Kölner Klinik: Mehrheit der Corona-Intensivpatienten mit Migrationshintergrund

Ein Dokument aus einer Kölner Klinik bestätigt, was seit vielen Wochen kolportiert wird: Migranten sind unter Covid-Patienten deutlich überrepräsentiert.

picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Dass Migranten unter den Corona-Intensivpatienten in Krankenhäusern stark überrepräsentiert sind, hat TE bereits berichtet. In einer Lungenklinik sollen sogar 90 Prozent der Corona-Intensivpatienten Migrationshintergrund haben, wie aus einer Schaltkonferenz des Chefs des Robert-Koch-Institutes mit Chefärzten durch die Bild-Zeitung an die Öffentlichkeit durchsickerte. Bundesweit sollen es demnach über 50 Prozent sein.

Nun meldet der Focus-Online unter Berufung auf ein dem Magazin vorliegendes Dokument, dass auch in einer Kölner Klinik mehr als 55 Prozent der Corona-Patienten ausländische Wurzeln hätten.

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Offenbar ist diese Erkenntnis immer noch ein politisches Tabu. So heißt es beim Focus zur Herkunft der Information: „Der Informant will anonym bleiben. Zu heikel ist das Thema.“ Aus der Excel-Tabelle aus „einem großen Kölner Krankenhaus“ (den Namen gibt Focus-Online nicht bekannt) gehe hervor:

„Von Tausenden PCR-Getesteten, die in dieser Klinik aktenkundig sind, wurden vom 1. November 2020 bis Ende Februar 2021 knapp 290 Patienten stationär aufgenommen. Mehr als 55 Prozent von ihnen wiesen dem Dokument zufolge ausländische Wurzeln auf. Auch bei schweren Krankheitsverläufen besteht ein Übergewicht. Und: Von den 56 Menschen, die in dem Kölner Krankenhaus an oder mit Corona verstorben sind, blickt mehr als jeder Zweite auf einen Migrationshintergrund zurück.“

Die OECD bestätigte schönem Oktober 2020, dass Migranten „besonders von den gesundheitlichen Folgen der Pandemie betroffen“ sind. Studien aus mehreren OECD-Ländern zeigen, dass Zugewanderte ein mindestens doppelt so hohes Infektionsrisiko wie im Inland Geborene haben. Das liege einerseits daran, „dass sie häufig an vorderster Front“ als Pfleger oder Ärzte im Kampf gegen Covid-19 arbeiten. Außerdem bedeuteten d Lebensbedingungen von Migranten „höhere Risiken“ – etwa beengte Wohnverhältnisse oder ein Dasein in Armut.

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Kommentare ( 73 )

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73 Comments
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89-erlebt
7 Monate her

Jeder weiß, dass über diese Fakten nicht veröffentlicht werden darf. Ärzte und Pfleger, was für ein Blödsinn – Belege dafür bitte !
Clan Kriminellen Hochzeiten, Beerdigungen und Groß Familien Milieu – dort liegt wohl eher mehr Wahrheit.

eriberi
7 Monate her

„Ausländische Wurzeln“ „Migrationshintergrund“ ist eine Kategorie die unscharf ist – absichtlich? Was heisst das denn? Was sind das für Menschen? Weswegen ist dieses Phänomen schon lange bekannt und man hört nicht, weswegen das so ist? Hier wäre ein bisschen Investigation für die Bevölkerung hilfreich. Ich glaube übrigens nicht, dass das etwas mit Kommunikationsproblemen zu tun hat, denn damit würde man zugeben, dass die ganzen Massnahmen tatsächlich irgendeinen Effekt hätten.Grund wäre eher, dass die Personen mehr Vorerkrankungen haben oder was auch immer, aber sich nicht, weil sie keine Masken tragen – denn die nützen nichts.

a.bayer
7 Monate her

Befragen Sie mal städtische LehrerInnen zum Thema “ Migrantenkinder und ihre Motivation, sich testen zu lassen“. Es sollte mich wundern, wenn Sie sich wundern….

Lars
7 Monate her

Und wieder suchen Politik und Medien vorauseilend nach Entschuldungsgruenden. Die Realität waere auch zu unpässlich: Nämlich dass die ausufernden Parallelgesellschaften auf alle Anordnungen von Politik und Rechtsstaat scheissen und dies i. S. e. Machtdemonstration auch in aller Öffentlichkeit so tun. Und während der Deutsche brav zu hause sitzt, trifft man sich zu grossangelegten Partys und Hochzeiten, bei denen die Polizei im Sinne des interkulturelle Verstaendnisses sowie aus Angst vor politisch-medialer Sanktionierung nur höflich zuschaut…-und im Nachgang trägt man dann die Infektionen in die Grossfamilien hinein, woraufhin die dicke Mama/ Oma auf der Intensivstation landet. Und im Gegenzug sperrt Merkel die… Mehr

Theos Meinungsfreiheit
7 Monate her

Ja, man hofft den armen Menschen wird geholfen und sie werden schnellstmöglich ans Beatmungsgerät zwecks Zwangsbeatmung angeschlossen.
Also unbedingt helfen, helfen, helfen !!!

Kassandra
7 Monate her

Damit ist dann auch klar, weshalb Bestatter von „Ungläubigen“ sich wundern, warum sie so wenig Geschäft mit den mit/an Corona verstorbenen Toten haben.
Ich glaube nicht, dass solche sich selbst im Tod von „Unreinen“ werden berühren lassen wollen.
Kann man rauskriegen, wie viele davon Richtung Heimat überführt werden? Große Bestattungshäuser müssten doch Einblick haben – alleine, wenn sie die Leichen der Unsrigen aus den Krankenhäusern abholen müssen?

Casta Diva
7 Monate her

„Das liege einerseits daran, „dass sie häufig an vorderster Front“ als Pfleger oder Ärzte im Kampf gegen Covid-19 arbeiten.“ Als Pfleger oder Ärzte also? Meiner Erinnerung nach bezeichnete unser Bundes-Tierarzt es als großes, tabuisiertes Problem, dass man diese Betroffenen wegen Kommunikationsbarrieren nicht erreichen könne. Und man Anstrengungen unternähme, über die Imame Abhilfe zu schaffen. Medizinische Fachkräfte? Der deutschen Sprache nicht mächtig und gar nicht so selten selbst in der Muttersprache nicht des Lesens und Schreibens mächtig? Pfleger und Ärzte … OMG!

Glaube wenig – überprüfe alles – DENKE SELBST!

Metric
7 Monate her

Es ist ganz einfach: Neben wahrscheinlichen Unterschieden im Verhalten und der individuellen Gesundheitsvorsorge dürfte ein Hauptgrund schlicht in der dunkleren Hautfarbe vieler Migranten liegen. Denn dies wirkt sich direkt auf die Vitamin-D-Produktion aus. Jeder Arzt wird ihnen bestätigen, dass die Vitamin-D-Werte bereits bei uns Hellhäutigen im Winter meist zu niedrig sind, und erst recht sind sie das bei den dunkleren Hautfarben, und gerade bei Covid19 ist der Zusammenhang von Vitamin-D-Mangel mit schweren Verläufen erwiesen. Die Natur trickst man nicht so einfach aus: Es hat halt einen Grund, warum die Menschen in unterschiedlichen Gegenden mit unterschiedlichen biologischen Merkmalen ausgestattet sind. So… Mehr

Kassandra
7 Monate her
Antworten an  Metric

Es gibt viele aus südlichen Ländern, die zudem unerkannt vererbliche Sichelzellenanämie mitbringen, die sie in der Heimat wirksam vor Malaria schützt. Nicht ansteckend und nicht heilbar – Kälte wird schlecht vertragen, was die Auswirkung hat, dass einfach erklärt rote Blutkörperchen sich verformen und verklumpen und kleine Blutgefäße verstopfen was zu Blutgerinnseln wie Thrombosen führen kann. Prof. Püschel hat am UKE darüber berichtet – aber anscheinend besteht man darauf, das „Corona“ zuzuordnen. Bei wiki findet man: „Die Zerstörung roter Blutkörperchen führt zu einer schweren chronischen Blutarmut (hämolytische Anämie). Aufgrund der Neigung des Hämoglobin S zur Polymerisation und der sichelförmigen Deformierung der Erythrozyten… Mehr

Last edited 7 Monate her by Kassandra
Metric
7 Monate her
Antworten an  Kassandra

Auch das ist interessant. Aber bestimmt gibt es jemanden, der das alles auf „Diskriminierung“ zurückführt. Es gibt heute für alles eine einfache Erklärung …

Heiner Wirth
7 Monate her

Bemerkenswert ist ja, dass in den Massenmedien (ich erinnere mich besonders an Artikel bei „Zeit Online“ und „Spiegel online“) oft über die Überrepräsentation von ethnischen Minderheiten in den USA und in GB berichtet wurde, aber nie über die ethnischen Minderheiten in Deutschland. Erst als sich das Thema nicht mehr gänzlich totschweigen ließ, gab es Belehrungs- und Dementierungsartikel dazu.

Und natürlich ist die Argumentation immer in dem Sinn, dass Migranten benachteiligt sind und ihnen Informationen bewusst vorenthalten werden. Die Realität, nach der migrantische Gemeinschaften besonders in Deutschland oft in Parallelgesellschaften leben und die deutschen Regeln ablehnen, wird dabei dagegen nie erwähnt.

Eberhard
7 Monate her

„Zugewanderte haben ein mindestens doppelt so hohes Infektionsrisiko wie im Inland Geborene“. Gründe laut OECD höheres Risiko auch durch beengte Wohnverhältnisse oder ein Dasein in Armut. Nanu, seit wann handelt es sich bei unserer Bereicherung um in Armut lebende Menschen? Es sind doch alles hoch qualifizierte, auf die unsere Wirtschaft dringend angewiesen. Oder werden sie viel schlechter bezahlt als Deutsche und sind daher billiger und dienen dazu noch als Lohndrücker? Oder erhöhen sie sogar den Anteil nicht arbeitender und damit den Armutsanteil in unserer Gesellschaft? Eigentlich muss beachtet werden, dass jegliche Wanderbewegungen, besonders in solchen uns verordneten hohen Dimensionen, dazu… Mehr

Kassandra
7 Monate her
Antworten an  Eberhard

Denn man weiß, dass schon vor Corona Menschen aus aller Welt mit hier längst ausgemerzten Krankheiten ins Land gelassen wurden: https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/italienische-mediziner-schlagen-alarm-lange-besiegte-krankheiten-wieder-da/
Der Umgang damit entspricht Vorsatz. Rechtskundige werden das anzuklagen haben.