr Zeitgeist windet sich. BlackRock zieht sich wie andere Global Player aus den grünen Klima-CO2-Anlagen zurück, die USA steigen aus dem Green Deal und dem Pariser Klimaabkommen aus. Immer mehr informierte Menschen erkennen die Klimahybris. Der Dom-Deal kommt nicht zustande. So bleibt der Dom Dom – stark und beständig wie die Naturgesetze. War alles (vielleicht) nur ein ideologischer (Alb)Traum…?
Helmut Langer – international ausgezeichneter Graphic Designer, Referent auf weltweiten Design-Konferenzen und -Kongressen, Kurator globaler multikultureller Kommunikations-Projekte, ehemaliger Präsident des International Council of Design, Dozent an Hochschulen in Asien, Europa und Südamerika, Professor h.c. multi: Nagoya University of the Arts (Japan), University of San Ignacio de Loyola (Peru) und Hochschule für Zeitgenössische Kunst in Moskau (Russland), Korrespondent für int. Design-Magazine.

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Als Kölner bin ich mittlerweile nicht mehr sicher, ob das ein Scherz ist oder nicht: Ja – ich traue denen auch das zu.
Der kölner Bischof soll, so hört man aus informellen Kirchenkreisen, begeistert sein und obiges Bonmot abgesondert haben. Er soll die Schaffung eines mit einem erheblichen Sondervermögen ausgestatteten Sonderprogramms angeregt haben, um zu bewirken, daß „Flüchtlingsboote“ zukünftig standardmäßig nur noch mit Elektromotor ausgerüstet werden. Das Abbrennen von Weihrauch während der Messen soll er indes verboten haben. „För Klimatet“ und so.
Ja. Auch das ist unbesehen zu glauben:
The Australian Prime Minister is begging citizens to take the bus.
This is the beginning of energy lockdowns for the left. https://x.com/WallStreetMav/status/2039364802246529519
In der Tat, ein gut gemachter Aprilscherz.
Wäre es nicht so, müsste man tatsächlich hinterfragen, wiviel Dummheit die Welt eigentlich noch verträgt, bis sie merkt, dass sie Neppern, Schleppern und Bauernfängern auf den Leim gegangen ist.
Netter Aprilscherz, aber sagen Sie das um Gottes Willen nicht der Regierung. Diese Experten machen das wirklich.
Super April-Scherz!!! Danke.
Ja! Ich hielt es immer für ungerecht, daß nur in Mekka ein Black Rock steht. Deutschland braucht auch einen. Wer, wenn nicht wir?
Das drum herum laufen zeigt sich halt als schwierig. Müsste man innen drin so eine Bahn bauen, die die Massen leitet.
Glücklicherweise sind die Richterfenster abstrakt und müssen nicht ausgetauscht werden.
Ich würde den Kölner Dom gerne für einen Euro laut Buchwert kaufen ❗
Es fehlt nur noch eine Fahrt durch das Innere des Doms im E-Auto, wobei das Wichtigste ist, stets linksherum zu fahren.
Aber wie das so ist: Am Ende steht man dann wieder da, wo man zu Beginn auch schon war…
Diese irrsinnig gewordene links/grüne BRD hat meine völlige Verachtung.
Die Zukunft dieses deutschen Irrenhauses ist mir inzwischen egal.
Haha, lustiger Aprilscherz.
Nein, die Kölner bekommen jetzt erstmal von ihrer Verwaltung »Mindestpreise für Taxifahrten« aufgebrummt. Immerhin hat man sich als Bürgermeister ein SPD-Partei-Urgestein gewählt (Torsten Burmester) – und der liefert jetzt.
Es kann schließlich nicht sein, dass einige mit günstigen Funkmietwagen fahren, und andere mit dem normalen Taxi. Diese Ungleichheit muss bekämpft werden – dafür gibt es zum Glück die SPD!